Chapter 15
1 Ich erinnere euch jetzt, liebe Brüder, an die Heilsbotschaft, die ich euch verkündigt habe. Ihr habt sie gläubig angenommen, ihr beharrt darin,
Original Greek
2 und ihr werdet auch durch sie errettet, wenn ihr sie genau so festhaltet, wie ich sie euch verkündigt habe. Andernfalls wäret ihr umsonst gläubig geworden.
Original Greek
3 Ich habe euch gleich zuerst überliefert, was ich selbst empfangen habe:1 Christus ist gestorben für unsere Sünden nach der Schrift,2
Original Greek
- Vgl. 11,23.
- In Übereinstimmung mit den Schriften des Alten Bundes.
4 er ist begraben worden und am dritten Tag auferstanden nach der Schrift,1
Original Greek
- Die Stellen aus den Schriften des Alten Bundes, die die Apostel als Weissagungen von des Messias Tod und Auferstehung in ihren Predigten benutzten, lernen wir z.B. kennen aus Mt 26:31, Lu 22:37, Joh 19:24,36,37, Apg 2:25-28,34,35, 3:22, 4:25-26, 8:32-33, 13:32-34, 1Pe 1:10-11, 2:6-8, Heb 5:5-6, 10:5-7. Über Jesu Begräbnis siehe Mt 12:40.
5 er ist erschienen dem Kephas, dann den Zwölfen.
Original Greek
6 Darauf ist er erschienen mehr als fünfhundert Brüdern zugleich, von denen die meisten noch heute am Leben sind, einige aber sind entschlafen.
Original Greek
7 Darauf ist er erschienen dem Jakobus,1 dann allen Aposteln.
Original Greek
- Dieser Jakobus ist der bekannte Bruder des Herrn. Wie das Hebräerevangelium erzählt, sprach Jesus bei dieser Gelegenheit zu Jakobus: "Mein Bruder, iß dein Brot! Denn der Menschensohn ist von den Toten auferstanden." Diese Worte deuten an, daß Jakobus in echt jüdischer Weise das Gelübde getan hatte, vgl. Apg 23:14 er wolle kein Brot essen, bis er den Auferstandenen gesehen habe. Darin spricht sich eine ähnliche Gesinnung aus, wie wir sie bei Thomas wahrnehmen. siehe Joh 7:2-5
8 Zu allerletzt ist er, gleichsam als einer Frühgeburt, auch mir erschienen.1
Original Greek
- Wie eine Frühgeburt schwach ist, ja unter Umständen nicht einmal den Namen Mensch verdient, so ist Paulus nach seinen folgenden Worten der geringste unter allen Aposteln, ja er verdient diesen Namen nicht einmal. — Warum schweigt Paulus von der Erscheinung des Auferstandenen, die Maria Magdalena zuteil wurde? Joh 20:11-13 Paulus will den Korinthern Zeugen der Auferstehung nennen. Bei den Juden aber gilt die Frau nicht als Zeuge (Bornhäuser, Zeiten und Stunden in der Leidens- und Auferstehungsgeschichte, S.50).
9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln: ja ich verdiene den Apostelnamen nicht, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe.
Original Greek
10 Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin: und seine Gnade, die mir zuteil geworden, ist nicht fruchtlos geblieben. Ja ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle;1 doch nein! nicht ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir wirkt.2
Original Greek
- Die anderen Apostel.
- Einer unserer größten Geschichtsschreiber sagt von Paulus, er sei "der Mann, welcher den größten Einfluß auf die Weltgeschichte gehabt" habe (nach L. Schneller, Rom, S.49).
11 Mag es sich nun um mich oder um jene handeln — dies ist unsere Botschaft,1 dies war auch euer Glaube.
Original Greek
- Des Paulus und aller anderen Apostel Botschaft über Jesu Auferstehung ist so, wie sie der Apostel soeben wiederholt hat.
12 Ist nun Christi Auferstehung der Kern unserer Botschaft, wie können dann einige unter euch behaupten: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht?
Original Greek
13 Gibt's aber keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.
Original Greek
14 Und ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Botschaft nur ein leerer Wahn, und leerer Wahn ist dann auch euer Glaube.
Original Greek
15 Ja noch mehr: wir erweisen uns sogar als falsche Zeugen im Dienst Gottes; denn wir haben gegen Gott Zeugnis abgelegt, wenn wir verkündigen, er habe Christus auferweckt. Er hat ihn ja nicht auferweckt, wenn ihr recht habt mit eurer Behauptung, daß die Toten nicht auferstehen.
Original Greek
16 Denn stehen die Toten nicht auf, so ist auch Christus nicht auferstanden.
Original Greek
17 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube töricht. Ihr seid dann noch in euern Sünden.1
Original Greek
- Denn Christi Auferstehung ist Gottes Siegel auf das am Kreuz vollbrachte Versöhnungswerk.
18 Folglich sind auch die im Vertrauen auf Christus Entschlafenen verloren.1
Original Greek
- Denn sie haben ja keine Vergebung der Sünden.
19 Hoffen wir nur für dieses Leben auf Christus, so sind wir die beklagenswertesten unter allen Menschen.1
Original Greek
- Denn erst in dem Leben der zukünftigen Weltzeit wird sich die Hoffnung der an Christus Gläubigen erfüllen.
20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten — als Erstling der Entschlafenen.
Original Greek
21 Weil durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.
Original Greek
22 Denn wie durch Adam1 alle dem Tod verfallen sind, so sollen umgekehrt durch Christus alle wieder zum Leben kommen.
Original Greek
- Wörtlich: "in Adam," durch die Verbindung mit Adam.
23 Jeder aber gelangt zur Auferstehung in seiner besonderen Schar. Zuerst ist Christus auferstanden. Dann werden auferstehen, die Christus angehören,1 wenn er wiederkommt2
Original Greek
- Die im Glauben an Christus und in seiner Gemeinschaft (εν Χριστω) entschlafen sind.
- Das griechische Wort parusia, das hier 1Kor 15:23 und an manchen anderen Stellen des Neuen Testaments Mt 24:3,37,39, 1Th 3:13, 4:15, 5:23, 2Th 2:1,8, Jak 5:7-8, 2Pe 1:16, 3:4,12, 1Jo 2:28 vorkommt, heißt zunächst "Gegenwart, Anwesenheit," sodann "Ankunft." Weil es an allen erwähnten Stellen von der zweiten Ankunft Christi gebraucht wird, so habe ich es in der Regel mit "Wiederkunft" übersetzt. Nur 2Th 2:8 ist parusia durch "Gegenwart" und 2Pe 3:12 durch "Ankunft" verdeutscht worden. Inhaltlich verwandt oder gleichbedeutend mit parusia ist η ημερα του κυριου ημων Ιησου Χριστου, oder η ημερα κυριου, der Tag unseres Herrn Jesus (Christus) oder: der Tag des Herrn (1Kor 1:8, 5:5, 2Kor 1:14, 1Th 5:2, 2Th 2:2. [hier ist zu unterscheiden zwischen der "Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserem Versammeltwerden zu ihm" in V1 und dem "Tag des Herrn" in V2]), ηεμερα Ιησου Χριστου oder Χριστου, Tag Jesu Christi oder Christi, Php 1:6,11, 2:16 η ημερα εκεινη oder εκεινη η ημερα, jener Tag 2Th 1:10, 2Ti 1:12,18, 4:8 oder auch nur ημερα oder η ημερα Tag oder der Tag. Rö 2:16, 13:12, 1Th 5:4, 1Kor 3:13
24 Darauf tritt der Schluß (der Auferstehung) ein, und zwar dann, wenn er das Königreich Gott dem Vater übergeben wird, nachdem er alle (gottfeindliche) Herrschaft, Macht und Gewalt vernichtet hat.1
Original Greek
- Hier läßt sich passend vergleichen Offb. 19-21, und zwar 1Kor 15:23b mit Off 20:4-6; 1Kor 15:24a mit Off 20:11-13; 1Kor 15:24b mit Off 19:11-21, 20:1-3, 7-10; 1Kor 15:26 mit Off 20:14-15 und 1Kor 15:28 ("Gott alles in allem") mit Off 21 (bes. V3). — Beachtenswert ist, daß Paulus zwischen Christi Wiederkunft (V23b) und den Schluß der Auferstehung (V24) das Königreich setzt. Es ist demnach ganz verkehrt, zu behaupten, eine Zwischenzeit zwischen der Auferstehung derer, "die Christus angehören" (V23b), oder der Gläubigen und der Auferstehung aller übrigen Menschen sei dem Apostel Paulus unbekannt. Gerade das Gegenteil ist wahr. Paulus kennt also eine zwiefache Auferstehung. vgl. 1Th 4:16, Php 3:11, Lu 14:14, 20:35, Joh 5:29 Etwa 40 Jahre nach der Abfassung des 1Korintherbriefes wurde über die erste und die zweite Auferstehung und das dazwischenliegende Königreich Christi mehr Licht gegeben in Offb. 20.
25 Er muß so lange als König herrschen, bis er seinen Fuß auf den Nacken aller seiner Feinde gesetzt hat.1
Original Greek
- Vgl. Ps 110:1.
26 Als letzter Feind wird der Tod vernichtet.
Original Greek
27 Denn Gott hat alles unter seine Füße gelegt.1 Heißt es aber in dieser Stelle: "Alles ist (Christus) unterworfen", so ist selbstverständlich davon ausgenommen er, der ihm alles unterworfen hat.2
Original Greek
- Ps 8:7.
- Nämlich: Gott der Vater.
28 Wenn nun dem Sohn erst alles unterworfen ist, dann wird er sich auch selbst unterordnen dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles sei in allen.1 —
Original Greek
- Nach Irenäus, der sich dabei wahrscheinlich auf eine Überlieferung der Schüler des Apostels Johannes stützt, vollendet sich Gottes Ratschluß mit der Menschheit in drei Weltaltern. Jetzt ist die Zeit des Heiligen Geistes, der die gefallene Menschheit zum Sohn führen will. Mit Christi Wiederkunft beginnt die Zeit des Sohnes: er herrscht dann in seinem Reich inmitten seiner verklärten Gemeinde, die durch den heiligenden Umgang mit ihm allmählich dazu heranreift, den ewigen Vater unmittelbar zu schauen. Dann kommt die Zeit des Vaters; zu ihm führt der Sohn das zum wahren Ebenbild Gottes gelangte Geschöpf; ihm, dem Vater, übergibt er die Königsherrschaft; ihm ordnet er sich selbst unter, damit das ewige Reich des Vaters beginne und Gott alles in allem sei.
29 Wäre es mit der Auferstehung der Toten nichts, welchen Nutzen hätten dann alle, die sich taufen lassen, von der Taufe für ihre sterblichen Leiber?1 Stehen die Toten überhaupt nicht auf, welchen Gewinn hat man dann von der Taufe für den sterblichen Leib?
Original Greek
- V29 ist sehr dunkel und wird ganz verschieden übersetzt. Ich folge der Erklärung des griechischen Kirchenlehrers Chrysostomus. Er versteht den Ausdruck υπερ των νεκραν (für die Toten) im Sinne von "unsere sterblichen Leiber" υπερ των σωματων των ημετερων. Diese Erklärung gibt einen guten Sinn. Denn ohne die leibliche Auferstehung hat die Taufe keinen wahren Wert. Sie ist ja ein Unterpfand der Auferstehung. Rö 6:5, 8:11
30 Warum begeben auch wir uns dann stündlich in Gefahr? Täglich schwebt mir der Tod vor Augen!1
Original Greek
- Gäbe es keine Auferstehung, so hätten auch leibliche Leiden und der Märtyrertod im Dienst des Herrn keinen Wert.
31 Das ist so gewiß, meine Brüder, als ich mich euer rühme in der Gemeinschaft mit Christus Jesus, unserem Herrn.
Original Greek
32 Hätte ich nur aus menschlichen Gründen1 in Ephesus mit den wilden Tieren gekämpft — was hätte mir das genützt?2 Stehen die Toten nicht auf, dann hat das Sprichwort recht: Laßt uns essen und trinken; den morgen sind wir tot!3
Original Greek
- Ohne die Hoffnung der Auferstehung.
- Man sagt, die wilden Tiere seien ein Bild wild aufgeregter, feindseliger Menschen, die das Leben des Paulus bedrohten, wie auch ein Schriftsteller jener Zeit von den Ephesern sagt, sie seien aus Menschen wilde Tiere geworden. Aber es scheint, daß Paulus in Ephesus um seines Glaubens willen zum Tierkampf verurteilt worden ist. Er entging auf eine wunderbare Weise dem Tod. Es kann sein, daß die Tiere versagten und er dann begnadigt wurde. Vgl. C. Weizsäcker, Apostolisches Zeitalter, S.325, und meinen Paulus, S.191ff.
- Jes 22:13.
33 Laßt euch nicht irreleiten! "Ein schlechter Umgang macht auch gute Sitten schlecht."1
Original Greek
- Wahrscheinlich ein Vers aus einem Werk des griechischen Lustspieldichters Menander. 342-290 v. Chr.
34 Werdet nüchtern, wie sich's gehört,1 und versündigt euch nicht! Denn manchen von euch fehlt es an der rechten Erkenntnis Gottes.2 Das muß ich euch zu eurer Schande sagen.
Original Greek
- Erwacht aus dem Rausch des Leichtsinns.
- Sie leugneten Gottes Macht, die Toten zu erwecken.
35 Nun könnte einer fragen: "Wie stehen die Toten auf? Und mit welchem Leib kommen sie wieder?"
Original Greek
36 Du Tor! Was du säst, wird erst dann lebendig, wenn es vorher erstorben ist.1
Original Greek
- Vgl. Joh 12:24.
37 Und was du säst, ist nicht die Pflanze, die später entsteht, sondern ein nacktes Samenkorn: von Weizen oder von anderen Früchten.
Original Greek
38 Gott aber gibt dem Korn einen Leib, wie er will: jeder Samenart ihren besonderen Leib.1
Original Greek
- Vgl. 1Mo 1:11.
39 Nicht alles Fleisch ist gleicher Art: anders ist es bei Menschen, anders bei vierfüßigen Tieren, anders bei Vögeln, anders bei Fischen.
Original Greek
40 So gibt es auch himmlische Körper1 und irdische Körper. Doch die Schönheit der himmlischen ist anders als die der irdischen.
Original Greek
- Sonne, Mond und Sterne.
41 Anders ist der Glanz der Sonne, anders der Glanz des Mondes, anders der Glanz der Sterne. Ein Stern ist vom anderen verschieden an Glanz.1
Original Greek
- V36-41 sagt der Apostel: Bei der Auferstehung der Toten ist dieselbe Macht Gottes wirksam wie bei dem Neuerstehen eines in die Erde gelegten Samenkorns. Aus dem verwesten Korn geht ein neues Gewächs hervor, wunderbar von dem Korn verschieden, aber doch eins mit ihm. Denn es ist gar nicht ungewiß, was hervorkommt: jedes Korn bringt das Gewächs hervor, das seiner Eigenart entspricht. Selbstverständlich werden deshalb auch die Menschen in solchen Leibern auferstehen, die ihrem Wesen entsprechen, also in menschlichen Leibern, die jedoch, wie von V42 an weiter ausgeführt wird, einem neuen, himmlischen Zustand angepaßt sind.
42 So ist's auch mit der Auferstehung der Toten. Gesät wird1 in Vergänglichkeit, auferweckt in Unvergänglichkeit.
Original Greek
- Begraben wird der Leib.
43 Gesät wird in Unehre, auferweckt in Herrlichkeit. Gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Kraft.
Original Greek
44 Gesät wird ein seelischer Leib, auferweckt ein geistlicher Leib.1 Gibt es einen seelischen Leib, so gibt's auch einen geistlichen.
Original Greek
- In dem seelischen Leib hat die menschliche Seele die Vorherrschaft, in dem geistlichen Leib dagegen der menschliche Geist. Vgl. 1Kor 2:14.
45 Darum steht geschrieben: Der erste Mensch Adam ward eine lebendige Seele.1 Der letzte Adam2 ist ein lebendigmachender Geist.3
Original Greek
- 1Mo 2:7.
- Christus.
- Den seelischen Leib tragen wir jetzt, den geistlichen Leib sollen wir empfangen am Tag der ersten Auferstehung. 1Kor 15:23 Der seelische Leib ist uns eigen als Kindern Adams, denn der erste Mensch Adam ward eine lebendige Seele. Der geistliche Leib soll uns zuteil werden als Gliedern des letzten Adam, der zu einem lebendigmachenden Geist geworden ist (V45). Der Leib des ersten Adam war seelisch auch vor dem Fall. Denn im Stand der Unschuld war Adam noch nicht vollkommen. Er hatte zwar die Anwartschaft auf die Unsterblichkeit, aber nicht die Unsterblichkeit selbst. 1Mo 3:22 Er war wohl "sehr gut," vgl. 1Mo 1:31 aber noch nicht heilig, noch nicht erfüllt mit dem Heiligen Geist. Adam befand sich im Paradies noch auf der Stufe des Kindesalters: die Seele mit ihren Kräften hatte in ihm noch den Vorrang vor den männlichen Kräften des Geistes. Durch den Sündenfall wurde das Begehren seiner Seele widergöttlich. Die böse Lust in der Seele des von Gott abgefallenen Menschen unterjochte die Kräfte des Geistes, und der seelische Leib wurde zu einem "Fleischesleib," Kol 2:11 zu einem Leib, dessen Glieder das Fleisch, das sündige, von Gott entfremdete Wesen des Menschen, als "Waffen der Ungerechtigkeit" gebraucht. Rö 6:13 — Der letzte Adam, der mit Ausnahme der Sünde in allen Stücken uns gleich ward, hatte durch seine Geburt aus der Jungfrau Maria auch einen seelischen Leib. Aber sein menschlicher Geist war allzeit offen und zugänglich für die Wirkungen des Heiligen Geistes. Deshalb war er kein seelischer Mensch, sondern ein geistlicher. Sein menschlicher Geist, ganz erfüllt mit dem Heiligen Geist, beherrschte die Seele und den Leib stets so, daß er sich in jedem Augenblick seines Leibes durch den Heiligen Geist Gott als vollkommenes Brandopfer darbrachte. vgl. Heb 9:14 Als er dann durch seine Auferstehung den neuen, unverweslichen Leib empfing und durch seine Himmelfahrt mit der Fülle der göttlichen Herrlichkeit bekleidet wurde, ward er im vollsten Maße zu "einem lebendigmachenden Geist." Der Geist des auferweckten und in die Himmel erhöhten Menschen Jesus Christus wurde durch den Heiligen Geist ganz mit himmlischen Kräften erfüllt und dadurch ausgerüstet, auch Seele und Leib "lebendig zu machen," d.h. sie mit göttlicher Lebensmacht und Herrlichkeit so zu durchdringen, daß nun in dem erhöhten Christus die ganze Fülle des göttlichen Wesens leibhaftig wohnt. Kol 2:9 Deshalb nennt der Apostel den verherrlichten Christus auch "den Himmlischen" (V48).
46 Doch nicht das Geistliche kommt zuerst, sondern das Seelische; darauf folgt das Geistliche.
Original Greek
47 Der erste Mensch, aus Erde gebildet, ist irdisch. Der zweite Mensch1 stammt aus dem Himmel.
Original Greek
- Christus.
48 Wie der Irdische1 ist, so sind auch die Irdischen;2 und wie der Himmlische3 ist, so sind auch die Himmlischen.4
Original Greek
- Adam.
- Adams Nachkommen.
- Der verklärte Christus.
- Die verklärten Christen.
49 Wie wir getragen des Irdischen Bild, so laßt uns auch tragen des Himmlischen Bild!1
Original Greek
- Durch unsere Geburt tragen wir das Bild des Irdischen (des ersten Adam): Sünde und Tod. Durch unsere Wiedergeburt in der Taufe Tit 3:5 tragen wir das Bild des Himmlischen (des letzten Adam): Gerechtigkeit und Leben.
50 Das aber, Brüder, versichere ich euch: Fleisch und Blut1 kann Gottes Königreich nicht erben; Vergänglichkeit erbt nicht die Unvergänglichkeit.
Original Greek
- Ein rabbinischer Ausdruck für: unser sterblicher Leib.
51 Ich tue euch jetzt ein Geheimnis1 kund: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle2 verwandelt werden:3
Original Greek
- Etwas, was lange in Gottes Ratschluß verborgen gewesen, aber nun enthüllt ist.
- Die wir bei der Wiederkunft des Herrn am Leben sind. 1Th 4:15
- D.h.: ohne zu sterben, den geistlichen, unsterblichen Leib empfangen. 2Kor 5:1-5
52 Im Nu geschieht das,1 im Augenblick, beim Schall der letzten Posaune.2 Es wird die Posaune erklingen: Dann werden die Toten unverweslich auferstehen,3 und wir werden verwandelt werden.
Original Greek
- Diese Verwandlung.
- Vgl. Off 11:15-19.
- 1Th 4:16.
53 Denn dies Vergängliche1 muß anziehen Unvergänglichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen Unsterblichkeit.
Original Greek
- Dieser vergängliche, sterbliche Leib.
54 Hat aber dies Vergängliche angezogen Unvergänglichkeit, und hat dies Sterbliche angezogen Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Schriftwort:
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55 Der Tod ist verschlungen vom Sieg! Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?1
Original Greek
- Jes 25:8, Hos 13:14.
56 Des Todes Stachel ist die Sünde, die Kraft der Sünde liegt im Gesetz.1
Original Greek
- Die Sünde ist der verderbliche Stachel, womit das Ungeheuer Tod die Menschen mordet. Die Kraft der Sünde aber liegt im Gesetz, das die Sünde weckt und mehrt. Rö 7:7-13, Ga 3:19
57 Dank sei Gott, der uns den Sieg verleiht1 durch unseren Herrn Jesus Christus!
Original Greek
- Über den Tod und seinen Stachel.
58 So steht denn fest, meine geliebten Brüder, laßt euch nicht wankend machen! Sondern schreitet unaufhörlich fort im Werk des Herrn! Ihr wißt ja, eure Mühe ist nicht umsonst in dem Herrn.
Original Greek