Chapter 1
1 Vielfältig (mannigfaltig)1 und [auf] vielerlei Weise 2 hat [der] Gott ehemals (in alten Zeiten, einst) [zu] den Vätern 3 in (durch)4 die Propheten geredet, 5
- πολυμερος (polumeros) ist ein zusammengesetztes Wort, welches aus πολυς (viel, häufig, zahlreich) und μερος (Teil, Anteil) besteht. Verständlich müsste es vielleicht so lauten „Aus vielen Teilen bestehend“
- πολυτροπως ist ein zusammengesetztes Wort, bestehend aus πολυς (Viel) τροπος (Weise, Wandel). Verständlich müsste es so lauten „vielerlei Weise“
- πατρασιν (πατηρ) Subst.Pl.Dat.
- εν (in (Dativ))
- hat ... geredet, (Part.Pl.Akk.)
2 In diesen letzten 1 Tagen hat er zu uns geredet in (durch)2 (den) Sohn, welchen er eingesetzt hat als Alleinerbe 3 durch den er auch die Ewigkeiten gemacht hat.
- eschatwn
- εν (in (Dativ))
- als Erbe von allem
Chapter 4
13 und kein Geschöpf ist verborgen vor ihm,1 alles aber [ist] nackt (bloß, unverhüllt) und offengelegt2 [vor] seinen Augen, mit (in Hinblick auf) welchem wir es zu tun haben3
- Oder: „und das Geschöpf ist nicht verborgen vor ihm…“
- Part. pl. n. pass. Perf.
- D.h. in seiner Eigenschaft als Richter.
14 Weil wir nun haben einen großen Hohepriester, der hindurchgegangen ist [durch] die Himmel, Jesus den Sohn {des} Gottes, können wir [nun] stark sein in dem Bekenntnis.
15 Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht mitempfindet mit der Schwäche von uns, der geprüft wurde in Allem, in Gleichheit ohne Sünde.
16 Lasst uns nun mit Freimütigkeit schreiten zum Thron der Gnade, damit wir in Empfang nehmen [können] Erbarmen1 und Gnade finden [können] in der rechtzeitigen Hilfe.
- Statt „Erbarmen“ kann auch „Mitleid“ übersetzt werden.
Chapter 9
15 Und deshalb ist er der Vermittler eines neuen Testamentes1 (Bundes), damit, nachdem er gestorben war zur Erlösung von den zur Zeit des ersten Testamentes (Bundes) [begangenen] Übertretungen, die zum ewigen Erbe Berufenen die Verheißung empfangen.
- Der Hebr spielt in den folgenden Versen mit der Wortgleichheit von „Testament“ und „Bund“ im Griechischen. Um das deutlich zu machen, übersetzte ich διαθήκη durchgängig mit „Testament“. Bei der Lesefassung müsste im Zusammenhang mit Gott aber besser vom „Bund“ gesprochen werden.
16 Denn wo ein Testament [vorliegt], muss notwendigerweise der Tod des Erblassers beigebracht werden.
17 Denn ein Testament ist bei den Toten (im Todesfall) rechtsgültig, da es noch nicht gilt, wenn der Erblasser lebt.
18 Weshalb auch der Erste [Bund, Testament] nicht ohne Blut geweiht wurde.
19 Denn nachdem durch Mose dem Volk [Israel] jedes Gebot nach dem Gesetz1 gesagt (aufgezählt, genannt) worden war, nahm er das Blut der (Bullen)Kälber2 und Böcke3 mit Wasser und scharlachroter Wolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk.
- Ist hier gemeint: Jedes Gebot, das im Gesetz = in der Tora steht, oder ist eine Stelle wie 5.Mose 31,10-11 gemeint, nach der das Gesetz öffentlich verlesen werden soll?
- Gemeint sind männliche Kälber.
- Männliche Ziegen.
20 Er sprach: Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch auferlegt (angeordnet, vorgeschrieben) hat.
21 Und das Zelt, aber auch alle Gottesdienstgeräte (Geräte zum Gottesdienst) besprengte er in gleicher Weise mit Blut.
22 {Und} fast alles wird nach dem Gesetz durch1 Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine [Sünden]Vergebung.
- Präposition ἐν instrumental verwendet.
23 Ist es nun notwendig, {zwar} die Abbilder der [Dinge] in dem Himmeln (= der himmlischen Dinge) mit diesen [Mitteln] zu reiningen, [dann] {aber} das Himmlische selbst durch größere Opfer als diese.
24 Denn Christus ging nicht in das mit Händen gemachte Heilige hinein, das Abbild der wahrhaften [Dinge] (= des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns einzutreten (zu erscheinen)1
- Vorgestellt ist eine Gerichtsszene, in der Christus als Verteidiger auftritt.
25 Nicht, damit er sich selbst viele Male darbringt, wie der Hohepriester jährlich mit fremdem Blut in das Heilige hineingeht,
26 da hätte er seit Anbeginn der Welt ja viele Male leiden müssen. Jetzt aber ist er einmal (ein für allemal) am Ende der Zeiten zur Aufhebung der Sünden durch sein Opfer erschienen (hat sich offenbart).
27 Und in dem Maße, wie es den Menschen bestimmt ist, einmal (ein für allemal) zu sterben, danach aber [kommt] das Gericht,
28 so wurde auch Christus einmal (ein für allemal) dargebracht, um sich die Sünden der Vielen aufzuladen. Zum zweiten Mal wird er ohne Sünden denen erscheinen, die ihn zu [ihrer] Rettung erwarten.
Chapter 10
35 1 Werft also nicht eure Zuversicht weg, welche eine große Belohnung hat.
- [Status: Ungeprüft]
36 Geduld nämlich habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und ihr die Verheißung erhaltet.
37 Denn noch eine kleine Weile,1 der Kommende wird da sein und er wird nicht zögern:2
- Jesaja 26,20
- Habakuk 2,3
38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben,1 und wenn er feige zurückweicht, ist meine Seele nicht zufrieden mit ihm.
- Habakuk 2,4
39 Wir aber sind nicht zurückhaltend1 zum Verderben, sondern glaubend zur Bewahrung der Seele (Leben).
- Der genitivus qualitatis ὑποστολῆς und πίστεως kann auch mit „von denen, die zurückhaltend sind/glauben“ übersetzt werden.
Chapter 11
1 Es ist aber der Glaube eine Verwirklichung1 dessen, was gehofft wird (was man hofft), und ein Beweis (Überführung) der Dinge, die nicht gesehen werden.
- Griech.: υπόστασις
3 Durch Glauben erkennen wir, dass die Welt geschaffen wurde durch das Wort Gottes, damit nicht aus dem Erscheinenden (Erscheinungswelt) das Sichtbare entstand (geworden ist).
Chapter 12
25 Achtet darauf (seht [zu]), dass ihr nicht zurückweist (ablehnt) den Sprechenden (den, der spricht)! ...
Chapter 13
8 Jesus Christus [ist] derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit.1
- Wörtliche Beibehaltung der Wortstellung: „Jesus Christus gestern und heute, derselbe auch in alle Ewigkeit.“
12 Darum hat auch Jesus, um das Volk zu heiligen durch sein eigenes Blut, gelitten außerhalb des Tores.
13 Deshalb lasst uns hinausgehen zu ihm, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen.
14 Denn wir haben hier keine bleibende (fortbestehende) Stadt, sondern wir suchen nach der zukünftigen (begehren die zukünftige).
20 Der Gott aber des Friedens, der herausgeführt hat aus den Toten den großen Hirten der Schafe im (durch) Blut des ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus,