Chapter 12
9 [Der Herr] hat mir [folgendes] geantwortet1: Meine Gnade (meine Güte, mein Wohlwollen, meine Zuwendung) ist genug für dich (reicht für dich aus, soll dir genug sein, wird dich zufrieden stellen), denn [gerade] in Schwäche (Kraftlosigkeit, Krankheit) kommt [meine] Kraft (Macht, Einfluss) zur Vollendung2. – Darum rühme mich lieber mit größter Freude für meine3 Schwächen (Lieber für meine Schwächen rühme ich mich, Für meine Schwächen rühme ich mich lieber)4, damit5 die Kraft Christi in mir wohne.
Original Greek
- Das Perfekt betont die abschließende Antwort (M.Thrall 2000, 821).
- Andere Handschriften: „… wird zur Vollendung kommen.“
- Das „meine“ steht nicht in allen Handschriften.
- Das „lieber“ kann verschieden bezogen werden: auf „meine Schwächen“ (M.Thrall 2000, 826) oder auf den ganzen Satz (V.Furnish 1984, 531).
- Mögliche Deutungen: „meine Schwächen, die die Kraft Christi in mir wohnen lassen“ oder „damit sichtbar wird, dass die Kraft Christi als in mir wohnt“ (M.Thrall 2000, 826–829).
10 Darum ich froh mich über Schwächen, über Kränkungen (Misshandlungen, überhebliches Handeln), über Notlagen (Zwänge), über Verfolgungen und Bedrängnisse1, wegen Christus2: Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
Original Greek
- Andere Handschriften: „über Verfolgungen, über Bedrängnisse“ oder „und Verfolgungen und Bedrängnisse“
- Das „wegen Christus“ bezieht sich vermutlich auf den ganzen Satz (V.Furnish 1984, 531, und M.Thrall 2000, 829–830).