Chapter 1
1 1 Paulus und Timotheus, Sklaven 2 Christi Jesu, allen Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, mit den Bischöfen (urspr.: Aufseher) und Diakonen (urspr.: Diener, Helfer) 3,
- [Status: Ungeprüft]
- Das von Paulus mit δοῦλος umschriebene Verhältnis zu Gott kann man auch mit „Gott untertan“ (bzw. „Christi Jesu untertan“) wiedergeben (BA Sp. 408). Es fehlt die in den übrigen Paulusbriefen übliche Selbstbezeichnung als Apostel; offenbar hält Paulus es nicht für nötig, den Philippern gegenüber seine Autorität geltend zu machen (Barth, S. 2).
- Dieser Zusatz „hat von jeher Interesse erregt als eines der ältesten Zeugnisse für das Vorhandensein kirchlicher Ämter. Katholische Exegeten freuten sich an dem offenkundigen Auftreten von 'Bischöfen' ebenso wie Calvin an dem Umstand, dass zuerst die Gemeinde und dann … die antistites erwähnt würden. … Sowohl ἐπίσκοποί (Bischöfe) wie διάκονοι (Diener) hießen damals gewisse Beamte des Staates, der Stadtkommunen und besonders der kultischen Vereine, vornehmlich solche Beamte, die mit der Einziehung und Verwaltung von Steuern (ἐπίσκοποί) und mit der Verteilung von Gaben (διάκονοι) beschäftigt waren. Sind die Begriffe hier nach dieser Analogie zu verstehen, so hätte man also nicht an 'geistliche' Ämter in unserem Sinn zu denken …, sondern an Ämter vorwiegend ökonomischen Charakters“ (Barth, S. 3).
2 Gnade [sei] mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und [vom] Herrn Jesus Christus.
3 Ich danke meinem Gott 1 (bei aller Erinnerung an euch =) so oft ich euer gedenke2
- Einige abendländische Textzeugen haben statt τῷ θεῷ: τῷ κυρίῳ (vgl. Barth, S. 5).
- Im Gebet; man könnte auch übersetzen: für all euer Gedenken [an mich], doch legt die Parallele Römer 1,9 das nicht nahe (vgl. Barth, S. 6, Anm. 1).
4 immer (stets) in jedem meiner Gebete (jeder Bitte) für euch alle, wobei1 ich mit Freude(n) das Gebet (tue =) verrichte,
- Partizip Präsens Passiv modal aufgelöst.
5 wegen (für) eurer Gemeinschaft für das (am) Evangelium vom ersten Tag bis jetzt,
6 überzeugt davon (gewiss darin), dass der, der1 bei euch begonnen hat (den Anfang machte) [das] gute Werk, [es] zu Ende bringen (beendigen, vollenden) wird bis zum Tage Christi Jesu.
- Partizip Aorist Medium relativisch aufgelöst.
7 So ist es (für mich =) in meinen Augen recht (richtig, billig) 1, dies über euch alle zu denken, weil2 ich euch im Herzen habe, in meinem Gefängnis und auch in der Verteidigung und Befestigung (festen Begründung) des Evangeliums; ihr seid alle Teilhaber (Genossen) meiner Gnade.
- Das Neutrum bezeichnet das, was nach irgendwelchen Rechtsforderungen gebührlich oder zu leisten ist (BA Sp. 389).
- διὰ τό zur Bezeichnung des Grundes (BDR § 402,1).
8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne in1 der Liebe (Zuneigung)2 Christi Jesu.
- Oder: mit, ἐν instrumental gebraucht (vgl. BDR § 219).
- σπλάγχνον bezeichnet urspr. die Eingeweide, im übertragenen Sinne den Sitz der Gefühle (in unserem Sprachgebrauch: das Herz) (BA Sp. 1511).
9 Und dies erbitte (bitte) ich, damit eure Liebe mehr und mehr wachse in der Erkenntnis und in aller Erfahrung1
- ἐπίγνωσις bezeichnet das intellektuelle Erkennen, αἴσθησις das sittliche Verständnis, den Takt (BA Sp. 48).
10 damit1 ihr das, worauf es ankommt (das Wesentliche), prüft, damit ihr lauter und tadellos2 seid für3 den (am) Tag Christi,
- ἐις τό bezeichnet Zweck oder Folge (BDR § 402,2).
- Tautologie (BDR § 495 Anm. 2)
- ἐις zum Ausdruck der Bestimmung (BDR § 207,3).
11 erfüllt von der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [geschaffen ist]1 zu Ehre und Lob Gottes.
- Barth, S. 5 ergänzt das Verb.
12 Wissen lassen will ich euch aber, Geschwister1, dass meine Angelegenheiten2 eher zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen sind3
- wörtl.: Brüder
- adverbieller Akkusativ, BDR § 266,4: wörtl.: "das in Bezug auf mich" - Barth übersetzt: "das, was mir widerfahren ist" - damit geht er auf Fragen seiner Adressaten ein, vgl. S. 17
- so BW Sp. 616. Die Verbform ist Aorist von ἕρχομαι, kommen, gelangen
13 weil nämlich (sodass)1 meine Gefangenschaft durch2 Christus bekannt wurde im ganzen Prätorium3 und bei allen übrigen4
- Konsekutivsatz: ὥστε + Infinitiv = gedachte/ tatsächliche Folge, BDR § 391
- Die Präposition ἐν wird hier instrumental gebraucht: Es ist nicht Paulus' Verdienst, dass seine Gefangenschaft so bekannt ist, sondern es geschieht durch Christus, vgl. Barth, S. 20
- Gemeint ist nicht das Haus, sondern seine Bewohner, vgl. Barth, S. 20. Das Wort "gehört zu den zahlreichen, ursprünglich rein militärischen Bezeichnungen, die als Lehnworte in die Koine eingegangen sind … In seinen wechselnden Bedeutungen spiegelt sich die Veränderung der Herrschaftsform wieder … Das Wort bezeichnet ursprünglich den Raum, der im Heerlager dem Prätor vorbehalten ist; es ist die Stätte seiner Befehlsgewalt. … Man versteht unter πραιτώριον die prätorianischen Kohorten oder auch den Ort ihrer Unterbringung, z.B. die Prätorianerkaserne. Indessen gibt es kein Beispiel, dass diese militärischen Bedeutungen in die Sprache der Koine aufgenommen worden wären. … Prätorium ist [hier] die Residenz des Provinzstatthalters, die der Mittelpunkt der politischen wie der gerichtlichen Behörde ist; es bezeichnet weiter auch in den Provinzen die Quartiere der politischen Beamten" (Lohmeyer, S. 40f)
- Bath schlägt als freie Übersetzung vor: "Bei den Prätorianern und der ganzen Gesellschaft ist meine Gefangenschaft an der Tagesordnung", S. 20
14 und die meisten der Geschwister 1 im Herrn, weil2 sie durch meine Gefangenschaft überzeugt waren, hatten in stärkerem Maße (stärker) den Mut (wagten), furchtlos das Wort zu predigen (verkündigen)3.
- wörtl.: Brüder
- Ptz. coni., kausal aufgelöst. "im Herrn" könnte man auch zum Partizip ziehen, dann würde man übersetzen: "weil sie im Herrn durch meine Gefangenschaft überzeugt waren". "Im Herrn überzeugt" Gal 5,10; 2.Thess 3,4; vgl. Phil 2,24; Rom 14,14. "Brüder im Herrn" Kol 1,2; 4,7; Eh 6,21
- Lohmeyer zieht zusammen: "kühnlicher es wagten …", vgl. S. 38
15 Einige (Manche) {zwar} verkündigen1 Christus auch2 durch Neid und Streit (Hader), einige (manche) {aber} auch durch guten Willen.
- das Verb steht am Ende des Satzes, im Dt. muss es nach vorn gezogen werden
- Das eigenartige "auch" will andeuten: Nicht NUR aus Neid und Streit, vgl. Barth, S. 23. Es geht jedenfalls nicht um inhaltliche Gegensätze, sondern um persönliche Gegnerschaft Paulus gegenüber (S. 24)
16 Die einen aus Liebe, weil sie wissen1, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt (eingesetzt) bin,
- Ptz. coni., kausal aufgelöst
17 die anderen verkündigen Christus aus Selbstsucht (Eigennutz), nicht lauter (unlauter), weil sie meinen (denken) 1 [mir] in meiner Gefangenschaft Trübsal (Kummer) zu bereiten.
- Ptz. coni., kausal aufgelöst
18 Was denn?1 Außer dass auf jede Weise, sei es unter einem Vorwand, sei es in Wahrheit, Christus verkündigt wird, und darüber freue ich mich. Aber ich werde mich auch freuen,
- Barth: "Was ist dabei?" Lohmeyer: "Was tut's?"
19 denn ich weiß, dass mir dies zur Rettung (Heil, Erlösung) ausschlagen wird durch eure Bitten und [durch] Unterstützung des Geistes Jesu Christi,
20 gemäß (entsprechend) meiner sehnsüchtigen Erwartung und Hoffnung, dass ich in keiner Weise (in nichts) beschämt (zuschanden) werde, sondern frei (offen, in aller Öffentlichkeit), wie immer, so auch jetzt Christus durch meinen Leib verherrlicht wird, sei es durchs Leben, sei es durch den Tod.
21 Denn für mich [ist]1 zu leben Christus2, und zu sterben Gewinn.
- Der Satz hat kein Verb; es ist das Hilfsverb ἐστίν, sein, zu ergänzen; die beiden Infinitive sind substantiviert. Man könnte auch ergänzen "heißt", "bedeutet"
- vgl. Gal 2,20: "Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern es lebt in mir Christus"
22 Wenn es aber das Leben1 im Fleisch [ist], [ist, bedeutet] dies für mich Frucht der Arbeit (= Arbeitsertrag)2, und was ich vorziehe, weiß ich nicht.
- substantivierter Infinitiv
- "'Leben im Fleisch' heißt 'Ernten'. Das ist die Möglichkeit, die im Fall seines Sterbens wegfallen würde. Darum kann er auch das 'Leben im Fleisch', wenn es sein soll, bejahen." (Barth, S. 33)
23 Von beiden [Seiten] aber werde ich angefochten (gequält), ich habe1 Verlangen, aufzubrechen (abzuscheiden)2 und mit Christus zu sein, [wie] viel besser {nämlich} [wäre das]!3
- Ptz. coni.
- Euphemismus für "sterben"
- Die Häufung von Komparativen bildet einen Pleonasmus, der zu einer Verstärkung führt, BDR § 246,1. Lohmann übersetzt: das ist "weit, weit besser"
24 Aber das Bleiben im Fleisch ist nötiger euretwegen.
25 Und dies weiß ich gewiss, dass ich bleibe und bleiben werde bei euch allen zu eurer Förderung und [zur] Freude des Glaubens,
26 damit das, was zu eurem Ruhm gesagt wird (wörtl.: das Loblied), in Christus Jesus im Überfluss vorhanden ist durch mich, (durch meine Anwesenheit wiederum bei euch =) dadurch, dass ich wiederum zu euch komme.
27 Nur (bloß) führt euer Leben würdig des Evangeliums Christi, damit ich, ob ich komme und euch sehe1, oder abwesend 2 von euch höre, {dass} ihr in einem Glauben steht, einmütig zusammen für den Glauben des Evangeliums streitet3
- Ptz. coni.
- Ptz. coni.
- Ptz.
28 und euch nicht einschüchtern lasst1 in nichts (in keiner Hinsicht) von den Widersachern, was ihnen ein Anzeichen (Beweis) des Verderbens, euch aber der Rettung ist2, und das von Gott.
- Ptz.
- das Hilfsverb, das im Griech. am Anfang des Satzes steht, muss im Dt. nach hinten gezogen werden
29 Denn euch wurde geschenkt das für Christus nicht allein an ihn Glauben, sondern auch das für ihn Leiden1.
- Anaphorisch: Zwei substantivierte Infinitive sind abhängig von τὸ ὑπέρ Χριστοῦ, freier übersetzt: Euch wurde geschenkt, für Christus nicht nur zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden.
30 Ihr habt den selben Kampf zu bestehen, wie ihr ihn an mir seht und nun von mir hört.
Chapter 2
1 1 Wenn nun Trost (Ermahnung, Zuspruch) in Christus etwas gilt2, {wenn} Zuspruch (Erleichterung) der Liebe {etwas gilt}, {wenn} Gemeinschaft des Geistes (Geistgemeinschaft) {etwas gilt}, {wenn} Erbarmen3 {etwas gilt},
- [Status: Ungeprüft]
- ἔι τι bedeutet "wenn … etwas gilt", vgl. Plato, Phaedr. 260d - anders aber WB, Sp. 1231 s.v. παραμύθιον: "wenn es etwas gibt, wie …". Paulus verwendet τι abwechselnd mit τις, eine sog. Inkongruenz, die entweder auf Verschreibung oder Versehen zurückgeht, jedenfalls für die Übersetzung keine Bedeutung hat. Grammatisch korrekt wäre jedenfalls die durchgängige Verwendung des Neutrums τι (BDR § 137.2)
- σπλάγχνα und οικτιρμοί bedeuten beide "Erbarmen"; sie sind hier im Hendiadyoin koordiniert, BDR § 442,9b. Man kann das Hendiadyoin dadurch betonen, dass man, wie Barth S. 45 es tut, von "herzlichem Erbarmen" spricht.
2 dann macht meine Freude [dadurch] vollkommen, dass ihr (dasselbe denkt =) einmütig seid, die selbe Liebe besitzt1, einträchtig, auf das Eine bedacht seid2,
- Ptz..
- Ptz.
3 niemals streitsüchtig (rechthaberisch), niemals ruhmbegierig (eingebildet), sondern zieht einander dadurch vor (stellt einer den anderen über sich selbst)1, dass2 ihr euch an Demut übertrefft,
- Papyrus 46 und Codex Vatikans setzen vor das Partizip ὑπερεχόντας den Artikel und machen es so zum Substantiv: "Vorgesetzter", so dass zu übersetzen wäre: "seht einander als Vorgesetzte an". Die Mehrheit und Qualität der übrigen Handschriften sprechen aber für das Partizip ohne Artikel.
- Ptz. coni., mit Nebensatz aufgelöst
4 und seht1 jeder nicht auf das Seine, sondern vor allem2 {alle}3 auf das der anderen.
- Ptz.
- Im Text steht καί, "und, auch", aber "es würde dem Gedanken die Spitze abbrechen, wenn hier wirklich zu übersetzen wäre: a u c h auf das der Andern … Offenbar haben wir es wieder mit jenem unübersetzbaren καί zu tun, das nur zur Verstärkung des Nächstfolgenden dienen soll." Barth, S. 51f. Lohmeyer übersetzt das καί mit "eben", S. 80.
- Im ersten Halbsatz steht jeder, ἕκαστος, im Sg., im zweiten Halbsatz im Plural. Der Mehrheitstext korrigiert es deshalb zum Sg, einige Handschriften ziehen es auf den nächsten Vers.
5 Hegt diese Gesinnung untereinander, die ihr auch (in Christus Jesus =) als Glieder Christi [hegen müsst]1,
- So BW, Sp. 1713. Barth übersetzt ähnlich und erklärt, als fehlendes Verb am Ende des Satzes sei das selbe Verb wie am Satzanfang zu ergänzen, also φρονεῖν δεῖ, nicht, wie Luther, das Hilfsverb: "ein jeglicher sei gesinnt wie Jesus Christus auch war", S. 53.
6 Der, obwohl1 er in Gestalt Gottes war2 nicht als Geschenk des Zufalls (Glücksfund; Beute) 3 sah er an das Gleichsein mit Gott,
- Ptz. coni., konzessiv übersetzt
- Im hellen. Griechisch ersetzt ὑπάρχω das Partizip von εἴναι, BW Sp. 1658
- ἁρπαγμός lässt sich sowohl sensu malo fassen: Das Geraubte, die Beute, wie auch sensu bono: Das Geschenk des Zufalls, der Glücksfund, BW Sp. 215
7 sondern entblößte (entleerte, beraubte) sich selbst,indem1 er die Gestalt eines Knechtes (Sklaven) annahm,und2 (sich in Gestalt der Menschen befand =) menschenähnlich war und seinem Aussehen nach als Mensch erschien3.
- Ptz. coni., konzessiv übersetzt
- Ptz. coni., beiordnend übersetzt
- εὑρίσκω wie hebr. נִמְצָה, sich zeigen, erscheinen, sich erweisen, BW Sp. 643
8 Er erniedrigte sich selbst und1 wurde gehorsam bis zum Tod,und zwar2 zum (Tod des Kreuzes =) Kreuzestod.
- Ptz. coni., beiordnend übersetzt
- δέ zur Erklärung oder Steigerung: "und zwar", BDR § 447,1c
9 Deshalb hat ihn auch Gott hoch erhoben und ihm aus Gnade den Namen geschenkt,der über alle Namen ist,
10 damit (in dem Namen Jesu =) beim Erklingen des Namens Jesu1 jedes Knie sich beuge der Himmlischen (himmlischen Wesen) 2 und der Irdischen (irdischen Wesen)3 und Unterirdischen (unterirdischen Wesen),
- BW Sp. 795 s.v. κάμπτω
- Zur Bezeichnung der Götter: Theokr. 25,5, BW Sp. 605
- Damit sind nicht nur die Menschen gemeint, sondern auch Dämonen, Götter, BW Sp. 575
11 und jede Zunge wird anerkennen1 (bekennen), dass Herr [ist] Jesus Christus zur Ehre Gottes des Vaters.
- So BW Sp. 548
12 Daher (also) erarbeitet euch1, meine Lieben (Geliebten), eure Rettung (euer Heil) mit Furcht und Zittern, wie ihr mir immer (jederzeit) gehorcht habt, nicht wie [etwas, das] allein bei meiner Anwesenheit [geschehen würde], sondern jetzt noch viel mehr bei meiner Abwesenheit.
- Das Verb steht im griech. Satz am Schluss, muss im dt. aber an den Anfang gezogen werden.
13 Denn Gott ist es, der1 in euch bewirkt sowohl das Wollen als auch das wirksam Sein (das sich Betätigen)2 über den guten Willen hinaus3.
- Ptz. coni., relativisch aufgelöst
- Es handelt sich beim Bewirken Gottes und beim wirksam Sein der Phillipper um dieselbe Vokabel ἐνεργέω, einmal als Partizip, einmal als substantivierter Infinitiv
- BW Sp. 632. "Über … hinaus" hat eigentlich den Akk. Mit Gen. bedeutet ὑπέρ "zum Besten, zum Vorteil von", "um … zu", "an Stelle von, anstatt" oder "wegen, um … willen", daher übersetzt Lohmeyer: "für sein Wohlgefallen" (S. 99), aber BW s.v. (Sp. 1659) hat eben auch "hinaus über". Nicht möglich ist Barths (und Luthers) Übersetzung "nach seinem Wohlgefallen".
14 Alles tut ohne Murren und Bedenken (Zweifel),
15 damit ihr untadelig und unverdorben seid, Gottes untadelige Kinder inmitten einer krummen (verkehrten) und verdorbenen (verkehrten) Zeit (Generation, Geschlecht), in der ihr scheint (leuchtet) wie Sterne (Gestirne) am Himmel (Weltraum),
16 die das Wort des Lebens festhalten1, zu meinem Ruhm für den Tag des Christus (= des Messias), dass ich nicht vergebens (umsonst, erfolglos) gelaufen bin noch mich vergebens (umsonst, erfolglos) gemüht habe.
- Ptz.
17 Aber wenn ich auch geopfert werde1 beim Opfer und Opferdienst eures Glaubens, freue ich mich und freue mich mit euch allen.
- σπένδω bedeutet: ein Trankopfer darbringen. Das geschieht, indem Flüssigkeit auf den Boden gegossen wird. Im NT nur pass. und übertragen: geopfert werden, sein Blut als Trankopfer darbringen. Barth und Lohmeyer übersetzen denn auch "Wenn mein Blut vergossen wird" (Barth) bzw "wenn ich verblute" (Lohmeyer); das ist sicher im Bild des Trankopfers enthalten, m.E. aber zu dick aufgetragen. Außer an dieser Stelle findet sich das Verb nur noch 2.Tim 4,6.
18 In gleicher Weise freut auch ihr euch und freut euch mit mir!
19 Ich hoffe aber im Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu schicken, damit auch ich guten Mutes werde, wenn1 ich eure Lage erfahre.
- Ptz. coni., konditional übersetzt
20 Denn ich habe keinen, der derart [mit euch] solidarisch1 wäre, dass2 er aufrichtig besorgt um eure Lage ist.
- wörtl.: ebenso vortrefflich; hier ist ὑμῖν zu ergänzen und "euch solidarisch" zu übersetzen, BW Sp. 753
- Qualitativ-konsekutiver Relativsatz, das Verb steht im Futur, BDR § 379,1
21 Denn alle verfolgen ihre Angelegenheiten (ihre Sache), nicht die Jesu Christi.
22 Ihr wisst aber, dass er1 etwas taugt (wörtl.: ihr kennt ihn als erprobt), denn wie ein Kind dem Vater, [so] hat er mit mir dem Evangelium gedient.
- Gemeint ist Timotheus
23 Diesen nun hoffe ich, zu euch zu schicken, sofort, sowie ich meine Lage überblicken kann.
24 Ich vertraue aber im Herrn darauf (baue darauf), dass ich auch selbst bald kommen werde.
25 Ich habe es aber für notwendig angesehen, Epaphroditus, meinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter, {aber} euren Boten und der, dessen Dienst meinen Mangel behob1, zu euch zu schicken,
- wörtl.: Diener meines Mangels, Übers.: BW Sp. 1750
26 da er nach euch allen Sehnsucht hatte1 und in Unruhe darüber war, dass ihr gehört hattet, er sei krank.
- konstruiert mit Ptz. und Hilfsverb: er war ein Sehnsucht Habender
27 {Und} er war auch krank, dem Tode nah. Aber Gott erbarmte sich seiner, nicht nur seiner allein, sondern auch meiner, damit ich nicht Kummer über Kummer hätte.
28 Besonders eilig habe ich ihn nun geschickt, damit, wenn1 ihr ihn seht, ihr wieder froh seid und auch ich sorgenfrei bin.
- Ptz. coni., kausal aufgelöst
29 Nehmt ihn nun auf im Herrn mit aller Freude und haltet Leute wie ihn (wörtl.: solche) in Ehren,
30 weil er um des Werkes Christi willen dem Tode nahegekommen war und1 sein Leben auf's Spiel gesetzt hat, um eure Abwesenheit im Dienst für mich zu vertreten.
- Ptz. coni., beiordnend aufgelöst
Chapter 3
1 1 Weiterhin, meine Geschwister2, freut euch im Herrn. Euch das selbe zu schreiben ist mir {zwar} nicht langweilig, euch aber [gibt es größere] Gewissheit.
- [Status: Ungeprüft]
- wörtl.: Brüder
2 Hütet euch (nehmt euch in acht, seht euch vor) vor den Hunden1, hütet euch vor den schlechten Arbeitern, hütet euch vor der Zerschneidung!
- "'Hund' ist ein geläufiges Wort jüdischer Verachtung für heidnische Völker und ihre Angehörigen." (Lohmeyer, S. 124) Hier wendet Paulus es aber gegen die Juden.
3 Denn wir sind die Beschneidung, die1 wir im Geist (oder: durch den Geist) Gott dienen und uns in Christus Jesus rühmen2 und nicht auf das Fleisch3 vertrauen4,
- Ptz. coni., relativisch aufgelöst
- Ptz.
- "Fleisch", σάρξ, ist ein theologischer Begriff des Paulus, der dem "Geist", πνεῠμα, gegenübersteht. Gemeint sind nicht Stoffliches vs. Geistliches, sondern verschiedene Sphären - die irdisch-leibliche bzw die göttliche Sphäre. Der Mensch muss sich für eine dieser Sphären entscheiden; die Versuchung, der irdisch-leiblichen Sphäre, also dem "Fleisch" zu vertrauen und ihr damit zu verfallen, muss immer wieder abgewehrt werden.
- Ptz.
4 obwohl ich Zuversicht habe1 auch auf das Fleisch2. Wenn ein anderer meint, er könne auf's Fleisch vertrauen, ich um so mehr!
- Ptz.
- Weil Paulus beschnittener Jude ist, s. im Folgenden. Deshalb ist vielleicht freier zu übersetzen: "obwohl ich Zuversicht haben könnte".
5 Am achten Tag beschnitten1, aus dem Volk Israel, Stamm Benjamin, Hebräer von (Hebräern =) hebräischen Eltern, was [meine Stellung zum] Gesetz betrifft (dem Gesetz nach) Pharisäer,
- Wörtl.: Der Beschneidung nach achttägig, Dativ der Beziehung, BDR § 197, BW Sp. 1114 s.v. ὁκταήμερος.
6 was meinen Eifer betrifft (dem Eifer nach) Verfolger1 der Gemeinde, was die Gerechtigkeit, die im Gesetz gewährt wird2, betrifft (der Gerechtigkeit … nach), tadellos (untadelig).
- Ptz.
- γενόμενος, Ptz. passiv, also wörtl.: geworden ist.
7 Aber das, was für mich Gewinn war, das sah ich um Christi willen als Verlust (Nachteil) an.
8 Aber noch vielmehr sehe ich auch [jetzt] alles Verlust (Nachteil) an1 wegen der alles übertreffenden [Größe der] Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich mich um das alles bringen ließ, und halte es für Dreck (Abfall, Unrat, Mist, Kot), damit ich Christus gewönne
- ἡγέομαι steht mit ACI, wörtl.: erscheint mir, dass alles Verlust ist
9 und in ihm gefunden werde, damit1 ich nicht meine Gerechtigkeit aus dem Gesetz habe, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit von Gott auf Grund des Glaubens,
- Ptz. coni., final aufgelöst
10 damit1 ich ihn kennen lerne (kenne, erkenne) und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, seinem Tod gleichgestaltet2,
- Substantivierter Infinitiv mit finalem Sinn, BDR § 400
- Ptz.
11 ob ich vielleicht1 irgendwie die Auferstehung von den Toten erlange (erreiche).
- εἰ zum Ausdruck der Erwartung, BDR § 375
12 Nicht, dass ich [Christus] schon (geistig oder seelisch) erfasst (in mich aufgenommen) hätte1 oder schon vollendet wäre; ich eile (renne) aber, ob2 ich [ihn] auch ergreife, weil ich {auch} ergriffen wurde von Christus Jesus.
- BW Sp. 919 g.: "vom mystischen Erfassen des Christus"
- indirekte Frage, BDR § 368; εἰ zum Ausdruck der Erwartung BDR § 375
13 Geschwister 1, ich sehe mich selbst nicht an, [ihn] ergriffen zu haben. Eins aber [tue ich]:2 was hinten liegt {zwar} vergesse (vernachlässige) ich3, nach dem aber, was vor mir liegt, strecke ich mich aus4.
- wörtl.: Brüder
- Ellipse, BDR § 481,1. Eine andere Möglichkeit besteht darin, statt ἕν δέ: ἐν δέ zu lesen, die Präposition (da in den griechischen Handschriften ursprünglich keine Akzentzeichen geschrieben wurden); dann wäre zu übersetzen "dabei aber", BDR § 203, Anm. 1
- Ptz.
- Ptz.
14 Ich laufe nach dem Ziel um den Kampfpreis der Berufung von oben durch Gott in Christus Jesus.
15 Soweit wir nun Eingeweihte1 [sind], lasst uns darauf bedacht sein (das im Sinn haben). Und wenn ihr etwas anderes wollt (im Sinn habt), wird Gott euch auch das offenbaren.
- τέλειος ist terminus technicus des Mysterienwesens und bedeutet "Eingeweihter"; zu denken wäre aber auch an die (im Glauben) Erwachsenen, denen die "Schwachen" (νήπιοι) gegenüberstehen, BW Sp. 1601f
16 Nur, was wir erreicht haben: lasst uns an das selbe halten1.
- Imperativischer Infinitiv, häufig bei Homer, im NT nur zwei Fälle: hier und Römer 12,15, BDR § 389. Ich verstehe den Satz so, dass Paulus mit den Philippern erreicht hat, dass sie das selbe Ziel verfolgen; daran festzhalten fordert er sie auf. Barth übersetzt freier: "Nur dass wir in der Richtung, in der wir kamen, weitergehen wollen" (S. 109).
17 Ahmt mit mir zusammen [Christus] nach1, Geschwister 2 und blickt auf die, die so (wandeln =) handeln (leben)3, wie ihr uns als Vorbild habt.
- συμμιμητής ist der Mitnachahmer, der jemandem mit anderen zusammen nachahmt, BW Sp. 1542, deshalb habe ich hier Christus ergänzt, dem Paulus mit den Philippern zusammen nachahmt. - Sie sollen Paulus nicht nachahmen, sondern sich seine (und anderer Christen, s.u.) Nachahmung Christi zum Vorbild nehmen.
- Wörtl.: Brüder
- Ptz.
18 Denn viele (wandeln =) leben, von denen ich euch oft gesprochen habe, nun aber spreche ich 1 mit Tränen2 über die Feinde des Kreuzes Christi,
- λέγειν τινά = jemanden mit der Rede meinen, BDR § 151, Anm. 2
- Ptz. coni. als präpositionelle Wendung, BDR § 418, Anm. 7
19 deren Ziel Verderben1 [ist], deren Gott der Bauch [ist] und deren Ehre (Ruhm) (in ihrer Schande =) in dem, was ihnen Schande macht, [besteht], die auf irdische Dinge bedacht sind.
- Als Strafe der Gottlosen am Tag des Jüngsten Gerichtes.
20 Denn unser Gemeinwesen (Staat) befindet sich im Himmel1, von wo2 wir auch als Retter erwarten den Herrn Jesus Christus,
- Hebraismus: Himmel im Pl. als der Sitz Gottes, wörtl.: in den Himmeln
- Constructio ad sensum: an den Pl. οὐρανοῖς schließt das Relativpronomen οὗ im Sg. an, BDR § 269,2.
21 der umgestalten (verwandeln) wird unseren Niedrigkeitsleib1 gleichgestaltet seinem Herrlichkeitsleib2 auf Grund der wirksamen Kraft, die ihn befähigt, sich ihm alles zu unterwerfen.
- Wörtl.: Leib der Niedrigkeit - vom materiellen Leib im Unterschied zum Herrleichkeitsleib, BW Sp. 1593.
- Wörtl.: Leib der Herrlichkeit
Chapter 4
1 1 Daher (Deshalb, Also), meine geliebten und herbeigesehnten Geschwister2, meine Freude und Schmuck3, auf solche Weise steht fest im Herrn, Geliebte.
- [Status: Ungeprüft]
- Wörtl.: Brüder
- Das, was jemandem zur Zierde gereicht.
2 Euodia bitte ich und Syntyche {bitte ich}, einnmütig zu sein (dasselbe zu denken) im Herrn.
3 Ja, ich bitte auch dich, rechter („waschechter“) Gefährte (Genosse)1, steh ihnen bei (hilf ihnen), die mit mir zusammen im Evangelium gekämpft haben mit Clemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens [sind, stehen].
- Wen Paulus hier persönlich anspricht, weiß man nicht. Barth, S. 117 sieht in "Synzygos" einen Eigennamen.
4 Freut euch immer (stets) im Herrn! Aufs neue (Nochmals, Wiederum) werde ich sagen: freut euch!
5 Eure Güte lasst alle Menschen erfahren. Der Herr [ist] nahe!
6 Um nichts sorgt euch, sondern in jedem Gebet und [jeder] Bitte sollen eure Anliegen (Bitten) mit Danksagung Gott kundgetan (zur Kenntnis gebracht) werden.
7 Und der Friede Gottes, der1 alle Vernunft übertrifft, bewahre (beschütze, behüte) eure Herzen und Gedanken in Christus Jesus.
- Ptz. coni., relativisch aufgelöst
8 Im übrigen (Außerdem, Weiterhin, Endlich), Geschwister1, was wahr ist, was ehrbar (ehrwürdig), was gerecht, was rein, was angenehm (beliebt, wohlgefällig), was wohltuend (glückverheißend, löblich, anziehend, ansprechend), ob2 irgendeiner Tugend [hat] und ob irgendeiner Lob [verdient], das bedenkt.
- Wörtl.: Brüder
- Ich fass das εἰ hier als indirekte Frage (BDR § 368,2) bzw. als Ausdruck der Erwartung (BDR § 375) auf, bin mir aber unsicher. Barth übersetzt "was eine Tugend heißt und Anerkennung verdient" (S. 122), aber hier steht τις, nicht τι.
9 Und was ihr bei mir gelernt und [von mir] übernommen und gehört und gesehen habt, das tut. Und der Gott des Friedens sei mit euch.
10 Ich freute mich aber sehr im Herrn, weil (dass) ihr endlich einmal aufgeblüht seid, was eure Fürsorge für mich betrifft 1, denn ihr dachtet2 [an mich], fandet aber keine Gelegenheit3.
- oder, gleichberechtigt: ihr eure Fürsorge für mich wieder aufblühen ließt, BW Sp. 107
- Im Sinne der Fürsorge
- Paulus etwas Gutes zu tun
11 Nicht, dass ich bedürftig wäre1, ich habe nämlich gelernt, wo (= bei wem) ich bin, genügsam zu sein.
- Wörtl.: "Nicht, dass ich aus Bedürftigkeit rede". Hinter dieser Formulierung steht eine Redewendung: οὐχ ὅτι steht kurz für οὐ λέγω ὅτι und bedeutet "nicht, dass". Der Ursprung ist aber so verdunkelt, dass Paulus die Kurzform mit der Langform mischt, s. BDR § 405, Anm. 6. Deshalb wird λέγω hier nicht übersetzt. In Vers 17 macht Paulus es dann "richtig", s. Anm. dort.
12 Ich bin einerseits1 imstande (ich verstehe), mich zu kasteien, andererseits {bin ich imstande}, es mir gut gehen zu lassen (Überfluss zu haben). Ich bin durchaus (in allem, in jeder Beziehung) und in jeder Hinsicht (in allen Stücken) eingeweiht, sowohl satt sein (satt werden), als auch hungern, sowohl Überfluss haben wie2 Mangel leiden.
- καί … καί hier: einerseits … andererseits. Möglich ist aber auch, dass es nur aus rhythmischen Gründen eingefügt wurde, oder dass man das erste καί mit "auch" übersetzt, BDR § 444,3
- καί steht hier vier Mal. Ich habe es zweimal als "sowohl … als auch" übersetzt, weil es sich durch die beiden Gegensatzpaare anbietet. Man könnte aber auch die Begriffe einfach asyndetisch aneinanderreihen.
13 Alles vermag ich durch den, der1 mich stark macht.
- Ptz. coni., relativisch aufgelöst
14 Jedoch (indessen) habt ihr gut gehandelt, dass ihr an meiner Bedrängnis Anteil genommen habt1.
- Ergänzendes Partizipium, BDR § 414, Anm. 11, wörtl.: zusammen Anteil haben, sich zugleich beteiligen an etwas, im Sinne von "mithelfend Anteil nehmen", BW Sp. 1533.
15 Aber auch ihr Philipper1 wisst, dass am Beginn des Evangeliums, als ich von Mazedonien loszog (auszog), mir keine Gemeinde Anteil gewährte in Abrechnung2 des Gebens und Nehmens (der Ausgaben und Einnahmen) als ihr allein,
- Paulus verwendet hier den lateinischen Stadtnamen, den er ins Griechische überträgt, ein Latinismus. Im Griech. heißen die Einwohner Philippis Φιλιππεῖς.
- Es handelt sich hier um einen terminus technicus der Buchhaltung, BW Sp. 946, 2b.
16 weil ihr mir auch nach Thessaloniki (ein- bis zweimal =) ein paarmal eine Zusendung machtet, um meinem Mangel abzuhelfen.
17 Nicht, dass1 ich die (Gabe =) Zinsen suche, sondern ich wünsche (die Frucht in ihrer reichlichen Fülle =) den Profit, zu euren Gunsten verrechnet (auf euer Konto gebucht) 2.
- Vgl. Anm. zu Vers 11
- Auch in diesem und im folgenden Vers finden sich t.t. der Geschäftssprache, vgl. Vers 15
18 Ich habe aber alles empfangen1 und lebe im Überfluss. Mir sind die Hände gefüllt, nachdem2 ich von Epaphroditus eure Gabe empfangen habe, ein wohlriechender Opferduft3, ein angenehmes Opfer, wohlgefällig dem Herrn.
- Paulus "quittiert" mit einem t.t. der Geschäftssprache die erhaltene Summe
- Ptz. coni., temporal aufgelöst
- Bildlich in Bezug auf das Geschenk der Philipper, BW Sp. 1161, vgl. 2. Korinther 2,14f
19 Mein Gott aber fülle all euren Mangel (Bedarf, Not) aus entsprechend seines Reichtums in der Herrlichkeit in Christus Jesus.
20 Unserem Gott und Vater aber sei Ehre bis in die fernste Ewigkeit. Amen.
21 Grüßt jeden Heiligen1 in Christus Jesus. Es grüßen euch die Geschwister2, die bei mir sind.
- Sg! Paulus verwendet sonst immer den Pl.
- Wörtl.: Brüder
22 Es grüßen euch alle Heiligen, am meisten aber die Kaisersklaven1.
- Die Genannten sind, „ob man nun übersetzt 'die aus dem Hause' oder: 'die von der Hausgenossenschaft des Kaisers', jedenfalls nach herrschendem Gebrauch nicht Anverwandte des Kaisers, sondern zur kaiserlichen Hofdienerschaft gehörige Personen, in älterer Zeit durchweg Sklaven und Freigelassene“, BW Sp. 1104.
23 Die Gnade des Herrn Jesus Christus [sei] mit eurem Geist.