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Chapter 1

1 1 Paulus, ein Apostel (Abgesandter)2 Christi Jesu durch den Willen Gottes und Timotheus der Bruder, an die Gemeinde Gottes {die} in Korinth {ist} mit allen Heiligen, die in ganz Achaia sind,

  1. [Status: Ungeprüft]
  2. Apostel: Siehe Lexikon:Apostel

2 Gnade1 sei mit euch und Friede2 von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

  1. Gnade: Siehe Lexikon:Gnade
  2. Friede:Siehe Lexikon:Friede

3 Gepriesen (gelobt) sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes,

4 der uns tröstet bei all unserer Bedrängnis, um uns zu befähigen, dass wir die in aller Bedrängnis [sind] trösten durch den Trost, mit dem wir selbst getröstet wurden durch (von) Gott.

5 Denn wie er uns die Leiden Christi überreich zuteil werden lässt, so lässt er durch Christus auch unseren Trost überreich vorhanden sein.

6 (Sei es, dass =) Wenn wir in Bedrängnis geraten, [geschieht dies] zu Gunsten (für) eures Trostes und Heiles (Rettung), (oder =) wenn wir getröstet werden, für (zu Gunsten) euren Trost, der sich wirksam zeigt in Standhaftigkeit in denselben Leiden, die auch wir erleiden (erleben).

7 {Und} unsere Hoffnung für euch [ist] fest, weil1 wir wissen, dass, wie ihr Genossen seid des Leides (der Leiden, Leidensgenossen seid), so auch des Trostes.

  1. Part. coni., kausal aufgelöst

8 Wir wollen euch aber nicht in Unkenntnis lassen, Brüder, über unsere Bedrängnis, (die geschah =) in die wir gerieten in der [Provinz] Asia, weil wir übermäßig [und] über Vermögen beschwert wurden, sodass wir sogar am Leben verzweifelten.

9 Aber wir hatten in uns selbst das Todesurteil, damit wir nicht überzeugt von uns selbst (selbstgewiss) wären, sondern von Gott (auf Gott vertrauten), der die Toten auferweckt.

10 Der hat uns aus einem so großen Tod errettet und rettet [weiterhin], auf den hofften wir, weil er auch noch rettet (= retten wird).

11 Auch ihr [seid] Mithelfer für uns durch das Gebet, damit von vielen Personen für unsere Gnadengabe durch viele für uns gedankt wird.

12 Unser Ruhm ist dieser, das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Aufrichtigkeit (Schlichtheit) und Lauterkeit Gottes - und nicht durch menschliche1 Weisheit, sondern durch Gottes Gnade2 in der Welt leben, besonders [gilt das] euch gegenüber.

  1. Der Begriff σαρξ (sarx) bedeutet wörtlich „Fleisch, Körper“ und bezeichnet bei Paulus die menschliche Natur im Gegensatz zu Gott, vgl. Lexikon:Fleisch.
  2. Gnade: Siehe Lexikon:Gnade

13 Denn nichts anderes schrieben wir euch als das, was ihr gelesen und verstanden (erkannt) habt; ich hoffe aber, dass ihr [es] bis zum Ende verstanden (erkannt) haben werdet,

14 wir ihr auch uns einigermaßen (teilweise) verstanden (erkannt) habt, dass wir euer Ruhm sind, wie auch ihr unserer seid am Tag unseres Herrn Jesus.

15 {Und} in diesem Vertrauen (Zuversicht) wollte ich zuerst zu euch kommen, damit ihr ein zweites Mal Freude hättet,

16 und durch (euch =) eure [Hilfe] nach Makedonien gelangen und wieder von Makedonien zu euch kommen und durch euch weiterbefördert (geleitet) werden nach Judäa.

17 Weil1 ich {nun} das wollte, habe ich etwa leichtfertig2 gehandelt? Oder [ist] das, was ich will, unaufrichtig3, so dass4 bei mir das Ja Ja und das Nein Nein wäre?

  1. Part. coni., kausal aufgelöst
  2. Wörtlich: In der [mir vorgeworfenen] Leichtfertigkeit, so Bultmann, KEK, S. 43
  3. Wörtlich: das, was ich will, will ich das „fleischlich“ (kata sarka), d.h. unaufrichtig - Synonym zu „leichtfertig“, so Bultmann a.a.O.
  4. Konsekutiv bzw. expexegetisch: so dass, Bultmann ebd.

18 Gott ist mein Zeuge (bei Gottes Treue!)1 dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein ist.

  1. Schwurformel, Bultmann, KEK S. 43

19 Denn Jesus Christus, der Sohn Gottes, der bei euch durch uns verkündigt wurde, durch mich und Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm.

20 Denn so viele Verheißungen Gottes [es gibt], in dem Maße [ist] in ihm das Ja. Darum [sei] auch durch ihn das Amen1 Gott zur Ehre durch uns [gesagt].

  1. Amen: Siehe Lexikon:Amen

21 Gott aber hat uns mit euch bestärkt [im Glauben]1 an Christus und salbt uns,

  1. Das Verb ist juristischer t.t. und bedeutet dort quittieren, Bultmann, KEK, S. 45

22 der hat uns auch mit einem Erkennungszeichen versehen („versiegelt“)1 und gibt uns als Anzahlung den Geist in unsere Herzen.

  1. Es geht um ein Besitzzeichen, wie das Brandzeichen bei Tieren, BW Sp. 1576

23 Ich aber rufe Gott als Zeugen für meine Seele1, dass ich noch nicht nach Korinth kam, um euch zu schonen2,

  1. Seele: Siehe Lexikon:Seele
  2. Part. coni., final aufgelöst.

24 nicht, weil wir Herren über euren Glauben, sondern Mithelfer an eurer Freude sind. Denn im Glauben steht ihr [fest].

Chapter 2

14 1 Aber Dank [sei] {dem} Gott, der uns zu allen Zeiten (immer)2 im Triumphzug herumführt (triumphieren lässt; bekannt macht) in (durch) Christus und den Duft (Geruch) seiner Kenntnis (Wissen, Erkenntnis)3 bekannt macht4 (sichtbar macht; sehen lässt; zeigt)5 durch uns an jedem Ort;

  1. [Status: Zuverlässig]
  2. Wörtlich mehr in Richtung „jedes Mal, wenn...“, „bei jeder Gelegenheit“, was hier aber missverständlich wäre.
  3. Gen. epexegeticus.
  4. der herumführt und bekannt macht Auflösung zweier attr. Ptz.
  5. Duft ist in der Regel nicht sichtbar, deshalb wurde das Wort in einem allgemeineren Sinn übersetzt. „Sichtbar machen“ ist allerdings ebenso denkbar, weil Paulus hier vielleicht an Weihrauch denkt.

15 denn wir sind der Wohlgeruch (liebliche Duft) Christi, [der zu] Gott [aufsteigt]1 unter (bei) denen, die gerettet werden und unter (bei) denen, die verloren gehen2,

  1. Oder als Dativus commodi: „für Gott“; eine mögliche Übersetzung der Stelle wäre dann „wir leben für Gott als Wohlgeruch Christi“ (nach Mofatt bei Harris).
  2. Auflösung zweier subst. Ptz.

16 [für] die einen ein Geruch (Duft) vom Tod zum Tod („[der] zum Tod [führt]“), [für] die anderen ein Geruch (Duft) vom Leben zum Leben („[der] zum Leben [führt]“). Und wer [ist] ([wäre]) für diese [Dinge] (dafür) geeignet (zulänglich, würdig)?

17 Denn wir sind nicht wie die vielen, die Geschäfte machen (Handel treiben)1 mit dem Wort Gottes, sondern als [Menschen] aus Lauterkeit (Aufrichtigkeit, reiner Gesinnung), {sondern} als von Gott2 vor Gott3 in Christus verkünden wir [es] (sprechen wir4).

  1. Auflösung eines subst. Ptz. Alternativ nach Harris periphrastisches Verständnis durch direkten Bezug auf „wir sind“. Die Übersetzung lautete dann „wir machen nicht, wie so viele, Geschäfte...“
  2. D.h. wohl „von Gott [Beauftragte]“
  3. D.h. wohl „[in der Verantwortung] vor Gott“
  4. So wörtlich. Der semantische Bezug zum „Wort Gottes“ ist im Griechischen wohl zumindest andeutungsweise vorhanden, wird bei wörtlicher Übersetzung (als „sprechen wir“) aber unberücksichtigt gelassen.

Chapter 3

3 Es ist offenbar gemacht (vor aller Augen sichtbar, deutlich, öffentlich, bekannt), dass ihr ein Brief Christi seid, durch unser Dienen (Dienen durch uns), geschrieben nicht [mit] Tinte sondern [mit] Geist des lebenden (lebendigen) Gottes, nicht auf (in) Tafeln aus Stein (steinerne Tafeln, Steintafeln) sondern auf (in) fleischerne Tafeln aus Herzen.

4 Dieses Vertrauen {aber} haben wir durch {den} Christus zu {dem} Gott.

5 Nicht, dass von uns selbst imstande (tüchtig, geeignet, fähig, hinreichend) sind, etwas [anderes] als [etwas] aus uns zu begreifen (anzurechnen, überlegen, anzuerkennen) sondern die Tüchtigkeit1 ist von (aus) {dem} Gott.

  1. Dieses Wort ist die substantivierte Form (ἱκανότης) des ersten Adjektivs (ἱκανός) dieses Verses: tüchtig -> Tüchtigkeit, fähig -> Fähigkeit ...

6 Der auch (sogar) uns geschickt (fähig, tüchtig)1 gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens (der Schrift, des Dokuments) sondern des Geistes, denn (nämlich) der Buchstabe (die Schrift, das Dokument) tötet, aber der Geist macht lebendig.

  1. Wieder eine andere Form des Adjektivs aus Vers 5, diesmal das Verb: ἱκάνόω = geschickt/fähig/tüchtig machen.

Chapter 4

1 1 Daher werden wir nicht müde (verzagen nicht), weil2 wir dieses Amt haben, wie wir [von Gott] begnadet wurden,

  1. [Status: Ungeprüft]
  2. Ptz. coni., kausal aufgelöst.

2 sondern sagen uns los von dem, was das Schamgefühl verbirgt (von schändlichen Heimlichkeiten), führen kein Leben in Verschlagenheit, noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern indem wir die Wahrheit bekannt machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor Gott.

3 Wenn es aber etwas Verborgenes (Unbekanntes) an unserem Evangelium1 gibt, dann ist es für die verborgen, die2 verloren sind,

  1. Evangelium: Siehe Lexikon:Evangelium
  2. Ptz. coni., relativisch aufgelöst.

4 die Ungläubigen („Heiden“), bei denen der Gott des gegenwärtigen Zeitalters1 die Gedanken verblendet hat, damit sie nicht sehen das Leuchten (Licht) des Evangeliums der Herrlichkeit2 Christi, der das Ebenbild Gottes ist.

  1. = Beliar, siehe 2.Korinther 6,15
  2. Herrlichkeit (griech.: doxa), siehe: Lexikon:Herrlichkeit

5 Denn wir predigen (verkündigen) nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als Herrn, uns aber als als eure Diener (Knechte, Sklaven) durch Jesus.

6 Denn Gott, der sagte: Aus der Dunkelheit soll Licht aufleuchten (1.Mose 1,3), der leuchtet in unseren Herzen zur Offenbarung der Erkenntnis der Herrlichtkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.

7 Wir besitzen diesen Schatz aber in tönernen Gefäßen, damit das Übermaß der Macht von Gott komme und nicht von uns1.

  1. Wörtlich: Gottes sei und nicht von uns

8 In allem werden wir bedrängt (leiden Drangsal), aber uns ist nicht eng; wir zweifeln (sind ratlos), aber verzweifeln nicht;

9 wir werden verfolgt, aber nicht im Stich gelassen; werden zu Boden geworfen, aber gehen nicht zugrunde;

10 immer (jederzeit) tragen wir das Sterben Jesu an unserem Körper (Leib) herum, damit auch das Leben Jesu an unserem Körper (Leib) sichtbar wird.

11 Denn immer wieder werden wir, die wir leben1, dem Tod ausgeliefert um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch sichtbar wird.

  1. Ptz. coni., relativisch aufgelöst.

12 So (sodass) ist der Tod wirksam (wirkt) in uns, das Leben aber in euch.

13 Wir haben aber den selben Geist1, wie geschrieben steht2: Ich habe geglaubt (vertraut), deshalb habe ich geredet (Psalm 116,1); auch wir glauben, darum reden wir auch,

  1. Heiliger Geist (Griechisch: pneuma): Siehe Lexikon:Geist
  2. Wörtlich: Gemäß dem Geschriebenen

14 weil1 wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus Christus von den Toten auferweckte, auch uns mit Jesus auferwecken wird uns mit euch vor sich stellen2.

  1. Ptz. coni, beiordnend aufgelöst.
  2. Ein t.t. der Gerichtssprache: Vor den Richterstuhl stellen, doch hier ohne forensische Bedeutung: vor Gott bringen, nahebringen, BW Sp. 1245.

15 Alles aber um euretwillen, damit die Gnade1, die2 gewachsen ist (durch die noch mehreren =) durch die dann Dazugewonnenen den Dank (die Danksagung) überreich macht zur Ehre Gottes.

  1. Gnade, griech.: charis, siehe: Lexikon:Gnade.
  2. Ptz. coni., relativisch aufgelöst

16 Deshalb werden wir nicht müde (verzagen nicht), sondern wenn auch der äußere Mensch zugrunde geht, wird doch unser innerer Tag für Tag erneuert.

17 weil unsere gegenwärtig (augenblicklich) leichte Bedrängnis für uns eine ganz übermäßige ewige Fülle der Herrlichkeit bewirkt,

18 achten wir nicht1 auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn das Sichtbare [ist] vorübergehend (unbeständig), das Unischtbare aber [ist] ewig.

  1. Ptz. coni., kausal aufgelöst.

Chapter 5

1 1 Denn wir wissen, dass, wenn2 unser iridisches (Haus, das Zelt3 =) Zelthaus abgerissen (zerstört) wird, haben wir ein Gebäude (einen Bau) von Gott, ein nicht mit Händen (von Menschenhänden) gemachtes, ewiges Haus im Himmel.

  1. [Status: Ungeprüft]
  2. Futuralis
  3. Genitivus appositivus, BDR § 176.2

2 {Und nämlich} deshalb seufzen wir, weil1 wir uns danach sehnen, unsere Behausung aus dem Himmel anzuziehen,

  1. Ptz. coni., kausal aufgelöst

3 wenn wir jedenfalls, nachdem1 wir [unsere irdische Behausung] ausgezogen haben, nicht nackt (gefunden =) dastehen werden.2

  1. Ptz. coni., temporal aufgelöst
  2. Bultmann, KEK S. 137: „εἴ γε καὶ … = ‚wenn wenigstens‘, wie Gal 3,4 … Zu umschreiben also: ‚sofern es nämlich richtig ist, dass …‘, ‚natürlich nur unter der (als selbstverständlich vorausgesetzten) Bedingung‘. … Zu übersetzen ist: ‚wenn es wenigstens richtig ist, dass wir, nachdem wir das (irdische) Gewand abgelegt haben, nicht nackt dastehen werden‘.“

4 Und {nämlich} als die, die1 wir in der Behausung sind, seufzen wir, weil2 wir bedrückt3 sind, weil wir nicht wünschen, ausgezogen, sondern angezogen (überkleidet) zu werden, damit das Sterbliche vom Leben verschlungen wird.

  1. Ptz. coni., relativisch aufgelöst
  2. Ptz. coni., kausal aufgelöst
  3. Bultmann hat „beklommen“

5 Der1 uns aber dazu instand setzt, ist Gott, der uns die Anzahlung2 des Geistes gibt.

  1. Ptz. coni., relativisch aufgelöst
  2. Ein terminus technicus der Geschäftssprache

6 Wir sind nun allzeit getrost und wissen, dass, solange1 wir im Leib (Körper) beheimatet (zuhause) sind, fern2 von Gott sind.

  1. Ptz. coni., modal übersetzt
  2. oder: in der Fremde sein

7 Durch den (Im) Glauben nämlich führen wir unser Leben (wandeln wir), nicht durch das (im) Schauen.

8 Wir sind aber getrost und wollen lieber aus dem Leib (Körper) ausziehen1 und bei Gott beheimatet (zuhause) sein.

  1. Hier steht das selbe Verb wie Vers 6: fern/ in der Fremde sein; das griechische Wortspiel lässt sich leider im Deutschen nicht wiedergeben

9 Darum lassen wir es uns angelegen sein (ist es unser Ehrgeiz, trachten wir danach), sei es in der Fremde, sei es Zuhause1, ihm (wohlgefällig zu sein =) zu gefallen.

  1. Im Griech. stehen hier zwei Partizipien, man könnte auch (etwas umständlicher) übersetzen: Sei es, dass wir in der Fremde, sei es, dass wir Zuhause sind

10 Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl (Thronsitz) Christi erscheinen (uns zeigen, uns offenbaren), damit jeder [den Lohn] empfängt für das, was er während des Lebens1 getan hat, sei es gut, sei es schlecht (böse).

  1. Bultmann: bei Leibesleben, eine wörtlichere Wiedergabe von διὰ τοῦ σώματος

11 Da1 wir nun wissen, was Furcht vor dem Herrn erregt2, „überreden“3 wir Menschen, Gott aber sind wir bekannt.

  1. Ptz. coni., kausal übersetzt
  2. So BW Sp. 1707, oder: Ehrfurcht. Bultmann übersetzt: „Im Bewusstsein der Furcht des Herrn“ - Bezug auf Vers 10, das Stehen vor dem Richterstuhl Christi. Es ist „natürlich nicht die Angst, von der der Glaubende nach Röm 8,15 frei ist …, sondern die Gottesfurcht, die zum Glauben gehört … Im Zusammenhang ist der φόβος τοῦ κυρίου einfach das Bewusstsein der Verantwortung“. (KEK, S. 147f)
  3. Hier nimmt Paulus wohl einen Vorwurf seiner Gegner auf, deshalb steht das Wort in Anführungszeichen, vgl. Bultmann, S. 148

12 Wir empfehlen uns euch nicht wiederum selbst, sondern geben euch Gelegenheit (Anlass) des Ruhmes über uns1, damit ihr [etwas] habt gegen die, die2 sich aufgrund äußerer [Vorzüge] rühmen und nicht aufgrund (des Herzens =) innerer.

  1. Etwas freier: ein Loblied über uns zu singen
  2. Ptz. coni., relativisch aufgelöst

13 Waren wir {nämlich} von Sinnen (außer uns) , [waren wir es] für Gott. Waren wir besonnen (bei Verstand), [waren wir es] für euch.

14 Denn die Liebe Christi beherrscht uns1, und2 wir meinen (urteilen) {dies}: weil einer [stellvertretend] für alle gestorben ist, {folglich} sind sie alle gestorben.3

  1. So Bultmann, S. 152. BW Sp. 1562 hat ‚in Schranken halten‘.
  2. Ptz. coni., beiordnend aufgelöst
  3. Hier liegt ein juristischer Stellvertretungsgedanke vor, Bultmann, S. 153

15 Und er ist [stellvertretend] für alle gestorben, damit, wer lebt1, nicht mehr sich selbst lebt, sondern für den, der für ihn gestorben und auferstanden ist.

  1. Im Griech. Partizip: Die Lebenden, Plural, so auch im Folgenden

16 (Sodass =) Daraus folgt, dass wir von jetzt an niemanden mehr nach seinem (Fleisch, Leib, Körper =) Äußeren1 kennen. Selbst wenn2 wir Christus nach seinem Äußeren gekannt hätten, kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr [so].

  1. Bultmann: σάρξ ist die Sphäre des Vorfindlichen, S. 155
  2. Ein hypothetischer Fall, Irrealis, vgl. Bultmann, S. 156

17 (Sodass =) Das liegt daran, dass, wenn jemand in Christus1 [ist], [ist er] eine (neue Kreatur, ein neues Geschöpf =) Neuschöpfung. Das alte verging, sieh da!, Neues ist entstanden.

  1. Durch die Taufe in die Gemeinde aufgenommen

18 Das alles aber [kam] von Gott, der sich mit uns versöhnt hat durch Christus und uns den Auftrag (Dienst, Amt) zur Versöhnung gab,

19 nämlich dass Gott es war, der1 durch Christus die Welt mit sich versöhnte und2 und ihnen ihre Verfehlungen (Übertretungen) nicht anrechnet und uns (das Wort =) die Predigt der Versöhnung gab.

  1. Ptz. coni., relativisch aufgelöst
  2. Ptz. coni., beiordnend aufgelöst. Im Griechischen ist der Satz mit Komma abgetrennt

20 An Christi statt wirken wir nun als Botschafter (Legaten), indem1 Gott [euch] durch uns auffordert. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

  1. BDR § 425,3

21 Gott hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit uns durch ihn Gottes Gerechtigkeit zuteil würde.

Chapter 6

1 1 Als Mitarbeiter2 {aber} bitten wir euch auch, dass ihr nicht vergeblich (in Leere) die Gnade3 Gottes empfangen haben sollt.

  1. [Status: Ungeprüft]
  2. Ptz. coni. - wessen? Gottes? Der Korinther?
  3. Gnade (Griech.: charis) siehe: Lexikon:Gnade

2 Denn [die Schrift/Gott] sagt (es heißt) (Jesaja 49,8): zur rechten1 Zeit (Zeitpunkt) erhörte ich dich und am Tag des Heils (der Rettung) stand ich dir bei (half ich dir). {Sieh} heute (jetzt) ist der {hoch}willkommene Zeitpunkt (Zeit), {sieh} heute (jetzt) ist der Tag des Heils (der Rettung).

  1. Wörtlich: angenehm => günstig

3 Wir geben niemandem in irgendetwas Gelegenheit, Anstoß zu nehmen, damit der Dienst (das Amt?) nicht verhöhnt (beschämt) wird,

4 sondern erweisen uns in allem als Diener (Helfer = Diakone) Gottes, in1 großer Ausdauer (Standhaftigkeit), in Bedrängnissen (wenn wir unter Druck geraten)2, in (Nöten) Notsituationen, wenn es eng wird3 (in Drangsalen),

  1. Die Präposition en mit Dativ kann auch instrumentale Bedeutung haben = „durch“; entsprechend kann in diesem und in den Versen 5-7 „in“ immer mit „durch“ ersetzt werden.
  2. Außerbiblisch selten: unter Druck geraten, vgl. Queen: 'Under pressure' .
  3. Das griechische Wort stenochoria setzt sich zusammen aus stenos, eng und chora, Land, Ort. Insofern ist unser umgangssprachlicher Ausdruck „es wird eng“ eine wörtliche und inhaltlich angemessene Wiedergabe der beiden Wortbestandteile.

5 wenn man euch schlägt (in Schlägen/Auspeitschungen), im Gefängnis1, in Unruhen (Aufruhren/Streitigkeiten), bei schweren Arbeiten (in Mühen/Schmerzen), in durchwachten Nächten2, im (erzwungenen?) Fasten,

  1. im Griech. steht hier wie bei allen anderen Begriffen der Plural; wir verwenden im Dt. für das Kollektivum den Singular.
  2. Wörtl.: Nachtwachen od. Schlaflosigkeit

6 in Reinheit (Lauterkeit), in Erkenntnis, in Geduld, in Rechtschaffenheit (Güte, Milde), in Heiligem Geist, in ungeheuchelter Liebe,

7 im Wort der Wahrheit, in der (Voll)Macht Gottes; durch die Waffen der Gerechtigkeit1 zur Rechten und Linken2,

  1. Gerechtigkeit, Griech.: dikaiosyne, siehe: Lexikon:Gerechtigkeit
  2. D.h. Angriffs- (zur Rechten) und Verteidigungswaffen, d.h. Schild (links) und Schwert des Legionssoldaten. Paulus greift hier auf eine Waffenmetaphorik zurück, die Kyniker und Stoiker verwenden. Paulus hat das Ideal der Gerechtigkeit internalisiert; sie steht daher als Waffe zur Verfügung, Ebner S. 268f.

8 durch Ansehen und Schande, durch üble Nachrede und Lob; als Betrüger und doch wahrhaftig,

9 als Verkannte1 (Unbekannte), und doch erkannt, als in Todesgefahr Schwebende (Sterbende/Erschlagene), und siehe!, wir leben, als (von Gott?) Gezüchtigte, aber nicht Getötete,2

  1. Diese Begriffe in Vers 9 und 10 sind alles konjunkte Partizipien, siehe: Part. coni., die man entsprechend auflösen könnte - also z.B. obwohl wir verkannt werden, sind wir doch erkannt.
  2. Paulus spielt hier wahrscheinlich auf Psalm 118,18 an, in dem Gott der Züchtigende ist.

10 als Betrübte, aber immer (Fröhliche) fröhlich, als Arme, die aber viele reich machen, als solche, die nichts besitzen (haben), die aber viele reich machen, als solche, die nichts haben, aber alles (fest) haben.

11 Wir haben unseren Mund für euch geöffnet (wir haben zu euch geredet), [liebe] Korinther, unser Herz wurde weit.

12 Euch ist nicht enge in uns, euch ist aber enge in euren Herzen.

13 Wie zu Kindern rede ich: Werdet auch ihr weit, um denselben Lohn [zu empfangen].

14 Gebt euch nicht den Ungläubigen her!1 Denn welchen Anteil (Gemeinschaft) [hat] die Gerechtigkeit2 an der Ungerechtigkeit (Ungesetzlichkeit, Sünde), oder welche Gemeinschaft das Licht mit der Dunkelheit (Finsternis)?

  1. ginomai mit Partizip Präsens drückt den Anfang des Seins aus => gebt euch nicht dazu her, BDR § 354,1; wörtlich: Werdet nicht solche, die unter fremdartigem Joch gehen, vgl. 3.Mose 19,19.
  2. Gerechtigkeit (Griech.: dikaiosyne), siehe: Lexikon:Gerechtigkeit

15 Welche Übereinstimmung {aber} [hat] Christus mit Beliar1, oder welchen Anteil der Gläubige mit dem Ungläubigen („Heiden“)?

  1. Belial, hebräisch der Teufel, der Antimessias

16 Welche Übereinstimmung {aber} [hat] der Tempel Gottes mit den Götzenbildern? Denn wir sind ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht:1 Ich werde unter ihnen wohnen und wandeln (einhergehen) (3.Mose 26,11-12)und werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. (Ezechiel 37,27)

  1. Sog. oti citativum, im Dt. durch einen Doppelpunkt wiedergegeben.

17 Deshalb geht weg von ihnen1 und sondert euch ab (trennt euch), spricht der Herr, (Jesaja 52,11.4)und fasst Unreines nicht an;und ich werde euch annehmen (Ezechiel 20,34.41)

  1. Wörtl.: Geht heraus aus ihrer Mitte.

18 und werde euer Vater sein (2.Samuel 7,14;Jeremia 31,9),und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein (Jesaja 43,6),spricht der allmächtige Herr (der Herr, der Allmächtige) (2.Samuel 7,8).

Chapter 11

1 1 Wenn ihr euch doch von mir ein wenig Torheit (Unverstand) gefallen lassen würdet! Aber ihr lasst es euch auch von mir gefallen.

  1. [Status: Ungeprüft]

2 Ich bemühe mich nämlich um euch im Eifer Gottes, denn ich gab euch einem Mann als reine (keusche) Jungfrau zur Ehe, indem ich euch Christus darbrachte1 (zur Verfügung stellte).

  1. I.S.v.:Ein Opfer darbringen-

3 Ich fürchte aber, dass vielleicht, wie die Schlange in ihrer Verschlagenheit Eva verführte, eure Gedanken beschädigt wurden von der Schlichtheit und Reinheit in Christus.

4 Wenn nämlich einer kommt und1 einen anderen Jesus predigt (verkündigt), den wir nicht gepredigt (verkündigt) haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfingt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht bekamt, lasst ihr euch das gern gefallen.

  1. Ptz. coni., beiordnend aufgelöst.

5 Ich finde (bin der Meinung, halte dafür) nämlich, ich bin nicht geringer als die Überapostel1.

  1. Offenbar sind in Paulus' Abwesenheit in Korinth Apostel aufgetreten, die sich besonderer Fähigkeiten gerühmt haben, wie Paulus im Folgenden ausgführt. Der Begriff "Überapostel" ist ironisch gemeint.

6 Bin ich auch ein Laie der Rede1, so doch keiner der Erkenntnis, sondern wir zeigen uns euch ganz (gänzlich).

  1. Auf die Redekunst (Rhetorik) wurde in der Antike großen Wert gelegt. Paulus wird vorgeworfen, gut formulieren zu können, aber ein miserabler Redner zu sein, vgl. 2.Korinther 10,10.

7 Oder tat ich Unrecht (eine Sünde), als1 ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, weil ich euch unentgeltlich das Evangelium Gottes verkündigte?

  1. Ptz. coni., temporal aufgelöst.

8 Andere Gemeinden habe ich beraubt, indem1 ich [von ihnen] Lohn für meinen Dienst an euch empfing,

  1. Ptz. coni., modal aufgelöst.

9 und während1 ich bei euch war und Mangel litt, fiel ich niemandem zur Last. Meinem Mangel halfen nämlich die Brüder ab, die2 aus Makedonien kamen, und insgesamt habe ich darauf geachtet, euch nicht zu beschweren, und werde auch [zukünftig] darauf achten.

  1. Ptz. coni., temporal aufgelöst.
  2. Ptz. coni., relativisch aufgelöst.

10 Die Wahrheit Christi ist in mir:1 Dieser mein Ruhm soll in der {Gegend von} Achaia nicht zum Schweigen gebracht werden.

  1. Andere Übersetzungen (Luther 2017, NGÜ) fassen diesen Satz als Schwurformel auf: "So gewiss die Wahrheit Christi in mir ist"

11 Weshalb? Weil ich euch nicht liebe? Gott weiß es.

12 Was ich aber tue und weiterhin vorhabe zu tun, [tue ich], um denen die Gelegenheit zu nehmen, die Gelegenheit suchen1, dass sie sich der selben Dinge rühmen [können] wie wir.

  1. Wörtl.: wollen.

13 Denn diese [sind] Lügenapostel, hinterlistige Agenten1, die2 sich als Apostel Christi verkleidet (verwandelt) haben.

  1. Wörtl.:Arbeiter. Griech. ergazo heißt arbeiten, lat. agere, daher: Agent.
  2. Ptz. coni., relativisch aufgelöst.

14 Und [das ist] kein Wunder. Denn der Satan selbst verkleidet (verwandelt) sich als Engel des Lichts.

15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als (verwandeln zu) Diener der Gerechtigkeit. Ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.

16 Ich sage es noch einmal, niemand halte mich für töricht! Wenn aber doch, nehmt mich auch als Toren (Narren) an, damit ich mich auch ein wenig rühme.

17 Was ich [jetzt] sage, sage ich nicht dem Herrn gemäß1, sondern wie aus Unverstand (in Torheit), durch diesen (in diesem) Zustand (Lage) des Rühmens.

  1. Also etwa: Wie es sich für einen Christen gehören würde.

18 Da sich viele ihrer Leistungen rühmen1, will ich mich auch rühmen.

  1. Im Text steht kata sarka, wörtl.: "nach dem Fleisch". sarx ist bei Paulus das Menschliche im Gegensatz zum Göttlichen, das er pneuma, Geist, nennt. Es geht hier also um das, wessen sich ein Mensch rühmen könnte - die Vorzüge, oder eben die "Leistungen", wie der folgende Peristasenkatalog zeigt.

19 Ihr Klugen (ihr, die ihr klug seid)1 lasst euch ja gern die Torheit gefallen,

  1. Die Anrede "Kluge" ist ironisch gemeint.

20 denn ihr lasst euch gefallen, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch kahl frisst1, wenn jemand nimmt, wenn jemand sich auflehnt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt.

  1. I.S.d. Aneignung von Besitz.

21 Zu meiner Schande muss ich gestehen, dazu waren wir zu schwach. Wenn aber jemand kühn ist - ich rede töricht - ich bin auch kühn!

22 Sie sind Hebräer? Ich auch! Sie sind Israeliten? Ich auch! Sie sind Nachkommen Abrahams? Ich auch!

23 Sie sind Diener (Diakone) Christi? - ich rede wie ein Wahnsinniger - ich noch mehr! Ich habe mehr Mühen auf mich genommen1, war öfter im Gefängnis2, habe unzählige Schläge erhalten3, bin vielfach in Todesgefahr gewesen.

  1. Wörtlich: An Mühen mehr.
  2. Wörtl.: in Gefängnissen mehr.
  3. Wörtl.: an Schlägen übermäßig.

24 Von den Juden habe ich fünfmal 40 weniger einen1 erhalten,

  1. Es handelt sich um die Prügelstrafe, und zwar lt. 5.Mose 25,3 um die Höchststrafe: Erlaubt waren max. 40 Schläge; üblich war, einen Schlag weniger zu verabreichen, vgl. Ebner S. 134.

25 dreimal wurde ich ausgepeitscht1, einmal gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem Meer.

  1. D.i. die verberatio durch die römischen Behörden, die von den Liktoren mit deren Rutenbündel (fasces) ausgeführt wurde.

26 Auf Reisen war ich oft in Gefahr durch Flüsse, in Gefahr durch Räuber, in Gefahr durch Volksgenossen, in Gefahr durch die Heiden (Völker), in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüste, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr durch falsche Brüder,

27 Mühe und Plage, viele Nächte durchwacht1, durch Hunger und Durst, oft gefastet, durch Kälte und Nacktheit.

  1. Wörtl.: Oft in durchwachten Nächten; dabei könnte es sich um bewussten Verzicht auf Schlaf handeln, meint Ebner S. 148f.

28 Abgesehen von dem, was ich unerwähnt1 [lasse], der tägliche Andrang zu mir, die Sorge um alle Gemeinden.

  1. Wörtl.:draußen

29 Wer ist schwach, und ich bin es nicht? Wer fällt ab, und ich brenne nicht1?

  1. Gemeint ist:Vor Mitgefühl brennen.

30 Wenn gerühmt werden muss, will ich mich meiner Schwachheit rühmen.

31 Gott, der Vater des Herrn Jesus Christus, der gelobt sei in Ewigkeit, weiß, dass ich nicht lüge.

32 In Damaskus bewachte der Statthalter (Ethnarch) des Königs Aretas die Stadt der Damaszener, um mich zu verhaften,

33 aber ich wurde durch ein Fenster in einem Korb von der Mauer herabgelassen und entkam seinen Händen.

Chapter 12

9 [Der Herr] hat mir [folgendes] geantwortet1: Meine Gnade (meine Güte, mein Wohlwollen, meine Zuwendung) ist genug für dich (reicht für dich aus, soll dir genug sein, wird dich zufrieden stellen), denn [gerade] in Schwäche (Kraftlosigkeit, Krankheit) kommt [meine] Kraft (Macht, Einfluss) zur Vollendung2. – Darum rühme mich lieber mit größter Freude für meine3 Schwächen (Lieber für meine Schwächen rühme ich mich, Für meine Schwächen rühme ich mich lieber)4, damit5 die Kraft Christi in mir wohne.

  1. Das Perfekt betont die abschließende Antwort (M.Thrall 2000, 821).
  2. Andere Handschriften: „… wird zur Vollendung kommen.“
  3. Das „meine“ steht nicht in allen Handschriften.
  4. Das „lieber“ kann verschieden bezogen werden: auf „meine Schwächen“ (M.Thrall 2000, 826) oder auf den ganzen Satz (V.Furnish 1984, 531).
  5. Mögliche Deutungen: „meine Schwächen, die die Kraft Christi in mir wohnen lassen“ oder „damit sichtbar wird, dass die Kraft Christi als in mir wohnt“ (M.Thrall 2000, 826–829).

10 Darum ich froh mich über Schwächen, über Kränkungen (Misshandlungen, überhebliches Handeln), über Notlagen (Zwänge), über Verfolgungen und Bedrängnisse1, wegen Christus2: Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

  1. Andere Handschriften: „über Verfolgungen, über Bedrängnisse“ oder „und Verfolgungen und Bedrängnisse“
  2. Das „wegen Christus“ bezieht sich vermutlich auf den ganzen Satz (V.Furnish 1984, 531, und M.Thrall 2000, 829–830).