reltext

Chapter 1

1 1 Dies sind die Namen der Söhne Israel (Israeliten), die nach Ägypten gekommen sind, mit Jakob, jeder [mit] seinem Haus, kamen sie:

  1. [Status: Ungeprüft]

2 Ruben, Simeon, Levi und Juda.

3 Issaschar, Sebulon und Benjamin.

4 Dan und Naftali, Gad und Asser.

5 Und alle Seelen aus Jakobs Stamm (Oberschenkel) waren siebzig Seelen; Joseph aber war in Ägypten.

6 Und Joseph starb und all seine Brüder und seine (jene) Generation (Geschlecht).

7 Und die Söhne Israels (Israeliten) waren fruchtbar und pflanzten sich fort und sie wurden viele und sie wurden überaus (im höchsten Grade) stark (mächtig) und das Land war voll (erfüllt) mit ihnen.

8 Und es stand ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph nicht [mehr] kannte.

9 Und er sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Söhne Israels (Israeliten) ist zahlreich und mächtiger als wir.

10 Wohlan! Wir wollen klug gegen es vorgehen, damit es nicht groß wird und damit es nicht geschieht, dass sie eine Schlacht ausrufen und damit nicht dem auch noch hinzugefügt wird, dass es uns hasst und uns bekämpft und es aufsteigt von der Erde (sich zum Herren über das Land macht).

11 Und sie setzten über es Befehlshaber der Frondienste (Fronvögte), um es zu bedrücken mit ihrem Frondienst (Lasttragen). Und es baute Vorratsstädte für den Pharao: Pitom und Ramses.

12 Und wie sie es bedrückten, so wurde es zahlreich und so wurde es stark. Und sie hatten Furcht vor den Söhnen Israels (Israeliten).

13 Und sie hielten die Söhne Israels zur Arbeit an durch Misshandlung.

14 Und sie verbitterten deren (ihr) Leben durch harte Arbeit im Ton und in den Ziegeln und durch alle Arbeit auf dem Feld. Und ihre ganze Arbeit arbeiteten sie bei ihnen durch Misshandlung.

15 Und der König von Ägypten sagte zu den hebräischen Hebammen, der Name der ersten war Schifra und der Name der zweiten war Pua.

16 und er sprach: Wenn die Hebräerinnen gebären und ihr seht auf den Töpferscheiben dass es ein Sohn ist, tötet ihn; wenn es eine Tochter ist, lasst sie leben.

17 Aber die Hebammen fürchteten JHWH und taten nicht, wie ihnen der König von Ägypten gesagt hatte und ließen die Kinder leben.

18 Da rief der König von Ägypten die Hebammen und sagte zu ihnen: Warum habt ihr diese Sache getan und habt die Kinder leben lassen?

19 Die Hebammen sagten zu dem Pharao: Weil die Hebräerinnen nicht so sind wie die Ägypterinnen, denn sie sind kräftig und haben schon geboren bevor die Hebamme hineinkommt.

20 Und JHWH tat den Hebammen Gutes und das ganze Volk vermehrte sich und wurde zahlreich.

21 Und es geschah, weil die Hebammen JHWH fürchteten und er schenkte ihnen Nachkommen.

22 Und der Pharao befahl seinem ganzen Volk folgendes: Jeden Sohn, der geboren wird, sollt ihr in den Fluß werfen und alle Töchter sollt ihr leben lassen.

Chapter 2

1 1 {Und} Ein Mann aus dem Hause Levi ging und nahm eine Nachfahrin Levis2 [zur Frau].

  1. [Status: Ungeprüft]
  2. Wörtlich: „die Tochter Levis“

2 {Und} Die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Als (und) sie sah {ihn}, dass er gut (schön) [war], {und} verbarg sie ihn drei Monate (Monde) [lang].

3 Als (und) sie ihn nicht länger verbergen konnte; {und} nahm sie für ihn ein Kästchen (Korb)1 [aus] Schilf2 und dichtete (bestrich) es mit Erdharz und Pech ab. {und} Sie legte das Kind (den Knaben) hinein und legte [es] in das Schilf am Rande des Nils.

  1. Das Wort bezeichnet sowohl ein rechteckiges Kästchen als auch ein größeres Schiff. Es wird auch im Zusammenhang mit der Arche Noach verwendet.
  2. Constructus-Verbindung.

4 {Und} Seine Schwester stand in [einiger] Entfernung, um zu erfahren, was mit ihm geschehen (getan) würde.

5 {Und} Die Tochter des Pharaos ging hinab, um am Nil (Fluss) zu baden, und ihre [Dienst]mädchen gingen am Rande des Nils spazieren. Als (Und) sie das Kästchen inmitten des Schilfes sah, {und} sandte sie ihre Dienerin (Sklavin) und sie nahmen es.

6 {Und} Sie öffnete [es] und sah {ihn} das Kind (den Knaben) - einen Jungen, weinend! - 1. Da (und) hatte sie Mitleid mit ihm und sagte: Dies ist einer [von] den Knaben (Kindern) der Hebräer!

  1. Oder: „der Junge weinte!“, „und sah einen weinenden Jungen“. Wörtlich: „und siehe ein Junge weinend“. Die Partikel „siehe“ ist eine Art hebräisches Ausrufezeichen und drückt lebhaft die Überraschung der Prinzessin über den unerwarteten Fund aus. Hier handelt es sich um einen Einschub, der in nur zwei Worten den Inhalt des Körbchens beschreibt. Bei der Übersetzung wurde versucht, dem zu entsprechen (vgl. NET Ex 2,6 Fußnote 22).

7 Und seine Schwester sprach zu der Tochter des Pharaos: Soll ich gehen und für dich eine Frau als Säugamme von den Hebräerinnen rufen, damit1 sie das Kind (den Knaben) für dich stillt?

  1. Wörtlich: „und“, hier final zu verstehen.

8 Da sagte die Tochter des Pharaos zu ihr: Geh! Also (und) ging das Mädchen und rief die Mutter des Kindes (Knaben).

9 Und die Tochter des Pharaos sagte zu ihr: Nimm diesen Knaben (dieses Kind) und stille ihn für mich, und ich werde [dir] deinen Lohn geben. Da (und) nahm die Frau den Knaben (das Kind) und stillte ihn.

10 Als (und) das Kind (der Knabe) gewachsen (groß/größer geworden) war (wuchs), {und} brachte sie ihn zur Tochter des Pharaos, und er wurde ihr Sohn1. {und} Sie gab ihm den Namen2 Mose und sagte: Weil ich ihn aus dem Wasser gezogen habe!3

  1. Oder: „er war ein Sohn für sie“. Laut DBL Hebrew, 2118-9 heißt הָיָה לְ־ aber „werden zu“. Die gewählte Übersetzung entspricht dem Konsens aller anderen gängigen Übersetzungen.
  2. Weniger idiomatisch: „rief/nannte seinen Namen“
  3. Wenn man die enge Verbindung der Ägypter mit dem Nil berücksichtigt, kam dies für die Prinzessin wohl einem göttlichen Geschenk gleich. Der hebräische Name מֹשֶׁה (Moscheh) ist tatsächlich das Partizip des Wortes מָשָׁה (maschah=herausziehen). Allerdings handelt es sich um das Ptz. aktiv - um den Namen so zu erklären, hätte Mose aber nach dem passiven Ptz. מָשׁוּי (Maschuh) benannt werden müssen. Schwierig mit dieser Herleitung ist auch, dass die ägyptische Prinzessin dem Kind sehr wahrscheinlich einen ägyptischen Namen gab. Der Hieroglyph „ms“ kann „Kind“ oder „geboren werden“ heißen. (Die Namensähnlichkeit mit bestimmten ägyptischen Pharaonen ist recht offensichtlich.) Da dieses Element häufig mit theophorischen Elementen verbunden war, war Moses ägyptischer Name möglicherweise noch länger („Kind des Gottes XY“). Es handelt sich hier also eher um ein Wortspiel als um eine etymologische Herleitung. Entweder legte der Autor ihr die Worte in den Mund, oder er fand beim Übersetzen des Ägyptischen ein passendes Wort auf Hebräisch. Für die Israeliten zählte aber vor allem seine Aussage auf Hebräisch: Die Königstochter zog Mose aus dem Wasser, doch er zog Israel durch das Wasser aus Ägypten! (Quelle: NET Ex 2,10 Fußnote 35)

11 Und es geschah in jenen Tagen, als Mose groß geworden war. Da ging er heraus zu seinen Brüdern und sah ihren Frondienst (ihr Lasttragen). Da sah er einen ägyptischen Mann einen hebräischen Mann von seinen Brüdern schlagen.

12 Und er wendete sich hierher und dorthin (so und so)1 und sah, dass kein [anderer] Mann [da war] (und sah niemanden). Da schlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.

  1. D.h. er schaut sich um

13 Und am zweiten Tag ging er wieder heraus. Und siehe, zwei hebräische Männer stritten sich. Da sprach er zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst du deinen Volksgenossen?

14 Und er antwortete (sprach): Wer hat dich gestellt zum Aufseher und zum Richter (Mann des Aufsehens und Richtens) über uns? Willst du mich töten - sprach er - wie du den Ägypter getötet hast? Und Mose fürchtete sich und sprach: Fürwahr! Die Sache ist bekannt geworden.

15 Und der Pharao hörte von dieser Sache und trachtete danach, Mose zu töten. Da floh Mose vor dem Pharao und blieb (ließ sich nieder) im Lande Midian und setzte sich auf den Brunnen.

16 Und der Priester von Midian hatte sieben Töchter. Und sie kamen und schöpften und füllten die Wassertröge, um das Vieh ihres Vaters zu tränken.

17 Und es kamen die Hirten und vertrieben sie. Da stand Mose auf und half ihnen (rettete sie) und tränkte das Vieh.

18 Und sie kamen zu Re'uël, ihrem Vater. Und er sprach: Warum habt ihr euch heute [so] beeilt, [zurück] zu kommen?

19 Da antworteten (sagten) sie: Ein ägyptischer Mann hat uns gerettet vor der Hand (Gewalt) der Hirten. Und auch schöpfte {und} schöpfte1 er für uns und tränkte das Vieh.

  1. Figura etymologica.

20 Da sprach er zu seinen Töchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr den Mann da zurückgelassen? Ruft ihn und er soll mit uns essen!

21 Und Mose entschloss isch bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Zippora, seine Tochter, {dem} Mose {zur Frau}.

22 Und sie gebar einen Sohn. Und er nannte seinen Namen Gerschom, denn er sprach: Ein Fremder bin ich gewesen in einem fremden Land.

23 Und {es geschah} in1 jenen vielen Tagen (während jener langen Zeit) {und} starb der König von Ägypten. {und} Die Kinder (Söhne) Israels stöhnten wegen der Sklavenarbeit (Knechtschaft, Arbeit), und sie schrien, und ihr Hilferuf erreichte (ging hinauf zu) Gott wegen der Sklavenarbeit (Knechtschaft, Arbeit).

  1. LXX: „nach“.

24 Da (und) hörte Gott ihr Stöhnen (Wehklagen) und Gott erinnerte sich (dachte) an seinen Bund mit Abraham, {mit} Isaak und {mit} Jakob.

25 Und Gott sah die Kinder (Söhne) Israels und Gott wusste (verstand).1

  1. Hier fehlt ein Objekt; vermutlich wird Bezug auf Vv. 23-24 genommen. Die LXX fügt „sie“ an (dann: „und Gott kannte sie“). Vgl. NET Ex 2,25 Fußnote 95.

Chapter 3

1 1 Währenddessen (und, als)2 hütete Mose das Kleinvieh3 (war Hirte des Kleinviehs)4 Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und (einmal, da, als) er trieb das Kleinvieh hinter (auf die Westseite) die Wüste (Wildnis; Weideland) und (da) kam zum Berg Gottes, dem Horeb.

  1. [Status: Zuverlässig]
  2. Dieses Waw muss im Kontext von Ex 2,25 gesehen werden.
  3. Kleinvieh entspricht Schafen und Ziegen (vgl. DBL Hebrew, 7366).
  4. Wörtlich: „war hütend/Hirte das Kleinvieh (Akk.)“. Die gewählte Übersetzung entspricht dem Konsens anderer Übersetzungen.

2 Da (und) zeigte sich (erschien) ihm der Engel (Bote) JHWH s in einer Feuerflamme1 aus der Mitte des Busches2. {und} Er sah hin - obwohl3 der Busch mit (im) Feuer4 brannte5, wurde er nicht aufgezehrt!

  1. Wörtlich „Flamme des Feuers“.
  2. Das Wort bezeichnet vermutlich einen Dornbusch, möglicherweise eine Brombeere (vgl. BDB, סְנֶה).
  3. Satzfolgeunterbrechende Waw-Kombination; wörtlich „und siehe, der Busch … und“. Die Partikel „siehe“ wird häufig mit „sehen“ verwendet und bleibt dann am besten unübersetzt. In diesem Kontext drückt sie konkret die Erstaunlichkeit der Handlung aus – sie ist sozusagen eine Art Ausrufezeichen.
  4. D.h. „lichterloh“. Im Deutschen wird die zusätzliche Information, dass Feuer in dem Busch brannte, als überflüssig empfunden.
  5. Ein Ptz. akt., das eine fortwährende Handlung ausdrückt.

3 Da (und) sagte Mose: „Ich will (muss)1 doch einmal [von meinem Weg] abweichen und (um)2 diese außergewöhnliche (großartige) Erscheinung ansehen. Warum verbrennt3 der Busch nicht?4

  1. Der Kohortativ ist eine Selbstaufforderung.
  2. Zwei verbundene Kohortative, von denen der zweite den Zweck angibt.
  3. Duratives Ipf., das (wie das Ptz. in V. 2) ein fortwährendes Geschehen andeutet.
  4. Oder: »,[und herausfinden], warum der Busch nicht verbrennt!« Die gewählte Lösung ist wohl eine genauere Übersetzung des Wortbestands, weil kein Verb ergänzt werden muss.

4 Als (und, da) JHWH sah, dass er [von seinem Weg] abwich, um [nach]zusehen, da (und) rief Gott zu ihm aus der Mitte des Busches {und sagte}: „Mose, Mose!“ Und [dieser] sagte: „Hier bin ich!1

  1. Also sinngemäß: »Ich höre!«

5 {und} Er sagte: „Komm nicht näher heran (hierher)! Zieh deine Sandalen (Schuhe) von deinen Füßen, denn die Stelle, auf der du stehst, ist heiliger Boden (Erde)1!“

  1. Wörtlich »Erdboden-Heiliges/Heiligtum«.

6 Weiter (und) sagte er: „Ich [bin] der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Da bedeckte (verbarg) Mose sein Gesicht, weil er sich [davor] fürchtete, Gott anzuschauen.

7 Da (und) sagte JHWH: „[Sei versichert],1 ich habe das Elend meines Volkes, das in Ägypten [ist], gesehen und sein2 Schreien wegen (gegen) seiner Unterdrücker gehört. Ja (denn), ich kenne3 seine Schmerzen.

  1. »Sei versichert« wurde sinngemäß ergänzt, um eine nicht übersetzbare hebräische Konstruktion wiederzugeben. Diese betont das Verb dadurch, dass davor ein Infinitivus absolutus desselben Verbs steht. Möglich wäre auch eine deutsche Wiedergabe mit »genau gesehen« oder einer intensivierten Form wie »genau beobachtet«.
  2. Hier heißt es im Hebräischen »ihrer« mit Bezug auf die Menschen, die das Volk bilden (Constructio ad sensum). Im Deutschen muss entsprechend aber »seiner« verwendet werden.
  3. Perfekt, das mit einem »Verb der Beziehung« (»wissen«) präsentisch gebraucht wird.

8 Und ich bin herabgekommen, um es aus der Gewalt (Hand) Ägyptens (der Ägypter) zu erretten und es hinaufzuführen aus jenem Land in ein schönes (gutes) und weites Land, in ein Land, [das von]1 Milch und Honig fließt2, in das Gebiet (Land; Ort) der Kanaaniter, {und} Hetiter, {und} Amoriter, {und} Perisiter, {und} Hiwiter und Jebusiter.

  1. Oder, etwas freier: »in dem Milch und Honig fließen.«
  2. »fließen« ist ein Partizip, das das Land beschreibt, ohne grammatisch anders als durch die nachgeordnete Stellung damit verbunden zu sein. Dass sein Subjekt nicht die beiden Attribute, sondern das Land ist, lässt sich an seinem Geschlecht festmachen. Gesenius nennt die beiden Attribute »Milch« und »Honig« epexegetische Genitive, weil sie die Qualität des Landes erklären (vgl. NET Ex 3,8 Fußnote 30). Das »Land, in dem Milch und Honig fließen« ist im Deutschen eine geflügelte Wendung geworden. Es handelt sich um eine Übertreibung, die die große Fruchtbarkeit des Landes beschreiben soll. Obgleich Palästina weit weniger fruchtbar ist als etwa Mitteleuropa, war es für die Israeliten im Vergleich zu Ägypten und der sinaitischen Wüste ein sehr ersehnlicher Ort.

9 Doch (und; weil) jetzt {siehe}1 ist das Schreien der Kinder (Söhne) Israels zu mir gekommen, und ich habe auch die Unterdrückung gesehen, [mit] der Ägypten sie unterdrückt2.3

  1. Die nur sinngemäß übersetzbare Partikel »siehe« wirkt als Verstärkung der gemachten Aussage. Hier wurde sie in den Kontext eingearbeitet, indem der Kontrast am Satzanfang besonders stark ausgedrückt wurde.
  2. Constructio ad sensum: Das hier verwendete Partizip steht im Plural, weil es sich auf Ägypten als Metapher für die Ägypter bezieht.
  3. Das hier verwendete Stilmittel ist typisch Hebräisch: mit Unterdrückung wird unterdrückt. Freier: »auf welche Weise Ägypten/die Ägypter...«, »wie grausam (GNB)/schwer (LBBH) Ägypten/die Ägypter«

10 Deshalb (und; also) geh1 nun! Ich will dich zum Pharao senden, so dass du mein Volk, die Kinder (Söhne) Israels, aus Ägypten herausführen wirst2.“

  1. Emphatischer Imperativ (LBBH).
  2. Oder: »und führe hinaus« (Ipv.). Bei der Konstellation Ipv. + Waw + Ipv. gibt der letzte Ipv. in der Regel Ziel oder Zweck an.

11 Da (und) sagte Mose zu Gott: „Wer [bin] ich, dass ich zum Pharao gehen und die Kinder (Söhne) Israels (Israeliten) aus Ägypten herausführen könnte1?“

  1. Beide Ipf.

12 Da (und) sagte [Gott]: „{denn}1 Ich werde bei dir sein (bin bei dir)2. Und dies [soll] dein3 Zeichen [sein], dass ich ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast4, werdet ihr Gott auf diesem Berg dienen.“

  1. An dieser Stelle steht der Partikel כּֽי der in diesem Fall als Einleitung zur wörtlichen Rede dient und somit unübersetzt bleibt.
  2. Sowohl eine gegenwärtige als auch eine zukünftige Deutung sind möglich, weil das Verb statisch ist.
  3. Wörtlich » für dich das«.
  4. Inf. cs. mit בְּ.

13 Da (und) sagte Mose zu Gott: „Wenn1 ich zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) komme und zu ihnen sage2: Der Gott eurer Vorfahren (Väter) hat mich zu euch geschickt. Dann (und) werden sie zu mir sagen: Was [ist] sein Name? Was sage (antworte) ich [dann] zu ihnen?“

  1. Wörtlich: »Siehe, ich komme... und...«
  2. Ipf.

14 Da (und) sagte Gott zu Mose: „Ich bin, der ich bin.1 {Und} Er sagte: So sollst (wirst) du zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) sprechen: » »Ich bin« hat mich zu euch gesandt.« “

  1. Die Praeformativkonjugation (»Imperfekt«) kann auch futurisch übersetzt werden: »Ich werde sein, der ich sein werde.« Außerdem hat die PK auch modalen Charakter, sodass ohne weiteres eine Verbalgruppe mit einem Modalverb gebildet werden kann: z.B. »Ich kann sein, der ich sein kann.« Ohne einen temporal-deiktischen Aspekt ist darüber hinaus auch eine Zeitstufe der Vergangenheit möglich: Bsp. »Ich war, der ich war«; »Ich war, der ich bin«; etc.

15 Und Gott sagte weiter (wieder) zu Mose: „So sollst (wirst) du zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) sprechen: JHWH, der Gott eurer Vorfahren (Väter), der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Dies [ist] mein Name für immer (auf ewig), {und} dies [ist] mein Name1 von Generation (Geschlecht) zu Generation.

  1. Im Hebräischen steht hier nicht Name (שֵׁמ), sondern זֵכֶר (sechär), was als »Name« gedeutet werden kann. Es kann auch mit »Gedenken« oder »Erinnerung« übersetzt werden.

16 Geh und versammle1 die Ältesten Israels und sage zu ihnen: JHWH, der Gott eurer Vorfahren (Väter), ist mir erschienen (hat sich mir gezeigt)2, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs 3 und sprach: Ich habe mich eurer und dessen, was euch in Ägypten angetan wird (wurde), [genau]4 angenommen (beobachtet, mich gekümmert, eingegriffen)5.

  1. Hier steht eine AKwaw-From. In der direkten Rede macht sie Aussagen über die sichere Zukunft. Nach einem Imperativ ist sie als bindender Direktiv zu verstehen. Dasselbe gilt beim nächsten Verb.
  2. Das Nifal von ראה kann als Passiv übersetzt werden.
  3. Die LXX bezeugt »der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Abrahams«.
  4. »genau« wurde sinngemäß ergänzt, um eine nicht übersetzbare hebräische Konstruktion wiederzugeben. Diese betont den Inhalt des Verbs dadurch, dass davor ein Infinitivus absolutus desselben Verbs steht. Denkbar wäre auch eine Wiedergabe des Inf. abs. als »Ich versichere euch« o.ä.
  5. Das Wort פקד bedeutet ursprünglich wohl »aufsuchen« (NET Ex 3:16 Fußnote 55). Hier könnte es als »achten auf« (EU, Menge u.a.), »sich annehmen« (Luther), »versorgen« oder »eingreifen« übersetzt werden. Offenbar bezeichnet es in Bezug auf Gott mehr als einen »Besuch«, es beschreibt, wie Gott sich dem Menschen zuwendet, eingreift und sein Leben verändert. Dasselbe Wort in derselben Konstruktion kommt in 1Mose 50,24 vor, als Josef prophezeit, dass Gott eingreifen und das Volk wieder in das versprochene Land führen wird. Insofern ist diese Stelle wohl die gedachte Erfüllung von Josefs Weissagung (NET Ex 3:16 Fußnote 55).

17 Da (und) sagte (dachte) ich1: Ich will (werde) euch aus dem Elend [von] Ägypten hinaufführen in das Land der Kanaaniter, {und} Hetiter, {und} Amoriter, {und} Perisiter, {und} Hiwiter und Jebusiter, ein Land, [das von] Milch und Honig [über]fließt2.

  1. Der textus graecus originalis bezeugt hier die 3.Sg: »Da dachte/sagte er«.
  2. Siehe Fußnoten V. 8.

18 Wenn (und) sie auf dich (deine Stimme) hören {werden}, dann (und) sollst (wirst) du mit (und) den Ältesten Israels zum König [von] Ägypten gehen und ihr sollt (werdet)1 zu ihm sagen: JHWH, der Gott der Hebräer, begegnete (traf) uns. Deshalb (und) lass uns (wollen wir)2 doch jetzt drei Tagesreisen [weit]3 in die Wüste ziehen und (damit) JHWH, unserem Gott, ein Opfer darbringen.

  1. Die LXX bezeugt hier die 2.Sg. mas.
  2. Der Kohortativ lässt beide Möglichkeiten zu.
  3. Wörtlich: »eine Reise/Weg [von] drei Tagen«

19 Aber (und) ich weiß, dass der König [von] Ägypten euch nicht zu gehen erlauben wird, und (wenn, auch) nicht mit starker Hand.1

  1. D.h. »wenn er nicht gezwungen wird« oder »auch nicht, wenn er gezwungen wird«. LXX: »außer«. Eine genauere Behandlung in NET Ex 3:19 Fußnote 65.

20 Deshalb (und) werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten (die Ägypter) mit all meinen Wundern schlagen, die ich in ihrer Mitte tun werde. {und} Danach wird er euch gehen lassen (wegschicken).

21 Doch (und) ich werde die Gunst (Gnade) [für] dieses Volk in den Augen der Ägypter (Ägyptens) geben1 und {es wird geschehen} wenn ihr [weg]zieht, werdet ihr nicht [mit] leeren [Händen]2 [weg]ziehen.

  1. D.h. »ich werde dafür sorgen, dass die Ägypter euch gesonnen sind«.
  2. Wörtlich »leer«.

22 Und eine Frau soll (kann; wird) von ihrer Nachbarin und der Besucherin (Fremden) in ihrem Haus Silber- {Gefäße} und Goldgefäße (-schmuck, -gegenstände) und Kleidung (Mäntel) erbitten, [die] ihr dann (und) euren Söhnen und Töchtern gebt1. So (und) werdet ihr die Ägypter (Ägypten) ausplündern (berauben).“

  1. Ipf.

Chapter 4

1 Da (und) antwortete Mose {und sagte}: Und (aber) wenn (sicherlich) sie mir nicht vertrauen (glauben), dann (und) werden sie nicht auf mich (meine Stimme) hören, sondern (dann, denn; und) werden (könnten) sagen: JHWH hat sich dir [gar] nicht gezeigt (ist dir nicht erschienen)!

2 Da (und) sagte JHWH zu ihm: Was [ist] das in deiner Hand? Er sagte: Ein Stab.

3 Da (und) sagte er: Wirf ihn auf den Boden! Also (da; und) warf [Mose] ihn auf den Boden, da (und) wurde [er] zu einer Schlange, und Mose floh davor [zurück].

4 Doch (da; und) JHWH sagte zu Mose: Strecke deine Hand aus und packe (fasse) sie beim Schwanz! Also (da; und) streckte er seine Hand aus und packte1 sie daran. Da (und) wurde sie in seiner Hand (Handfläche) [wieder] zu einem Stab.

  1. Aus stilistischen Gründen wurde beide Male „packen“ übersetzt. Das Wort in Gottes Befehl heißt jedoch auch „nehmen, ergreifen“, während Moses Handlung auch ein stärkeres „Festhalten“ bedeuten kann.

5 Damit1 sie [dir] glauben {werden}, dass sich dir JHWH, der Gott ihrer Vorfahren (Väter), der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs gezeigt hat (dir erschienen ist).

  1. Fortsetzung von Gottes Befehl, die Schlange zu packen (V. 4). In der Lesefassung könnte hier mit einem Einschub und Gedankenstrichen gearbeitet werden.

Chapter 6

10 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

29 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}: „Ich [bin] JHWH! Sage [dem] Pharao, dem König von Ägypten, alles, was ich zu dir sage!“

Chapter 7

1 Und JHWH sprach zu Mose: Sieh! Ich habe dich für den Pharao zum (zu) Gott gemacht. Und Aaron, dein Bruder, wird dein Prophet sein.

2 Du erzählst (sagst) [ihm] alles, was ich dir befehle und Aaron, dein Bruder, sagt [es] dem Pharao und dann wird er die Söhne Israels (Israeliten) ziehen lassen aus seinem Land.

3 Und ich werde das Herz des Pharaos verhärten und zahlreich sein lassen meine Zeichen und meine Wunder im Land Ägypten.

4 Aber er wird nicht auf euch hören, der Pharao, und ich werde meine Hand auf Ägypten legen (geben). Dann führe ich meine Heere heraus, mein Volk, die Söhne Israels (Israeliten) aus dem Land Ägypten durch große Strafgerichte.

5 Dann wird Ägypten erkennen, dass ich JHWH bin durch mein Ausstrecken meiner Hand über Ägypten. Und ich werde herausführen die Söhne Israels (Israeliten) aus ihrer Mitte.

6 Und Mose und Aaron taten, wie JHWH ihnen befohlen hatte - so taten sie es.

7 Und Mose war 80 Jahre alt und Aaron war 83 Jahre alt, als sie redeten zu dem Pharao.

Chapter 13

1 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

Chapter 14

1 1 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

  1. [Status: Ungeprüft]

2 Rede zu den Israeliten und sie sollen zurückkehren und sie sollen sich lagern vor Pi-Hahirot, zwischen Migdol und zwischen dem Meer vor Baal-Zefon. Gegenüber dem sollt ihr euch lagern, bei dem Meer.

3 Und der Pharao sagte zu den Israeliten: „Sie werden verwirrt sein in dem Land; die Wüste hat auf sie eingeschlossen.“

4 Und ich verhärtete das Herz des Pharaos, sodass er ihnen nachfolgte und ich erwies meine Herrlichkeit am Pharao und allen seinen Armeen und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der JHWH bin. Und so taten sie es.

5 Und als man dem König von Ägypten meldete, dass das Volk geflohen ist, änderte im Herzen der Pharao und seine Sklaven zu dem Volk und sagten: „Wie konnten wir dies tun, dass wir die Israeliten sandten, von unseren Diensten.“

6 Und er spannte den Wagen von sich an und nahm sein Volk mit sich.

7 Und er nahm 600 Wagen die ausgewählt wurden und alle Wagen in Ägypten und Krieger auf allen ihnen.

8 Und JHWH verhärtete das Herz des Pharaos, des Königs der Ägypter. Und er folgte hinter den Israeliten her und die Israeliten zogen aus mit erhobener Hand.

9 Und die Ägypter folgten ihnen nach und sie holten diese ein, als sie an dem Meer zelteten. Jedes Pferd der Streitwagen des Pharaos und seine Reiter und seine Armee. Auf Pi-Hachiroth, vor Baal-Zephon.

10 Und der Pharao näherte sich und die Israeliten erhoben ihre Augen und siehe die Ägypter zogen hinter ihnen her und sie fürchteten sich sehr und die Israeliten schrien zu JHWH.

11 Und sie sagten zu Mose: „Etwa weil nicht Gräber in Ägypten waren, nahmst du uns um zu sterben in die Wüste? Was hast du dies uns getan, auszuziehen mit uns aus Ägypten?“

12 War nicht dieses Wort, von dem gilt wir haben es in Ägypten zu dir gesprochen, folgendes: „Lass uns in Ruhe (Geh weg von uns) und lass uns den Ägyptern dienen, denn es ist besser für uns den Ägyptern zu dienen, als dass wir in der Wüste sterben.“

13 Und Mose sagte zu dem Volk: „Fürchtet euch nicht, stellt euch hin und seht das Heil JHWH s, von dem gilt er wird es für euch machen an dem Tag. Denn wie ihr die Ägypter seht an diesem Tag, werdet ihr sie nicht wieder sehen, bis in Ewigkeit.

14 JHWH wird für euch kämpfen und ihr werdet stille sein.“

15 Und JHWH sagte zu Mose: „Was schreist du zu mir? Sprich zu den Israelitern und lass sie aufbrechen.

16 Und du, hebe den Stab und strecke deine Hand über das Meer und teile es. Und die Israeliten sollen kommen in die Mitte des Meeres auf dem trockenen Land.

17 Und ich, siehe, verhärte das Herz der Ägypter und lasse sie nach euch kommen und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Armee mit seinen Streitwagen und mit seinen Pferden.

18 Und die Ägypter sollen innewerden (Konsekutiv) dass ich JHWH bin, wobei ich meine Herrlichkeit erweise an dem Pharao, an seinen Streitwägen und an seinen Pferden.“

19 Und es erhob (brach auf) sich der Engel des Herrn, der vor dem Lager Israels ging und ging(voran) hinter sie und es erhob sich eine Säule der Wolken vor ihren Angesichten und sie trat hinter sie.

20 Und sie kam zwischen das Lager Ägyptens und das Lager Israels und es entstand das Gewölk und die Finsternis und die Nacht wurde erleuchtet. Und diese kamen nicht näher zu diesen, die ganze Nacht.

21 Und Mose streckte seine Hand auf das Meer und JHWH trieb das Meer weg, mit einem starken Wind von Osten, die ganze Nacht und er machte (stellte) das Meer zu trockenem Land und die Meere spalteten sich.

22 Und die Israeliten kamen in die Mitte des Meeres auf dem trockenen Land und die Wasser waren zu ihnen eine Wand von der Rechten und von der Linken von ihnen.

23 Und die Ägypter verfolgten sie und es kamen nach ihnen alle Pferde des Pharaos, seine Streitwägen und seine Pferde zu der Mitte des Meeres.

24 Und es geschah in der Wache des Morgens und JHWH schaute zum Lager der Ägypter aus der Feuersäule und der Wolken. Und er verwirrte das Lager der Ägypter.

25 Und er entfernte das Rad von den Wagen und ließ sie fahren in Schwierigkeit. Und die Ägypter sagten: „Lasst uns flüchten von den Angesichtern Israels, denn JHWH kämpft mit ihnen gegen Ägypten.“

26 Und JHWH sagte zu Mose: „Strecke deine Hand auf das Meer und lass die Wasser zurückkehren auf Ägypten, auf seine Streitwägen und auf seine Pferde.“

27 Und Mose erhob seine Hand auf das Meer und das Meer kehrte zurück um zurückzukehren zu seiner Stärke in der Frühe und es traf die fliehenden Ägypter. Und JHWH erschütterte die Ägypter inmitten des Meeres.

28 Und die Wasser kehrten zurück und bedeckten die Streitwagen und die Pferde, zur Gänze das Heer des Pharaos das nach ihnen in das Meer kam. Nicht einer blieb von ihnen bis auf einen.

29 Und die Israeliten gingen auf dem trockenen Land inmitten des Meeres und die Wasser waren zu ihnen eine Wand von ihrer Rechten und von ihrer Linken.

30 Und JHWH errettete an diesem Tag Israel von der Hand Ägyptens und Israel sah Ägypten sterben am Rand des Meeres.

31 Und Israel sah die mächtige Hand, von der gilt JHWH machte an den Ägyptern und sie fürchteten das Volk JHWHs und sie glaubten an JHWH und an Mose, seinen Sklaven.

Chapter 16

11 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

Chapter 18

21 Du aber suche dir aus dem ganzen Volk tüchtige, JHWH-fürchtige Männer aus, zuverlässige Männer, die Bestechungsgeld hassen, und setze sie über sie. Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fünfzig, Oberste von Zehn.

Chapter 20

1 Dann (und) sprach Gott alle diese Worte:1

  1. Das Wort לֵאמֹר das im Grunde einen Doppelpunkt markiert, blieb hier unübersetzt.

2 Ich [bin] JHWH, dein Gott1, der dich aus dem Land der Ägypter (Ägypten), aus dem Haus der Sklaven (Knechte) herausgeführt hat2.

  1. Alternativ: „Ich, JHWH, [bin] dein Gott“
  2. Eigentlich in der 1. Person.

3 Du sollst (darfst)1 keine anderen Götter vor (neben, außer) mir2 haben.

  1. die genaue Formulierung ist umstritten. Es finden sich ebenfalls „Du wirst nicht..“ und das sehr finale „Ich bin JHWH..., deshalb machst du nicht,... Du stiehlst nicht. ...“
  2. Die Phrase ist nicht genau zu deuten, obwohl die Bedeutung klar ist: JHWH soll der einzige Gott sein. Die hebräische Wendung bedeutet vermutlich „vor“ oder „zusätzlich zu“, in der LXX steht „außer“.

4 Du sollst (darfst) dir kein Götzenbild machen oder irgendein Abbild (Erscheinung) [von etwas], das am (im) Himmel oben oder {das} auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde [ist].

5 Du sollst (darfst) dich nicht vor ihnen niederwerfen und (um) ihnen nicht dienen, denn ich, JHWH, dein Gott, [bin] ein eifersüchtiger Gott, [der] die Schuld (Sünde) der Väter an den Kindern (Söhnen) heimzahlt (bestraft) bis in die dritten und vierten [Generationen] [derer, die] mich hassen (ablehnen)1,

  1. Aufgelöstes Ptz.

6 aber liebende Treue (Liebe, Güte) tausenden [Generationen] [derer] erweist (tut), [die] mich lieben und meine Gebote befolgen.

7 Du sollst (darfst) den Namen JHWH s, deines Gottes, nicht unnütz1 gebrauchen (aussprechen; aufheben)2, denn JHWH wird [denjenigen] nicht für unschuldig erklären (vergeben, ungestraft lassen), der seinen Namen unnütz gebraucht.

  1. Das Wort, obgleich ein Substantiv, kommt in der Bibel nur adverbial mit der Präposition לְ vor. Eine wörtlichere Übersetzung wäre nach REB „zu Nichtigem/Falschem/Lügenhaftem“, SLT schlägt noch „zu Bösem“ vor. Traditionell wurde es in Verbindung mit נָשָׂא (aufheben) als „missbrauchen“ übersetzt.
  2. Wörtlich „aufheben“. In diesem Kontext aber dieser Übersetzung entsprechend zu verstehen.

8 Denke an den Sabbat-Tag (Ruhetag), indem (damit) du ihn heiligst.

9 Sechs Tage [lang] sollst (darfst, kannst) du arbeiten und (um) alle deine Arbeit verrichten (tun),

10 doch (und) der siebte Tag [ist] ein Sabbat (Ruhetag) JHWH s (für JHWH1), deines Gottes. Du sollst [an diesem Tag] (darfst) keinerlei Arbeit verrichten (tun), [weder] du noch (und) dein Sohn oder deine Tochter, dein Knecht (Sklave) oder deine Magd (Sklavin) oder dein Vieh (Tier) oder dein Gast (Fremder), der [sich] in deinen Toren [aufhält].

  1. In dieser Variante evtl. noch zu ergänzen: „heilig“ bzw. „geweiht“.

11 Denn sechs Tage [lang]1 hat JHWH den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was darin (in ihnen) [ist], gemacht, aber (dann; und) am siebten Tag geruht. Deshalb hat JHWH den Sabbat-Tag gesegnet und ihn für heilig erklärt (geheiligt).

  1. Oder: „[in] sechs Tagen“. Die bestehende Übersetzung wurde in Anlehnung an V. 9 gewählt.

12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lang sein werden in dem Land (auf dem Grund), das JHWH, dein Gott, dir geben wird (gibt)1.

  1. Ptz., das wegen des Kontexts als Futur übersetzt wurde.

13 Du sollst (darfst) nicht töten.

14 Du sollst (darfst) nicht die Ehe brechen.

15 Du sollst (darfst) nicht stehlen.

16 Du sollst (darfst) gegen deinen Nächsten (Mitmenschen, Freund) keine falsche Zeugenaussage machen.1

  1. D.h. vor Gericht. Gemeint ist aber wohl in jedem Fall ein generelles Verbot der Lüge.

17 Du sollst (darfst) nicht das Haus deines Nächsten (Mitmenschen, Freund) begehren. Du sollst (darfst) weder (nicht) die Frau deines Nächsten noch (auch nicht; und) seinen Sklaven (Knecht) oder (und) seine Sklavin (Magd) oder sein Rind oder seinen Esel begehren oder irgendetwas, das deinem Nächsten [gehört].

18 Und das ganze Volk sah den Donner, die Fackeln, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk das sah, zitterten sie, blieben von ferne stehen

19 und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören. Aber JHWH soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben.

20 Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn um euch zu prüfen ist JHWH gekommen und damit die Furcht vor ihm auf eurem Gesicht sei, damit ihr nicht sündigt.

21 So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem Wolkendunkel, wo JHWH war.

Chapter 21

1 Und dies sind die Gesetze (Rechtsbestimmungen), die du ihnen vorlegen (vor ihr Angesicht legen) sollst.

12 Wer einen Mann schlägt und er stirbt, der muss getötet werden1.

  1. Hier steht die Figura Etymologica: מ֥וֹת יוּמָֽת , wörtlich etwa: der wird getötet um zu sterben. Die Figura Ethymologica wird zum bekräftigen benutzt, deshalb kann hier auch übersetzt werden: der muss sterben oder der muss getötet werden.

13 Und wenn gilt, dass er [ihm] nicht nachgestellt (ihn nicht belauert) hat, sondern Gott hat es seiner Hand widerfahren lassen, und ich setze dir einen Ort (Stelle) wohin er fliehen kann (soll).

20 Und wenn ein Mann schlägt seinen Slaven oder Sklavin (Magd) mit dem Stab (Stock) und er stirbt unter seiner Hand, muss er gerächt werden1

  1. Hier steht die Figura Etymologica: נָקֹ֖ם יִנָּקֵֽם , wörtlich etwa: es rächt sich [jemand] um Rache zu nehmen. Die Figura Ethymologica wird zum bekräftigen benutzt, deshalb kann hier auch übersetzt werden: wird er sicher gerächt oder wird er auf jeden Fall gerächt.

21 Wenn er einen Tag oder zwei Tage steht (überlebt), wird er nicht gerächt werden (verfällt er nicht der Rache), denn er (es) ist sein Geld (Silber).

Chapter 25

1 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

Chapter 30

11 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

17 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

22 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

Chapter 31

1 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}:

Chapter 33

1 Und JHWH sprach zu Mose: „Geh, brich auf von hier, du und das Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe {und sagte}: Deinen Nachkommen werde ich es geben.“

17 Da sprach JHWH zu Mose: Auch dieses Wort, das (diese Sache, die) du gesagt hast, werde ich tun. Denn du hast Gunst (Gnade, Gefallen) gefunden in meinen Augen und ich kenne dich (habe dich erkannt) mit Namen.

18 Und er sprach: Lass mich doch sehen deinen Herrlichkeit (Ehrenglanz, Machtfülle).

19 Und er sprach: Ich, ich werde vorübergehen lassen all mein Gutes (meine Güte, meine Güter) vor deinem Gesicht, und ich werde rufen den1 Namen JHWH s vor deinem Angesicht. Und ich werde gnädig sein, wem ich gnädig sein werde, und ich werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarmen werde.

  1. hebr. Präposition b- hier als Objektmarker

20 Und er sprach: Nicht wirst du vermögen zu sehen mein Angesicht. Denn kein Mensch wird mich sehen1 und leben (am Leben bleiben).

  1. wörtl. nicht wird mich sehen der Mensch

21 Und JHWH sprach: Da [ist] (Siehe,) ein Ort bei mir. Du sollst (wirst) dich stellen auf (neben) den Felsen.

22 {Es wird sein,} Wenn vorbeigeht meine Herrlichkeit, werde ich dich setzen (stellen) in die Kluft (Spalte) des Felsens, und ich werde meine Hand über dich decken, bis ich vorüber gegangen bin1.

  1. wörtl. bis zu meinem Vorbeigehen

23 Und ich werde wegnehmen meine Hand, und du wirst mich sehen von hinten1, aber mein Gesicht wird nicht sichtbar sein (erscheinen, gesehen werden).

  1. wörtl. du wirst sehen meine Rückseite

Chapter 40

1 Und JHWH sprach zu Mose {und sagte}: