reltext

Chapter 1

Anschrift

1 Paulus und Silvanus1 und Timotheus. /An die Gemeinde der Thessalonicher, in Gott dem Vater und im Herrn Jesus Christus: /Gnade [sei mit] euch und Friede!2

  1. Andere Schreibweise des Namens „Silas“ (vgl. Apg 17,4.10)
  2. T+ „von Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus“

Glaube mit vorbildlichen Auswirkungen

2 Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir [euch] in unseren Gebeten erwähnen1 [und] unentwegt

  1. W „Erinnerung machen“

3 euer Werk des Glaubens und die Bemühung der Liebe und die Beharrlichkeit der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater in Erinnerung rufen,

4 denn wir wissen um eure Erwählung, von Gott geliebte Geschwister1,

  1. O „Brüder“

5 weil unsere gute Nachricht nicht bloß mit Worten1 zu euch gekommen ist, sondern auch mit Kraft und mit heiligem Geist und mit großer Gewissheit; schließlich wisst ihr, welche Art [von Leuten] wir unter euch geworden sind um euretwillen.

  1. W „einem Wort“

6 Auch ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem1 ihr das Wort in großer Bedrängnis aufgenommen habt mit der Freude des heiligen Geistes,

  1. O „weil“

7 sodass ihr ein Vorbild geworden seid für alle Glaubenden in Makedonia und in Achaja.

8 Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erklungen, nicht nur in Makedonia und in Achaja, sondern an jedem Ort ist euer Glaube an Gott bekannt geworden1, sodass wir keine Notwendigkeit haben, irgendetwas zu sagen.

  1. W „ausgegangen“

9 Denn sie selbst verkünden über uns, welchen Zugang wir zu euch hatten und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen

10 und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er auferweckt hat von den Toten – Jesus, der uns rettet vor dem kommenden Zorn.

Chapter 2

Paulus’ Dienst in Thessalonich

1 Denn ihr selbst, Geschwister1, wisst um unseren Zugang zu euch, dass er nicht vergeblich gewesen ist,

  1. O „Brüder“

2 sondern nachdem wir zuvor in Philippi gelitten hatten und misshandelt worden waren (wie ihr wisst), wurden wir freimütig in unserem Gott, zu euch über die gute Nachricht Gottes zu reden, [wenn auch] unter großem Kampf.

3 Denn unsere Ermutigung [geschah] weder aus Irrtum noch aus Unreinheit noch mit List,

4 sondern wie wir von Gott für tauglich befunden sind, die gute Nachricht anvertraut zu bekommen, so reden wir, nicht um den Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.

5 Denn weder sind wir jemals mit einer schmeichelhaften Rede aufgetreten (wie ihr wisst) noch mit einem Vorwand zur Habgier – Gott [ist] Zeuge –

6 noch suchten wir Anerkennung von Menschen, weder von euch noch von anderen,

7 obwohl wir als Christi Apostel mit Nachdruck auftreten1 könnten, doch wir waren in eurer Mitte unmündig2. Wie eine Hebamme ihre Kinder stillt,

  1. W „sein“; so auch V. 10
  2. T* „gutmütig“

8 so sehr sehnten wir uns nach euch und hatten Gefallen daran, euch nicht nur die gute Nachricht Gottes weiterzugeben, sondern auch unser eigenes Leben, weil ihr uns lieb geworden seid.

9 Denn ihr erinnert euch, Geschwister1, an unsere Mühe und Anstrengung: Indem wir Nacht und Tag2 arbeiteten, um niemandem3 von euch zur Last zu fallen, haben wir euch die gute Nachricht Gottes gepredigt.

  1. O „Brüder“
  2. Ein ganzer Tag wurde ab Beginn des Vorabends gerechnet
  3. W „nicht jemandem“

10 Ihr und Gott [seid] Zeugen, wie heilig und gerecht und tadellos wir euch, den Glaubenden, gegenüber aufgetreten sind

11 (wie ihr ja wisst); wie wir jeden einzelnen von euch – wie ein Vater seine Kinder –

12 ermutigt und getröstet und euch ins Gewissen geredet1 haben, damit ihr würdig des Gottes lebt2, der euch in sein Reich und seine Herrlichkeit ruft.

  1. E „bezeugt“
  2. E „umhergeht“

13 Und deshalb danken auch wir Gott unentwegt, dass ihr, als ihr das Wort der Kunde Gottes von uns angenommen habt, es nicht als ein Wort von Menschen aufnahmt, sondern – wie es tatsächlich ist – als ein Wort Gottes, das auch unter1 euch, den Glaubenden, wirkt.

  1. O „in“

14 Ihr nämlich, Geschwister, seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa in Christus Jesus sind, weil auch ihr dasselbe von euren eigenen Landsleuten erlitten habt, wie sie von den Judäern,

15 die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben und Gott nicht gefallen und allen Menschen zuwider [handeln],

16 da sie uns daran hindern, zu den Völkern zu reden, damit sie gerettet werden, sodass ihre Sünden ständig mehr werden. Es ist aber der Zorn1 endlich2 über sie gekommen.

  1. D.h. der Zorn Gottes (vgl. 1Thess 1,10)
  2. O „endgültig/vollständig“

Paulus’ Hoffnung auf ein Wiedersehen

17 Wir aber, Geschwister1, nachdem wir fürkurze Zeit2 von euch getrennt wurden (in Bezug auf das Angesicht, nicht das Herz), haben uns mit großer Sehnsucht umso mehr bemüht3, euer Angesicht zu sehen.

  1. O „Brüder“
  2. W „eine Zeit der Stunde“
  3. E „beeilt“

18 Darum wollten wir zu euch kommen – ich, Paulus, ‹ein ums andere Mal1 –, aber der Satan uns hat aufgehalten.

  1. I „sowohl einmal als auch zweimal“

19 Denn was [ist] unsere Hoffnung oder Freude oder Ruhmeskranz vor unserem Herrn Jesus bei seiner Ankunft? Nicht auch ihr? –

20 Denn ihr seid unsere Herrlichkeit und Freude.

Chapter 3

1 Als wir es darum nicht länger aushielten, entschlossen wir uns, alleine in Athen zurückgelassen zu werden,

2 und wir schickten Timotheus, unseren Bruder und Gottes Mitarbeiter in der guten Nachricht von Christus, um euch zu stärken und zu ermutigen hinsichtlich eures Glaubens,

3 sodass niemand erschüttert werde durch diese Bedrängnisse. Denn ihr selbst wisst, dass wir dazu bestimmt sind;

4 denn schon1 als wir bei euch waren, sagten wir euch voraus, dass wir bedrängt werden würden, wie es auch passiert ist und ihr es wisst.

  1. E „auch“

5 Als auch ich es deshalb nicht länger aushielt, schickte ich [ihn], um euren Glauben kennenzulernen, damit euch der Versucher nicht irgendwie versucht und unsere Mühe ins Leere geht.

Ein ermutigender Bericht von Timotheus

6 Aber jetzt, nachdem Timotheus von euch zu uns zurückgekommen ist und uns froh von eurem Glauben und eurer Liebe berichtet hat und dass ihr uns stets in guter Erinnerung haltet, sodass ihr uns sehnsüchtig zu sehen wünscht, genau wie auch wir euch,

7 sind wir deshalb getröstet, Geschwister1, euretwegen trotz all unserer Not und Bedrängnis durch euren Glauben,

  1. O „Brüder“

8 weil wir jetzt aufatmen1, wenn ihr fest steht im Herrn.

  1. W „leben“

9 Denn welchen Dank können wir Gott zurückzahlen für euch bei all der Freude, mit der wir uns euretwegen freuen vor unserem Gott,

10 während wir bei Nacht und bei Tag ganz besonders beten, euer Angesicht zu sehen und die Lücken eures Glaubens auszufüllen?

11 Er aber, unser Gott und Vater und unser Herr Jesus, [möge] unseren Weg zu euch lenken!

12 Euch wiederum [möge] der Herr in der Liebe zueinander und zu allen [Menschen] mehren und reich machen, wie auch wir zu euch,

13 um eure Herzen makellos aufzurichten in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen, amen1.

  1. „Amen“ (aram.) bekräftigt das zuvor Gesagte; T- „amen.“

Chapter 4

Ein Leben, das Gott gefällt

1 Im Übrigen, Geschwister1: Wir bitten und ermahnen euch nun in dem Herrn Jesus, dass ihr – so wie ihr von uns angenommen habt, wie ihr leben2 und Gott gefallen sollt, wie ihr schon3 lebt4 – dass ihr [darin] immer reicher werdet.

  1. O „Brüder“
  2. E „umhergehen“
  3. W „auch“
  4. E „umhergeht“; so auch V. 12

2 Denn ihr wisst, welche Anweisungen wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus.

3 Dies nämlich ist der Wille Gottes: eure Heiligung – euch von der Unzucht fernzuhalten;

4 zu wissen (einen jeden von euch), sein eigenes Gefäß1 in Heiligung und Wertschätzung zu halten,

  1. Gemeint ist wahrscheinlich der Körper als solcher, möglicherweise auch die Ehefrau oder das männliche Geschlechtsteil

5 nicht in begehrlicher Leidenschaft1, wie die [heidnischen] Völker, die Gott nicht kennen;

  1. W „Leidenschaft der Begierde“

6 keine [Grenzen] zu übertreten oder seinen Bruder in einer1 Angelegenheit zu übervorteilen, denn der Herr [ist] ein Rächer hinsichtlich all dieser [Dinge], wie wir euch auch zuvor gesagt und bezeugt haben.

  1. W „der“

7 Denn nicht zur Unreinheit hat uns Gott berufen, sondern in Heiligkeit.

8 Darum: Wer dies ablehnt, lehnt nicht einen Menschen ab, sondern Gott, der auch seinen heiligen Geist in euch hineingibt.

9 Aber hinsichtlich der Geschwisterliebe habt ihr es nicht nötig1, dass [man] euch schreibt, denn ihr selbst seid von Gott gelehrt [worden], einander zu lieben;

  1. W „keine Notwendigkeit“

10 ihr tut das nämlich auch an allen Geschwistern1, die in ganz Makedonia [leben]. Wir fordern euch aber auf, Geschwister, [darin] immer reicher zu werden

  1. O „Brüdern“; so auch später

11 und es als Vorrecht zu betrachten, geruhsam zu leben und den eigenen [Dingen] nachzugehen und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, wie wir euch angewiesen haben,

12 damit ihr gegenüber denen außerhalb [der Gemeinde] anständig lebt und nichts benötigt1.

  1. I „Bedarf habt“

Die Wiederkunft des Herrn

13 Wir wollen euch aber über die Schlafenden1 nicht im Ungewissen lassen, Geschwister2, damit ihr nicht trauert wie die übrigen [Menschen], die keine Hoffnung haben.

  1. Gemeint sind die bereit verstorbenen Christen
  2. O „Brüder“

14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott auf diese Weise die Entschlafenen durch Jesus zusammen mit ihm bringen.

15 Denn Folgendes sagen wir euch durch ein Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die bis zur Ankunft des Herrn übrig bleiben, kommen den Entschlafenen gewiss nicht zuvor;

16 denn der Herr selbst wird mit einem Marschbefehl, mit dem Ruf des Erzengels und mit der Posaune Gottes, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus zuerst auferstehen lassen,

17 danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, gleichzeitig mit ihnen in Wolken entrückt, zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und auf diese Weise werden wir immer beim Herrn sein.

18 Somit ermuntert1 einander mit diesen Worten!

  1. O „ermahnt/tröstet“

Chapter 5

Der Tag des Herrn

1 Aber hinsichtlich der Zeitspannen und der Zeitpunkte, Geschwister1, habt ihr esnicht nötig2, dass man euch schreibt,

  1. O „Brüder“
  2. I „keinen Bedarf“

2 denn ihr selbst wisst ganz genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht.

3 Wann immer sie sagen: „Friede und Sicherheit!“, dann ereilt sie plötzlicher Ruin, genau wie die Geburtswehen die Schwangere1, und sie entkommen gewiss nicht.

  1. I „die (etwas) im Bauch hat“

4 Ihr hingegen, Geschwister, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag euch wie ein Dieb überfällt;

5 denn ihr alle seid Kinder1 des Lichts und Kinder des Tages. Wir gehören2 weder zur Nacht noch zur Finsternis;

  1. O „Söhne“; so auch später
  2. E „sind“

6 also lasst uns nun nicht schlafen wie die übrigen [Menschen], sondern lasst uns wachen und nüchtern sein!

7 Denn die schlafen, schlafen bei Nacht, und die sich betrinken, sind bei Nacht betrunken;

8 wir hingegen, die wir bei Tag leben, sollten nüchtern sein und [dazu] den Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und als Helm die Hoffnung der Rettung anziehen;

9 denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erhalt der Rettung durch unseren Herrn Jesus Christus,

10 der für uns gestorben ist, damit wir – sei es, dass wir wachen, sei es, dass wir schlafen – zugleich mit ihm leben.

11 Darum ermahnt einander und erbaut euch gegenseitig1, wie ihr es auch [bereits] tut!

  1. W „einer den einen“

Schlussworte und Segenswünsche

12 Wir bitten euch aber, Geschwister1, diejenigen anzuerkennen2, die sich unter euch abmühen und euch vorstehen im Herrn und euch zurechtweisen,

  1. O „Brüder“; so auch V. 14
  2. W „wissen“

13 und sie in Liebe ganz besonders zu achten wegen ihrer Arbeit. Haltet Frieden unter euch!

14 Wir fordern euch aber auf, Geschwister: Weist die Undisziplinierten1 zurecht, tröstet die Entmutigten, helft den Schwachen, habt Geduld mit allen!

  1. O „Faulenzer“

15 Seht zu, dass niemand1 einem anderen2 Schlechtes mit Schlechtem heimzahlt, sondern strebt immer nach dem Guten, sowohl für einander als auch für alle [Menschen]!

  1. W „(dass) nicht jemand“
  2. W „jemandem“

16 Jederzeit sollt ihr euch freuen, /

17 unentwegt sollt ihr beten, /

18 in allem sollt ihr danken! Denn das [ist] der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. /

19 Den Geist sollt ihr nicht unterdrücken, /

20 Weissagungen sollt ihr nicht verachten, /

21 alles aber sollt ihr prüfen: Das Gute behaltet, /

22 von jeder Form des Bösen haltet euch fern!

23 Er aber, der Gott des Friedens, möge euch vollkommen heiligen, und euer vollständiges [Wesen] – der Geist und die Seele und der Leib – möge bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus tadellos bewahrt werden.

24 Treu [ist], der euch beruft; der wird auch handeln.

25 Geschwister1, betet auch für uns!

  1. O „Brüder“; so auch Vv. 26-27

26 Grüßt alle Geschwister mit einem heiligen Kuss!

27 Ich beschwöre euch bei dem Herrn, dass der Brief allen Geschwistern vorgelesen werden soll.

28 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus [sei] mit euch!1

  1. T+ „Amen.“