reltext

Chapter 1

Prolog

1 Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen muss, und die er mitgeteilt1 hat, indem er sie durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt hat,

  1. O „gedeutet“

2 der das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesus Christus bezeugt hat – alles, was er gesehen hat.

3 Beglückwünschenswert [ist], der die Worte der Weissagung verliest und die sie hören und das bewahren, was darin geschrieben steht, denn die Zeit [ist] nahe.

Grüße an die Gemeinden

4 Johannes, an die sieben Gemeinden in [der Provinz] Asia: Gnade [sei mit] euch und Friede von dem1, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron [sind],

  1. T* „Gott“

5 und von Jesus Christus, der Zeuge, der Treue1, der Erstgeborene der Toten und der Fürst über die Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns erlöst hat aus unseren Sünden mit seinem Blut –

  1. O „Zuverlässige“

6 er hat uns sogar zu einem Königreich gemacht, zu Priestern für seinen Gott und Vater –, ihm [sei] die Herrlichkeit und die Machtfür immer und ewig1! Amen2.

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“
  2. „Amen“ (aram.) bekräftigt das zuvor Gesagte

7 Siehe!, er kommt mit den Wolken, / und jedes Auge wird ihn sehen, / auch welche ihn durchbohrt haben, / und es werden wehklagen über ihn alle Stämme der Erde. Ja, amen1.

  1. „Amen“ (aram.) bekräftigt das zuvor Gesagte

8 Ich bin das Alpha und das Omega1“, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“

  1. Das sind der erste und der letzte Buchstabe des gr. Alphabet; gemeint ist: Gott ist derjenige, der alles umfasst und an dem niemand vorbeikommt

Die Beauftragung von Johannes

9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitteilhaber an der Bedrängnis und am Königreich und am Ausharren in Jesus, befand mich auf der Insel, die Patmos genannt wird, wegen des Wortes Gottes und des Zeugnisses von Jesus.

10 Am Tag des Herrn war ich im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme, wie von einer Posaune,

11 die sagte: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und schicke den sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea!“

12 Und ich habe mich umgedreht, um die Stimme zu sehen, welche mit mir redete, und als ich mich umdrehte, sah ich sieben goldene Leuchter,

13 und inmitten der Leuchter [einen] gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bodenlangen [Gewand] und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel,

14 sein Haupt aber und seine Haare [waren] weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme,

15 und seine Füße [waren] feiner Bronze gleich, wie in einem Ofen geläutert, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser,

16 und in seiner rechten Hand hielt er sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor, und sein Gesicht [war], wie die Sonne scheint in ihrer Kraft.

17 Und als ich ihn sah, fiel ich wie tot zu seinen Füßen, und er legte seine rechte [Hand] auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte,

18 und der Lebendige, und ich war tot, und siehe!, ich bin lebendigfür immer und ewig1, und ich habe die Schlüssel zu Tod und Hades2.

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“
  2. Bezeichnet den Aufenthaltsort der Toten, die auf den Tag ihrer Auferstehung und des Gerichts warten (hebr. „Scheol“)

19 Schreibe nun auf, was du gesehen hast und was ist und was danach geschehen soll.

20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du zu meiner Rechten gesehen hast, und die sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne sind die Boten1 der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.“

  1. O „Engel“; gemeint sind entweder himmlische Repräsentanten der Gemeinden oder deren menschlichen Vertreter (so auch Offb 2,1.8.12.18; 3,1.7.14)

Chapter 2

Das Sendschreiben an Ephesus

1 Dem Boten1 der Gemeinde in Ephesus schreibe: Folgendes sagt, der die sieben Sterne in seiner rechten [Hand] hält [und] der umhergeht inmitten der sieben goldenen Leuchter:

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20

2 Ich weiß um deine Werke und deine Mühe und Standhaftigkeit, und dass du schlechte [Menschen] nicht ertragen kannst, und du hast die geprüft, die sich selbst Apostel nennen, es aber nicht sind, und du hast sie als Lügner entlarvt1,

  1. E „gefunden“

3 auch Standhaftigkeit besitzt du, und du hast [so manches] ertragen um meines Namens willen, und du bist nicht müde geworden.

4 Doch ich habe gegen dich, dass du deine frühere1 Liebe verlassen hast.

  1. O „erste“; so auch V. 5

5 Erinnere dich also, von wo du gefallen bist, und tue Buße und tue die früheren Werke! Sonst komme ich1 zu dir und werde deinen Leuchter von seinem Platz rücken, wenn du nicht Buße tust.

  1. T+ „bald“

6 Doch dies spricht für dich1: Du hasst die Werke der Nikolaïten2, die auch ich hasse.

  1. W „hast du“
  2. Gemeint sind wohl Anhänger einer bestimmten Irrlehre oder Sekte (so auch V. 15)

7 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum1 des Lebens, der im Paradies Gottes steht2.

  1. E „Holz“
  2. E „ist“

Sendschreiben an Smyrna

8 Und dem Boten1 der Gemeinde in Smyrna schreibe: Folgendes sagt der Erste und der Letzte, der tot war und [wieder] lebendig geworden ist:

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20

9 Ich weiß um deine Bedrängnis und Armut – obgleich du reich bist! – und um die Lästerei von denen, die sagen, sie selbst seien Judäer, es aber nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans.

10 Fürchte dich nicht vor dem, was du erleiden wirst. Siehe!, der Teufel1 hat vor, [einige] von euch ins Gefängnis zu werfen, um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet Bedrängnis erleben2, zehn Tage lang. Sei treu bis hin zum Tod, dann werde ich dir die Krone des Lebens geben.

  1. Gr. diabolos
  2. W „haben“

11 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, soll gewiss nicht zu Schaden kommen von dem zweiten Tod.

Sendschreiben an Pergamon

12 Und dem Boten1 der Gemeinde in Pergamon schreibe: Folgendes sagt, der das scharfe, zweischneidige Schwert hat:

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20

13 Ich weiß, wo du wohnst, [nämlich] dort, wo der Thron des Satans [steht], und doch hältst du an meinem Namen fest und hast meine Treue1 nicht verleugnet, auch [nicht] in den Tagen von Antipas, meinem Zeugen, meinem Getreuen, der bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.

  1. O „den Glauben an mich“

14 Doch ich habe etwas gegen dich: Du hast dort [Leute], die an der Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß vor die Israeliten1 zu tun, Götzenopferfleisch zu essen und Unzucht zu treiben.

  1. E „Kinder/Söhne Israels“

15 So hast auch du [Leute], die in gleicher Weise an der Lehre der Nikolaïten festhalten.

16 Tue also Buße! Sonst komme ich bald zu dir und werde gegen sie kämpfen mit dem Schwert meines Mundes.

17 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben und dem werde ich einen weißen Stein geben, und auf dem Stein [steht] ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt außer dem, der ihn bekommt.

Sendschreiben an Thyatira

18 Und dem Boten1 der Gemeinde in Thyatira schreibe: Folgendes sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und seine Füße [sind] feiner Bronze gleich:

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20

19 Ich weiß um deine Werke und Liebe und deinen Glauben und Dienst und deine Standhaftigkeit und dass deine letzten Werke größer [sind] als deine ersten.

20 Doch ich habe gegen dich, dass du die Frau Isebel [gewähren] lässt, die sich selbst eine Prophetin nennt, und sie lehrt und verführt meine Knechte, Unzucht zu treiben und Götzenopferfleisch zu essen.

21 Und ich habe ihr Zeit1 gegeben, Buße zu tun, aber sie will nicht Buße tun von ihrer Unzucht.

  1. O „Gelegenheit“

22 Siehe!, ich werfe sie aufs Krankenlager und bringe diejenigen, die Ehebruch mit ihr begehen, in große Bedrängnis, wenn sie nicht Buße tun von ihren1 Werken.

  1. D.h. Isebels

23 Und ihre1 Kinder werde ich töten mit einer tödlichen Seuche2. Und alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und ich werde euch vergelten, einem jeden nach euren Werken.

  1. D.h. Isebels
  2. W „mit dem Tod“

24 Euch aber, den übrigen in Thytira, all denen, die diese Lehre nicht haben und welchedie Tiefen des Satans“ (wie sie es nennen), nicht erkannt haben, sage ich: Ich tue keine weitere Last auf euch.

25 Nur was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme!

26 Und wer überwindet und wer meine Werke bewahrt bis zum Ende, dem werde ich Vollmacht geben über die Völker,

27 und er wird sie weiden mit eisernem Stab – wie tonerdene Gefäße werden sie zerschmettert –,

28 wie auch ich [Vollmacht] bekommen habe von meinem Vater, und ich werde ihm den Morgenstern geben.

29 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt!

Chapter 3

Sendschreiben an Sardes

1 Und dem Boten1 der Gemeinde in Sardes schreibe: Folgendes sagt, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich weiß um deine Werke, dass du den Ruf2 hast, du würdest leben, und doch bist du tot.

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20
  2. W „einen Namen“

2 Werde wachsam und stärke das Restliche, das abzusterben drohte, denn ich habe deine Werke nicht als vollendet befunden vor meinem Gott.

3 Denk also daran, wie du [es] erhalten und gehört hast, und bewahre [es] und tue Buße! Wenn du also nicht wacht, dann werde ich kommen wie ein Dieb, und du sollst gewiss nicht erfahren, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.

4 Doch du hast einige Leute1 in Sardes, die ihre Gewänder nicht beschmutzt haben, und sie werden mit mir umhergehen2 in weißen [Gewändern], weil sie würdig sind.

  1. W „Namen“
  2. O „leben“

5 Wer überwindet, wird sich in dieser Weise mit weißen Gewändern kleiden, und ich werde seinen Namen gewiss nicht tilgen aus dem Buch des Lebens, ja ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

6 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt!

Sendschreiben an Philadelphia

7 Und an den Boten1 der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Folgendes sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat – der öffnet und keiner wird schließen und der schließt und keiner öffnet:

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20

8 Ich weiß um deine Werke – siehe!, ich habe eine geöffnete Tür vor dich gesetzt1, die keiner schließen kann –, dass du wenig Kraft hast, und doch hast du mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.

  1. W „gegeben“

9 Siehe!, ich will veranlassen, dass von der Synagoge des Satans – derer, die sagen, dass sie selbst Judäer seien, es aber nicht sind, sondern sie lügen – siehe!, … ich werde sie dazu bringen, dass sie kommen und sich niederwerfen werden vor deinen Füßen und erkennen, dass ich dich lieb gewonnen habe.

10 Weil du das Wort vom Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den gesamten Erdkreis kommen soll, um die Bewohner der Erde auf die Probe zu stellen.

11 Ich komme bald! Halte fest, was du hast, damit [dir] niemand deine Krone nimmt.

12 Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er soll gewiss nicht mehr nach draußen gehen, und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabsteigt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.

13 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt!

Sendschreiben an Laodizea

14 Und an den Boten1 der Gemeinde in Laodizea schreibe: Folgendes sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

  1. O „Engel“; Siehe Anm. zu Offb 1,20

15 Ich weiß um deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ich wünschte, du wärst kalt oder heiß!

16 So – weil du lauwarm bist und weder heiß noch kalt – werde ich dich ausspucken aus meinem Mund.

17 Denn du sagst: Ich bin reich und gefüllt und benötige1 nichts, und du weißt nicht, dass du jämmerlich und erbärmlich und arm und blind und nackt bist.

  1. W „habe Bedarf“

18 Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Gewänder, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Nacktheit nicht offenbar wird, und Augensalbe, um deine Augen zu bestreichen, damit du sehen kannst.

19 Alle, die ich lieb habe, überführe und unterweise ich; sei also eifrig und tue Buße!

20 Siehe!, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, dann werde ich hineingehen zu ihm, und ich werde speisen mit ihm, und er mit mir.

21 Wer überwindet, dem werde ich [die Erlaubnis] geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinem Thron gesetzt habe.

22 Wer ein Ohr hat, soll auf das hören, was der Geist den Gemeinden sagt!

Chapter 4

Der Thron Gottes

1 Danach sah ich hin, und siehe!, [da war] eine Tür, die geöffnet war im Himmel, und die erste Stimme, die ich wie eine Posaune mit mir reden gehört hatte, sagte: Steig hier herauf, dann werde ich dir zeigen, was danach geschehen muss!“

2 Prompt war ich im Geist, und siehe!, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß [jemand],

3 und der [dort] saß, [war] vom Aussehen her einem Stein aus Jaspis und Karneol gleich, und ein Regenbogen [war] rings um den Thron, vom Aussehen her einem Smaragd gleich.

4 Und rings um den Thron [standen] vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, bekleidet mit weißen Gewändern, und auf ihren Köpfen [hatten sie] goldene Kronen.

5 Und von dem Thron gehen Blitze und Geräusche1 und Donner aus, und sieben Fackeln2 brennen vor dem Thron (das sind die sieben Geister Gottes),

  1. E „Stimmen“
  2. W „Lampen des Feuers“

6 und vor dem Thron [war es] wie ein gläsernes Meer, Kristall gleich. Und inmitten des Thrones und rings um den Thron [standen] vier Lebewesen, voller Augen vorne und hinten.

7 Und das erste Lebewesen [war] einem Löwen gleich, und das zweite Lebewesen [war] einem jungen Stier gleich, und das dritte Lebewesen hatte das Angesicht wie von einem Menschen, und das vierte Lebewesen [war] einem fliegenden Adler gleich.

8 Und die vier Lebewesen – ‹eines wie das andere1 hat je sechs Flügel – sind ringsum und innen voller Augen, und sie haben Tag und Nacht keine Ruhe und sagen: Heilig, heilig, heilig [ist] der Herr, der allmächtige Gott, / der war und der ist und der kommt.“

  1. W „eines entsprechend dem anderen von ihnen“

9 Und wann immer die Lebewesen Herrlichkeit und Ehre und Dank dem geben, der auf dem Thron sitzt – dem, derfür immer und ewig1 lebt –,

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

10 werden die vierundzwanzig Ältesten vor dem niederfallen, der auf dem Thron sitzt, und sie werden den anbeten, derfür immer und ewig1 lebt, und sie werden ihre Kronen vor den Thron tun und sagen:

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

11 Würdig bist du, unser Herr und Gott, / die Herrlichkeit und die Ehre und die Kraft zu erhalten, / weil du alles geschaffen hast / und es aufgrund deines Willens war und geschaffen wurde.“

Chapter 5

Das Buch mit den sieben Siegeln

1 Dann sah ich in der rechten [Hand] dessen, der auf dem Thron sitzt, ein Buch, beschrieben von innen und hinten [und] versiegelt mit sieben Siegeln.

2 Und ich sah einen mächtigen Engel, der verkündete mit lauter Stimme: „Wer [ist] würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?“

3 Und niemand im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde konnte das Buch öffnen und es anschauen.

4 Und ich fing heftig an zu weinen, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und es anzuschauen.

5 Und einer von den Ältesten sagt zu mir: „Weine nicht! Siehe!, der Löwe aus dem Stamm Juda (die Wurzel Davids) hat gesiegt, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen.“

6 Und ich sah inmitten des Thrones und der vier Lebewesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das hatte sieben Hörner und sieben Augen (das sind die sieben Geister Gottes, die ausgesandt sind über die ganze Erde).

7 Und es kam, und es hat [das Buch] aus der rechten [Hand] dessen erhalten, der auf dem Thron sitzt.

8 Und als es das Buch erhalten hatte, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder, wobei ein jeder eine Harfe hatte und goldene Schalen gefüllt mit Räucherwerk (das sind die Gebete der Heiligen),

9 und sie singen ein neues Lied und sagen: Würdig bist du, das Buch zu erhalten und seine Siegel zu öffnen, / weil du geschlachtet wurdest und [Menschen] für Gott erkauft hast mit deinem Blut, / aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation, /

10 und du hast sie für unseren Gott zu einem Königreich1 und zu Priestern gemacht, / und sie werden über die Erde regieren.“

  1. T* „Königen“

11 Und ich sah hin, und ich hörte die Stimme vieler Engel rings um den Thron und der Lebewesen und der Ältesten, und ihre Zahl betrug1 10.000 mal 10.000 und 1.000 mal 1.000,

  1. E „war“

12 die sagten mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, zu erhalten / Kraft und Reichtum und Weisheit / und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis!“

13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer [ist], und alles, was darin [ist], hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm / [gebührt] der Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht / für immer und ewig1.“

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

14 Und die vier Lebewesen sprachen: „Amen.“ Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.

Chapter 6

Die Öffnung der ersten sechs Siegel

1 Und ich sah hin, als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und ich hörte eines von den vier Lebewesen sagen, wie eine Donnerstimme: „Komm!“

2 Und ich sah hin, und siehe!, [da war] ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus als Sieger, und zwar um zu siegen.

3 Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Lebewesen sagen: „Komm!“

4 Und ein weiteres, ein feuerrotes Pferd zog aus, und dem, der darauf saß, ihm wurde [die Erlaubnis] gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, und dass sie einander abschlachteten, und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.

5 Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Lebewesen sagen: „Komm!“ Und ich sah hin, und siehe!, [da war] ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hielt eine Waage in seiner Hand.

6 Und ich hörte [etwas] wie eine Stimme inmitten der vier Lebewesen sagen: „Eine Tagesration Weizen für den Denar und drei Tagesrationen Gerste für den Denar, aber Öl und Wein darfst du nicht verknappen1!“

  1. E „Schaden zufügen“

7 Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten Lebewesens sagen: „Komm!“

8 Und ich sah hin, und siehe!, [da war] ein bleiches Pferd, und der darauf saß, der [hatte] den Namen Tod“, und der Hades1 folgte mit ihm, und es wurde ihnen Vollmacht gegeben über ein Viertel der Erde, [die Menschen] zu töten durch Schwert und durch Hungersnot und durch Pest2 und mithilfe der Tiere der Erde.

  1. Bezeichnet den Aufenthaltsort der Toten, die auf den Tag ihrer Auferstehung und des Gerichts warten (hebr. „Scheol“)
  2. E „Tod“

9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet waren wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie aufrechterhielten.

10 Und sie schrien mit lauter Stimme und sagten: „Bis wann, du heiliger und wahrhaftiger Herrscher, willst du nicht richten und unser Blut nicht rächen an den Bewohnern der Erde?“

11 Und es wurde ihnen – einem jeden – eine weiße Robe gegeben, und es wurde ihnen gesagt, dass sie sich noch eine kurze Zeit gedulden sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Geschwister1 vollzählig seien, die wie sie getötet würden.

  1. O „Brüder“

12 Und ich sah hin, als es das sechste Siegel öffnete, und es entstand ein großes Beben, und die Sonne wurde schwarz wie Sackleinen aus Haaren1, und der gesamte Mond wurde wie Blut,

  1. Gemeint ist das Trauerkleid, das aus den Haaren einer schwarzen Ziege gemacht wird

13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen [Früchte] abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird,

14 und der Himmel löste sich auf1 wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und jeder Berg und jede Insel wurde von seinem Platz gerückt.

  1. W „wurde aufgetrennt“

15 Und die Könige der Erde und die Hofbeamten und die Hauptleute und die Reichen und die Mächtigen und jeder Sklave und freie [Mensch] verbargen sich in den Höhlen und in den Felsen der Berge,

16 und sie sagen zu den Bergen und den Felsen: „Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes,

17 denn es ist gekommen der große Tag ihres Zornes, und wer kann bestehen?“

Chapter 7

Versiegelt und bewahrt

1 Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Enden der Erde, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind weht über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum.

2 Und ich sah einen weiteren Engel aufsteigen aus Richtung des Sonnenaufgangs, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes, und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen [die Erlaubnis] gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen,

3 und sagte: „Fügt der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir die Knechte unseres Gottes versiegelt haben auf ihrer Stirn.“

4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren: 144.000, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

5 aus dem Stamm Juda 12.000, die versiegelt waren, /aus dem Stamm Ruben 12.000, /aus dem Stamm Gad 12.000, /

6 aus dem Stamm Ascher 12.000, /aus dem Stamm Naftali 12.000, /aus dem Stamm Manasse 12.000, /

7 aus dem Stamm Simeon 12.000, /aus dem Stamm Levi 12.000, /aus dem Stamm Issachar 12.000, /

8 aus dem Stamm Sebulon 12.000, /aus dem Stamm Josef 12.000, /aus dem Stamm Benjamin 12.000, die versiegelt waren.

Menschen aus allen Nationen

9 Danach sah ich hin, und siehe!, [da war] eine große Menschenmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und [allen] Stämmen und Völkern und Sprachen, die stand vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weißen Roben und Palmenzweige in ihren Händen,

10 und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Die Rettung [ist möglich geworden] durch unseren Gott, der auf dem Thron sitzt, und durch das Lamm!“

11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Lebewesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an

12 und sprachen: Amen1, Lobpreis und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre und Kraft und Stärke [gebührt] unserem Gottfür immer und ewig2! Amen.“

  1. „Amen“ (aram.) bekräftigt das zuvor Gesagte
  2. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

13 Und einer von den Ältesten antwortete und sagte zu mir: „Diese [Menschen], die mit den weißen Roben gekleidet sind – wer sind sie und woher sind sie gekommen?“

14 Und ich habe zu ihm gesagt: „Mein Herr, du weißt es.“ Und er sagte zu mir: Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen, / und sie haben ihre Roben gewaschen, / und sie haben sie weiß gemacht mit dem Blut des Lammes. /

15 Deshalb sind sie vor dem Thron Gottes, / und sie dienen ihm bei Tag und bei Nacht in seinem Tempel, / und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen zelten. /

16 Sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten, / noch fällt etwa die Sonne auf sie oder irgendeine Gluthitze, /

17 denn das Lamm mitten auf dem Thron wird sie weiden / und wird sie zu den Quellen des Wassers des Lebens leiten, / und Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen.“

Chapter 8

Die Öffnung des siebten Siegels

1 Und sobald es1 das siebte Siegel öffnete, entstand eine Stille im Himmel, etwa eine halbe Stunde lang.

  1. D.h. das Lamm (vgl. Offb 6,1)

2 Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.

3 Und ein weiterer Engel kam, und er stellte sich vor den Altar und hatte ein goldenes Räucherfass, und es wurde ihm viel Räucherwerk gegeben, um es mit den Gebeten aller Heiligen darzureichen auf dem goldenen Altar vor dem Thron.

4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels empor vor Gott.

5 Da nahm der Engel das Rauchfass, und er füllte es mit dem Feuer des Altars, und er schleuderte es auf die Erde, und es entstanden Donner und Geräusche1 und Blitze und ein Beben.

  1. E „Stimmen“

Die ersten vier Posaunen

6 Und die sieben Engel, die die sieben Posaunen hatten, bereiteten sie vor, [darauf] zu posaunen.

7 Und der erste posaunte: Da entstanden Hagel und Feuer, mit Blut vermengt, und es wurde auf die Erde geschleudert. Und ein Drittel der Erde verbrannte, und ein Drittel der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte.

8 Und der zweite Engel posaunte: Da wurde [etwas] wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ins Meer geschleudert. Und ein Drittel des Meeres wurde zu Blut,

9 und es starb ein Drittel der Geschöpfe im Meer, die Leben1 hatten, und ein Drittel der Schiffe wurde vernichtet.

  1. E „Seelen“

10 Und der dritte Engel posaunte: Da fiel ein großer Stern vom Himmel, der wie eine Fackel brannte, und er fiel auf ein Drittel der Flüsse und auf die Wasserquellen,

11 und der Name des Sterns lautet Wermut“, und ein Drittel der Wasser wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter geworden waren.

12 Und der vierte Engel posaunte: Da wurden ein Drittel der Sonne und ein Drittel des Mondes und ein Drittel der Sterne geschlagen, sodass ein Drittel von ihnen verfinstert wurde, und der Tag schienein Drittel weniger1, und genauso die Nacht.

  1. W „nicht eines seiner Drittel“

13 Und ich sah hin, und ich hörte einen Adler, der in der Himmelsmitte flog, mit lauter Stimme sagen: „Wehe, wehe, wehe den Bewohnern der Erde wegen der übrigen Posaunenstöße von den drei Engeln, die [noch] posaunen sollen!“

Chapter 9

1 Und der fünfte Engel posaunte: Da sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds gegeben,

2 und er öffnete den Schlund des Abgrunds, und es stieg Rauch empor aus dem Schlund, wie Rauch aus einem großen Ofen, und die Sonne und die Luft wurden verfinstert von dem Rauch des Schlundes.

3 Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde, und ihnen wurde Vollmacht gegeben, wie die Skorpione der Erde Vollmacht haben.

4 Und es wurde ihnen gesagt, dass sie weder dem Gras der Erde noch irgendeinem Grün noch irgendeinem Baum Schaden zufügen sollten – lediglich den Menschen, die nicht das Siegel Gottes auf der Stirn haben.

5 Und es wurde ihnen [der Befehl] gegeben, sie nicht zu töten, sondern dass sie gequält werden, fünf Monate lang, und ihre Qual [war] wie die Qual durch einen Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.

6 Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen, aber sie werden ihn gewiss nicht finden, und sie werden sich wünschen zu sterben, aber der Tod flieht vor ihnen.

7 Und die Gestalt der Heuschrecken [war] Pferden gleich, die zum Krieg gerüstet sind, und auf ihren Köpfen [trugen sie] [etwas] wie Kronen, gleich Gold, und ihre Gesichter [waren] wie Gesichter von Menschen,

8 und sie hatten Haare wie Haare von Frauen, und ihre Zähne waren wie [die] von Löwen,

9 und sie hatten Brustpanzer wie eiserne Brustpanzer, und das Rauschen ihrer Flügel [war] wie das Geräusch vieler Pferdewagen, die in einen Krieg rennen,

10 und sie haben Schwänze gleich Skorpionen und Stacheln, und in ihren Schwänzen [liegt] ihre Vollmacht, den Menschen Schaden zuzufügen, fünf Monate lang.

11 Sie haben über sich als König den Engel des Abgrunds, dessen Name auf HebräischAbaddon“ [lautet], und im Griechischen hat er den NamenApollyon“.

12 Das ersteWeheist vergangen; siehe!, es kommen noch zweiWehedanach.

13 Und der sechste Engel posaunte: Da hörte ich eine Stimme von den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott [steht],

14 die sagte zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: „Lasst die vier Engel los, die an den großen Fluss Euphrat gebunden sind!“

15 Da wurden die vier Engel losgelassen, die vorbereitet waren für die Stunde und den Tag und den Monat und das Jahr, ein Drittel der Menschen zu töten.

16 Und die Zahl der berittenen Truppen [war] 20.000 mal 10.000 – ich habe ihre Zahl gehört.

17 Und folgendermaßen sah ich die Pferde in der Vision und die darauf saßen: Sie hatten feuerrote und hyazinthblaue und schwefelgelbe Brustpanzer, und die Köpfe der Pferde [waren] wie Köpfe von Löwen, und aus ihren Mäulern kommen Feuer und Rauch und Schwefel.

18 Von diesen drei Plagen wurde ein Drittel der Menschen getötet, von dem Feuer und dem Rauch und dem Schwefel, die aus ihren Mäulern kamen.

19 Denn die Vollmacht der Pferde liegt1 in ihrem Maul und in ihren Schwänzen, denn ihre Schwänze [sind] Schlangen gleich und haben Köpfe, und mit denen fügen sie Schaden zu.

  1. E „ist“

20 Und die übrigen Menschen, die nicht getötet wurden durch diese Plagen, taten keine Buße von den Werken ihrer Hände, sodass sie die Dämonen und die goldenen und silbernen und bronzenen und steinernen und hölzernen Götzen nicht [länger] anbeten würden, die weder sehen noch hören noch umhergehen können,

21 und sie taten keine Buße von ihren Morden noch von ihren Zaubereien noch von ihrer Unzucht noch von ihren Diebstählen.

Chapter 10

Der Engel und die Schriftrolle

1 Dann sah ich einen weiteren, einen mächtigen Engel aus dem Himmel herabsteigen, gekleidet mit einer Wolke, und der Regenbogen [stand] über seinem Kopf und sein Angesicht [war] wie die Sonne und seine Füße [waren] wie Säulen aus Feuer,

2 und er hatte eine geöffnete Schriftrolle in seiner Hand. Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und den linken auf die Erde,

3 und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er rief, verlauteten1 die sieben Donner ihre Stimmen.

  1. E „redeten“

4 Und als die sieben Donner geredet hatten, gedachte ich [es] aufzuschreiben, aber ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: „Versiegele, was die sieben Donner gesprochen haben, und schreibe es nicht auf!“

5 Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, hob seine rechte Hand zum Himmel,

6 und er schwor bei dem, derfür immer und ewig1 lebt, der den Himmel und was darinnen und die Erde und was darinnen und das Meer und was darinnen geschaffen hat: Es wird nicht länger Zeit sein,

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

7 sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, sobald er posaunen wird, soll auch das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie er es seinen Knechten, den Propheten, angekündigt hat.“

8 Und die Stimme, die ich aus dem Himmel gehört hatte, redete erneut mit mir und sagte: „Geh hin, nimm die Schriftrolle, die geöffnet in der Hand des Engels [liegt], der auf dem Meer und auf der Erde steht!“

9 Und ich ging zu dem Engel und bat1 ihn, mir die Schriftrolle zu geben. Und er sagt zu mir: „Nimm und iss sie auf! Sie wird deinen Magen bitter machen, doch in deinem Mund wird sie süß sein wie Honig.“

  1. E „sagte“

10 Da nahm ich die Schriftrolle aus der Hand des Engels, und ich sie auf, und sie war in meinem Mund wie süßer Honig, und als ich sie gegessen hatte, wurde mein Magen bitter.

11 Und sie sagen zu mir: „Du musst erneut weissagen über Völker und Nationen und Sprachen und viele Könige!“

Chapter 11

Die zwei Zeugen

1 Da wurde mir ein Schilfrohr gegeben, einem Stab gleich, und gesagt: „Steh auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und diejenigen, die darin anbeten.

2 Aber den Hof außerhalb des Tempels lass1 außen vor und miss ihn nicht, weil er den [heidnischen] Völkern preisgegeben wurde und sie die heilige Stadt zertreten werden, zweiundvierzig Monate lang.

  1. W „wirf hinaus“

3 Und ich werde meinen beiden Zeugen [einen Auftrag] geben, und sie werden zwölfhundert Tage lang weissagen, mit Sackleinen bekleidet.“

4 Sie sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.

5 Und wenn ihnen jemand Schaden zufügen will, dann geht Feuer aus ihrem Mund aus und verzehrt ihre Feinde; und wenn ihnen jemand Schaden zufügen will, dann muss er auf diese Weise getötet werden.

6 Sie haben die Vollmacht, den Himmel zu schließen, damit es für die Dauer1 ihrer Weissagung nicht regnet2, und sie haben Vollmacht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde mit jeglicher Plage zu schlagen, so oft auch immer sie wollen.

  1. W „Tage“
  2. W „Regen regnet“

7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, gegen sie Krieg führen1, und es wird sie besiegen, und es wird sie töten.

  1. E „machen“

8 Und ihre Leiche [wird zur Schau gestellt] auf der Hauptstraße der großen Stadt, welche geistlichSodomundÄgyptengenannt wird [und] wo auch ihr Herr gekreuzigt worden ist.

9 Und es sehen [die Menschen] aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen ihre Leichen dreieinhalb Tage lang, und sie lassen nicht zu, dass ihre Leichen in ein Grab gelegt werden.

10 Und die Bewohner der Erde freuen sich über sie, und sie feiern, und sie werden einander Geschenke schicken, weil diese zwei Propheten die Bewohner der Erde gequält hatten.

11 Aber nach den dreieinhalb Tagen kam der Geist des Lebens aus Gott in sie, und sie stellten sich auf ihre Füße, und große Furcht fiel auf diejenigen, die sie sahen.

12 Und sie hörten eine laute Stimme aus dem Himmel, die sagte zu ihnen: „Steigt hier herauf!“ Da stiegen sie mit1 der Wolke zum Himmel hinauf, und ihre Feinde sahen sie.

  1. O „in“

13 Und in jener Stunde geschah ein großes Beben, und ein Zehntel der Stadt stürzte ein, und durch das Beben wurden die Namen von 7.000 Menschen ausgelöscht1, und die übrigen wurden ehrfürchtig, und sie gaben dem Gott des Himmels Ehre.

  1. E „getötet“

14 Das zweiteWeheist vergangen; siehe!, das dritteWehekommt bald1.

  1. O „schnell“

Die siebte Posaune

15 Und der siebte Engel posaunte; da entstanden laute Stimmen im Himmel, die sagten: Das Reich der Welt wurde [zum Reich] unseres Herrn / und seines Gesalbten1, / und er wird regierenfür immer und ewig2!“

  1. Gr. christos
  2. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

16 Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihr Angesicht1, und sie beteten Gott an

  1. E „Angesichter“

17 und sagten: Wir danken dir, Herr, du allmächtiger Gott, / der ist und der war, / weil du deine große Kraft genommen hast / und König geworden bist. /

18 Und die Nationen erzürnten, / und dein Zorn ist gekommen / und die Zeit der Toten, gerichtet zu werden, / und deinen Knechten den Lohn zu geben, den Propheten / und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, / den Kleinen und den Großen, / und die zu zerstören, die die Erde zerstören.“

19 Da wurde Gottes Tempel geöffnet, der im Himmel [ist], und seine Bundeslade erschien in seinem Tempel, und es entstanden Blitze und Geräusche1 und Donner und ein Beben und ein großer Hagel.

  1. E „Stimmen“

Chapter 12

Die Frau und der Drache

1 Und ein großes Zeichen erschien am Himmel: eine Frau, bekleidet mit der Sonne, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Kopf ein Kranz von zwölf Sternen,

2 und sieist schwanger1; und sie schreit, da sie Geburtswehen hat und gequält wird, um zu entbinden.

  1. I „hat (etwas) im Bauch“

3 Und es erschien ein weiteres Zeichen im Himmel, und siehe!, ein riesiger, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Diademe,

4 und sein Schwanz fegt ein Drittel der Sterne des Himmels weg, und er schleuderte sie auf die Erde. Und der Drache steht vor der Frau, die entbinden sollte, um ihr Kind zu verschlingen, sobald sie es zur Welt gebracht hatte.

5 Und sie brachte einen Sohn zur Welt, einen Knaben, der soll alle Völker weiden mit eisernem Stab. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron.

6 Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, der von Gott vorbereitet war, damit man sie dort ernährte, 1.260 Tage lang.

Satan wird auf die Erde geworfen

7 Und es kam zu einem Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache und seine Engel kämpften,

8 aber er war nicht imstande [zu siegen], und ihr Ort wurde nicht mehr gefunden im Himmel.

9 Und der große Drache wurde geschleudert – die alte Schlange, dieTeufeloder auchder Satangenannt wird und die den gesamten Erdkreis verführt – er wurde auf die Erde geschleudert, und seine Engel wurden mit ihm [auf die Erde] geschleudert.

10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel, die sagte: Jetzt ist gekommen1 das Heil und die Kraft / und das Reich unseres Gottes / und die Vollmacht seines Gesalbten2, / weil der Ankläger unserer Geschwister3, / der sie angeklagt hat vor unserem Gott bei Tag und bei Nacht, [auf die Erde] geschleudert wurde. /

  1. O „geschehen“
  2. Gr. christos
  3. O „Brüder“

11 Und sie haben ihn besiegt aufgrund des Blutes des Lammes / und aufgrund des Wortes ihres Zeugnisses, / und sie haben ihr Leben1 nicht geliebt bis zum Tod. /

  1. E „ihre Seele“

12 Deshalb feiert, ihr Himmel / und die ihr darin zeltet! / Wehe der Erde und dem Meer, / weil der Teufel zu euch herabgestiegen ist / und große Wut hat, / da er weiß, dass er [nur noch] kurze Zeit hat.“

13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geschleudert worden war, verfolgte er die Frau, welche den Knaben zur Welt gebracht hatte.

14 Da wurden der Frau die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Einöde fliegt, zu ihrem Ort, wo sie eine Zeit und [zwei] Zeiten und eine halbe Zeit ernährt wird, fern vom Angesicht der Schlange.

15 Und die Schlange schleuderte Wasser aus ihrem Rachen der Frau hinterher wie einen Fluss, um sie fortzuspülen1.

  1. W „von einem Fluss (weg)getragen zu machen“

16 Aber die Erde half der Frau, und die Erde öffnete ihren Rachen, und sie verschlang den Fluss, den der Drache aus seinem Rachen geschleudert hatte.

17 Da wurde der Drache wütend auf die Frau, und er ging los, um Krieg zu führen gegen die Übrigen ihrer Nachkommenschaft1, die die Gebote Gottes bewahren und das Zeugnis von Jesus aufrechterhalten.

  1. E „ihrem Samen“

18 Und er stand auf dem Sand des Meeres.

Chapter 13

Das erste Tier

1 Dann sah ich aus dem Meer ein Tier heraufsteigen, das hatte zehn Hörner und sieben Köpfe und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf seinen Köpfen lästerliche Namen1.

  1. W „Namen der Lästerung“

2 Und das Tier, das ich sah, war einem Panther gleich und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.

3 Und [ich sah] einen von seinen Köpfen wie zum Tod geschlachtet, aber seine tödliche Wunde1 wurde geheilt. Und die gesamte Erde wunderte sich über das Tier,

  1. W „die Plage seines Todes“

4 und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sagten: „Wer [ist] dem Tier gleich, und wer kann gegen ihn kämpfen?“

5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, um Anmaßungen1 und Lästerungen auszusprechen, und ihm wurde Vollmacht gegeben, zweiundvierzig Monate lang zu tun.

  1. E „große (Dinge)“

6 Und es öffnete sein Maul zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und sein Zelt – diejenigen, die im Himmel beheimatet sind1 – zu lästern.

  1. W „zelten“

7 Und es wurde ihm [die Erlaubnis] gegeben, Krieg zu führen gegen die Heiligen und sie zu besiegen, und ihm wurde Vollmacht gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen1.

  1. W „jeden Stamm und (jedes) Volk und (jede) Sprache und (jede) Nation“

8 Und alle Bewohner der Erde, deren1 Name seit Grundlegung der Welt nicht geschrieben steht in dem Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet ist, werden ihn2 anbeten.

  1. W „dessen“
  2. D.h. das Tier; es steht also für eine Person

9 Wenn jemand ein Ohr hat, dann soll er hören!

10 Wenn jemand zur Gefangenschaft [bestimmt ist], dann geht er in Gefangenschaft; wenn jemand mit einem Schwert getötet werden soll, dann [ist es seine Bestimmung], dass er mit einem Schwert getötet wird. Hier zeigen sich1 die Standhaftigkeit und die Treue2 der Heiligen.

  1. W „sind“
  2. O „der Glauben“

Das zweite Tier

11 Dann sah ich ein weiteres Tier heraufsteigen aus der Erde, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und es redete wie der Drache.

12 Und die ganze Vollmacht des ersten Tieres übt es aus vor dessen Augen, und es macht die Erde und ihre Bewohner [so gefügig], dass sie das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde1 geheilt wurde.

  1. W „Plage seines Todes“

13 Und es tut große Zeichen, dass es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabkommen lässt1 vor den Augen der Menschen,

  1. W „macht“

14 und es verführt die Bewohner der Erde aufgrund der Zeichen, die ihm vor den Augen des Tieres zu vollbringen erlaubt1 wurden, indem es die Bewohner der Erde überredet2, ein Standbild anzufertigen für das Tier, der3 die Wunde4 des Schwertes hat und lebendig geworden ist.

  1. E „gegeben“
  2. E „sagt“
  3. Siehe Anm. zu V. 8
  4. W „Plage“

15 Und es wurde ihm [die Erlaubnis] gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu geben, sodass das Bild des Tieres sogar redete und machte, dass alle getötet werden, die das Bild des Tieres nicht anbeten.

16 Und es machte alle [so gefügig], die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, dass man ihnen ein Kennzeichen gibt auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn,

17 und dass niemand1 [etwas] kaufen oder verkaufen kann, außer wer das Kennzeichen hat: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

  1. W „nicht jemand“

18 Hier zeigt sich1 die Weisheit! Wer Verstand hat, soll die Zahl des Tieres berechnen, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl [ist] 666!

  1. W „ist“

Chapter 14

Das Lamm und die 144.000

1 Dann sah ich hin, und siehe!, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm 144.000 [Gläubige], die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben hatten.

2 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Grollen eines lauten Donners, und die Stimme, die ich hörte, [war] wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen1.

  1. W „die mit ihren Harfen Harfe spielen“

3 Und sie singen [etwas] wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Lebewesen und den Ältesten, aber niemand konnte das Lied lernen, außer den 144.000, die von der Erde erkauft sind.

4 Sie sind es, die sich mit Frauen nicht beschmutzt haben, denn sie sind Jungfrauen;1 sie [sind es], die dem Lamm folgen, wo auch immer es hingeht; sie wurden erkauft aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm.

  1. Diese Aussage ist im übertragenen Sinn zu verstehen: das Volk Gottes wird im AT und NT als Jungfrau bezeichnet, die sich auf die Vermählung mit Gott als Ehemann vorbereitet und sich von jeglicher Versuchung fernhalten soll (vgl. 2Kor 11,2; Mounce, 266ff.)

5 Und in ihrem Mund wurde keine Lüge gefunden; sie sind ohne Makel.

Die Botschaft der drei Engel

6 Dann sah ich einen weiteren Engel in der Himmelsmitte fliegen, der hatte eine ewige, gute Nachricht denen zu verkünden, die auf der Erde ansässig waren, und zwar jeder Nation und Stamm und Sprache und Volk,

7 und [der Engel] sagte mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre, weil die Stunde seines Gerichts gekommen ist, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!“

8 Und ein weiterer, ein zweiter Engel folgte und sagte: Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das allen Völkern vom Wein ihrer leidenschaftlichen Unzucht1 zu trinken gegeben hat.“

  1. W „der Leidenschaft ihrer Unzucht“

9 Und ein weiterer, ein dritter Engel folgte ihnen und sagte mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Standbild anbetet und er ein Kennzeichen erhält auf seine Stirn oder auf seine Hand,

10 dann wird auch er vom Wein der Wut Gottes trinken, der unvermischt im Becher seines Zorns angerichtet1 ist, und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes.

  1. W „gemischt“

11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auffür immer und ewig1, und sie haben keine Ruhe bei Tag und bei Nacht – diejenigen, die das Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Kennzeichen seines Namens erhält.

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

12 Hier ist die Standhaftigkeit der Heiligen [erforderlich], die die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“

13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: „Schreibe: Beglückwünschenswert [sind] die Toten, die im Herrn sterben von jetzt an.‘“ „Ja“, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen, denn ihre Werke folgen ihnen.“

Die Ernte der Erde

14 Dann sah ich hin, und siehe!, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß [einer] gleich einem Menschensohn, der hatte auf seinem Kopf eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.

15 Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte, weil die Stunde gekommen ist, um zu ernten, weil die Ernte der Erde fällig1 ist.“

  1. W „verdorrt“

16 Und der auf der Wolke saß, schleuderte seine Sichel über die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

17 Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel im Himmel, und auch der hatte eine scharfe Sichel.

18 Und ein weiterer Engel kam von dem Altar, der hatte Vollmacht über das Feuer, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sagte: „Schicke deine scharfe Sichel und schneide die Trauben vom Weinstock der Erde, weil seine Beeren reif geworden sind!“

19 Und der Engel schleuderte seine Sichel über die Erde, und er schnitt den Weinstock der Erde, und er warf [die Trauben] in die große Kelter der Wut Gottes.

20 Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und es kam Blut aus der Kelter hervor, bis an die Zügel der Pferde, 1.600 Stadien1 weit.

  1. Entspricht knapp 300km

Chapter 15

Sieben Engel mit sieben Plagen

1 Dann sah ich ein weiteres Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: Sieben Engel, die sieben Plagen hatten – die letzten, weil durch sie1 die Wut Gottes vollendet wurde.

  1. D.h. die Plagen

2 Und ich sah [etwas] wie ein gläsernes Meer, vermengt mit Feuer, und [ich sah] diejenigen, die das Tier und sein Standbild und die Zahl seines Namens überwunden haben1, auf dem gläsernen Meer stehen und die Harfen Gottes halten.

  1. Die ungewöhnliche gr. Konstrunktion mit Präposition Gr. ek (von) deutet möglicherweise darauf hin, dass nur überwindet, wer sich fernhält

3 Und sie singen das Lied von Mose, dem Knecht Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Groß und wunderbar [sind] deine Werke, / Herr, du allmächtiger Gott! / Gerecht und wahrhaftig [sind] deine Wege, / du König der Völker! /

4 Wer sollte [dich] nicht fürchten, Herr, / und deinen Namen nicht verherrlichen? / Denn [du bist] allein heilig, / denn alle Völker werden kommen, / und sie werden vor dir anbeten, / weil deine gerechten Taten offenbar geworden sind.“

5 Und danach sah ich hin, und es wurde der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel geöffnet.

6 Und die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel hervor, bekleidet mit reinem, hellem Leinen und die Brust umgürtet mit goldenen Gürteln.

7 Und eines von den vier Lebewesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, gefüllt mit der Wut Gottes, derfür immer und ewig1 lebt.

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

8 Da füllte sich der Tempel mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft, und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.

Chapter 16

Die sieben Schalen

1 Dann hörte ich eine laute Stimme aus dem Tempel, die zu den sieben Engeln sagte: „Geht hin und gießt aus die sieben Schalen der Wut Gottes über die Erde!“

2 Und der erste ging und goss seine Schale aus über die Erde, und es entstand ein schlimmes und bösartiges Geschwür an den Menschen, die das Kennzeichen des Tieres hatten und die sein Standbild anbeteten.

3 Und der zweite goss seine Schale aus über das Meer, und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und jedes lebendige Wesen1 starb – [alles], was im Meer [war].

  1. W „Seele/Wesen des Lebens“

4 Und der dritte goss seine Schale aus über die Flüsse und die Wasserquellen, und es1 wurde zu Blut.

  1. D.h. das Wasser

5 Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: Gerecht bist du, der ist und der war, du Heiliger, / dass du so gerichtet hast, /

6 weil sie das Blut von Heiligen und Propheten vergossen haben, / und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, / siehaben es verdient1.“

  1. W „sind würdig“

7 Und ich hörte den Altar1 sagen: Ja, Herr, du allmächtiger Gott, / wahrhaftig und gerecht [sind] deine Urteile.“

  1. Gemeint ist wohl eine Stimme aus Richtung des Altars (vgl. V. 17)

8 Und der vierte goss seine Schale aus über die Sonne, und es wurde ihr [die Erlaubnis] gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen.

9 Da wurden die Menschen mit großer Hitze versengt, und sie lästerten den Namen Gottes, der die Vollmacht hat über diese Plagen, und sie taten nicht Buße, um ihm Ehre1 zu geben.

  1. E „Herrlichkeit“

10 Und der fünfte goss seine Schale aus über den Thron des Tieres, und sein Reich wurde verfinstert, und sie zerbissen sich ihre Zungen wegen des Schmerzes,

11 und sie lästerten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre, aber sie taten nicht Buße von ihren Werken.

12 Und der sechste goss seine Schale aus über den großen Fluss Euphrat, und sein Wasser trocknete aus, sodass der Weg der Könige, die aus Richtung des Sonnenaufgangs [kommen], bereitet wurde.

13 Und ich sah aus dem Maul des Drachens und aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister [kommen], wie Frösche;

14 denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun [und] die hinausgehen zu den Königen des gesamten Erdkreises, um sie zu versammeln zum Krieg an dem großen Tag des allmächtigen Gottes. –

15 Siehe!, ich komme wie ein Dieb. Beglückwünschenswert [ist], wer wacht und seine Gewänder bewahrt, damit er nicht nackt umhergeht und man seine Blöße sieht!“ –

16 Und er versammelte sie an den Ort, der auf HebräischHarmagedon1genannt wird.

  1. B „Gebirge von Megiddo“

17 Und der siebte goss seine Schale aus über die Luft, und es kam eine laute Stimme aus dem Tempel vom Thron her, die sagte: „Es ist geschehen!“

18 Und es entstanden Blitze und Geräusche1 und Donner, und es geschah ein großes Beben, wie es nicht geschehen ist, seitdem es den Menschen auf der Erde gibt, ein derart gewaltiges [und] so großes Beben.

  1. E „Stimmen“

19 Und die große Stadt wurde zu drei Teilen, und die Städte der Völker fielen. Und das große Babylon1 wurde vor Gott in Erinnerung gebracht, um ihr den Becher mit dem Wein seines leidenschaftlichen Zorns2 zu geben.

  1. Gemeint ist möglicherweise Rom
  2. W „der Wut/Leidenschaft seines Zornes“

20 Und jede Insel verschwand1, und Berge fand man nicht [mehr].

  1. E „floh“

21 Und ein großer Hagel, [so schwer] wie Talente1, ging vom Himmel nieder auf die Menschen, und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, weil seine Plage äußerst groß war.

  1. Entspricht etwa 40kg

Chapter 17

Babylon und das Tier

1 Dann kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, und er redete mit mir und sagte: „Komm, ich werde dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt

2 [und] mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben, und die Bewohner der Erde wurden betrunken vom Wein ihrer Unzucht.“

3 Dann brachte er mich im1 Geist fort in eine Wüste. Und ich sah eine Frau sitzen auf einem scharlachroten Tier, das war voller lästerlicher Namen2 [und] hatte sieben Köpfe und zehn Hörner.

  1. O „durch den“
  2. W „Namen der Lästerung“

4 Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und kostbarem Stein und Perlen, hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, der gefüllt war mit Gräueltaten und den unreinen [Dingen] ihrer Unzucht,

5 und auf ihrer Stirn stand ein Name geschrieben, ein Geheimnis: das große Babylon, die Mutter der Huren und der Gräueltaten der Erde.

6 Und ich sah, dass die Frau betrunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen für Jesus. Und ich war äußerst1 verwundert, als ich sie sah.

  1. F „mit großer Verwunderung verwundert“

7 Da sagte der Engel zu mir: „Weshalb bist du verwundert? Ich werde dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt [und] das die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat.

8 Das Tier, das du gesehen hast, war [einmal] und ist nicht [mehr], aber es steht im Begriff, heraufsteigen aus dem Abgrund und ins Verderben zu gehen, und die Bewohner der Erde, deren Name seit Grundlegung der Welt nicht im Buch des Lebens geschrieben steht, werden sich wundern, wenn sie das Tier sehen, weil es [einmal] war und nicht [mehr] ist, aber [wieder] sein wird.

9 Hier [zeigt sich] der Verstand, der Weisheit besitzt: Die sieben Köpfe sind sieben Hügel, auf denen die Frau sitzt1. Und es sind sieben Könige:

  1. W „wo die Frau auf ihnen sitzt“

10 Fünf sind gefallen, einer ist da, der andere ist noch nicht gekommen, aber wann immer er kommt, darf er [nur] kurz bleiben.

11 Und das Tier, das [einmal] war und nicht [mehr] ist, ist selbst1 noch ein achter, und er stammt2 aus den sieben, und er geht ins Verderben.

  1. im Gr. das mask. Pronomen; das Tier steht also für eine Person
  2. E „ist“

12 Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, welche [ihre] Königsherrschaft noch nicht erhalten haben, doch sie erhalten Vollmacht als Könige für eine einzige Stunde, mit dem Tier.

13 Sie haben einen einzigen Gedanken, und ihre Kraft und Vollmacht geben sie dem Tier.

14 Sie werden gegen das Lamm kämpfen, aber das Lamm wird sie besiegen, weil es Herr der Herren ist und König der Könige, undseine Leute1 [sind] berufen und erwählt und treu2.

  1. W „die mit/bei ihm“
  2. O „gläubig“

15 Und er sagt zu mir: „Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure saß, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen.

16 Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier … diese werden die Hure hassen und werden sieverwüsten und ausplündern1, und sie werden ihr Fleisch essen und werden sie verbrennen im Feuer.

  1. W „verwüstet machen und nackt“

17 Denn Gott hat es in ihre Herzen gegeben, seine Entscheidung umzusetzen und einmütig1 zu handeln und ihre Königsherrschaft dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollendet sein werden.

  1. W „(gemäß) einer einzigen Gesinnung“

18 Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Königsherrschaft innehat über die Könige der Erde.“

Chapter 18

Der Fall Babylons

1 Danach sah ich einen weiteren Engel vom Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.

2 Und er rief mit mächtiger Stimme und sagte: Gefallen, gefallen ist Babylon1, die große [Stadt], und es ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Unterschlupf für jeden unreinen Geist und ein Unterschlupf für jeden unreinen Vogel und ein Unterschlupf für jedes unreine und verhasste Tier,

  1. Gemeint ist sehr wahrscheinlich die Hauptstadt Rom

3 denn von dem Wein der Leidenschaft ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken und die Könige der Erde haben Unzucht mit ihr getrieben und die Kaufleute der Erde haben sich an ihrem1 verschwenderischen Wohlstand2 bereichert.“

  1. D.h. der Stadt Babylon
  2. W „an der Kraft ihres Wohlstandes“

4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sagte: Kommt aus ihr heraus, mein Volk, damit ihr euch nicht beteiligt an ihren Sünden, und aus ihren Plagen, damit ihr sie nicht abbekommt;

5 denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft1 bis zum Himmel und Gott hat ihre Verbrechen erinnert.

  1. W „angehangen“

6 Vergeltet ihr1, wie auch sie vergolten hat, undzahlt das Doppelte heim2 nach ihren Werken! In dem Becher, den sie gemischt hat, mischt ihr doppelt!

  1. D.h. der Stadt Babylon
  2. F „verdoppelt die doppelten (Dinge)“

7 In dem Maß, wie sie sich verherrlicht und geschwelgt hat, so viel Qual und Leid gebt ihr! Denn sie sagt in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe, und Leid sehe ich bestimmt keines.‘

8 Deshalb werden ihre Plagen an einem einzigen Tag kommen – Tod und Leid und Hunger – und sie wird mit Feuer verbrannt werden, weil Gott, der sie richtet, ein starker Herr [ist].“

9 Die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben und geschwelgt haben, werden über sie weinen und wehklagen, sobald sie den Rauch ihres Brandes sehen,

10 weit weg bleiben sie stehen aus Angst vor ihrer Qual und sagen: Wehe, wehe, du große Stadt, / Babylon, du mächtige Stadt, / weil dein Gericht in einem einzigen Moment1 gekommen ist!“

  1. W „in einer einzigen Stunde“; so auch Vv. 17.19

11 Auch die Kaufleute der Erde weinen und trauern über sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft –

12 Ware aus Gold und Silber und wertvollem Gestein und Perlen und Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und jeglichem wohlriechenden Holz und jegliches Gefäß aus Elfenbein und jegliches Gefäß aus wertvollstem Holz und Bronze und Eisen und Marmor,

13 auch Zimt und Balsam und Räucherwerk und Duftöl und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und Rinder und Schafe, außerdem Pferde und Wagen und Leibeigene1 sowie Menschenleben.

  1. W „Körper“

14 Sogar das Obst, ‹das deine Seele begehrt1, ist dir abhandengekommen, / und alles Prächtige und Glänzende ist dir verloren gegangen, / und man wird es nie mehr finden.“

  1. W „dein Obst der Begierde der Seele“

15 Die Kaufleute dieser [Dinge], die sich an ihr bereichert haben, werden weit weg stehen aus Angst vor ihrer Qual und werden weinen und trauern,

16 wobei sie sagen: Wehe, wehe, du große Stadt, die du mit Leinen und Purpur und Scharlach gekleidet und mit Gold und wertvollem Gestein und Perlen veredelt1 bist –

  1. W „vergoldet“

17 in einem einzigen Moment wurde so großer Reichtum verwüstet!“ Und jeder Kapitän und jeder Schiffsreisender1 und die Matrosen und alle, die das Meer bearbeiten, standen weit weg.

  1. W „der zu dem Ort segelt“

18 Und sie begannen zu schreien, da sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sagten: „Wer [war] der großen Stadt gleich?“

19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter, und sie schrien und weinten und trauerten, indem sie sagten: Wehe, wehe, die große Stadt, in der sich alle an ihrer Kostbarkeit bereichert haben, die Boote auf dem Meer haben – sie wurde in einem einzigen Moment verwüstet.

20 Sei fröhlich über sie, du Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten, weil Gott euer Urteil an ihr vollstreckt hat.“

21 Und ein einziger, mächtiger Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, und er warf ihn ins Meer und sagte: So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht niedergeworfen werden, / und sie soll nie mehr gefunden werden. /

22 Und der Klang der Harfenspieler und Musiker und Flötenspieler und Posaunenspieler / soll nie mehr werden wird in dir, / und kein Künstler irgendeines Handwerks / soll mehr gefunden werden in dir, / und das Geräusch des Mühlsteins / soll nie mehr gehört werden in dir, /

23 und das Licht einer Lampe / soll nie mehr scheinen in dir, / und die Stimme von Bräutigam und Braut / soll nie mehr gehört werden in dir; / denn deine Kaufleute waren die Großartigen der Erde / [und] durch deine Zauberei sind alle Völker verführt worden; /

24 und in ihr fand man das Blut von Propheten und Heiligen / und all derer, die umgebracht worden sind auf der Erde.“

Chapter 19

Große Freude im Himmel

1 Danach hörte ich [etwas] wie die laute Stimme einer großen Menge im Himmel, die sagten: Halleluja! / Das Heil und die Herrlichkeit und die Kraft unseres Gottes, /

2 weil seine Urteile wahrhaftig und gerecht [sind]. / Denn er hat die große Hure gerichtet, / welche die Erde mit ihrer Unzucht verdorben hat, / und er hat das Blut seiner Knechte gerächt, ‹das an ihrer Hand klebt1.“

  1. W „von ihrer Hand“; die Bedeutung dieses Ausdrucks erschließt sich wohl aus 2Kön 9,7 und Ps 79,10 (vgl. Beale, 928f.)

3 Und ein zweites [Mal] haben sie gesagt: Halleluja!, und ihr Rauch steigt auffür immer und ewig1.“

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

4 Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Lebewesen fielen nieder, und sie beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja!“

5 Und eine Stimme kam vom Thron her, die sagte: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen!“

Das Hochzeitsmahl des Lammes

6 Und ich hörte [etwas] wie das Raunen einer großen Menschenmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Grollen mächtiger Donner, die sagen: Halleluja! Denn der Herr, unser allmächtiger Gott, hat [seine] Herrschaft angetreten.

7 Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre1 geben, weil die Hochzeit des Lammes gekommen ist und seine [zukünftige] Frau sich bereit gemacht hat.

  1. E „Herrlichkeit“

8 Und es wurde ihr [die Erlaubnis] gegeben, helles, reines Leinen anzuziehen, denn das Leinen sind die gerechten Taten der Heiligen.“

9 Und er sagt zu mir: „Schreibe: Beglückwünschenswert [sind], die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.“ Und er sagt zu mir: „Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.“

10 Da fiel ich vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Aber er sagt zu mir: „Sieh [mich] nicht an! Ein Mitknecht bin ich von dir und deinen Geschwistern1, die das Zeugnis von Jesus haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis von Jesus ist der Geist der Weissagung.“

  1. O „Brüdern“

Der Reiter auf dem weißen Pferd

11 Dann sah ich den Himmel offen stehen, und siehe!, ein weißes Pferd, und der darauf sitzt, [wird] treu und wahrhaftig genannt, und mit Gerechtigkeit richtet er und kämpft er.

12 Aber seine Augen [sind] wie eine Feuerflamme und auf seinem Kopf [trägt er] viele Diademe; er hat einen Namen, der [ihm] zugeschrieben ist, den niemand kennt außer ihm,

13 und er ist mit einem Gewand bekleidet, das in Blut getunkt ist, und sein Name lautet1: das Wort Gottes.

  1. E „ist gerufen“

14 Und die Heere im Himmel folgten ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit weißem, reinen Leinen.

15 Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, um damit die Völker zu schlagen, und er wird sie weiden mit eisernen Stab, und er tritt die Kelter des Weines des leidenschaftlichen Zornes1 des allmächtigen Gottes,

  1. W „der Wut/Leidenschaft des Zornes“

16 auch auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte hat er einen Namen, der [ihm] zugeschrieben ist: König der Könige und Herr der Herren.

17 Dann sah ich einen einzigen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die in der Himmelsmitte flogen: „Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes,

18 um das Fleisch von Königen zu fressen und das Fleisch von Hauptleuten und das Fleisch von Helden und das Fleisch von Pferden und denen, die auf ihnen sitzen, und das Fleisch von allen, sowohl von freien [Menschen] als auch von Sklaven, sowohl von Kleinen als auch von Großen.“

19 Und ich sah, dass sich das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelten hatten, um Krieg zu führen gegen den, der auf dem Pferd sitzt, und gegen sein Heer.

20 Und das Tier wurde festgenommen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm getan hatte, mit denen er die verführt hat, die das Kennzeichen des Tieres erhalten und sein Standbild angebetet haben; lebendig wurden die beiden in den See aus Feuer geschleudert, der mit Schwefel brennt.

21 Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, durch das [Schwert], das aus seinem Mund hervorging, und alle Vögel wurden satt von deren Fleisch.

Chapter 20

Das Tausendjährige Reich

1 Dann sah ich einen Engel vom Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrunds und eine große Kette in seiner Hand.

2 Und er packte den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und er band ihn für 1.000 Jahre,

3 und er warf ihn in den Abgrund, und er schloss zu, und er setzte ein Siegel über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführt, bis die 1.000 Jahre vollendet sind. Danach muss er für kurze Zeit losgelassen werden.

4 Dann sah ich Throne, und sie1 nahmen darauf Platz, und das Gericht wurde ihnen gegeben, und die Seelen derer, die enthauptet worden waren wegen des Zeugnisses von Jesus und wegen des Wortes Gottes und welche weder das Tier noch sein Bild angebetet hatten und nicht das Kennzeichen erhalten hatten auf ihre Stirn und auf ihre Hand. Und sie wurden lebendig, und sie regierten mit Christus für 1.000 Jahre.

  1. Wer genau auf diesen Thronen Platz nimmt, bleibt unklar; es könnten die 24 Ältesten aus Offb 4-5 sein

5 Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die 1.000 Jahre vollendet waren. Dies [ist] die erste Auferstehung.

6 Beglückwünschenswert und heilig [ist], wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über sie hat der zweite Tod keine Vollmacht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein, und sie werden die 1.000 Jahre mit ihm regieren.

Die endgültige Niederlage Satans

7 Und sobald die 1.000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden,

8 und er wird ausziehen, um die Völker zu verführen, die an den vier Enden der Erde [sind], den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl [ist] wie der Sand des Meeres.

9 Und sie stiegen hinauf auf die Breite der Erde, und sie umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt, aber es kam Feuer vom Himmel herab und verschlang sie.

10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den See aus Feuer und Schwefel geschleudert, wo auch das Tier und der falsche Prophet [sind], und sie werden Tag und Nacht gequält werden, ‹für immer und ewig1.

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

Gericht vor dem weißen Thron

11 Dann sah ich einen großen, weißen Thron und den, der darauf sitzt. Vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Ort für sie gefunden.

12 Dann sah ich die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen. Und Bücher wurden geöffnet, und ein weiteres Buch wurde geöffnet, nämlich1 [das Buch] des Lebens; und die Toten wurden aufgrund dessen gerichtet, was in den Büchern geschrieben stand, nach ihren Werken.

  1. W „das ist“

13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin [waren], und Tod und Hades1 gaben die Toten heraus, die darin [waren], und sie wurden ein jeder gerichtet nach ihren Werken.

  1. Bezeichnet den Aufenthaltsort der Toten, die auf den Tag ihrer Auferstehung und des Gerichts warten (hebr. „Scheol“)

14 Und Tod und Hades wurden in den See aus Feuer geworfen. Dies ist der zweite Tod, der See aus Feuer.

15 Und wenn jemand nicht in dem Buch des Lebens geschrieben gefunden wurde, dann wurde er in den See aus Feuer geworfen.

Chapter 21

Ein neuer Himmel und eine neue Erde

1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.

2 Und die heilige Stadt – das neue Jerusalem – sah ich aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine Braut, die für ihren Ehemann geschmückt ist.

3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron1 sagen: Siehe!, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen zelten, und sie werden seine Völker2 sein und er wird Gott mit ihnen3sein, als ihr Gott.

  1. T* „Himmel“
  2. T* „Volk“
  3. D.h. „Immanuel“ (vgl. Mt 2,23); O „Gott selbst wird mit ihnen“

4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und den Tod wird es nicht mehr geben; weder Leid noch Klage noch Schmerz wird es mehr geben, weil das Erste vergangen ist.“

5 Und der auf dem Thron sitzt, sprach: „Siehe!, ich mache alles neu.“ Und er sagt: „Schreibe, weil1 diese Worte zuverlässig und wahrhaftig sind.“

  1. O „dass“

6 Und er sagte zu mir: „Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega1, der Anfang und das Ende2. Ich werde dem, der Durst hat, umsonst geben aus der Quelle des Wassers des Lebens.

  1. D.h. der erste und letzte Buchstabe des gr. Alphabets
  2. O „der Ursprung und das Ziel“

7 Wer überwindet, wird diese [Dinge] erben, und ich werde Gott für ihn sein, und er wird ein Sohn für mich sein.

8 Aber den Feiglingen und Treulosen und Widerwärtigen und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern … ihr Anteil [ist] in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt – das ist der zweite Tod.“

Das neue Jerusalem

9 Dann kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, gefüllt mit den sieben letzten Plagen, und er redete mit mir und sagte: „Komm, ich werde dir die Braut zeigen, die Ehefrau des Lammes.“

10 Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg, und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, die aus dem Himmel von Gott herabkam

11 [und] die Herrlichkeit Gottes hatte. Ihr Glanz [war] einem sehr wertvollen Stein gleich, wie ein kristallklarer Jaspisstein.

12 Sie hatte eine große und hohe Mauer, hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel, und Namen auf [die Tore] geschrieben, ‹und zwar1 die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels:

  1. W „das sind/heißt“

13 von Osten her drei Tore und von Norden her drei Tore und von Süden her drei Tore und von Westen her drei Tore.

14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine, und darauf [standen] die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

15 Und der mit mir redete, hatte ein Maß, ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer abzumessen.

16 Und die Stadt liegt viereckig da, und ihre Länge [ist] so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf 12.000 Stadien1, ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich.

  1. Entspricht etwa 2.400km

17 Und er maß ihre Mauer: 144 Ellen1, das Maß eines Menschen beziehungsweise2 eines Engels.

  1. Entspricht etwa 65m
  2. W „das ist/heißt“

18 Und das Material ihrer Mauer [war] Jaspis, und die Stadt reines Gold, gleich reinem Glas.

19 Die Grundsteine der Stadtmauer waren mit lauter wertvollem Stein geschmückt: Der erste Grundstein [war] ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd,

20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.

21 Und die zwölf Tore [waren] zwölf Perlen, je eines der Tore bestand aus einer Perle. Und die Hauptstraße der Stadt [war] reines Gold, wie durchsichtiges Glas.

22 Und ich sah keinen Tempel darin1, denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.

  1. D.h. in der Stadt

23 Und die Stadt benötigt1 weder die Sonne noch den Mond, dass sie ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet und ihre Lampe [ist] das Lamm.

  1. I „hat Bedarf“

24 Und die Völker werden durch ihr Licht1 leben; und die Könige der Erde tragen ihre Herrlichkeit in sie hinein,

  1. D.h. das Licht der Herrlichkeit Gottes (vgl. V. 23)

25 und ihre Tore werden bei Tag gewiss nicht verschlossen, denn eine Nacht wird es dort nicht geben.

26 Und sie werden die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie hinein bringen.

27 Und alles Unreine und wer Gräueltaten und Lüge tut, soll gewiss nicht in sie hineingehen, nur diejenigen, die geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes.

Chapter 22

Das Wasser und der Baum des Lebens

1 Dann zeigte er1 mir einen Fluss aus dem Wasser des Lebens, hell wie Kristall, der ausgeht vom Thron Gottes und des Lammes.

  1. D.h. einer der sieben Engel (vgl. Offb 21,9)

2 Inmitten ihrer1 Hauptstraße und des Flusses, ‹zu beiden Seiten hin2, [steht] der Baum3 des Lebens, der zwölfmal [im Jahr] Früchte hervorbringt [und] monatlich4 seine Frucht abgibt, und die Blätter des Baumes [sind bestimmt] zur Heilung der Völker.

  1. D.h. der Stadt (vgl. Offb 21,23)
  2. W „von hier und von dort“
  3. W „Holz“; so auch Vv. 14.19
  4. I „in jedem einzelnen Monat“

3 Und es wird keinerlei Fluch mehr geben. Und der Thron Gottes und des Lammes wird darin1 sein, und seine Knechte werden ihm dienen,

  1. D.h. in der Stadt

4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name [steht] auf ihrer Stirn.

5 Und es wird keine Nacht mehr geben, und sie haben keinen Bedarf am Licht einer Lampe oder am Licht der Sonne, weil der Herr, Gott, leuchten wird über ihnen, und sie werden regieren, ‹für immer und ewig1.

  1. W „bis in die Zeitalter der Zeitalter“

Jesus kommt wieder

6 Und er1 sagte zu mir: „Diese Worte [sind] zuverlässig und wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen muss.

  1. D.h. einer der sieben Engel (vgl. Offb 21,9)

7 Und siehe!, ich komme bald. Beglückwünschenswert [ist], wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt.“

8 Und ich, Johannes, [bin es], der diese [Dinge] hört und sieht. Und als ich sie gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese [Dinge] gezeigt hat.

9 Da sagt er zu mir: „‹Tu das nicht1! Dein Mitknecht bin ich und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, die die Worte dieses Buches bewahren. Gott sollst du anbeten!“

  1. W „Sieh zu, (das) nicht (zu tun)!“

10 Und er sagt zu mir: „Versiegle die Worte der Weissagung dieses Buches nicht, denn die Zeit ist nahe.

11 Wer Unrecht tut, soll weiterhin Unrecht tun, und der Unreine soll weiterhin unrein sein; und der Gerechte soll weiterhin Gerechtigkeit ausüben, und der Heilige soll sich weiterhin heiligen.

12 Siehe!, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.

13 Ich [bin] das Alpha und das Omega1, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende2.

  1. Gemeint sind der erste und letzte Buchstabe des gr. Alphabets
  2. O „der Ursprung und das Ziel“

14 Beglückwünschenswert [sind], die ihre Roben waschen, damit ihr Anrecht1 am Baum des Lebens Bestand hat2 und sie durch die Tore hineingehen in die Stadt.

  1. E „ihre Vollmacht“
  2. W „sein wird“

15 Draußen [sind] die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der eine Lüge liebt und lebt1.

  1. E „tut“

16 Ich, Jesus, habe meinen Engel1 geschickt, um euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“

  1. O „Boten“

17 Und der Geist und die Braut sagen: „Komm!“ Und wer es hört, soll sagen: „Komm!“ Und wer Durst hat, soll kommen; wer will, soll das Wasser des Lebens umsonst bekommen1.

  1. O „nehmen“

18 Ich bezeuge es jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand darüber hinaus [etwas] hinzufügt, dann wird Gott ihm die Plagen zufügen, die geschrieben stehen in diesem Buch,

19 und wenn jemand [etwas] wegnimmt, von den Worten des Buches dieser Weissagung, dann wird Gott [ihm] seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen geschrieben steht in diesem Buch.

20 Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald.“ Amen1, komm, Herr Jesus!

  1. „Amen“ (aram.) bekräftigt das zuvor Gesagte

21 Die Gnade des Herrn Jesus [sei] mit allen!1

  1. T+ „allen Heiligen! Amen.“