reltext

Chapter 1

Anschrift

1 Paulus, berufener Apostel von Christus Jesus durch den Willen Gottes, und Bruder Sosthenes. /

2 An die Gemeinde Gottes, die sich in Korinth befindet, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns1: /

  1. O „(des Herrn) von ihnen und von uns“

3 Gnade [sei mit] euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus!

Danksagung

4 Ich danke meinem Gott ständig für euch angesichts der Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben worden ist,

5 weil ihr durch ihn in allem reich geworden seid – in allem Wort1 und aller Erkenntnis,

  1. O „aller Rede“

6 wie das Zeugnis von Christus unter1 euch gefestigt worden ist –,

  1. O „in“

7 sodass es euch an keiner Gnadengabe fehlt, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet,

8 der euch auch festigen wird bis ans Ende als Unbescholtene am Tag unseres Herrn Jesus Christus.

9 Gott [ist] treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Spaltungen in der Gemeinde

10 Ich ermahne euch aber, Geschwister1, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle dasselbe sagt und keine Spaltungen unter euch bestehen, sondern ihr in derselben Einsicht und in derselben Meinung zusammengeschweißt seid.

  1. O „Brüder“; so auch V. 11

11 Denn mir ist in Bezug auf euch von denen [aus dem Umfeld] der Chloë angedeutet worden, meine Geschwister, dass unter euch Rivalitäten bestehen.

12 Ich spreche aber davon, dass jeder von euch sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, und: „Ich zu Apollos“, und: „Ich zu Kephas1“, und: „Ich zu Christus“.

  1. „Kephas“ ist die aram. Form von Simons Beinamen „Petrus“

13 Ist Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden, oder seid ihr auf den Namen von Paulus getauft worden?

14 Ich danke Gott, dass ich niemanden von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus,

15 damit nicht jemand sagt, dass ihr auf meinen Namen getauft worden wärt.

16 (Nun, ich habe auch das Haus des Stephanus getauft; darüber hinaus weiß ich nicht, ob ich irgendjemand anderes getauft habe.)

17 Christus hat mich nämlich nicht gesandt, um zu taufen, sondern die gute Nachricht zu verkünden, nicht mitklugen Worten1, damit das Kreuz Christi nicht entleert wird.

  1. W „Weisheit der Rede“

Die Weisheit Gottes

18 Denn das Wort vom Kreuz ist für diejenigen, die verloren gehen, eine Torheit, für diejenigen aber, die gerettet werden – für uns! –, ist es Gottes Kraft.

19 Denn es steht geschrieben: Ich werde zunichtemachen die Weisheit der Weisen, / und die Klugheit der Klugen werde ich verwerfen.“1

  1. Jes 29,14

20 Wo [ist] der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortführer dieses Zeitalters? Hat Gott die Weisheit der Welt nicht zur Torheit gemacht?

21 Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch [ihre] Weisheit Gott nicht erkannt hat, gefiel es Gott, durch die Torheit der Predigt die zu retten, die glauben1;

  1. O „vertrauen“

22 während die Judäer Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen,

23 predigen wir hingegen einen gekreuzigten Christus: den Judäern als ein Ärgernis, den Heiden wiederum als eine Torheit,

24 denen aber, die berufen [sind] – Judäern und auch Griechen – [ist] Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

25 Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen und das Schwache1 Gottes stärker als die Menschen.

  1. O „Verletzliche“

Rühmen im Herrn

26 Achtet nämlich auf eure Berufung, Geschwister1, dennmenschlich gesehen2 [gibt es] nicht viele Weise, nicht viele Fähige, nicht viele Adelige,

  1. O „Brüder“
  2. W „nach dem Fleisch“

27 sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, um die Weisen zu beschämen, und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, um die Starken zu beschämen,

28 und das Unbedeutende der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt – das, was nichts gilt1 –, um zunichtezumachen, was [etwas] gilt,

  1. E „ist“; so auch später

29 damit sich kein Mensch1 vor Gott rühme.

  1. W „alles Fleisch“

30 Und daher1 seid ihr in Christus Jesus, der uns Weisheit von Gott geworden ist (und Gerechtigkeit und Heiligung und Erlösung),

  1. O „aus ihm“

31 damit [gilt], wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, rühme sich im Herrn!“1

  1. Jer 9,24

Chapter 2

Der gekreuzigte Christus im Zentrum

1 Auch ich, als ich zu euch kam, Geschwister1, kam nicht, um euch mit überlegener Rede2 oder Weisheit das Geheimnis3 Gottes zu verkünden.

  1. O „Brüder“
  2. W „Überlegenheit der Rede“
  3. T* „Zeugnis“

2 Ich hatte nämlich beschlossen, unter euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und ihn als Gekreuzigten.

3 Und ich war in Schwachheit und in Furcht und mit viel Zittern bei euch,

4 und meine Rede und meine Predigt [bestanden] nicht aus überredenden Worten der Weisheit, sondern aus dem Nachweis des Geistes und der Kraft,

5 damit euer Glaube nicht auf der Weisheit von Menschen beruht1, sondern auf der Kraft Gottes.

  1. W „ist“

Die Weisheit des Geistes

6 Von Weisheit hingegen reden wir unter den Vollkommenen, aber nicht von der Weisheit dieses Zeitalters oder [von der Weisheit] der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichtegemacht werden;

7 doch wir reden von Gottes Weisheit in einem Geheimnis, von der verborgenen [Weisheit], die Gott vor Ewigkeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat

8 [und] die niemand von den Fürsten dieses Zeitalters erkannt hat; denn wenn sie sie erkannt hätten, dann hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.

9 Wie doch geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat / undkeinem Menschen in den Sinn1 kam, / das hat Gott denen vorbereitet, die ihn lieben.“2

  1. W „in kein Herz eines Menschen“; im Hebräischen ist das Herz der Ort des Denkens
  2. Jes 64,4

10 Uns hingegen hat Gott [diese Dinge] durch den Geist offenbart; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.

11 Denn wer von den Menschen kennt die [Tiefen] des Menschen, außer dem Geist des Menschen, der in ihm [ist]? So kennt auch niemand die [Tiefen] Gottes, außer dem Geist Gottes.

12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt erhalten, sondern den Geist aus Gott, damit wir verstehen1, was uns von Gott geschenkt worden ist.

  1. E „wissen“

13 Davon reden wir ja, nicht mit Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt [sind], sondern mit [Worten], die vom Geist gelehrt [sind], sodass wir geistliche [Zusammenhänge] mit geistlichen [Worten]1 erklären.

  1. O „geistlichen (Menschen)“

14 Aber ein natürlicher1 Mensch empfängt die [Dinge] des Geistes Gottes nicht; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.

  1. W „seelischer“

15 Der geistliche [Mensch] hingegen beurteilt alles, er selbst wiederum wird von niemandem beurteilt.

16 Dennwer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn beraten könnte?“1 Wir aber haben den Sinn des Christus.

  1. Jes 40,13

Chapter 3

Spaltungen in der Gemeinde

1 Auch ich, Geschwister1, konnte mit euch nicht wie mit geistlichen [Menschen] reden, sondern [nur] wie mit fleischlichen, wie mit Unmündigen in Christus.

  1. O „Brüder“

2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben, nicht [feste] Nahrung; ihr konntet letztere nämlich noch nicht [vertragen]. Doch auch jetzt könnt ihr es noch nicht,

3 denn noch seid ihr fleischliche [Menschen]. Denn wo unter euch Eifersucht und Streit [sind], seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise?

4 Wann immer nämlich jemand sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, aber ein anderer: „Ich zu Apollos“, seid ihr da nicht Menschen1?

  1. T* „fleischlich“

5 Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? [Sie sind] Diener, durch die ihr zum Glauben gekommen seid, und zwar für einen jeden, wie es der Herr gegeben hat.

6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, doch Gott ließ wachsen;

7 somit ist weder der Pflanzende noch der Begießende etwas, sondern Gott, der wachsen lässt.

8 Nun sind der Pflanzende und der Begießende eins, ein jeder aber wird seinen Lohn entsprechend seiner Anstrengung erhalten.

9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; Gottes Acker [und] Gottes Bauwerk seid ihr.

10 Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben worden ist, habe ich als ein weiser Baumeister das Fundament gelegt, ein anderer wiederum baut [darauf] auf. Aber ein jeder sehe zu, wie er [darauf] aufbaut!

11 Denn ein anderes Fundament kann niemand legen als dasjenige, das [bereits] liegt, nämlich1 Jesus Christus.

  1. W „das/der ist“

12 Aber wenn jemand auf das Fundament Gold, Silber, kostbare Steine, Hölzer, Heu, Stroh aufbaut,

13 dann wird das Werk eines jeden sichtbar werden, denn der Tag1 wird es aufdecken, weil er2 im Feuer offenbart wird; und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer selbst prüfen.

  1. Gemeint ist der Tag des Gerichts
  2. O „es“

14 Wenn das Werk von jemandem bestehen bleibt, das er [darauf] aufgebaut hat, dann wird er Lohn erhalten.

15 Wenn das Werk von jemandem verbrennt, dann wird er es einbüßen, er selbst aber wird gerettet werden, aber so wie durch Feuer hindurch.

16 Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in1 euch wohnt?

  1. O „unter“

17 Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, dann wird Gott ihn zerstören; denn der Tempel Gottes, welcher ihr seid, ist heilig.

18 Niemand täusche sich selbst! Wenn jemand unter euch meint, weise zu sein in diesem Zeitalter, dann werde er töricht, um weise zu werden.

19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: „Der die Weisen ertappt in ihrer Hinterlistigkeit.“1

  1. Ijob 5,13

20 Und außerdem: „Der Herr kennt die Überlegungen der Weisen, dass sie bedeutungslos sind.“1

  1. Ps 94,11

21 Darum soll niemand sich in Menschen rühmen; denn alles gehört euch –

22 ob Paulus oder Apollos oder Kephas1, ob Welt oder Leben oder Tod, ob Gegenwärtiges oder Zukünftiges – alles [gehört] euch,

  1. „Kephas“ ist die aram. Form von Simons Beinamen „Petrus“

23 ihr wiederum Christus, Christus wiederum Gott.

Chapter 4

Der Dienst der Apostel

1 So betrachte man1 uns als Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes.

  1. W „ein Mensch“

2 Hier wird im Übrigen von den Verwaltern [lediglich] verlangt, dass einer als treu befunden wird.

3 Mir hingegen ist es einerlei1, dass ich von euch oder von einem menschlichen Gericht2 beurteilt werde; mich selbst beurteile ich doch auch nicht.

  1. W „ins Geringste“
  2. W „Tag“; gemeint ist der Tag der Gerichtsbarkeit (vgl. 1Kor 3,13)

4 Denn ich bin mir selbst nichts bewusst, doch dadurch bin ich nicht gerechtfertigt, der Herr aber ist es, der mich beurteilt.

5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen sichtbar machen wird; und dann wird einem jeden das Lob zukommen von Gott.

6 Das aber, Geschwister1, habe ich um euretwillen auf mich selbst und Apollos bezogen, damit ihr an uns das [Prinzip] „Nicht über das hinaus, was geschrieben stehtlernt [und] damit ihr euch nicht einer gegen den anderen für den einen aufblast.

  1. O „Brüder“

7 Denn wer bevorzugt dich? Und was besitzt du, das du nicht bekommen hast? Aber wenn du es – [wie andere] auch – erhalten hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht erhalten?

8 Ihr seid schon gesättigt, ihr seid schon reich geworden, ihr seid unabhängig von uns Regenten geworden; und ich wünschte, ihr würdet tatsächlich regieren, damit auch wir zusammen mit euch regieren könnten!

9 Denn ich meine, Gott hat uns, die Apostel, als Letzte ausgewiesen, wie zum Tode Verurteilte, weil wir der Welt ein Schauspiel geworden sind, sowohl Engeln als auch Menschen.

10 Wir [sind] töricht um Christi willen, ihr hingegen klug in Christus! Wir [sind] schwach, ihr hingegen stark! Ihr [seid] berühmt, wir hingegen ungeachtet!

11 Bis zur jetzigen Stunde haben wir Hunger und Durst, und wir sind nackt und werden schikaniert, und wir sind obdachlos,

12 und wir rackern und arbeiten mit unseren eigenen Händen; obwohl wir beschimpft werden, segnen wir; obwohl wir verfolgt werden, ertragen wir;

13 obwohl wir verleumdet werden, ermutigen1 wir; wie der Abfall der Welt sind wir geworden, der Abschaum von allem, bis jetzt.

  1. O „trösten“

14 Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies, sondern um euch wie meine geliebten Kinder zu ermahnen.

15 Denn wenn ihr Zehntausende Erzieher in Christus hättet, dann doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch durch die gute Nachricht gezeugt.

16 Ich fordere euch also auf: Werdet meine Nachahmer!

17 Deshalb habe ich euch Timotheus geschickt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist [und] der euch erinnern wird an meine Wege in Christus Jesus, wie ich sie überall, in jeder Gemeinde lehre.

18 Als ich nun nicht zu euch kam, haben sich einige aufgeblasen;

19 ich werde aber bald1 zu euch kommen, wenn der Herr es will, und ich werde nicht die Rede der Aufgeblasenen kennenlernen, sondern die Kraft;

  1. E „schnell“

20 das Reich Gottes [beruht] nämlich nicht auf einer Rede, sondern auf einer Kraft.

21 Was wollt ihr? Soll ich mit einer Rute zu euch kommen oder mit Liebe und dem Geist der Sanftmut.

Chapter 5

Unmoralisches Verhalten und Gemeindezucht

1 Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden [vorkommt]: dass jemand die Frau [seines] Vaters hat.

2 Und ihr seid aufgeblasen und trauert nicht vielmehr, dass derjenige, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt wird?

3 Denn ich bin zwar körperlich abwesend, aber geistlich anwesend, habe als Anwesender denjenigen bereits gerichtet, der dies so begangen hat:

4 Im Namen unseres Herrn Jesus, nachdem ihr euch versammelt habt sowie mein Geist mitsamt der Kraft unseres Herrn Jesus,

5 den Betreffenden an den Satan auszuliefern zum Ruin des Fleisches, damit [sein] Geist gerettet wird am Tag des Herrn.

6 Euer Rühmen [ist] nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?

7 Entledigt euch des alten Sauerteigs, sodass ihr ein neuer Teig seid [und] ihr wie ungesäuert seid; auch unser Passa ist nämlich geopfert worden: Christus.

8 Darum lasst uns feiern! – nicht mit dem alten Sauerteig und nicht mit Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit, sondern mit den ungesäuerten [Broten] der Lauterkeit und Wahrheit.

9 Ich habe euch in dem Brief1 geschrieben, keinen Umgang mit Unzüchtigen zu haben;

  1. Gemeint ist ein bislang nicht entdeckter Brief, den Paulus zuvor an die Korinther geschrieben hat

10 nicht generell mit den Unzüchtigen dieser Welt, oder den Habgierigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen.

11 Tatsächlich1 aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der als Bruder bezeichnet wird, ein Unzüchtiger oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Lästermaul oder ein Trinker oder ein Räuber ist, auch nicht mit dem Betreffenden zu essen.

  1. E „Jetzt“

12 Denn was [habe] ich die draußen zu richten? Richtet ihr nicht die drinnen?

13 Die draußen hingegen richtet Gott. „Entfernt den Bösenaus euren eigenen Reihen1!“2

  1. W „von euch selbst“
  2. 5Mo 13,5; 17,7.12; 12,21; 22,21.22.24; Ri 20,13

Chapter 6

Streit vor Gericht

1 Wagt es jemand von euch, wenn er eine Sache gegen einen1 anderen hat, sie vor den Ungerechten verhandeln zu lassen und nicht vor den Heiligen?

  1. W „den“

2 Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann der ganz geringen Rechtsangelegenheiten unwürdig?

3 Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden, ganz zu schweigen Alltägliches?

4 Wenn ihr also über Alltägliches Rechtsangelegenheiten habt, dann setzt ihr [ausgerechnet] die ein, die in der Gemeinde nichts gelten1?

  1. O „dann setzt die ein, die in der Gemeinde nichts gelten!“

5 Zu eurer Schande sage ich es. Also ist niemand unter euch ein Weiser, der jeweils zwischen seinen Brüdern1 wird entscheiden können?

  1. W „seinem Bruder“

6 Stattdessen zieht Bruder gegen Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubigen?!?

7 Es ist also überhaupt schon euer Fehler, dass ihr Rechtssachen miteinander habt. Weshalb lasst ihr euch nicht vielmehr Unrecht antun? Weshalb lasst ihr euch nicht vielmehr übervorteilen?

8 Doch ihr verübt Unrecht und Übervorteilung, und das an Geschwistern1!

  1. O „Brüdern“

9 Oder wisst ihr nicht, dass ungerechte [Menschen] Gottes Reich nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Weichlinge noch Männerbeischläfer1

  1. Gemeint sind wahrscheinlich jeweils der passive und aktive Partner einer homosexuellen Beziehung

10 noch Diebe, noch Habgierige, nicht Rauschsüchtige, nicht Lästermäuler, nicht Räuber werden das Reich Gottes erben.

11 Und das waren einige [von euch]. Doch ihr wurdet abgewaschen! Doch ihr wurdet geheiligt! Doch ihr wurdet gerechtfertigt! – im Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.

Enthaltung von sexueller Unzucht

12 Alles ist mir erlaubt, doch nicht alles ist förderlich; alles ist mir erlaubt, doch ich werde mich von nichts beherrschen lassen.

13 Die Speisen [sind] für den Bauch, und der Bauch für die Speisen, Gott aber wird sowohl Ersteren als auch Letztere überflüssig machen. Der Körper hingegen [ist] nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn und der Herr für den Körper;

14 Gott aber hat ja den Herrn auferweckt, und er wird uns durch seine Kraft auferwecken.

15 Wisst ihr nicht, dass eure Körper Glieder Christi sind? Soll ich also die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Prostituierten machen? Keineswegs1!

  1. W „es möge nicht sein/geschehen!“

16 Oder wisst ihr nicht, dass derjenige, der sich der Prostituierten anhängt, ein Leib [mit ihr] ist? Denn es heißt: „Die zwei werden zu einem Fleisch.“1

  1. 1Mo 2,24

17 Aber wer sich dem Herrn anhängt, ist ein Geist [mit ihm].

18 Meidet die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch tut, ist außerhalb des Körpers; aber wer unzüchtig handelt, sündigt gegen seinen eigenen Körper.

19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Körper ein Tempel des heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und ihr nicht euch selbst gehört1?

  1. W „seid“

20 Denn ihr seid teuer erkauft worden; darum verherrlicht Gott mit eurem Körper.1

  1. T+ „und mit eurem Geist, welcher Gott gehört“

Chapter 7

Regeln für die Ehe

1 Hinsichtlich dessen nun, was ihr geschrieben habt: [Es ist] gut für einen Mann1, eine Frau nicht zu berühren;

  1. E „Menschen“

2 aber der Unzucht wegen soll ein jeder seine Ehefrau haben, und eine jede soll ihren eigenen Ehemann haben.

3 Der Ehefrau soll der Mann die [eheliche] Verpflichtung1 geben2, genauso aber auch die Frau dem Ehemann.

  1. E „Schuld“; T* „geschuldete Zuneigung“
  2. E „zurückgeben“

4 Die Frau hat kein Anrecht auf ihren eigenen Körper, sondern der Ehemann, und genauso hat auch der Mann kein Anrecht auf seinen eigenen Körper, sondern die Ehefrau.

5 Enthaltet euch einander nicht – es sei denn aufgrund einer Übereinkunft für eine [gewisse] Zeit, damit ihr euch dem Gebet widmet und dann wieder an demselben [Ort] seid –, damit der Satan euch nicht versucht wegen eurer Zügellosigkeit.

6 Und dies sage ich als Zugeständnis, nicht als Anweisung.

7 Ich will aber, dass alle Menschen sind wie ich selbst; doch ein jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.

8 Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: [Es ist] gut für sie, wenn sie – wie ich auch – [unverheiratet] bleiben;

9 aber wenn sie sich nicht enthalten können, dann sollen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten als [in Leidenschaft] zu brennen.

10 Den Verheirateten wiederum gebiete ich (nicht ich, sondern der Herr), dass sich eine Frau von [ihrem] Mann nicht trenne –

11 und wenn sie sich doch trennt, dann soll sie unverheiratet bleiben oder sich mit [ihrem] Mann versöhnen – und dass ein Mann [seine] Frau nicht verlasse.

12 Den Übrigen wiederum sage ich (ich, nicht der Herr): Wenn ein1 Bruder eine ungläubige Frau hat und sie einwilligt, mit ihm zu wohnen, dann soll er sie nicht verlassen.

  1. E „ein gewisser/irgendein“

13 Und wenn eine1 Frau einen ungläubigen Ehemann hat und dieser einwilligt, mit ihr zu wohnen, dann soll sie den Mann nicht verlassen.

  1. E „eine gewisse/irgendeine“

14 Denn der ungläubige Mann wird durch die Ehefrau geheiligt, und die ungläubige Frau wird durch den Bruder1 geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, tatsächlich2 aber sind sie heilig.

  1. T* „Ehemann“
  2. E „jetzt“

15 Aber wenn sich der ungläubige [Ehepartner] trennt, dann soll er sich trennen. Der Bruder oder die Schwester ist an solche [Ehepartner] nicht versklavt; aber in Frieden hat euch1 Gott berufen.

  1. T* „uns“

16 Denn was weißt du, Frau, ob du den Ehemann retten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Ehefrau retten wirst?

Ein Leben entsprechend der eigenen Berufung

17 Allerdings einem jeden, wie es der Herr1 zugeteilt hat, einen jeden, wie Gott2 berufen hat … so soll er leben3! Und so ordne ich es in allen Gemeinden an.

  1. T* „Gott“
  2. T* „der Herr“
  3. E „gehen“

18 Ist jemand als Beschnittener berufen worden, dann soll er nicht einknicken1! Ist jemand in Unbeschnittenheit berufen, dann soll er sich nicht beschneiden lassen!

  1. D.h. die Beschneidung rückgängig machen

19 Die Beschneidung bedeutet1 nichts, und die Unbeschnittenheit bedeutet nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes.

  1. E „ist“; so auch später

20 Ein jeder in der Berufung, in der er berufen wurde … darin soll er bleiben.

21 Du wurdest als Sklave berufen, es soll dich nicht kümmern! Doch auch wenn du frei werden kannst, dann mache erst recht Gebrauch davon.

22 Denn wer im Herrn als Knecht berufen wurde, ist ein Freigelassener des Herrn; genauso ist, wer als freier [Mensch] berufen wurde, ein Knecht Christi.

23 Ihr seid teuer erkauft worden; werdet nicht zu Knechten von Menschen!

24 Ein jeder, worin er berufen wurde, Geschwister1 … darin soll er vor Gott bleiben.

  1. O „Brüder“

Die Unverheirateten und Witwen

25 Und hinsichtlich der jungen Frauen1 habe ich keine Anweisung des Herrn, eine Meinung aber gebe ich als [einer], der vom Herrn Erbarmen empfangen hat, gläubig zu sein.

  1. D.h. Frauen im heiratsfähigen Alter (so auch V. 28)

26 Ich meine also, dass dies wegen der bestehenden Not gut ist, dass es für einen Menschen gut [ist], so zu sein.

27 Bist du an eine Frau gebunden, dann suche keine Scheidung! Bist du geschieden von einer Frau, dann suche keine Frau!

28 Aber auch wenn du heiratest, sündigst du nicht; und wenn die junge Frau heiratet, sündigt sie nicht; aber Bedrängnis im Fleisch werden solche haben, ich wiederum verschone euch.

29 Dies aber sage ich, Geschwister1: Die Zeit ist begrenzt; im Übrigen [ist mein Rat], dass auch diejenigen, die Ehefrauen haben, leben2, als hätten sie keine,

  1. O „Brüder“
  2. E „sind“

30 und die Weinenden, als würden sie nicht weinen, und die Lachenden, als würden sie nicht lachen, und die Einkaufenden, als würden sie nicht besitzen,

31 und diejenigen, die die Welt gebrauchen, als würden sie sie nicht gebrauchen; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

32 Ich will aber, dass ihr unbeschwert seid. Wer unverheiratet [ist], sorgt sich um die [Dinge] des Herrn, wie er dem Herrn gefallen kann;

33 aber wer heiratet, sorgt sich um die [Dinge] der Welt, wie er der Ehefrau gefallen kann,

34 und er ist abgelenkt1. Sowohl die unverheiratete Frau als auch die Jungfrau sorgt sich um die [Dinge] des Herrn, damit heilig ist sie an Körper und Geist; aber die verheiratete sorgt sich um die [Dinge] der Welt, wie sie dem Mann gefallen kann.

  1. E „geteilt“

35 Und dies sage ich zu eurem eigenen Nutzen – nicht, um euch ein Korsett überzustülpen, sondern damit [ihr] ohne Ablenkung, angemessen und hingebungsvoll dem Herrn [dienen könnt].

36 Aber wenn jemand meint, seine Verlobte1 zu blamieren, wenn er in die Jahre gekommen ist, und es muss so passieren, dann soll er tun, was er will. Er sündigt nicht; sie sollen heiraten.

  1. E „Jungfrau“; so auch Vv. 37-38

37 Wer aber in seinem Herzen fest steht und keine Not hat, sondern Macht über den eigenen Willen hat und dies in seinem Herzen beschlossen hat ([nämlich] seine Verlobte zu bewahren), der wird richtig handeln.

38 Darum: Wer seine Verlobte heiratet, handelt richtig, und wer nicht heiratet, wird besser handeln.

39 Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt, aber wenn der Mann entschlafen ist, dann ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur [geschehe es] im Herrn.

40 Beglückwünschenswerter ist sie aber, wenn sie so bleibt – meiner Meinung nach; und ich meine, dass auch ich den Geist Gottes habe.

Chapter 8

Verzehr von Götzenopferfleisch

1 Aber hinsichtlich des Götzenopferfleisches wissen wir: Wir alle haben Erkenntnis.“ Die Erkenntnis bläst auf, die Liebe hingegen baut auf.

2 Wenn jemand etwas erkannt zu haben meint, dann hat er noch nicht so erkannt, wie man erkennen muss;

3 wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.

4 Hinsichtlich des Verzehrs des Götzenopferfleisches wissen wir nun, dass kein einziger Götze in der Welt [existiert] und dass kein einziger Gott [existiert] außer einem.

5 Denn auch wenn es sogenannteGöttergibt – ob im Himmel oder auf der Erde, wie es viele Götter und viele Herren gibt –,

6 [haben] wir jedoch [nur] einen einzigen Gott – den Vater –, von dem alles [ist] und wir zu ihm, und einen einzigen Herrn – Jesus Christus –, durch den alles [ist] und wir durch ihn.

7 Doch nicht in allen [ist] die Erkenntnis; einige aber essen es bis jetzt aus Gewohnheit an den Götzen als Götzenopferfleisch, und ihr Gewissen, das schwach ist, wird beschmutzt.

8 Aber Essen wird uns Gott nicht näherbringen; weder fehlt uns [etwas], wenn wir es nicht essen, noch haben wir mehr, wenn wir es essen.

9 Aber seht zu, dass dieses Vorrecht von euch nicht auf irgendeine Weise ein Hindernis wird für die Schwachen!

10 Denn wenn jemand dich, der du [diese] Erkenntnis hast, im Götzentempel [zu Tisch] liegen sieht, wird dann nicht sein Gewissen – weil er schwach ist – darin bestärkt werden, das Götzenopferfleisch zu essen?

11 Denn der Schwache wird durch deine Erkenntnis umkommen – der Bruder, um dessen willen Christus starb!

12 Aber wenn ihr auf diese Weise gegen die Geschwister1 sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, dann sündigt ihr gegen Christus.

  1. O „Brüder“

13 Darum: Wenn Essen meinem Bruder Anstoß gibt, esse ich bestimmt kein Fleisch bis in Ewigkeit, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß gebe.

Chapter 9

Paulus gibt seine Anrechte auf

1 Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Seid ihr nicht mein Werk im Herrn?

2 Wenn ich für andere kein Apostel bin, dann bin ich es doch trotzdem für euch; denn mein Siegel der Apostelschaft seid ihr im Herrn.

3 Meine Verteidigung gegenüber denen, die mich zur Rede stellen, ist folgende:

4 Haben wir etwa kein Recht, zu essen und zu trinken?

5 Haben wir etwa kein Recht, eine Schwester1 als Ehefrau herumzuführen wie die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas2?

  1. D.h. eine gläubige Frau
  2. „Kephas“ ist die aram. Form von Simons Beinamen „Petrus“

6 Oder haben nur ich und Barnabas kein Recht, nicht zu arbeiten?

7 Wer kämpft jemals auf eigene Kosten als Soldat? Wer pflanzt einen Weinberg und isst dessen Frucht nicht? Oder wer weidet eine Herde und isst nicht von der Milch der Herde?

8 Rede ich diese [Dinge] etwa nach Menschenweise oder sagt nicht auch das Gesetz diese [Dinge]?

9 Denn im Gesetz von Mose steht geschrieben: „Du sollst einen Ochsen, der drischt, nicht verbinden!“1 Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen

  1. 5Mo 25,4

10 oder spricht er generell um unseretwillen? Es wurde nämlich unseretwegen geschrieben, dass der Pflügende auf Hoffnung pflügen und der Dreschende auf Hoffnung [dreschen] muss, um [daran] teilzuhaben.

11 Wenn wir euch das Geistliche gesät haben, [ist es] groß, wenn wir von euch das Irdische1 ernten sollten?

  1. W „Fleischliche“

12 Wenn andere an dem Anrecht über euch teilhaben, wir dann nicht erst recht? Doch wir haben von diesem Anrecht keinen Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, damit wir der guten Nachricht Christi nicht irgendein Hindernis geben.

13 Wisst ihr nicht, dass diejenigen, die das Heilige bewirken, die [Dinge] aus dem Tempel essen, [und] dass diejenigen, die am Altar tätig sind, am Altar Anteil haben?

14 So hat auch der Herr denen, die die gute Nachricht verkünden, angeordnet, von der guten Nachricht zu leben.

15 Aber ich habe von keinem dieser [Rechte] Gebrauch gemacht. Und ich habe diese [Dinge] nicht geschrieben, damit es so an mir geschieht; denn [es wäre] besser für mich zu sterben als … meinem Ruhm soll niemand vereiteln!

16 Wenn ich nämlich die gute Nachricht verkünde, dann habe ich keinen Ruhm; denn mir obliegt ein Zwang. Denn wehe mir, wenn ich die gute Nachricht nicht verkündige!

17 Wenn ich dies nämlich freiwillig tue, dann habe ich einen Lohn; aber wenn unfreiwillig, dann ist mir [nur] eine Verwaltung anvertraut.

18 Was ist also mein Lohn? Dass ich die gute Nachricht kostenlos vorlege, wenn ich sie verkünde, sodass [ich] von meinem Anrecht in der guten Nachricht keinen Gebrauch mache.

19 Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich selbst an alle versklavt, damit ich möglichst viele1 [von ihnen] gewinne.

  1. W „die meisten“

20 Und zwar bin ich den Judäern wie ein Judäer geworden, damit ich Judäer gewinne; denen unter dem Gesetz wie [einer] unter dem Gesetz (obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin), damit ich die unter dem Gesetz gewinne;

21 den Gesetzlosen wie ein Gesetzloser (obwohl ich kein Gesetzloser Gottes, sondern ein Gesetzestreuer Christi bin), damit ich die Gesetzlosen gewinne.

22 Ich bin den Schwachen ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.

23 Aber alles tue ich um der guten Nachricht willen, damit ich sein Teilhaber werde.

24 Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber [nur] einer den Siegespreis erhält? Lauft so, dass ihr gewinnt!

25 Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller [Dinge]; jene also, damit sie einen vergänglichen Siegeskranz erhalten, wir hingegen einen unvergänglichen.

26 Ich laufe derzeit so, nicht ziellos; ich boxe so, nicht wie [einer], der Luft schlägt;

27 sondern ich bezwinge und unterwerfe meinen Körper, damit ich selbst nicht auf irgendeine Weise disqualifiziert werde, nachdem ich anderen gepredigt habe.

Chapter 10

Eine Lektion aus Israels Vergangenheit

1 Denn ich will euch nicht im Unklaren lassen, Geschwister1, dass unsere Vorfahren2 alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer gingen

  1. O „Brüder“
  2. E „Väter“

2 und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden

3 und alle dieselbe geistliche Speise gegessen haben

4 und alle dasselbe geistliche Getränk getrunken haben; denn sie tranken von einem geistlichen Fels, der [ihnen] folgte, der Fels wiederum war Christus.

5 Doch an den meisten von ihnen hatte Gott keinen Gefallen; denn sie wurden in der Wüste abgestraft.

6 Diese [Dinge] aber sind als Beispiele für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Schlechten begierig1 sind, so wie jene begierig waren.

  1. W „Begehrer der schlechten (Dinge)“

7 Werdet auch nicht Götzendiener, so wie einige von ihnen; wie geschrieben steht: „Das Volk setzte sich, um zu essen und zu trinken, und es stand auf, um zu spielen.“1

  1. 2Mo 32,6

8 Lasst uns auch nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem einzigen Tag 23.000 [Leute].

9 Lasst uns auch nicht den Christus versuchen, so wie ihn einige von ihnen versucht haben und von den Schlangen umgebracht wurden.

10 Murrt auch nicht, genauso wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht worden sind.

11 Nun, diese [Dinge] sind jenen beispielhaft passiert, aufgeschrieben aber sind sie zu unserer Belehrung, zu denen die Enden der Zeitalter gelangt sind.

12 Wer zu stehen meint, soll darum zusehen, dass er nicht falle.

13 Euch hat keine Versuchung ergriffen, außer einer menschlichen; aber Gott [ist] treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über das hinaus versucht werdet, was ihr [ertragen] könnt, sondern er wird zusammen mit der Versuchung auch den Ausweg schaffen, um sie ertragen zu können.

14 Darum, meine geliebten [Geschwister]: Flieht vor dem Götzendienst!

15 Als ob ich zu Klugen rede: Urteilt ihr, was ich sage!

16 Der Becher des Segens, den wir segnen – bedeutet1 er nicht Teilhabe am Blut Christi? Das Brot, das wir brechen – bedeutet es nicht Teilhabe am Leib des Christus?

  1. E „ist“; so auch später und V. 19

17 Weil [es] ein Brot [ist], sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben an dem einen Brot teil.

18 Seht das Israel nach dem Fleisch an! Sind nicht diejenigen, die die Schlachtopfer essen, Teilhaber des Altars?

19 Was sage ich also? Dass das Götzenopferfleisch etwas bedeutet, oder dass der Götze etwas bedeutet?

20 [Nein], sondern dass sie das, was sie opfern, Dämonen und nicht Gott opfern; ich will aber nicht, dass ihr Teilhaber der Dämonen werdet.

21 Ihr könnt nicht den Becher des Herrn und den Becher der Dämonen trinken; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn und am Tisch der Dämonen teilhaben.

22 Oder reizen wir den Herrn? Sind wir etwa stärker als er?

Alles zur Ehre Gottes

23 Alles ist erlaubt, doch nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, doch nicht alles baut auf.

24 Niemand soll das Seine suchen, sondern das des Anderen.

25 Esst alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird; beurteilt nichts um des Gewissens willen;

26 die Erde und ihre Fülle [gehört] nämlich dem Herrn.

27 Wenn euch jemand von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, dann esst alles, was euch vorgesetzt wird; beurteilt nichts um des Gewissens willen.

28 Aber wenn jemand zu euch sagt: „Das ist Götzenopferfleisch“, dann esst es nicht um desjenigen willen, der darauf hingewiesen hat, und um des Gewissens willen.

29 Und ich spreche nicht von dem eigenen Gewissen, sondern dem des anderen; denn warum wird meine Freiheit vom Gewissen des anderen beurteilt?

30 Wenn ich mit Dank teilhabe, warum werde ich für etwas in Verruf gebracht, wofür ich danke?

31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas [anderes] tut, tut alles zur Ehre Gottes!

32 Seid unanstößig, sowohl bei den Judäern als auch bei den Griechen als auch bei der Gemeinde Gottes,

33 wie auch ich allen [Menschen] in allem gefallen will, indem ich nicht suche, was mir selbst nützlich [erscheint], sondern was den vielen [nützt], damit sie gerettet werden.

Chapter 11

1 Werdet meine Nachahmer, so wie auch ich Christi [Nachahmer bin].

Kopfbedeckung

2 Ich lobe euch aber, dass ihr in allem an mich denkt und die Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch überliefert habe.

3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass das Haupt jedes Mannes Christus ist, das Haupt einer Frau wiederum der Ehemann1, das Haupt von Christus wiederum Gott.

  1. O „Mann“; so auch V. 7

4 Jeder Mann, der betet oder weissagt, während er [etwas] auf dem Kopf hat, bringt sein Haupt Schande.

5 Und jede Frau, die mit unbedecktem Kopf betet oder weissagt, bringt ihrem Haupt Schande; es ist nämlich ein und dasselbe mit der Kahlgeschorenen1.

  1. Gemeint ist eine Prostituierte

6 Denn wenn sich eine Frau nicht bedeckt, dann soll sie sich auch [die Haare] abschneiden! Wenn [es] aber für eine Frau unsittlich [ist], sich [die Haare] abzuschneiden oder kahlzuscheren, dann soll sie sich bedecken!

7 Denn ein Mann ist nicht verpflichtet, das Haupt zu bedecken, da er das Abbild und die Herrlichkeit Gottes ist; aber die Frau ist die Herrlichkeit des Ehemannes.

8 Denn nicht der Mann stammt1 von der Frau, sondern die Frau vom Mann.

  1. E „ist“

9 Der Mann wurde nämlich auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.

10 Deshalb ist die Frau verpflichtet, [ein Zeichen der] Autorität auf dem Kopf zu haben – um der Engel willen.

11 Dennoch: Im Herrn [gibt es] weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau.

12 Denn wie die Frau von dem Mann [stammt], so auch der Mann durch die Frau; alles aber [stammt] von Gott.

13 Urteilt unter euch selbst: Ist es richtig, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet?

14 Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar trägt, es eine Unehre für ihn ist,

15 aber wenn eine Frau langes Haar trägt, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr statt eines Schleiers gegeben.

16 Wenn aber jemand es gutheißt, streitsüchtig zu sein – dann haben wir keine solche Gepflogenheit, auch nicht die Gemeinden Gottes.

Abendmahl

17 Wenn ich nun Folgendes anweise, lobe ich nicht, dass ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt.

18 Denn vor allem höre ich, dass unter euch Spaltungen bestehen, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt – und zu einem gewissen Teil glaube ich es.

19 Denn es muss auch Rivalitäten unter euch geben, damit auch die Bewährten unter euch offenbar werden.

20 Wenn ihr also an demselben [Ort] zusammenkommt, dann ist es nicht, um das Mahl des Herrn zu essen;

21 denn ein jeder nimmt während des Essens das eigene Mahl vorweg, und dann hat der eine Hunger, der andere ist betrunken.

22 Habt ihr denn keine Häuser, um zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt diejenigen, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Dafür lobe ich nicht.

23 Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch auch weitergegeben habe: Der Herr Jesus – in der Nacht, in der er verraten wurde – nahm ein Brot,

24 und nachdem er gedankt hatte, brach er es, und er sagte: Dies ist mein Leib für euch. Dies tut zur Erinnerung an mich!“

25 Genauso [nahm er] auch den Becher nach dem Essen, indem er sagte: Dieser Becher ist der neue Bund in meinem Blut! Dies tut, sooft auch immer ihr [ihn] trinkt, zur Erinnerung an mich.“

26 Denn sooft auch immer ihr dieses Brot esst und den Becher trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

27 Darum: Wer auch immer in unwürdiger Weise das Brot isst oder den Becher des Herrn trinkt, wird am Leib und am Blut des Herrn schuldig sein.

28 Es prüfe aber jeder1 sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und von dem Becher trinken;

  1. W „ein Mensch“

29 denn wer isst und trinkt, isst und trinkt sich selbst ein Urteil, wenn er nicht Rücksicht nimmt auf den Leib1.

  1. D.h. die Gemeinde

30 Deshalb [gibt es] unter euch viele Schwache und Kranke, und etliche sind entschlafen.

31 Aber wenn wir uns selbst beurteilen würden, dann würden wir nicht gerichtet werden.

32 Aber wenn wir vom Herrn gerichtet werden, werden wir erzogen, damit wir nicht zusammen mit der Welt verurteilt werden.

33 Darum, meine Geschwister1: Wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, dann wartet aufeinander!

  1. O „Brüder“

34 Wenn jemand Hunger hat, dann soll er in [seinem] Haus essen, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Aber das Übrige werde ich ordnen, wann auch immer ich komme.

Chapter 12

Verschiedene geistliche Gaben

1 Auch hinsichtlich der geistlichen [Gaben]1, Geschwister2, will ich euch nicht im Unklaren lassen.

  1. O „Dinge“
  2. O „Brüder“

2 Ihr wisst, dass ihr – als ihr Heiden1 wart – zu den stummen Götzenbildern verführt wurdet, wie auch immer ihr geführt wurdet.

  1. E „Nationen“

3 Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: „Jesus [sei] verflucht!“, und niemand sagen kann: „Jesus [ist] Herr!“, außer durch den heiligen Geist.

4 Nun sind es unterschiedliche Gnadengaben, aber derselbe Geist;

5 und es sind unterschiedliche Dienste und derselbe Herr;

6 und es sind unterschiedliche Auswirkungen, aber derselbe Gott, der alles in allen [Menschen] bewirkt.

7 Und einem jeden wird die Manifestation des Geistes zum Nutzen [aller] gegeben.

8 Denn dem einem wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen wiederum ein Wort der Erkenntnis nach demselben Geist,

9 einem weiteren Glaube in demselben Geist, einem anderen wiederum Heilungsgaben durch den einen Geist,

10 einem anderen wiederum Kraftwirkungen, einem anderen wiederum Weissagung, einem anderen wiederum [die Fähigkeit zur] Unterscheidung von Geistern, einem weiteren Arten von Zungen, einem anderen wiederum [die Fähigkeit zur] Auslegung von Zungen.

11 Aber all das bewirkt ein und derselbe Geist, der einem jeden eigens austeilt, wie er will.

Ein Leib, viele Glieder

12 Denn genauso wie der Körper einer ist und viele Glieder hat, aber alle Glieder des Körpers – obwohl sie viele sind – einen Körper bilden1, so auch Christus;

  1. W „ein einziger Körper sind“

13 denn wir alle wurden ja in dem1 einen Geist zu einem Leib2 getauft, ob Judäer oder Griechen, ob Sklaven oder freie [Menschen], und wir wurden alle mit dem einen Geist getränkt.

  1. O „durch den“
  2. O „in einen Leib hinein“

14 Denn auch der Körper ist nicht ein Glied, sondern viele.

15 Wenn der Fuß sagen würde: „Weil ich keine Hand bin, bin ich nicht Teil1 des Körpers“, ist er nicht trotzdem Teil des Körpers?

  1. W „aus“; so auch später und V. 16

16 Und wenn das Ohr sagen würde: „Weil ich kein Auge bin, bin ich nicht Teil des Körpers“, ist es nicht trotzdem Teil des Körpers?

17 Wenn der Körper ganz Auge [wäre], wo [bliebe] das Gehör? Wenn ganz Gehör, wo [bliebe] der Geruchssinn?

18 Tatsächlich1 aber hat Gott die Glieder am Körper bestimmt, jedes Einzelne von ihnen, wie er wollte.

  1. E „Jetzt“; so auch V. 20

19 Aber wenn alles ein Glied wäre, wo [bliebe] der Körper?

20 Tatsächlich aber [gibt es] viele Glieder, aber einen Körper.

21 Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: „Ich habe keinen Bedarf an dir!“ Oder andererseits der Kopf zu den Füßen: „Ich habe keinen Bedarf an euch!“

22 Doch umso mehr sind diejenigen Glieder des Leibes notwendig, die schwächer zu sein scheinen,

23 und die uns weniger wert zu sein scheinen als der [übrige] Leib, die versehen wir mit umso größerem Wert, und unsere unanständigen haben umso größere Anständigkeit,

24 aber unsere anständigen haben keinen Bedarf. Doch Gott hat den Körper zusammengefügt, indem er dem Mangelhaften reichlicher Ehre gegeben hat,

25 damit keine Spaltung im Körper existiert, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander tragen.

26 Und wenn ein einziges Glied leidet, dann leiden alle Glieder mit; wenn ein einziges Glied verherrlicht wird, dann freuen sich alle Glieder mit.

27 Ihr aber seid der Leib Christi undeinzeln genommen1 Glieder.

  1. W „aus einem Teil“

28 Und die hat Gott in der Gemeinde bestimmt: erstens zu Aposteln, zweitens zu Propheten, drittens zu Lehrern, dann Wunderkräfte, dann Heilungsgaben, Hilfeleistungen, Leitungsdienste, Arten der Zungen1.

  1. O „Sprachen“; so auch V. 30

29 [Sind] etwa alle Apostel? [Sind] etwa alle Propheten? [Sind] etwa alle Lehrer? [Haben] etwa alle Wunderkräfte?

30 Haben etwa alle Heilungsgaben? Reden etwa alle in Zungen? Übersetzen etwa alle?

31 Strebt nun nach den größeren Gnadengaben! Und ich zeige euch einen Weg, der nochweit darüber hinausgeht1:

  1. W „nach Übermaß (besteht)“

Chapter 13

Der Weg der Liebe

1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel reden würde, aber keine Liebe hätte, dann wäre ich ein schallender Gong1 oder eine klingende Zimbel.

  1. E „Kupfer(erz)“

2 Und wenn ich eine Weissagung hätte und alle Geheimnisse und jede Erkenntnis wüsste und wenn ich allen Glauben hätte, um Berge zu versetzen, aber keine Liebe hätte, dann wäre ich nichts.

3 Und wenn ich all meinen Besitz austeilen würde und wenn ich meinen Körper ausliefern würde, um mich zu rühmen, aber keine Liebe hätte, dann würde es mir nichts nützen.

4 Die Liebe ist geduldig, die Liebe ist gütig, die Liebe ist nicht streitsüchtig, sie prahlt nicht, sie bläst sich nicht auf,

5 sie ist nicht unanständig1, sie verfolgt nicht ihre eigenen [Interessen], sie lässt sich nicht reizen, sie rechnet das Schlechte nicht an,

  1. O „schamlos“

6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie erfreut sich an der Wahrheit;

7 sie verzeiht1 alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

  1. O „bedeckt/erträgt“

8 Die Liebe fällt niemals!1 Seien es hingegen Weissagungen … sie werden beseitigt werden; seien es Sprachen … sie werden aufhören; sei es Erkenntnis … sie wird beseitigt werden.

  1. Gemeint ist entweder, die Liebe lässt sich nichts zu Schulden kommen (vgl. Vv. 1-7) oder sie ist unvergänglich (vgl. Vv. 8b-13); diese Aussage ist also gewissermaßen Dreh- und Angelpunkt des Kapitels

9 Wir erkennen nämlich [nur] bruchstückhaft, und wir weissagen [nur] bruchstückhaft;

10 aber sobald das Vollkommene kommt, wird das Bruchstückhafte beseitigt werden.

11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte ich wie ein Kind, argumentierte ich wie ein Kind; als ich ein Mann geworden bin, habe ichdas Kindliche1 beseitigt.

  1. W „die (Dinge) des Kindlichen“

12 Denn wir sehen jetzt undeutlich1 durch einen Spiegel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich bruchstückhaft, dann aber werde ich erkennen, wie ich auch erkannt worden bin.

  1. O „indirekt“; W „in einem Rätsel“

13 Demnach1 bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei. Aber die Größte2 von ihnen [ist] die Liebe.

  1. I „jetzt aber“
  2. W „Größere“

Chapter 14

Weissagung und Zungen

1 Strebt nach der Liebe und eifert um die geistlichen1 [Gaben], aber erst recht, dass ihr weissagt!

  1. W „Dinge“

2 Denn wer in einer Zunge redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht1 es, aber im Geist redet er Geheimnisse;

  1. W „hört“

3 wer aber weissagt, redet zu Menschen zwecks Auferbauung und Ermutigung und Tröstung.

4 Wer in einer Zunge redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.

5 Ich will nun, dass ihr alle in Zungen redet, aber erst recht, dass ihr weissagt; aber wer weissagt, [ist] größer als derjenige, der in Zungen redet, es sei denn, er übersetzt, damit die Gemeinde Auferbauung erhält.

6 Nun aber, Geschwister1, wenn ich zu euch käme und in Zungen redete, was würde es2 euch nützen, außer ich rede zu euch entweder in Offenbarung oder in Erkenntnis oder in Weissagung oder in Lehre?

  1. O „Brüder“
  2. W „ich“

7 Genauso die leblosen [Dinge], die einen Laut [von sich] geben, ob Flöte oder Harfe … wenn sie den Tönen keinen Unterschied geben, wie soll man erkennen, was geflötet oder geharft wird?

8 Oder1 wenn die Posaune einen undeutlichen Laut [von sich] gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?

  1. W „Denn auch“

9 So auch ihr: Wenn ihr durch die Zunge kein verständliches Wort [von euch] gebt, wie soll man verstehen, was geredet wird? Schließlich würdet ihr in die Luft reden.

10 Es gibtwer weiß wie viele1 Arten von Lauten in der Welt, und keine [ist] lautlos.

  1. I „so viele wenn/wie es sich ergeben möge“

11 Wenn ich nun den Klang1 der Stimme nicht kenne, dann werde ich für den Redenden ein Barbar sein und der Redende für mich ein Barbar.

  1. O „Bedeutung“; W „die Kraft“

12 So auch ihr: Weil ihr Verfechter der Geister seid, versucht, dass ihr überreich seid zur Auferbauung der Gemeinde.

13 Darum: Wer in einer Zunge redet, soll dafür beten, dass er es übersetzen kann.

14 Denn wenn ich in einer Zunge bete, dann betet mein Geist, mein Verstand hingegen ist untätig1.

  1. W „unfruchtbar/ohne Frucht“

15 Was ist nun [die Konsequenz]? Ich werde mit dem Geist beten, aber ich werde auch mit dem Verstand beten; ich werde mit dem Geist lobsingen, aber ich werde auch mit dem Verstand lobsingen.

16 Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll derjenige, der die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen zu deiner Danksagung sagen? Schließlich weiß er nicht, was du sagst.

17 Denn du dankst zwar in guter Weise, doch der andere wird nicht auferbaut.

18 Ich danke Gott, dass ich mehr als ihr alle in Zungen rede;

19 doch in der Gemeinde will ich [lieber] fünf Worte mit meinem Verstand reden, um auch andere zu lehren, als Zehntausende Worte in einer Zunge.

20 Geschwister1, seid keine Kinder in Bezug auf die Einsichten, doch in Bezug auf die Bosheit seid unmündig, und in Bezug auf die Einsichten werdet erwachsen2!

  1. O „Brüder“
  2. E „vollkommen“

21 Im Gesetz steht geschrieben: Mit Anderssprachigen und mit den Lippen anderer werde ich zu diesem Volk reden, und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.“1

  1. Jes 28,11-12

22 Darum gelten1 die Zungen als ein Zeichen – nicht für die Glaubenden, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung hingegen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Glaubenden.

  1. E „sind“

23 Wenn nun die gesamte Gemeinde am selben Ort zusammenkommt und alle in Zungen reden, es kommen aber Unkundige oder Ungläubige herein, werden sie dann nicht sagen, dass ihr wahnsinnig seid?

24 Wenn hingegen alle weissagen und es kommt jemand Ungläubiges oder Unkundiges herein, dann wird er von allen überführt [und] von allen beurteilt;

25 die verborgenen [Dinge] seines Herzens werden offenbar, und so wird er auf [sein] Angesicht fallen und Gott anbeten und verkünden: Tatsächlich, Gott ist unter euch!“

Ordnung im Gottesdienst

26 Was ist nun [die Konsequenz], Geschwister1? Wann immer ihr zusammenkommt, hat ein jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Zungenrede, hat eine Auslegung … alles soll zur Auferbauung geschehen.

  1. O „Brüder“

27 Wenn jemand in einer Zunge redet, dann zu zweit oder höchstens zu dritt, und jeweils nacheinander, und einer soll übersetzen;

28 aber wenn kein Übersetzer da ist, dann soll er in der Gemeinde schweigen, aber für sich selbst sowie für Gott soll er reden.

29 Propheten hingegen sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen beurteilen;

30 aber wenn einem anderen, der [gerade] sitzt, [etwas] offenbart wird, dann soll der erste schweigen.

31 Denn ihr könnt alle – einer nach dem anderen – weissagen, damit alle [etwas] lernen und alle ermutigt1 werden.

  1. O „ermahnt/getröstet“

32 Und die Geister der Propheten sind den Propheten untergeordnet,

33 denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen

34 sollen die Frauen in den Gemeinden1 schweigen; denn es wird ihnen nicht gestattet zu sprechen, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.

  1. O „Versammlungen“

35 Und wenn sie etwas lernen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Ehemänner fragen; für eine Frau ist es nämlich unsittlich, in der Gemeinde zu reden.

36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es nur zu euch gelangt?

37 Wenn jemand meint, ein Prophet oder geistlich zu sein, dann soll er erkennen, was ich euch schreibe, weil es des Herrn Gebot ist;

38 aber wenn jemand das ignoriert, wird er ignoriert.

39 Darum, meine Geschwister1: Strebt danach zu weissagen und verhindert nicht das Reden in Zungen!

  1. O „Brüder“

40 Alles aber soll anständig und auf ordentliche Weise geschehen.

Chapter 15

Der Aufstehungsglaube

1 Nun lasse ich euch, Geschwister1, die gute Nachricht wissen, die ich euch verkündet habe [und] die ihr auch angenommen habt, in der ihr auch feststeht

  1. O „Brüder“

2 [und] durch die ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, mit welchem Wort1 ich sie euch verkündet habe – es sei denn, ihr seid vergeblich zum Glauben gekommen.

  1. O „welcher Begründung“

3 Denn ich habe euchin erster Linie1 überliefert, was ich auch [nur] übernommen habe: dass Christus für unsere Sünden starb gemäß den Schriften

  1. W „in ersten (Dingen)“

4 und dass er begraben wurde und dass er am dritten Tag auferweckt worden ist gemäß den Schriften

5 und dass er Kephas1 erschienen ist, dann den zwölf [Aposteln];

  1. „Kephas“ ist die aram. Form von Simons Beinamen „Petrus“

6 danach ist er über fünfhundert Geschwistern auf einmal erschienen, von denen die meisten bis jetzt leben1, einige aber entschlafen sind;

  1. E „bleiben“

7 danach erschien er Jakobus, dann allen Aposteln;

8 aber zuallerletzt – wie der Fehlgeburt1 – ist er auch mir erschienen.

  1. Gemeint ist jemand, der zu früh oder zu spät geboren wurde

9 Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht geeignet bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.

10 Aber durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin, und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mich viel mehr abgemüht als sie alle, aber nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir [ist].

11 Ob nun ich oder jene – so predige ich, und so seid ihr zum Glauben gekommen.

Die Auferstehung der Toten

12 Aber wenn gepredigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt ist, wieso sagen einige unter euch, dass es keine Auferstehung der Toten gibt?

13 Wenn es nun keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt;

14 und wenn Christus nicht auferweckt ist, dann [ist] doch auch unsere Predigt vergeblich1, vergeblich auch euer Glaube;

  1. E „leer“; so auch später

15 und wir werden sogar als falsche Zeugen Gottes bezichtigt1, weil wir gegen Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, den er nicht auferweckt hat, wenn doch Tote nicht auferweckt werden.

  1. E „befunden“

16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt;

17 und wenn Christus nicht auferweckt ist, dann [ist] euer Glaube bedeutungslos1 und ihr seid nach wie vor in euren Sünden,

  1. O „nutzlos“

18 also gingen auch die verloren, die in Christus entschlafen sind.

19 Wenn wir lediglich in diesem Leben auf Christus gehofft haben, sind wir bedauernswerter1 als alle [anderen] Menschen.

  1. E „elender“

20 Tatsächlich1 aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Allererste2 der Entschlafenen.

  1. E „jetzt“
  2. E „die Erstlingsfrucht“; so auch V. 23

21 Denn weil der Tod durch einen Menschen [kam], [kommt] auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

22 Denn genau wie in Adam alle sterben, so werden in Christus auch alle lebendig werden.

23 Ein jeder aber in seiner eigenen Ordnung: als Allererster Christus, danach die zu Christus [gehören] bei seiner Ankunft,

24 danach das Ende, sobald er das Königreich dem Gott und Vater übergibt [und] sobald er alle Obrigkeit und alle Vollmacht und Kraft zunichtegemacht hat.

25 Denn er muss regieren, bis er alle Feinde unter seine Füße getan hat.

26 Als letzter Feind wird der Tod zunichtegemacht;

27 denn: „Alles hat er unter seine Füße geordnet.“1 Aber wann immer es heißt, dass alles untergeordnet ist, [ist] klar, dass der ausgenommen [ist], der ihm alles untergeordnet hat.

  1. Ps 8,7

28 Und sobald ihm alles untergeordnet worden ist, dann wird auch der Sohn selbst dem untergeordnet werden, der ihm alles untergeordnet hat, damit Gott alles in allem1 ist.

  1. O „allen“

29 Was werden sonst diejenigen tun, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn Tote überhaupt nicht auferweckt werden, warum lassen sie sich sogar für sie taufen?

30 Warum sind auch wir jede Stunde gefährdet?

31 Tag für Tag sterbe ich – so wahrihr mein Ruhm seid1, Geschwister2, den ich in Christus Jesus habe, unserem Herrn.

  1. W „euren Ruhm“
  2. O „Brüder“

32 Wenn ich aus menschlicher Sicht in Ephesus [nur] mit Tieren gekämpft habe, was [ist] der Nutzen für mich? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir.

33 Täuscht euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!

34 Kommt endlich zur Besinnung1 und sündigt nicht! Einige haben nämlich keine Kenntnis von Gott, [was] ich zu eurer Schande2 sage.

  1. W „werdet in richtiger Weise nüchtern“
  2. W „euch zur Schande“

Der Körper der Auferstehung

35 Doch jemand wird sagen: „Wie werden die Toten auferweckt? Und mit welchem Körper kommen sie?“

36 Du Narr! Was du säst, wird nicht lebendig, außer es stirbt!

37 Und was du säst … nicht den Körper, der entstehen soll, säst du, sondern ein bloßes Samenkorn, ob es vom Weizen sein möge oder von einem der übrigen [Samenkörner];

38 Gott hingegen gibt ihm einen Körper, wie er wollte, und jedem der Samen seinen Körper.

39 Nicht alles Fleisch [ist] dasselbe Fleisch, sondern ein anderes das der Menschen und ein anderes das Fleisch der Lasttiere und ein anderes Fleisch der Vögel und ein anderes das der Fische.

40 [Es gibt] sowohl himmlische Körper als auch irdische Körper; doch die Herrlichkeit der himmlischen [ist] anders als1 die der irdischen.

  1. W „und anders (ist)“

41 Die Herrlichkeit der Sonne [ist] eine andere, und die Herrlichkeit des Mondes [ist] eine andere, und die Herrlichkeit der Sterne [ist] eine andere; denn es unterscheidet sichein Stern vom anderen1 an Herrlichkeit.

  1. W „Stern von Stern“

42 So auch die Auferstehung der Toten: Gesät wird in Vergänglichkeit, auferweckt wird in Unvergänglichkeit;

43 gesät wird in Unehre, auferweckt wird in Herrlichkeit; gesät wird in Schwachheit, auferweckt wird in Kraft;

44 gesät wird ein natürlicher Körper, auferweckt wird ein geistlicher Körper. Wenn es einen natürlichen Körper gibt, dann gibt es auch einen geistlichen.

45 So steht es auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele“,1 der letzte Adam zu einem Geist, der lebendig macht.

  1. 1Mo 2,7

46 Doch nicht zuerst das Geistliche, sondern das Natürliche, danach das Geistliche.

47 Der erste Mensch [ist] von der Erde, [also] irdisch; der zweite Mensch [ist] vom Himmel.

48 Wie der irdische [Adam] [beschaffen war], solche [sind] auch die irdischen [Körper]; und wie der himmlische [beschaffen ist], solche [sind] auch die himmlischen [Körper].

49 Und wie wir das Ebenbild des irdischen [Adam] getragen haben, so werden wir auch das Ebenbild des himmlischen tragen.

Der Sieg der Auferstehung

50 Dies aber sage ich, Geschwister1: dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können und die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit erbt.

  1. O „Brüder“

51 Siehe!, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir alle werden verwandelt werden –

52 im Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden unvergänglich auferweckt werden, und wir werden verwandelt werden.

53 Denn es muss dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.

54 Aber sobald dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anzieht und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird das Wort geschehen, das geschrieben steht: „Verschlungen ist der Tod im Sieg1.“

  1. Jes 25,8

55 Tod, wo [ist] dein Sieg? Tod, wo [ist] dein Stachel?“1

  1. Hos 13,14

56 Der Stachel des Todes aber [ist] die Sünde, und die Kraft der Sünde das Gesetz.

57 Aber Gott [sei] Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!

58 Darum, meine geliebten Geschwister1: Seid standfest, geradlinig2, stets überreich in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn.

  1. O „Brüder“
  2. W „unverrückbar“

Chapter 16

Finanzielle Unterstützung für die Christen in Jerusalem

1 Nun, bezüglich der Sammlung für die Heiligen: Wie ich es den Gemeinden von Galatia verordnet habe, so sollt auch ihr es machen.

2 Jeweils am ersten der Woche soll jeder von euchzur Seite1 legen und sammeln, was auch immer ihm gelingt, damit nicht [erst] dann, wenn ich komme, Sammlungen stattfinden.

  1. W „bei sich“

3 Sobald ich nun ankomme, werde ich – wen auch immer ihr für geeignet haltet – diese [Geschwister] mithilfe von Briefen schicken, um eure Gabe1 in Jerusalem abzuliefern;

  1. E „Gnade“

4 und wenn es angemessen1 ist, dass auch ich gehe, dann werden sie zusammen mit mir gehen.

  1. O „(der Mühe) wert“

Weitere Reisepläne

5 Ich werde aber zu euch kommen, sobald ich Makedonia durchquert habe; denn Makedonia durchquere ich [nur],

6 bei euch hingegen werde ich vielleicht1 bleiben oder sogar überwintern, damit ihr mich geleitet, wo auch immer ich hingehe.

  1. I „(wenn) es sich ergibt“

7 Ich will euch nämlich dieses Mal nicht [nur] auf der Durchreise sehen, denn ich hoffe, einige Zeit bei euch zu bleiben, falls der Herr es gestattet.

8 Ich werde aber bis zum Pfingstfest1 in Ephesus bleiben;

  1. W „Fünfzigsten“; gemeint ist das jüd. Erntefest Sukkot, das 50 Tage nach dem Passafest gefeiert wird

9 denn eine Tür steht mir offen – eine große und wirksame –, und [es gibt] viele Widersacher.

Letzte Anweisungen

10 Wenn nun Timotheus kommt, dann seht zu, dass er euch gegenüber ohne Angst ist; er arbeitet nämlich am Werk des Herrn wie ich auch!

11 Niemand soll ihn also verachten! Geleitet ihn vielmehr in Frieden, damit er zu mir kommt; denn ich erwarte ihn mit den Brüdern.

12 Und hinsichtlich Bruder Apollos … ich habe ihn mehrfach ermuntert, mit den Brüdern1 zu euch zu kommen; aber es war ganz und gar nicht [sein] Wille, jetzt zu kommen; er wird aber kommen, sobald er Gelegenheit hat.

  1. O „Geschwistern“

13 Seid wachsam, steht fest im Glauben, handelt mutig1, seid stark!

  1. W „seid mannhaft“

14 All euer [Tun] soll in Liebe geschehen!

15 Ich ermahne euch aber, Geschwister1: Ihr kennt das Haus des Stephanas, dass es das Allererste2 von Achaja ist und sie sich selbst in den Dienst an den Heiligen eingereiht haben …

  1. O „Brüder“
  2. W „die Erstlingsfrucht“

16 [ich ermahne euch], dass auch ihr euch solchen [Menschen] unterordnen sollt und jedem, der mitarbeitet und sich abmüht.

17 Ich freue mich aber über die Ankunft von Stephanas und Fortunatus und Achaikus, weil diese eure Abwesenheit ausgeglichen haben;

18 denn sie haben meinen und euren Geist belebt. Würdigt also solche [Menschen]!

Grußworte und Segenswünsche

19 Es grüßen euch die Gemeinden von Asia1. Es grüßen euch im Herrn vielmals Aquila und Priska, samt der Gemeinde in ihrem Haus.

  1. Bezeichnet die röm. Provinz Asia im Westen der anatolischen Halbinsel

20 Es grüßen euch alle Geschwister. Grüßt einander mit dem heiligen Kuss!

21 Der Gruß [stammt] aus meiner Hand (von Paulus).

22 Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, dann soll er verflucht sein! Maranatha1!

  1. B (aram.) „Herr, komm!“; bei anderer Silbenaufteilung auch „Unser Herr ist gekommen“

23 Die Gnade des Herrn Jesus [sei] mit euch!

24 Meine Liebe [ist] mit euch allen in Christus Jesus!