Chapter 5
1 1 Als aufgrund von Glauben gerecht Gesprochene2 nun haben wir Frieden mit3 Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,
Original Greek
- [Status: Ungeprüft]
- Adverbiales Ptz. Aor. Pass., hier substantivisch interpretiert. Alternativ kausal/temporal (NSS), dann: „weil/seit wir … gerecht gesprochen wurden“
- cf. NSS.
2 durch den wir auch den Zugang zu dieser Gnade erlangt haben [aufgrund] des Glaubens1, in der wir stehen (uns befinden) und uns rühmen wegen [der] Hoffnung [auf] die Herrlichkeit2 Gottes3.
Original Greek
- Wörtlich „dem Glauben“. Dat. causae. Die Lesart τῇ πίστει (im/durch den Glauben) lassen die Codices B, D, F, G u.a. weg, weshalb diese Lesart textkritisch als unsicher bezeichnet werden kann.
- Wörtlich „der Herrlichkeit“; Gen. obiectivus
- Gen. auctoris: Also der Herrlichkeit, die von Gott kommt.
3 Aber nicht allein [deswegen], sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen (Elend) im Wissen1, dass die Bedrängnis (das Elend) Geduld (Ausdauer) bewirkt (erzeugt, hervorbringt),
Original Greek
- im Wissen Ptc. coni. mit kausaler Konnotation, hier als Präpositionalphrase aufglöst. Alternativ mit Nebensatz „weil wir wissen“ oder als deutscher Partizipialsatz „wissend“.
4 die Geduld (Ausdauer, Standhaftigkeit) aber Erprobtheit (Bewährung), die Erprobtheit (Bewährung) aber Hoffnung.
Original Greek
5 Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden1, weil die Liebe Gottes ausgegossen {worden} ist2 in unsere Herzen durch [den] heiligen Geist, der uns gegeben wurde.
Original Greek
- Hier kausativ (NSS cf. B/A).
- Hier ein Pf. Pass. Das griechische Perfekt hebt das Resultat hervor.
6 {noch} Denn Christus ist, während wir noch schwach (krank) waren,1 zur festgesetzten Zeit (rechten Zeit, bestimmten Zeit) für Gottlose gestorben.
Original Greek
- Konstruktion mit Genitivus Absolutus (Partizip Präsens), der an dieser Stelle aufgelöst wurde.
7 Denn kaum (unter Schwierigkeit, mit Mühen) jemand wird für einen Gerechten sterben; aber1 für den Guten wagt es möglicherweise jemand {auch} zu sterben.
Original Greek
- Wörtlich „denn“. V. 7 sei als Parenthese zu verstehen (NSS).
8 Aber Gott erweist seine Liebe zu uns [darin], dass Christus gestorben ist für uns, als wir noch Sünder waren.1
Original Greek
- Wieder eine Konstruktion mit Genitivus Absolutus mit Partizip Präsens (s.o. in Vers 6), hier temporal aufgelöst.
9 [Wie] viel mehr nun werden wir, die jetzt durch sein Blut (in seinem Blut) gerecht gesprochen wurden,1 bewahrt (unversehrt erhalten, errettet) werden durch ihn vor dem Zorn.
Original Greek
- Substantiviertes (attributives) Partizip Aor. Pass., hier aufgelöst.
10 Denn wenn wir versöhnt wurden mit Gott durch den Tod seines Sohnes, als wir Feinde waren1, [wie] viel mehr werden wir gerettet werden durch sein Leben, nachdem wir versöhnt worden sind.
Original Greek
- Genitivus Absolutus mit Partizip Präsens.
11 Aber nicht allein [das (dieses)], sondern [wir sind] auch uns Rühmende in Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung bekommen (empfangen, erhalten, bekommen) haben.
Original Greek
12 Daher ist, genau wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt hineingekommen ist und durch die Sünde der Tod, so ist auch der Tod zu allen Menschen durchgekommen, weil alle gesündigt haben.1
Original Greek
- Paulus führt hier den Gedanken gar nicht zu Ende. Er fällt sich quasi selbst ins Wort, indem er in Vers 13f. eine Geschichtsreflexion zum Thema Gesetz vornimmt. In den Versen 15-17 scheint er dann sogar zu verdeutlichen, dass das, was er vergleichen will/wollte, gar nicht wirklich vergleichbar ist.
13 Denn bis [zur Zeit des] Gesetzes war [die] Sünde in der Welt, doch [die] Sünde wird nicht angerechnet (auf die Rechnung gesetzt), wenn es kein1 Gesetz gibt2.
Original Greek
- Wörtlich: „nicht ein“
- Wörtlich „ist“. Gen.abs. wurde konditional/temporal aufgelöst.
14 Aber der Tod herrschte [wie ein König] von Adam bis Mose, auch über diejenigen, die nicht gesündigt hatten1 auf die gleiche Weise2 der Übertretung [wie] Adam, der ein Typus3 (Abbild, Modell) des [gewiss] Zukünftigen ist.
Original Greek
- Ptz. Aor., substantivisch; hier aufgelöst.
- Wörtlich: „auf die Gleichheit…“
- cf. B/A
15 Aber nicht so, wie die Übertretung [ist], {so} [ist] auch das Gnadengeschenk; denn wenn durch die Übertretung eines einzelnen alle1 gestorben sind, [wie] viel mehr sind [dann] die Gnade Gottes und das durch [die] Gnade des einen Menschen Jesus Christus [zustande gekommene] ([gewährte]) Geschenk (die Gabe) allen2 überreich zuteil geworden.
Original Greek
- Wörtlich „die vielen“. Semitismus (cf. NSS).
- Wörtlich „die vielen“. Semitismus (cf. NSS).
16 Und nicht wie [das] durch [den] einen Sündigenden [Geschehene] ist das Geschenk (die Gabe); denn zwar (einerseits) [führte] das Gericht (Urteil) von einem zur Verwerfung (Verdammnis), aber (andererseits) das Gnadengeschenk (die Gnadengabe) [führte] von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit.
Original Greek
17 Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod [wie ein König] geherrscht hat durch den einen, [wie] viel mehr werden [dann] die den Überfluss der Gnade und des Geschenks der Gerechtigkeit Erhaltenden im Leben herrschen durch den einen Jesus Christus.
Original Greek
18 Wie also nun {durch} die eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammung [führte], so [führt] auch {durch} eine Rechtstat für alle Menschen zur Rechtfertigung, [die zum] Leben [führt]1.
Original Greek
- Wörtlich „des Lebens“; Gen. des Zwecks (NSS)
19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen alle1 hingestellt (eingesetzt, gemacht) worden sind als Sünder, so werden auch durch den Gehorsam des einen alle2 hingestellt (eingesetzt, gemacht) werden als Gerechte.
Original Greek
- Wörtlich „die vielen“. Semitismus (cf. NSS).
- Wörtlich „die vielen“. Semitismus (cf. NSS).
20 Aber [das] Gesetz hat sich eingeschlichen (ist daneben hineingekommen), damit die Übertretung groß würde (zunehme, wachse, mehr werde); wo aber die Sünde groß wurde (zunahm, wuchs, mehr wurde), war die Gnade im Überfluss vorhanden (überschießen, hervorragen, überreich werden),
Original Greek
21 damit so, wie die Sünde [als König] geherrscht hat im (durch den) Tod, auch die Gnade herrschen würde durch Gerechtigkeit, [die] zum ewigem Leben [führt], durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Original Greek