reltext

Chapter 2

1 1 Und als sich der Tag des Wochenfests2 erfüllte (zu Ende ging),3 waren alle zusammen [als] Gemeinschaft (?, beisammen).4

Original Greek

ΚαὶKaiAndG2532CONJ
ἐνenduringG1722PREP
τῷtōtheG3588T-DSN
συμπληροῦσθαιsumplērousthaiarriving ofG4845V-PPN
τὴνtēntheG3588T-ASF
ἡμέρανhēmerandayG2250N-ASF
τῆςtēs<the>G3588T-GSF
πεντηκοστῆςpentēkostēsof PentecostG4005N-GSF
ἦσανēsanthey wereG1510V-IAI-3P
πάντεςpantesallG3956A-NPM
ὁμοῦhomoutogetherG3674ADV
ἐπὶepiinG1909PREP
τὸtotheG3588T-ASN
αὐτό.autoone [place].G0846P-ASN
  1. [Status: Zuverlässig]
  2. Tag des Wochenfests - Nicht: „Tag des Pfingstfests“ (so die meisten Üss.); das Gr. pentekoste ist der griechische Begriff für das jüdische „Wochenfest“ (s. z.B. Tob 2,1), einer Art Erntedank zum Abschluss der Weizenernte, das 50 Tage nach Pesach stattfand (s. z.B. Ex 34,22; Num 28,26). Richtig daher OEB: „the Festival at the close of the Harvest“.
  3. sich erfüllte (zu Ende ging) - Wörtlich: „beim Erfüllt-Werden des Tags“. Das scheint zunächst zu meinen, dass der Tag bereits „zu Ende ging“; da es aber noch früh am Tage ist (s. V. 15), ist wahrscheinlich eher „erfüllen“ in dem Sinn gemeint, dass mit dem Beginn des besagten Tages ein weiterer Abschnitt aus Gottes Heilsplan vorsehungsgemäß anbricht: Mit besagten Tag „erfüllt“ sich auch Gottes Plan, der bereits in Joel 3,1-5 angedeutet und in Lk 3,16 und Apg 1,5.8 explizit angekündigt wurde (vgl. Fitzmyer 1998, S. 237; Schreiber 2002, S. 75f.; ThWNT, s.v. συμπληρόω).
  4. alle zusammen [als] Gemeinschaft (?, beisammen) - W. „waren sie alle zusammen beisammen“, ein offensichtlich redundanter Ausdruck. Daher und wegen der Verwendung der Wortgruppe epi to auto („beisammen“, ein aus mehreren Worten bestehendes Adverb) in Vv. 44.47 (s. FN bm) besser wie dort zu deuten als Hebraismus mit der Bedeutung „als Gemeinschaft; gemeinschaftlich“ (s. dort). Zusammen mit dem „alle“, von dem auf den ersten Blick nicht klar ist, auf wen es zu beziehen ist, muss man daher am ehesten so auflösen: „Alle“ bezieht sich auf die 120 Jünger aus Apg 1,15, die sich in der Zwischenzeit getrennt hatten, nun aber alle wieder „als Gemeinschaft“ zusammengekommen sind.

2 Und plötzlich kam (entstand; ereignete sich) vom Himmel her ein Geräusch (Lärm) wie das Wehen eines heftigen Windes und füllte das ganze Haus, in dem sie [gerade] saßen1

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐγένετοegenetocameG1096V-2ADI-3S
ἄφνωaphnōsuddenlyG0869ADV
ἐκekout ofG1537PREP
τοῦtou<the>G3588T-GSM
οὐρανοῦouranouheavenG3772N-GSM
ἦχοςēchosa soundG2279N-NSM
ὥσπερhōsperlikeG5618CONJ
φερομένηςpheromenēs[the] rushingG5342V-PPP-GSF
πνοῆςpnoēsof a windG4157N-GSF
βιαίαςbiaiasviolentG0972A-GSF
καὶkaiandG2532CONJ
ἐπλήρωσενeplērōsenit filledG4137V-AAI-3S
ὅλονholonallG3650A-ASM
τὸνtontheG3588T-ASM
οἶκονoikonhouseG3624GN-ASM
οὗhouwhereG3757ADV
ἦσανēsanthey wereG1510V-IAI-3P
καθήμενοιkathēmenoisittingG2521V-PNP-NPM
  1. tFN: in dem sie [gerade] saßen (V. 2) + Es hielten sich [gerade] auf (V. 5) - W. „wo sie sitzend waren“ bzw. „Es waren wohnend“; periphrastisches Imperfekt, das man besser mit „gerade“ wiedergeben sollte.

3 und ihnen erschienen sich verteilende (teilende) Zungen wie [von] Feuer und sie setzten sich auf einen jeden von ihnen

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ὤφθησανōphthēsanthere appearedG3700HV-API-3P
αὐτοῖςautoisto themG0846P-DPM
διαμεριζόμεναιdiamerizomenaidividingG1266V-PEP-NPF
γλῶσσαιglōssaitonguesG1100N-NPF
ὡσεὶhōseiasG5616PREP
πυρὸςpurosof fireG4442N-GSN
καὶkaiandG2532CONJ
ἐκάθισενekathisensatG2523V-AAI-3S
ἐφ᾽eph᾽uponG1909PREP
ἕναhenaoneG1520A-ASM
ἕκαστονhekastoneachG1538A-ASM
αὐτῶνautōnof themG0846P-GPM

4 und alle wurden mit heiligen Geist1 erfüllt und begannen, [so] [in] anderen Zungen zu sprechen, wie der Geist ihnen zu prophezeien (äußern) eingab.2

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐπλήσθησανeplēsthēsanthey were filled withG4130V-API-3P
πάντεςpantesallG3956A-NPM
πνεύματοςpneumatosSpiritG4151GN-GSN
ἁγίουhagiouHolyG0040GA-GSN
καὶkaiandG2532CONJ
ἤρξαντοērxantobeganG0757V-ADI-3P
λαλεῖνlaleinto speakG2980V-PAN
ἑτέραιςheteraisin otherG2087A-DPF
γλώσσαιςglōssaistonguesG1100N-DPF
καθὼςkathōseven asG2531CONJ
τὸtotheG3588T-NSN
πνεῦμαpneumaSpiritG4151GN-NSN
ἐδίδουedidouwas givingG1325V-IAI-3S
ἀποφθέγγεσθαιapophthengesthaito utter forthG0669V-PNN
αὐτοῖς.¶autoisto them.G0846P-DPM
  1. tFN: mit heiligem Geist - „heiliger Geist“ hier unerklärlicherweise ohne Artikel.
  2. prophezeien (äußern) (V. 4) + prophezeite (äußerte) (V. 14) - apofthengomai kann zwar auch allgemein „äußern“ bedeuten, steht in der LXX aber meist speziell für das Weissagen (s. 1 Chr 25,1 LXX; Ez 13,9.19 LXX; Mi 5,11 LXX; Sach 10,2 LXX), wie das ja auch hier klar der Fall ist (da der Geist ihnen das Gesagte „eingibt“ und da „von Heiligem Geist erfüllt“ zu werden bei Lk (und noch häufiger; vgl Bruce 1988, S. 51f.) i.d.R. für die Befähigung zur Prophetie steht, s. Lk 1,41.67; Apg 4,8.31; 13,9f.).

5 Es hielten sich [gerade] auf (wohnten)1 {aber} Juden in Jerusalem, fromme2 Männer aus allen Völkern unter dem Himmel,

Original Greek

ἮσανĒsanWereG1510V-IAI-3P
δὲdenowG1161CONJ
εἰςeisinG1519PREP
ἸερουσαλὴμIerousalēmJerusalemG2419N-ASF-L
κατοικοῦντεςkatoikountesdwellingG2730V-PAP-NPM
Ἰουδαῖοι,IoudaioiJews,G2453N-NPM-PG
ἄνδρεςandresmenG0435GN-NPM
εὐλαβεῖςeulabeisdevoutG2126A-NPM
ἀπὸapofromG0575PREP
παντὸςpantoseveryG3956A-GSN
ἔθνουςethnousnationG1484N-GSN
τῶνtōnof thoseG3588T-GPN
ὑπὸhupounderG5259HPREP
τὸνton<the>G3588T-ASM
οὐρανόν.ouranonheaven.G3772N-ASM
  1. hielten sich [gerade] auf (wohnten) - Das Wochenfest war eines der drei großen Wallfahrtsfeste im Jahr, zu dem Juden aus der ganzen Welt in Jerusalem erscheinen sollten (s. Ex 23,16f.). Entweder ist hier also die Rede von diesen ausländischen Juden, die anlässlich des Wallfahrtsfestes nach Jerusalem gereist waren (so z.B. Bruce 1988, S. 53f., z.B. auch HfA: „Zum Fest waren viele fromme Juden aus aller Welt nach Jerusalem gekommen“) oder von Diasporajuden, die schon früher wieder nach Jerusalem gezogen waren und nun dauerhaft dort lebten (so z.B. Witherington 1998, S. 135; z.B. auch GN: „Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten“). Die Tatsache, dass gerade am Wallfahrtsfest von diesen Multikulti-Verhältnissen in Jerusalem die Rede ist, legt eher ersteres nahe, obwohl das Verb (katoikeo, „wohnen“) für sich genommen eher letzteres anzudeuten scheint.
  2. fromme - W. „haltende“, nämlich „[Fasten] haltende“ Männer.

6 [und] als {aber} dieses Getön1 entstand, kam die Menge zusammengelaufen und war bestürzt (verstört, verwirrt), denn ein jeder hörte sie in der eigenen Sprache sprechen.

Original Greek

γενομένηςgenomenēsWhen was happeningG1096V-2ADP-GSF
δὲdenowG1161CONJ
τῆςtēs<the>G3588T-GSF
φωνῆςphōnēssoundG5456HN-GSF
ταύτηςtautēsthisG3778D-GSF
συνῆλθενsunēlthencame togetherG4905V-2AAI-3S
τὸtotheG3588T-NSN
πλῆθοςplēthosmultitudeG4128N-NSN
καὶkaiandG2532CONJ
συνεχύθη,sunechuthēwas confounded,G4797V-API-3S
ὅτιhotibecauseG3754HCONJ
ἤκουονēkouonwas hearingG0191V-IAI-3P
εἷςheisoneG1520A-NSM
ἕκαστοςhekastoseachG1538A-NSM
τῇtēain theirG3588T-DSF
ἰδίᾳidiaownG2398A-DSF
διαλέκτῳdialektōlanguageG1258N-DSF
λαλούντωνlalountōnspeakingG2980V-PAP-GPM
αὐτῶν.autōnthem.G0846P-GPM
  1. Getön - Könnte sich sowohl auf das Geräusch des Geistes als auch auf den Lärm der durcheinanderprophezeienden Jünger beziehen.

7 Sie (Alle)1 waren {aber} außer sich (fassungslos, erstaunt) und wunderten (erstaunten) sich, [indem sie] sagten: „Siehe! Sind nicht alle diese Sprechenden Galiläer?

Original Greek

ἐξίσταντοexistantoThey were amazedG1839V-IMI-3P
δὲdethenG1161CONJ
πάντεςpantesallG3956A-NPM
καὶkaiandG2532CONJ
ἐθαύμαζονethaumazonwere marvelingG2296V-IAI-3P
λέγοντεςlegontessayingG3004GV-PAP-NPM
πρὸςprostoG4314PREP
ἀλλήλους·allēlousone another:G0240C-APM
οὐχouchSurelyG3756PRT-N
ἰδοὺidoubeholdG2400INJ
ἅπαντεςhapantesallG0537A-NPM
οὗτοίhoutoitheseG3778D-NPM
εἰσινeisinareG1510V-PAI-3P
οἱhoiwhoG3588T-NPM
λαλοῦντεςlalountesare speakingG2980V-PAP-NPM
Γαλιλαῖοι;GalilaioiGalileans?G1057N-NPM-LG
  1. Textkritik: Viele Handschriften haben zusätzlich ein pantes, „alle“ („Alle waren fassungslos“), einige aber nicht. TCGNT, S. 252 hält das für sekundär; genauer für eine durch V. 12 beeinflusste Steigerung der Intensität der Erzählung, die auch viele Schreiber unabhängig voneinander eingefügt hätten haben können (ähnlich schon Ropes 1926, S. 13). Wir folgen dem; theoretisch könnte man dies aber auch für eine Streichung aus stilistischen Gründen halten, um nicht in Vv. 5.7 dreimal „alle“ schreiben zu müssen.

8 Und wie hören wir [sie dann] jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
πῶςpōshowG4459PRT-I
ἡμεῖςhēmeiswe ourselvesG3165P-1NP
ἀκούομενakouomenhearG0191V-PAI-1P
ἕκαστοςhekastoseachG1538A-NSM
τῇtēain theG3588T-DSF
ἰδίᾳidiaownG2398A-DSF
διαλέκτῳdialektōlanguageG1258N-DSF
ἡμῶνhēmōnof usG3165P-1GP
ἐνeninG1722PREP
ᾗhēwhichG3739R-DSF
ἐγεννήθημεν,egennēthēmenwe were born?G1080V-API-1P

9 [Wir sind ja] Parther1 und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien, vom Judäischen2 und auch Kappadozien, von Pontus und Asien,

Original Greek

ΠάρθοιParthoiParthiansG3934N-NPM-LG
καὶkaiandG2532CONJ
ΜῆδοιMēdoiMedesG3370N-NPM-LG
καὶkaiandG2532CONJ
ἘλαμῖταιElamitaiElamitesG1639N-NPM-LG
καὶkaiandG2532CONJ
οἱhoithoseG3588T-NPM
κατοικοῦντεςkatoikountesinhabitingG2730V-PAP-NPM
τὴνtēn<the>G3588T-ASF
Μεσοποταμίαν,MesopotamianMesopotamia,G3318N-ASF-L
ἸουδαίανIoudaianJudeaG2449N-ASF-L
τεtealsoG5037CONJ
καὶkaiandG2532CONJ
Καππαδοκίαν,KappadokianCappadocia,G2587N-ASF-L
ΠόντονPontonPontusG4195N-ASM-L
καὶkaiandG2532CONJ
τὴνtēn<the>G3588T-ASF
Ἀσίαν,AsianAsia,G0773N-ASF-L
  1. Mit Parther beginnt eine Auflistung einer Vielzahl von Regionen, die anfangs scheinbar ungefähr von Ost nach West sortiert sind, dann aber immer mehr zum Durcheinander zerfasert. Von fast allen Orten weiß man heute, dass dort in der Tat Juden lebten. Mehr soll diese Liste wahrscheinlich nicht betonen: Es sind viele Juden da, es sind diese Juden aus den unterschiedlichsten Ländern und auf diese Weise wird mit der Missionierung dieser Menschenmassen der Grundstock zur Ausbreitung des Christentums unter den Juden aller Welt gelegt.
  2. vom Judäischen - d.h. »von Judäa«, das hier aber unerklärlicherweise keinen Artikel hat. Textkritik: Auch darüber hinaus ist das Wort schwierig, weil Judäer schwerlich ihre Anwesenheit in Jerusalem betonen müssten und auch nicht erstaunt sein sollten, Galiläer in ihrer Sprache reden zu hören. Außerdem ist die Platzierung von »Judäa« zwischen Mesopotamien und Kappadozien merkwürdig. All dies hat zu mehreren Vorschlägen zur Korrektur des Textes geführt, aber da sich das Wort in sämtlichen griechischen Handschriften findet, muss man es doch mit Ropes 1926, S. 14; TCGNT, S. 253f. u.a. für ursprünglich halten.

10 von Phrygien und auch Pamphylien, von Ägypten und den Gebieten Lybiens um Zyrene, und die sich [hier] aufhaltenden Römer,

Original Greek

ΦρυγίανPhrugianPhrygiaG5435N-ASF-L
τεtebothG5037CONJ
καὶkaiandG2532CONJ
Παμφυλίαν,PamphulianPamphylia,G3828N-ASF-L
ΑἴγυπτονAiguptonEgyptG0125N-ASF-L
καὶkaiandG2532CONJ
τὰtatheG3588T-APN
μέρηmerēpartsG3313N-APN
τῆςtēs<the>G3588T-GSF
ΛιβύηςLibuēsof LibyaG3033N-GSF-L
τῆςtēsthatG3588T-GSF
κατὰkata[are] aroundG2596PREP
ΚυρήνηνKurēnēnCyreneG2957N-ASF-L
καὶkaiandG2532CONJ
οἱhoithoseG3588T-NPM
ἐπιδημοῦντεςepidēmountesvisiting [here]G1927V-PAP-NPM
Ῥωμαῖοι,Rhōmaioifrom Rome,G4514N-NPM-LG

11 Juden und auch Proselyten,1 Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Zungen die Großtaten Gottes rühmen!“2

Original Greek

ΚρῆτεςKrētes[11] CretansG2912N-NPM-LG
καὶkaiandG2532CONJ
Ἄραβες,ArabesArabs —G0690N-NPM-LG
ἀκούομενakouomen[do] we hearG0191V-PAI-1P
λαλούντωνlalountōnspeakingG2980V-PAP-GPM
αὐτῶνautōnthemG0846P-GPM
ταῖςtais<the>G3588T-DPF
ἡμετέραιςhēmeteraisin our ownG1473S-1PDPF
γλώσσαιςglōssaistonguesG1100N-DPF
τὰtatheG3588T-APN
μεγαλεῖαmegaleiagreat thingsG3167A-APN
τοῦtou<the>G3588T-GSM
θεοῦ;¶theouof God?G2316N-GSM-T
  1. Juden und auch Proselyten - könnte sich sowohl nur auf »Römer« beziehen (also »die sich hier aufhaltenden Juden und Proselyten aus Rom«) oder auf die gesamte vorangehende Liste von Regionen (also »jüdische und proselytische Parther, Meder, ...«). Naheliegender wäre Letzteres (so z.B. auch Fitzmyer 1998, S. 243). »Proselyten« sind zur Zeit des Lk Konvertiten zum Judentum (vgl. z.B. Proselyten (AT) (Wibilex)), gemeint sind also »sowohl gebürtige als auch konvertierte Juden«, was im frühen Judentum noch eine wesentlich wichtigere und umstrittenere Unterscheidung war als z.B. für heutige Christen (selbst die Modalitäten der Konversion waren noch über Jahrhunderte nach der Abfassung des NT in der Diskussion).
  2. rühmen - W. „reden“.

12 Alle waren {aber} außer sich (fassungslos, erstaunt) und ratlos, [indem] sie zueinander sagten: „Was mag dies sein!?“1

Original Greek

ἐξίσταντοexistantoWere amazedG1839V-IMI-3P
δὲdethenG1161CONJ
πάντεςpantesallG3956A-NPM
καὶkaiandG2532CONJ
διηπόρουνdiēporounthey were perplexedG1280V-IAI-3P
ἄλλοςallosotherG0243A-NSM
πρὸςprostoG4314PREP
ἄλλονallonotherG0243A-ASM
λέγοντες·legontessaying;G3004GV-PAP-NPM
τίtiWhatG5101I-NSN
ἄνanmaybeG0302PRT
θέλειtheleiintendsG2309V-PAI-3S
τοῦτοtoutothisG3778D-NSN
εἶναι;einaito be?G1511V-PAN
  1. Was mag dies sein? - Häufigerer Ausdruck der Ratlosigkeit, s. z.B. Apg 17,20; ähnlich Lk 15,26; 18,36; Apg 10,17. Viele Üss. daher richtig: „Was soll das bedeuten!?“

13 Andere aber sagten spottend: „Mit Traubensaft (Wein?)1 sind sie voll (angefüllt)!“

Original Greek

ἕτεροιheteroiOthersG2087A-NPM
δὲdehoweverG1161CONJ
διαχλευάζοντεςdiachleuazontesmockingG6017V-PAP-NPM
ἔλεγονelegonwere sayingG3004GV-IAI-3P
ὅτιhotithatG3754GCONJ
γλεύκουςgleukousOf new wineG1098N-GSN
μεμεστωμένοιmemestōmenoifilledG3325V-RPP-NPM
εἰσίν.¶eisinthey are.G1510V-PAI-3P
  1. Traubensaft (Wein?) - Das gr. Wort gleukos steht eigentlich nicht für Wein, sondern für ungegorenen Traubensaft (vgl. z.B. Bacchiocchi 2001, S. 153; Bumstead 1881, S. 81; Patton 1874, S. 93-95). In der Antike pflegte man, solchen Traubensaft des Morgens zu trinken (s. z.B. Horaz, Sat iv 2) und konnte ihn auch bereits so konservieren, dass er selbst am Wochenfest noch nicht fermentiert war (s. z.B. Cato, De Agricultura 120). An der einzigen anderen Stelle, an der sich das Wort in LXX+NT findet (Ijob 32,19) wird es allerdings erweitert durch zeon (»gärend«), steht also dort als »gärender Traubensaft« doch für »Wein«. Geleitet von dieser Stelle könnte man also auch hier von der unüblichen Bedeutung »Wein« ausgehen; da es hier aber gerade nicht durch zeon o.Ä. erweitert ist und man auch das »Traubensaft« sinnvoll verstehen kann (s. die Anmerkungen), übersetzen wir nach der üblichen Bed. des gr. Wortes.

14 Petrus jedoch stellte sich mit den [anderen] Elf hin, erhob seine Stimme1 und prophezeite (äußerte) ihnen: „[Liebe] Judäer (Juden)2 und all [ihr] euch in Jerusalem Aufhaltenden (all [ihr] Wohnenden)!3 Dies sei euch bekannt, {und} vernehmt meine Worte!

Original Greek

ΣταθεὶςStatheisHaving stood upG2476V-APP-NSM
δὲdehoweverG1161CONJ
ὁho<the>G3588T-NSM
ΠέτροςPetrosPeterG4074GN-NSM-P
σὺνsunwithG4862PREP
τοῖςtoistheG3588T-DPM
ἕνδεκαhendekaelevenG1733A-NUI
ἐπῆρενepērenhe lifted upG1869V-AAI-3S
τὴνtēntheG3588T-ASF
φωνὴνphōnēnvoiceG5456GN-ASF
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
καὶkaiandG2532CONJ
ἀπεφθέγξατοapephthegxatospoke forthG0669V-ADI-3S
αὐτοῖς·autoisto them:G0846P-DPM
ἄνδρεςandresMenG0435GN-VPM
ἸουδαῖοιIoudaioiof JudeaG2453A-VPM-PG
καὶkaiandG2532CONJ
οἱhoiyou who [are]G3588T-VPM
κατοικοῦντεςkatoikountesinhabitingG2730V-PAP-VPM
ἸερουσαλὴμIerousalēmJerusalemG2419N-ASF-L
πάντες,pantesall,G3956A-VPM
τοῦτοtoutothisG3778D-NSN
ὑμῖνhuminto youG4771P-2DP
γνωστὸνgnōstonknownG1110A-NSN
ἔστωestōshould beG1510V-PAM-3S
καὶkaiandG2532CONJ
ἐνωτίσασθεenōtisasthedo give heed toG1801V-ADM-2P
τὰtatheG3588T-APN
ῥήματάrhēmatadeclarationsG4487N-APN
μου.mouof mine.G3165P-1GS
  1. stellte sich hin, erhob seine Stimme - d.h., bereitete sich darauf vor, eine Rede im Stil und in der Pose eines klassischen Redners zu halten. Auch für andere Reden in Apg stellt man sich derart öffentlich „hin“ (s. Apg 5,20; 17,22; 21,40; 27,21); auch das „Erheben der Stimme“ soll das Folgende als deutlich und laut geäußerte Rede kennzeichnen (s. ähnlich Lk 11,27; Apg 14,11; 22,22), ebenso die Einleitung der Rede mit direkter Ansprache der Hörer und dem förmlichen „Es sei bekannt“ (s. ähnlich Apg 4,10; 13,38; 28,28). Sinnvoll daher: „[Da] trat Petrus zusammen mit den elf anderen Aposteln vor die Menge (NGÜ) und redete laut und feierlich (Zink): Juden! Bürger von Jerusalem! (Zink) Hört mich an! (GN)“
  2. tFN: W. »[liebe] judäische/jüdische Männer« (V. 14) bzw. »[liebe] israelitische Männer« (V. 22); bzw. »[liebe] brüderliche Männer« (V. 29.37); »Männer« wird hier wie im klass. Gr. nur als Einleitung eines Vokativs verwendet und ist im Dt. auszusparen (vgl. BDR §242).
  3. ihr euch Aufhaltenden (all ihr Wohenden) - Gemeint sind wahrscheinlich wieder wie in V. 5 die ausländischen Juden, die zum Wochenfest nach Jerusalem gekommen waren; s. FN g.

15 Diese sind nämlich nicht, wie ihr annehmt, betrunken – es ist ja (nämlich) [erst] die dritte Stunde des Tages1 –,

Original Greek

οὐouNotG3756PRT-N
γὰρgarforG1063CONJ
ὡςhōsasG5613PRT
ὑμεῖςhumeisyou yourselvesG4771P-2NP
ὑπολαμβάνετεhupolambanetesupposeG5274V-PAI-2P
οὗτοιhoutoitheseG3778D-NPM
μεθύουσιν,methuousinare drunkards,G3184V-PAI-3P
ἔστινestinit isG1510V-PAI-3S
γὰρgarforG1063CONJ
ὥραhōra[the] hourG5610N-NSF
τρίτηtritēthirdG5154A-NSF
τῆςtēsof theG3588T-GSF
ἡμέρας,hēmerasday,G2250N-GSF
  1. die dritte Stunde des Tages, also 9:00 Uhr. Gelegentlich wurde vorgeschlagen, dass diese Verteidigung Petri scherzhaft gemeint sei (z.B. von Bruce 1988, S. 60; Dormeyer/Galindo 2003, S. 50). In diesem Fall müsste man stilistisch treffender paraphrasieren à la »Leider hatten wir noch gar keine Gelegenheit, uns zu betrinken; es ist ja erst früher Morgen!« Und in der Tat: Ist die »Verteidigung« ernst gemeint, ist sie nicht sehr schlagkräftig; denn davon, dass Trunkenbolde selbstverständlich auch um 9:00 Uhr betrunken sein können, spricht z.B. schon Cicero (s. Phil. 2,41,104). Gegen die Deutung als Scherz spricht auch nicht, dass Petri Ansprache im Stil einer antiken Rede dargeboten wird; selbst in antiken Gerichtssäälen war Humor in öffentlichen Reden ein beliebtes Stilmittel. Wenn das richtig ist, ist das durchaus etwas, worüber es sich zu meditieren lohnt: Dann ist die erste Äußerung, die vom »Apostelfürsten« Petrus unter dem Einfluss des Heiligen Geistes getan und sogar als Prophetie ausgezeichnet wird – ein Scherz.

16 sondern: Dies ist1 das durch den Propheten Joel Vorhergesagte:2

Original Greek

ἀλλὰallabutG0235CONJ
τοῦτόtoutothisG3778D-NSN
ἐστινestinisG1510V-PAI-3S
τὸtothatG3588T-NSN
εἰρημένονeirēmenonspokenG2046V-RPP-NSN
διὰdiathroughG1223PREP
τοῦtoutheG3588T-GSM
προφήτουprophētouprophetG4396N-GSM
Ἰωήλ·IōēlJoel:G2493N-GSM-P
  1. Dies ist - es folgt eine sog. »Pesher-Auslegung«: Eine alte Prophezeiung wird ausgelegt, indem sie auf aktuelle Geschehnisse bezogen wird. »Dies«, also das, was die Menge in V. 12 aus der Fassung gebracht hatte und über dessen Bedeutung sie nachdenken, ist »jenes, was vom Propheten Joel vorhergesagt wurde«: »Was hier geschieht, ist nichts anderes als die Erfüllung dessen, was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat« (NGÜ).
  2. durch den Propheten Joel Vorhergesagtes - nämlich von Gott, ein sog. »Passivum divinum«. Gut daher NGÜ: »was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat«.

17 »»Und es wird sein1 in den Letzten Tagen:«2 – sagt Gott3 –»Ich werde ausgießen [etwas] von meinem Geist auf alles Fleisch,4Und prophezeien werden eure Söhne und eure Töchter Und eure jungen [Menschen] werden Visionen sehenUnd eure alten [Menschen] werden durch Träume träumen.

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἔσταιestaiit will beG1510V-FDI-3S
ἐνeninG1722PREP
ταῖςtaistheG3588T-DPF
ἐσχάταιςeschataislastG2078A-DPF
ἡμέραις,hēmeraisdays,G2250N-DPF
λέγειlegeisaysG3004GV-PAI-3S
ὁho<the>G3588T-NSM
θεός,theosGod,G2316N-NSM-T
ἐκχεῶekcheōI will pour outG1632V-FAI-1S
ἀπὸapoofG0575PREP
τοῦtoutheG3588T-GSN
πνεύματόςpneumatosSpiritG4151GN-GSN
μουmouof MineG3165P-1GS
ἐπὶepiuponG1909PREP
πᾶσανpasanallG3956A-ASF
σάρκαsarkafleshG4561N-ASF
καὶkaiandG2532CONJ
προφητεύσουσινprophēteusousinwill prophesyG4395V-FAI-3P
οἱhoitheG3588T-NPM
υἱοὶhuioisonsG5207N-NPM
ὑμῶνhumōnof youG4771P-2GP
καὶkaiandG2532CONJ
αἱhaitheG3588T-NPF
θυγατέρεςthugateresdaughtersG2364N-NPF
ὑμῶν,humōnof you,G4771P-2GP
καὶkaiandG2532CONJ
οἱhoitheG3588T-NPM
νεανίσκοιneaniskoiyoung menG3495N-NPM
ὑμῶνhumōnof youG4771P-2GP
ὁράσειςhoraseisvisionsG3706N-APF
ὄψονταιopsontaiwill beholdG3700GV-FDI-3P
καὶkaiandG2532CONJ
οἱhoitheG3588T-NPM
πρεσβύτεροιpresbuteroieldersG4245HN-NPM-C
ὑμῶνhumōnof youG4771P-2GP
ἐνυπνίοιςenupnioisdreamsG1798N-DPN
ἐνυπνιασθήσονται.enupniasthēsontaiwill dream.G1797V-FPI-3P
  1. und es wird sein in den Letzten Tagen: Ich werde... - Übersetze: »In den letzten Tagen werde ich...«. tFN: Denn: Semitismus: »Und es wird sein« entspricht dem Heb. wehajah (»Und es wird sein«), mit dem häufig Prophezeiungen u.Ä. eingeleitet werden, das nur das Folgende als Aussage über Zukünftiges markieren soll und das daher im Dt. fast immer besser auszusparen ist.
  2. in den Letzten Tagen (V. 17) + Tag des Herrn (V. 20) - Zwei häufige Motive aus den Prophetenbüchern. Hinter ihnen steht die Erwartung, dass Gott dereinst am sog. »Tag JHWHs« Gericht über die Menschheit halten und die Herrschaft auf Erden völlig an sich reißen wird (vgl. z.B. Tag Jahwes (AT) (WibiLex)). Diesem besagten Tag gehen die »Letzten Tage« voraus: eine Zeit des Leids, in der sich u.a. auch kosmische Katastrophen abspielen werden (s. z.B. Mk 13,24f.: Sonne und Mond werden sich verfinstern, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte im Himmel erschüttert werden).
  3. sagt Gott - Ins Dt. besser zu übersetzen, indem man es an den Anfang des Zitats verschiebt; gut z.B. BB: »Gott spricht: Das wird in den letzten Tagen geschehen:...« Denn: Semitismus: Ein solches eingeschobenes »sagt Gott« (aus dem Heb. wörtlicher: »Spruch JHWHs«) findet sich oft in den Prophetenbüchern und soll einer Prophezeiung zusätzliche Autorität verleihen, indem es sie noch einmal zurückbindet an Gott, ihren Auftraggeber (vgl. FN am zu Ob 8).
  4. alles Fleisch - d.h. »auf jedermann«.

18 Und auch (selbst) auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen1 werde ich in jenen Tagen [etwas] von meinem Geist ausgießenUnd sie werden prophezeien.

Original Greek

καίkaiandG2532CONJ
γεgeevenG1065PRT
ἐπὶepiuponG1909PREP
τοὺςtoustheG3588T-APM
δούλουςdoulousservantsG1401N-APM
μουmouof MineG3165P-1GS
καὶkaiandG2532CONJ
ἐπὶepiuponG1909PREP
τὰςtastheG3588T-APF
δούλαςdoulashandmaidensG1401N-APF
μουmouof MineG3165P-1GS
ἐνeninG1722PREP
ταῖςtaistheG3588T-DPF
ἡμέραιςhēmeraisdaysG2250N-DPF
ἐκείναιςekeinaisthoseG1565D-DPF
ἐκχεῶekcheōI will pour outG1632V-FAI-1S
ἀπὸapoofG0575PREP
τοῦtoutheG3588T-GSN
πνεύματόςpneumatosSpiritG4151GN-GSN
μουmouof MineG3165P-1GS
καὶkaiandG2532CONJ
προφητεύσουσιν.prophēteusousinthey will prophesy.G4395V-FAI-3P
  1. meine Sklaven und Sklavinnen - Etwas merkwürdige Stelle. Das gr. kai ge (»und auch/sogar«) zeigt deutlich an, dass diese Zeile als Steigerung der vorigen Zeilen zu verstehen ist und also offenbar von einer anderen Personengruppe als »euren Söhnen, Töchtern, Jungen und Alten« die Rede ist (so richtig NSS). Im ursprünglichen Joeltext ist nicht von »meinen Sklaven und Sklavinnen« die Rede, sondern nur von »Sklaven und Sklavinnen«, hier wird also nur der Merismus weitergeführt: ([{Söhne und Töchter} + {Junge und Alte} = Freie Menschen] + [Versklavte Menschen] = Alle Menschen). Warum der Autor der Apg dagegen von »Gottes Sklaven und Sklavinnen« spricht und wer diese sein sollen, ist ganz unsicher.

19 Und ich werde darbieten1 Wunder im Himmel drobenUnd Zeichen auf der Erde drunten:Blut und Feuer und Rauchqualm.

Original Greek

καὶkaiandG2532CONJ
δώσωdōsōI will showG1325V-FAI-1S
τέραταteratawondersG5059N-APN
ἐνeninG1722PREP
τῷtō<the>G3588T-DSM
οὐρανῷouranōheavenG3772N-DSM
ἄνωanōaboveG0507ADV
καὶkaiandG2532CONJ
σημεῖαsēmeiasignsG4592N-APN
ἐπὶepionG1909PREP
τῆςtēstheG3588T-GSF
γῆςgēsearthG1093GN-GSF
κάτω,katōbelow,G2736PREP
αἷμαhaimabloodG0129GN-ASN
καὶkaiandG2532CONJ
πῦρpurfireG4442N-ASN
καὶkaiandG2532CONJ
ἀτμίδαatmidavaporG0822N-ASF
καπνοῦ.kapnouof smoke.G2586N-GSM
  1. darbieten - W. »geben«; Semitismus: Soll betont werden, dass Wunder als Zeichen und dass Zeichen »dargeboten« werden sollen, spricht man im Heb. davon, dass sie »gegeben« werden (s. z.B. Ex 7,9; Dtn 6,22; 13,1; 1 Kön 13,3; Ez 12,6; Joel 2,30; auch Mt 24,24 = Mk 13,22; Apg 14,3.

20 Die Sonne wird verwandelt werden zu FinsternisUnd der Mond zu Blut1 Vor dem Kommen des Tags des Herrn, des großen und sichtbaren (prachtvollen).2

Original Greek

ὁhoTheG3588T-NSM
ἥλιοςhēliossunG2246N-NSM
μεταστραφήσεταιmetastraphēsetaiwill be turnedG3344V-2FPI-3S
εἰςeisintoG1519PREP
σκότοςskotosdarknessG4655N-ASN
καὶkaiandG2532CONJ
ἡhētheG3588T-NSF
σελήνηselēnēmoonG4582N-NSF
εἰςeisintoG1519PREP
αἷμα,haimablood,G0129GN-ASN
πρὶνprinbeforeG4250PREP
ἢēthanG2228CONJ
ἐλθεῖνeltheincomingG2064V-2AAN
τὴνtēntheG3588T-ASF
ἡμέρανhēmerandayG2250N-ASF
κυρίουkuriouof [the] LordG2962GN-GSM-T
τὴνtēn<the>G3588T-ASF
μεγάληνmegalēngreatG3173A-ASF
καὶkaiandG2532CONJ
ἐπιφανῆ.epiphanēglorious.G2016A-ASF
  1. Die Sonne wird verwandelt werden zu Finsternis und der Mond zu Blut - d.h. »die Sonne wird sich verfinstern und der Mond wird blutrot werden.«
  2. sichtbaren (prachtvollen) - Schwierige Übersetzungsfrage: Aus LXX übernommene Fehlübersetzung des heb. Textes; dort steht nora´ (»furchtbar«), LXX las offenbar nir´eh (»sichtbar«) und Lukas widerum übernimmt dies aus LXX (vgl. Fitzmyer 1998, S. 253). OEB orientiert sich am MT (»that great and awful day«); wörtlich JJ (»der große und offenbar werdende Tag«) und KAR (»der große, der Erscheinung Tag«); die meisten anderen Üss. orientieren sich an der zweiten Bed. des gr. Wortes, »prächtig, glanzvoll«, und übersetzen daher mit »leuchtender/prachtvoller Tag« o.Ä. Auf den ersten Blick macht diese dritte Alternative Sinn, ist aber klar nicht gemeint - vgl. z.B. Am 5,18-20: Der Tag JHWHs ist gerade »Finsternis und nicht Licht« und der Verweis auf den Tag JHWHs an unserer Stelle eine Drohung, keine Heilsankündigung.

21 {Und es wird sein:}1 Jeder, der den Namen des Herrn anruft,2 wird gerettet werden.«« 3

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἔσται,estaiit will be,G1510V-FDI-3S
πᾶςpaseveryoneG3956A-NSM
ὃςhoswhoG3739R-NSM
ἂνanwhenG0302PRT
ἐπικαλέσηταιepikalesētaithey shall call uponG1941V-AMS-3S
τὸtotheG3588T-ASN
ὄνομαonomanameG3686N-ASN
κυρίουkuriouof [the] LordG2962GN-GSM-T
σωθήσεται.¶sōthēsetaiwill be saved.’G4982V-FPI-3S
  1. {Und es wird sein:} - Im Dt. besser auszusparender Semitismus ähnlich dem in V. 17: »Und es wird sein« soll im Heb. nur markieren, dass nun in einem anderen Modus gesprochen wird, nämlich im Kommissiv (d.h., es wird nicht mehr nur vorhergesagt, sd. versprochen).
  2. den Namen des Herrn anrufen - Doppelte Antanaklasis: Im Kontext des Joelbuches ist klar, dass mit dem »Herrn« JHWH gemeint ist und »anrufen« soviel bedeutet wie »ihn verehren und ihn um Beistand anrufen«. In Apg 2 dagegen muss der Vers mit V. 38 zusammengelesen werden, und liest man ihn von diesem Vers aus, ist der »Herr« Jesus und »seinen Namen anrufen« meint »sich taufen lassen«.
  3. Joel 3,1

22 [Liebe] Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer,1 einen von Gott für euch beglaubigten (bestellten) Mann durch [die] Machttaten und Wunder und Zeichen, welche Gott durch ihn in eurer Mitte vollbracht hat – wie ihr [ja selbst] wisst –

Original Greek

ἌνδρεςAndresMenG0435GN-VPM
Ἰσραηλῖται,IsraēlitaiIsraelites,G2475N-VPM-PG
ἀκούσατεakousatedo hearG0191V-AAM-2P
τοὺςtous<the>G3588T-APM
λόγουςlogouswordsG3056N-APM
τούτους·toutousthese:G3778D-APM
ἸησοῦνIēsounJesusG2424GN-ASM-P
τὸνton<the>G3588T-ASM
Ναζωραῖον,Nazōraionof Nazareth,G3480N-ASM-LG
ἄνδραandraa manG0435GN-ASM
ἀποδεδειγμένονapodedeigmenonset forthG0584V-RPP-ASM
ἀπὸapobyG0575PREP
τοῦtou<the>G3588T-GSM
θεοῦtheouGodG2316N-GSM-T
εἰςeistoG1519PREP
ὑμᾶςhumasyouG4771P-2AP
δυνάμεσινdunamesinby miraclesG1411N-DPF
καὶkaiandG2532CONJ
τέρασινterasinby wondersG5059N-DPN
καὶkaiandG2532CONJ
σημείοιςsēmeioisby signsG4592N-DPN
οἷςhoiswhichG3739R-DPN
ἐποίησενepoiēsendidG4160GV-AAI-3S
δι᾽di᾽throughG1223PREP
αὐτοῦautouHimG0846P-GSM
ὁho<the>G3588T-NSM
θεὸςtheosGodG2316N-NSM-T
ἐνeninG1722PREP
μέσῳmesō[the] midstG3319A-DSN
ὑμῶν,humōnof you,G4771P-2GP
καθὼςkathōseven asG2531CONJ
καὶkaialsoG2532CONJ
αὐτοὶautoiyou yourselvesG0846P-NPM
οἴδατε,oidateknow,G6063V-RAI-2P
  1. Nazoräer - Unsicheres Wort, das häufig von Jesus und auch von seinen Jüngern gesagt wird. Die meisten Exegeten halten es für eine Nebenform von »Nazarener« (vgl. Fitzmyer 1998, S. 254), also: »Jesus aus Nazaret«. Einen alternativen Vorschlag haben z.B. Berger 1996; Black 1967, S. 197-200 und Wagner 2001 gemacht, sind damit aber offenbar nicht auf viel Zustimmung gestoßen: nazoraios (»Nazoräer«) sei entweder abzuleiten vom Heb. natsar (»bewahren, befolgen«) und Jesus sollte mit dieser Bezeichnung als besonders gesetzestreuer Mensch ausgezeichnet werden (»Jesus, der Befolger [der Gebote]«, so Wagner) oder es sei vom Heb. nazar (»aussondern«) abzuleiten und es sollte damit gesagt sein, dass Jesus wie z.B. auch Samson (s. Ri 13,3-5; 16,17) ein »Nasiräer« war (Berger, Black), also eine Art asketischen Lebensstand auf Zeit hatte, zu dem es gehörte, auf Fleisch, Alkohol und Geschlechtsverkehr zu verzichten und sich nicht die Haare zu schneiden (vgl. z.B. Nasiräer (AT) (WiBiLex)).

23 diesen [euch] – wegen dem beschlossenen (festgesetzten) Plan und dem Vorauswissen Gottes!1 – Ausgelieferten habt ihr getötet, indem [ihr ihn] durch Hände Gesetzloser2 [ans Kreuz] geschlagen [habt];

Original Greek

τοῦτονtoutonHimG3778D-ASM
τῇtēaby theG3588T-DSF
ὡρισμένῃhōrismenēdeterminedG3724V-RPP-DSF
βουλῇboulēaplanG1012N-DSF
καὶkaiandG2532CONJ
προγνώσειprognōseiforeknowledgeG4268N-DSF
τοῦtou<the>G3588T-GSM
θεοῦtheouof GodG2316N-GSM-T
ἔκδοτονekdotondelivered upG1560A-ASM
λαβόντεςlabonteshaving takenG2983V-2AAP-NPM
διὰdiathroughG1223PREP
χειρὸςcheiroshandG5495N-GSF
ἀνόμωνanomōnlawlessG0459A-GPM
προσπήξαντεςprospēxanteshaving crucifiedG4362V-AAP-NPM
ἀνείλατε,aneilateYou executed,G0337V-2AAI-2P
  1. wegen dem beschlossenen (festgesetzten) Plan und dem Vorauswissen Gottes! - Eine für den Autoren der Apg sehr wichtige Präzisierung: Dass der Sohn Gottes getötet worden war, war ein Skandal; und dies umso mehr, als er mit seiner Kreuzigung den Tod eines Verbrechers starb. Aus diesem Grund betont Lukas noch häufiger, dass dieser Skandal eigentlich gerade kein Skandal ist – sondern dass all dies zurückzuführen ist auf Gottes verborgenen Heilsplan. S. ähnlich Lk 24,6f..25f..44-46; Apg 3,18; 4,28.
  2. Gesetzloser, nämlich die der Römer, die nicht unter dem Gesetz der Juden standen (vgl. z.B. Bruce 1988, S. 63f.; ähnlich wird das Wort z.B. verwendet in 1 Kor 9,21).

24 [ihn,] den Gott auferstehen ließ, indem er die Geburtswehen (Fesseln?)1 des Todes löste, weil es nicht möglich war, dass er unter ihm gehalten wurde.2

Original Greek

ὃνhonwhomG3739R-ASM
ὁho<the>G3588T-NSM
θεὸςtheosGodG2316N-NSM-T
ἀνέστησενanestēsenraised upG0450V-AAI-3S
λύσαςlusashaving loosedG3089V-AAP-NSM
τὰςtastheG3588T-APF
ὠδῖναςōdinasagonyG5604N-APF
τοῦtou<the>G3588T-GSM
θανάτου,thanatouof death,G2288N-GSM
καθότιkathotiinasmuch asG2530CONJ
οὐκouknotG3756PRT-N
ἦνēnit wasG1510V-IAI-3S
δυνατὸνdunatonpossibleG1415A-NSN
κρατεῖσθαιkrateisthai[for] to be heldG2902V-PPN
αὐτὸνautonHimG0846P-ASM
ὑπ᾽hup᾽byG5259GPREP
αὐτοῦ.¶autouit.G0846P-GSM
  1. Geburtswehen (Fesseln?) - ein ganz ähnliches Übersetzungsproblem wie in V. 20; s. FN ad: Petrus zitiert hier Ps 18,4f. oder 116,3, wo im Heb. von den »Stricken des Todes« die Rede ist. Dahinter steht die Vorstellung, dass man nach dem Tod eingeht in das Reich des Todes, das man sich vorstellte wie eine Stadt mit verriegelbaren Toren, hinter denen man dann gefangen war. Für dieses gefangen-Sein steht die metaphorische Rede von den »Stricken des Todes«. Die LXX übersetzt an beiden Stellen aber nicht mit »Stricke«, sondern falsch mit »Geburtswehen des Todes« und von dort übernimmt das auch der Autor von Apg. Sprachlich unmöglich ist die Deutung, dass Jesus »fürchterlich litt, als er tot war« (T4T); der Sinn des Bildes kann dann nur sein, dass der Tod in Geburtswehen lag und Gott ihm diese nahm, indem er dem Tod half, Jesus wieder »auf die Welt« zu bringen – ein »bizarres Bild« (Bratcher 1959, S. 19), bei dem wir uns sicher sein können, dass es nicht das von Lukas intendierte war und nur darauf zurückzuführen ist, dass er LXX wörtlich zitiert.Viele kommunikative Üss. lösen das Problem, indem sie sich am hebräischen Text orientieren: wörtlich (!) B/N und Stier (»er hat die Fesseln des Todes durchschnitten«); freier HfA (»indem er die Macht/Gewalt des Todes brach«; ähnlich BB, GN, KAM, NGÜ, NeÜ).
  2. dass er unter ihm gehalten wurde - sinngemäß gut EÜ: »denn es war unmöglich, daß er vom Tod festgehalten wurde«.

25 Denn1 David sagt über ihn: »Ich hatte den Herrn vor mir vor Augen2 durch alle [Zeit],Weil er zu meiner Rechten ist, damit ich nicht wanken3 werde.

Original Greek

ΔαυὶδDauidDavidG1138N-NSM-P
γὰρgarforG1063CONJ
λέγειlegeisaysG3004GV-PAI-3S
εἰςeisaboutG1519PREP
αὐτόν·autonHim:G0846P-ASM
προορώμηνproorōmēnI was foresseeingG4308V-IMI-1S
τὸνtontheG3588T-ASM
κύριονkurionLordG2962GN-ASM-T
ἐνώπιόνenōpionbeforeG1799PREP
μουmoumeG3165P-1GS
διὰdiathroughG1223PREP
παντός,pantosall [times],G3956A-GSM
ὅτιhotibecauseG3754HCONJ
ἐκekat [the]G1537PREP
δεξιῶνdexiōnright handG1188A-GPN
μούmouof meG3165P-1GS
ἐστινestinHe isG1510V-PAI-3S
ἵναinathatG2443CONJ
μὴmēnotG3361PRT-N
σαλευθῶ·saleuthōI may be shaken;G4531V-APS-1S
  1. Denn - Auf den ersten Blick ist nicht gut zu erkennen, worauf das »denn« sich bezieht; viele Üss. lassen es daher aus und zerstören damit die Argumentationsstruktur der ganzen Rede. Zu Jesu Zeit sah man die Bibel nicht nur als Heilige Schrift an, sondern jeder Text war immer auch prophetischer Text; auch ein Psalm wie der, der gleich zitiert werden wird (vgl. gut z.B. Moffitt 2011, S. 82; in 11QPsa XXVII werden Davids Psalmen sogar explizit als »Prophetien« bezeichnet). Aus diesem Grund lässt sich auch aus solchen Texten der Heilsplan Gottes ablesen, und dies tut Petrus hier: »Es war nicht möglich, dass Jesus vom Tod festgehalten wurde, denn [Gottes Plan war ein anderer und lässt sich aus Ps 16 ablesen; dort nämlich] sagt David über Jesus:...«
  2. Ich hatte den Herrn vor mir vor Augen - Das Gr. prosoromen heißt selbst schon »vor Augen haben«; die Doppelung mit »vor mir« wirkt im Gr. also redundant. »JHWH vor Augen haben« meint hier natürlich »sich JHWH vor Augen halten« (gut Herkenne 1936, S. 83), also »an JHWH ausgerichtet leben«, nämlich v.a. »by honouring Him and obeying His law« (Kissane 1953, S. 65). Diese JHWH-Treue soll durch die redundante Formulierung und durch das »durch alle [Zeit]« noch zusätzlich unterstrichen werden: »Weil JHWH mir beisteht, bin ich sehr fromm, und zwar immer«. Gut KAR: »Ich halte mir immer den Herrn vor Augen«.
  3. wanken - Häufige bibl. Metapher die Gefährdung, aus der direkt Vernichtung und Tod folgt (s. FN r zu Ps 30,7).

26 Darum freute sich mein Herz1 Und jubelte meine ZungeUnd noch dazu wird mein Fleisch sich niederlassen (zelten) aufgrund [meiner] Zuversicht (Hoffnung),2

Original Greek

διὰdiaBecause ofG1223PREP
τοῦτοtoutothisG3778D-ASN
ηὐφράνθηēuphranthēwas gladG2165V-API-3S
ἡhētheG3588T-NSF
καρδίαkardiaheartG2588N-NSF
μουmouof mineG3165P-1GS
καὶkaiandG2532CONJ
ἠγαλλιάσατοēgalliasatorejoicedG0021V-ADI-3S
ἡhētheG3588T-NSF
γλῶσσάglōssatongueG1100N-NSF
μου,mouof mine,G3165P-1GS
ἔτιetiandG2089ADV
δὲdenowG1161CONJ
καὶkaialsoG2532CONJ
ἡhētheG3588T-NSF
σάρξsarxfleshG4561N-NSF
μουmouof mineG3165P-1GS
κατασκηνώσειkataskēnōseiwill dwellG2681V-FAI-3S
ἐπ᾽ep᾽inG1909PREP
ἐλπίδι.elpidihope.G1680N-DSF
  1. mein Herz + meine Zunge + mein Fleisch (V. 26) + meine Seele (V. 27) - d.h. jeweils: »Ich«. In der bibl. Poesie wird oft eine Handlung oder eine Empfindung eines Menschen nicht von ihm ausgesagt, sondern von dem Körperteil, der hauptsächlich an dieser Handlung/Empfindung beteiligt ist; im Dt. muss man das fast stets durch »ich« o.Ä. übersetzen.
  2. mein Fleisch wird sich niederlassen aufgrund [meiner] Zuversicht, d.h. sehr wahrscheinlich nicht »Ich kann mich sorglos Sterben legen« oder gar »auch im Tot verliere ich nicht die Zuversicht« (so z.B. BB, GN, HfA, KAM, NGÜ, NeÜ, NSS, Zink), denn der Beter wird ja gerade nicht »wanken« (V. 25) und darum gerade nicht sterben (V. 27). Zu vergleichen ist stattdessen z.B. Ps 4,9 und die Bed. ist dann: »Weil ich mir keine Sorgen zu machen brauche, kann ich mich ruhig niederlassen«. Auf Jesus passt dieser und der nächste Vers dennoch sehr genau: »Ein alter jüdischer Glaube war der, dass der Geist einer [verstorbenen] Person drei Tage lang im Körper [dieser Person] blieb und ihn erst am vierten Tag verließ, und dass erst zu diesem Zeitpunkt die Verwesung des Fleisches wirklich einsetzte (vgl. Joh 11,17.39).« (Witherington 1998, S. 145; vgl. z.B. auch Leuenberger 2012, S. 326f.). Nach alter jüdischer Vorstellung ist Jesus also nach den drei Tagen noch gar nicht »richtig« gestorben, sondern gerade noch rechtzeitig vor dem endgültigen Hinabstieg in das Reich des Todes und vor dem Einsetzen der Verwesung von Gott auferweckt worden: Gott hat ihn nicht dem Hades überlassen.

27 Weil du meine Seele nicht dem Hades1 überlassen (im Hades zurücklassen) wirstUnd nicht zulassen wirst, dass dein Heiliger Verwesung erfährt.

Original Greek

ὅτιhotiforG3754HCONJ
οὐκouknotG3756PRT-N
ἐγκαταλείψειςegkataleipseisYou will abandonG1459V-FAI-2S
τὴνtēntheG3588T-ASF
ψυχήνpsuchēnsoulG5590GN-ASF
μουmouof mineG3165P-1GS
εἰςeisintoG1519PREP
ᾅδην,hadēnHades,G0086N-ASM-L
οὐδὲoudenorG3761CONJ-N
δώσειςdōseiswill You allowG1325V-FAI-2S
τὸνtontheG3588T-ASM
ὅσιόνhosionHoly OneG3741A-ASM
σουsouof YouG4771P-2GS
ἰδεῖνideinto seeG1492HV-2AAN
διαφθοράν.diaphthorandecay.G1312N-ASF
  1. Hades - gr. Begriff für das Reich des Todes.

28 Du hast mir die Wege des Lebens1 kundgetan,Du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Gesicht.«2 3

Original Greek

ἐγνώρισάςegnōrisasYou have made knownG1107V-AAI-2S
μοιmoito meG3165P-1DS
ὁδοὺςhodous[the] pathsG3598N-APF
ζωῆς,zōēsof life,G2222N-GSF
πληρώσειςplērōseisYou will fillG4137V-FAI-2S
μεmemeG3165P-1AS
εὐφροσύνηςeuphrosunēswith joyG2167N-GSF
μετὰmetainG3326PREP
τοῦtoutheG3588T-GSN
προσώπουprosōpoupresenceG4383N-GSN
σου.¶souof You.’G4771P-2GS
  1. die Wege des Lebens sind ein häufiges Konzept aus ägyptischen und israelitischen Weisheitsliteratur. Gemeint sind nicht die »Wege, die zurück ins Leben führen« (so viele Üss.), sondern ein gottgefälliger und weisheitsgemäßer Lebenswandel, der im Unterschied zu den »Wegen der Frevler« nicht zum Tod führt, sondern ein heilvolles Leben ermöglicht. Vgl. dazu ausführlich Liess 2004, S. 223-247 und s. noch Spr 2,19; 4,11-5,14 (s. bes. 5,6); 10,16f.; 15,24; sehr verwandt in der Vorstellung auch Ps 1.
  2. Du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Gesicht - Auch dies spricht sehr wahrscheinlich nicht von »Auferstehung«, sd. meint ungefähr »du wirst mich dadurch mit Freude erfüllen, dass ich bei deinem Gesicht sein kann«, und Letzteres ist wohl eine Abkürzung dafür, dass der Beter »Gottes Gesicht sehen« darf; eine häufigere Metapher für die prinzipielle Erfahrung von Heil, die besonders denen verheißen ist, die Gottes Willen tun. Vgl. ganz ähnlich Ps 17,15; auch Ps 11,7. Vgl. außerdem die häufige Rede davon, dass Gott »das Licht seines Gesichts über jmdn leuchten lässt«, eine weitere Metapher für Heilserweise vonseiten JHWHs. Vgl. zu beiden Metaphern auch Smith 1988b. V. 28 meint also in etwa: »Du hast mir gezeigt, wie man leben soll, [und weil so zu leben zu einem freudvollen Leben führt,] werde ich durch deine Gnade freudvoll leben.«
  3. Psalm 16,8

29 [Liebe] Brüder, man kann mit Freimut (Offenheit) zu euch über den Patriarchen David sprechen – [nämlich darüber,] dass er sowohl starb als auch begraben wurde, und [dass] seine Grabstätte bis zu diesem Tage bei uns ist.1

Original Greek

ἌνδρεςAndresMenG0435GN-VPM
ἀδελφοί,adelphoibrothers,G0080N-VPM
ἐξὸνexonit is permitted [me]G1832V-PAP-NSN
εἰπεῖνeipeinto speakG2036V-2AAN
μετὰmetawithG3326PREP
παρρησίαςparrēsiasfreedomG3954N-GSF
πρὸςprostoG4314PREP
ὑμᾶςhumasyouG4771P-2AP
περὶpericoncerningG4012PREP
τοῦtoutheG3588T-GSM
πατριάρχουpatriarchoupatriarchG3966N-GSM
ΔαυὶδDauidDavidG1138N-GSM-P
ὅτιhotithatG3754GCONJ
καὶkaibothG2532CONJ
ἐτελεύτησενeteleutēsenhe diedG5053V-AAI-3S
καὶkaiandG2532CONJ
ἐτάφηetaphēwas buriedG2290V-2API-3S
καὶkaiandG2532CONJ
τὸtotheG3588T-NSN
μνῆμαmnēmatombG3418N-NSN
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
ἔστινestinisG1510V-PAI-3S
ἐνenamongG1722PREP
ἡμῖνhēminusG3165P-1DP
ἄχριachriuntoG0891PREP
τῆςtēs<the>G3588T-GSF
ἡμέραςhēmerasdayG2250N-GSF
ταύτης.tautēsthis.G3778D-GSF
  1. Zu Davids Grabstätte s. 1 Kön 2,10; Neh 3,16. Sie befand sich in Jerusalem und erst einige Jahre zuvor hatte Herodes der Große diese Grabstätte nach einem Plünderungsversuch zusätzlich ausgebaut (vgl. JosAnt XVI.7). Heute ist ihr Ort vergessen; eine neuere und verbreitete Tradition verortet sie allerdings interessanterweise ins selbe Gebäude, in das traditionellerweise auch der Abendmahlssaal verortet wird.

30 Weil er nun ein Prophet1 war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, [jemanden] aus der Frucht seiner Lende auf seinen Thron zu setzen, 2

Original Greek

προφήτηςprophētēsA prophetG4396N-NSM
οὖνounthereforeG3767CONJ
ὑπάρχωνhuparchōnbeingG5225V-PAP-NSM
καὶkaiandG2532CONJ
εἰδὼςeidōsknowingG6063V-RAP-NSM
ὅτιhotithatG3754GCONJ
ὅρκῳhorkōwith an oathG3727N-DSM
ὤμοσενōmosensworeG3660V-AAI-3S
αὐτῷautōto himG0846P-DSM
ὁho<the>G3588T-NSM
θεὸςtheosGodG2316N-NSM-T
ἐκekout of [the]G1537PREP
καρποῦkarpoufruitG2590N-GSM
τῆςtēsof theG3588T-GSF
ὀσφύοςosphuosloinsG3751N-GSF
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
τὸto<the>G3588T-ASN
κατὰkataaccording toG2596PREP
σάρκαsarkafleshG4561N-ASF
ἀναστήσεινanastēseingoing to raise upG0450V-FAN
τὸνtontheG3588T-ASM
χριστόνchristonChristG5547N-ASM-T
καθίσαιkathisaito setG2523V-AAN
ἐπὶepiuponG1909PREP
τὸνtontheG3588T-ASM
θρόνονthrononthroneG2362N-ASM
αὐτοῦ,autouof him,G0846P-GSM
  1. Prophet - Zur Bezeichnung Davids als »Prophet« vgl. 11QPsa XXVII 11: »All diese [seine Psalmen und Lieder] sprach er durch Prophetie, die ihm gegeben worden war vom Höchsten.«
  2. Psalm 132,11

31 sprach er im Vorhinein über die Auferstehung des Christus – [nämlich,] dass er weder dem Hades überlassen werden würde (im Hades zurückgelassen werden würde) noch sein Fleisch Verwesung erfahren würde. 1

Original Greek

προϊδὼνproidōnHaving foreseenG4308V-2AAP-NSM
ἐλάλησενelalēsenhe spokeG2980V-AAI-3S
περὶpericoncerningG4012PREP
τῆςtēstheG3588T-GSF
ἀναστάσεωςanastaseōsresurrectionG0386N-GSF
τοῦtouof theG3588T-GSM
ΧριστοῦChristouChristG5547N-GSM-T
ὅτιhotithatG3754GCONJ
οὔτεouteneitherG3777CONJ-N
ἐγκατελείφθηegkateleiphthēwas He left behindG1459V-API-3S
ἡhētheG3588T-NSF
ψυχὴpsuchēsoulG5590GN-NSF
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
εἰςeisintoG1519PREP
ᾅδηνhadēnHadesG0086N-ASM-L
οὔτεoutenorG3777CONJ-N
ἡhētheG3588T-NSF
σὰρξsarxfleshG4561N-NSF
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
εἶδενeidensawG1492HV-2AAI-3S
διαφθοράν.diaphthorandecay.G1312N-ASF
  1. Psalm 16,10

32 Diesen Jesus hat Gott auferstehen lassen, wofür wir alle Zeugen sind.

Original Greek

τοῦτονtoutonThisG3778D-ASM
τὸνton<the>G3588T-ASM
ἸησοῦνIēsounJesusG2424GN-ASM-P
ἀνέστησενanestēsenhas raised upG0450V-AAI-3S
ὁho<the>G3588T-NSM
θεός,theosGod,G2316N-NSM-T
οὗhouof whichG3739R-GSM
πάντεςpantesallG3956A-NPM
ἡμεῖςhēmeiswe ourselvesG3165P-1NP
ἐσμενesmenareG1510V-PAI-1P
μάρτυρες.martureswitnesses.G3144N-NPM

33 Nachdem er nun zur Rechten (durch die rechte Hand) Gottes erhöht worden war und auch den verheißenen Heiligen Geist (die Verheißung des Heiligen Geistes) vom Vater empfangen hatte, goß er diesen aus, was (den) ihr sowohl seht als auch hört.

Original Greek

τῇtēaTo theG3588T-DSF
δεξιᾷdexiaright handG1188A-DSF
οὖνounthereforeG3767CONJ
τοῦtou<the>G3588T-GSM
θεοῦtheouof GodG2316N-GSM-T
ὑψωθεὶςhupsōtheishaving been exaltedG5312V-APP-NSM
τήνtēn<the>G3588T-ASF
τεteandG5037CONJ
ἐπαγγελίανepangelianthe promiseG1860N-ASF
τοῦtouof theG3588T-GSN
πνεύματοςpneumatosSpiritG4151GN-GSN
τοῦtou<the>G3588T-GSN
ἁγίουhagiouHolyG0040GA-GSN
λαβὼνlabōnhaving receivedG2983V-2AAP-NSM
παρὰparafromG3844PREP
τοῦtoutheG3588T-GSM
πατρὸςpatrosFatherG3962N-GSM-T
ἐξέχεενexecheenHe has poured outG1632V-AAI-3S
τοῦτοtoutothisG3778D-ASN
ὃhowhichG3739R-ASN
νὺνnunnowG3568ADV
ὑμεῖςhumeisyou yourselvesG4771P-2NP
καὶkaibothG2532CONJ
βλέπετεblepeteare seeingG0991V-PAI-2P
καὶkaiandG2532CONJ
ἀκούετε.akouetehearing.G0191V-PAI-2P

34 Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgestiegen; stattdessen sagt er selbst: »Es sagte der Herr zu meinem Herrn: »Sitze (Setze dich) zu meiner Rechten,

Original Greek

οὐouNotG3756PRT-N
γὰρgarforG1063CONJ
ΔαυὶδDauidDavidG1138N-NSM-P
ἀνέβηanebēascendedG0305V-2AAI-3S
εἰςeisintoG1519PREP
τοὺςtoustheG3588T-APM
οὐρανούς,ouranousheavens,G3772N-APM
λέγειlegeihe saysG3004GV-PAI-3S
δὲdehoweverG1161CONJ
αὐτός·autoshimself:G0846P-NSM
εἶπενeipenSaidG2036V-2AAI-3S
ὁhotheG3588T-NSM
κύριοςkuriosLordG2962GN-NSM-T
τῷtōto theG3588T-DSM
κυρίῳkuriōLordG2962GN-DSM-T
μου·mouof me;G3165P-1GS
κάθουkathoudo sitG2521V-PNM-2S
ἐκekatG1537PREP
δεξιῶνdexiōn[the] right handG1188A-GPN
μου,mouof Me,G3165P-1GS

35 bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße mache!«« 1

Original Greek

ἕωςhe'ōsuntilG2193PREP
ἂνanwhenG0302PRT
θῶthōI may placeG5087V-2AAS-1S
τοὺςtoustheG3588T-APM
ἐχθρούςechthrousenemiesG2190N-APM
σουsouof YouG4771P-2GS
ὑποπόδιονhupopodiona footstoolG5286N-ASN
τῶνtōnof theG3588T-GPM
ποδῶνpodōnfeetG4228N-GPM
σου.souof You.’G4771P-2GS
  1. Psalm 110,1

36 Mit Sicherheit sei nun dem ganzen Haus Israel bekannt, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat – diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!

Original Greek

ἀσφαλῶςasphalōsAssuredlyG0806ADV
οὖνounthereforeG3767CONJ
γινωσκέτωginōsketōshould knowG1097V-PAM-3S
πᾶςpasallG3956A-NSM
οἶκοςoikos[the] houseG3624HN-NSM
ἸσραὴλIsraēlof IsraelG2474N-GSM-L
ὅτιhotithatG3754GCONJ
καὶkaibothG2532CONJ
κύριονkurionLordG2962GN-ASM-T
αὐτὸνautonHimG0846P-ASM
καὶkaiandG2532CONJ
χριστὸνchristonChristG5547N-ASM-T
ἐποίησενepoiēsenhas madeG4160GV-AAI-3S
ὁho<the>G3588T-NSM
θεός,theosGod —G2316N-NSM-T
τοῦτονtoutonthisG3778D-ASM
τὸνton<the>G3588T-ASM
ἸησοῦνIēsounJesusG2424GN-ASM-P
ὃνhonwhomG3739R-ASM
ὑμεῖςhumeisyou yourselvesG4771P-2NP
ἐσταυρώσατε.¶estaurōsatecrucified.G4717V-AAI-2P

37 Als sie {aber} [dies] hörten, wurden sie im Herz durchbohrt.1 Sie sagten auch zu Petrus und den übrigen Aposteln: »Was sollen wir tun, [liebe] Brüder?«

Original Greek

ἈκούσαντεςAkousantesHaving heardG0191V-AAP-NPM
δὲdethenG1161CONJ
κατενύγησανkatenugēsanthey were piercedG2660V-2API-3P
τὴνtēnto theG3588T-ASF
καρδίαν,kardianheart,G2588N-ASF
εἶπόνeiponthey saidG2036V-2AAI-3P
τεtethenG5037CONJ
πρὸςprostoG4314PREP
τὸνton<the>G3588T-ASM
ΠέτρονPetronPeterG4074GN-ASM-P
καὶkaiandG2532CONJ
τοὺςtoustheG3588T-APM
λοιποὺςloipousotherG3062A-APM
ἀποστόλους·apostolousapostles;G0652N-APM
τίtiWhatG5101I-ASN
ποιήσωμεν,poiēsōmenshall we do,G4160GV-AAS-1P
ἄνδρεςandresmenG0435GN-VPM
ἀδελφοί;adelphoibrothers?G0080N-VPM
  1. wurden sie im Herz durchbohrt - d.h., »traf es sie mitten ins Herz« (gut KAR; ähnlich BB, GN, NL); »ging ihnen ein Stich durchs Herz« (ZINK); »Als die Leute das hörten, waren sie von dieser Botschaft tief betroffen« (HfA; ähnlich NeÜ, NGÜ).

38 Petrus {aber} [antwortete] ihnen: »Denkt um!«,1 {sagt[e] er,}2 »und es lasse sich taufen ein jeder von euch auf3 den Namen Jesu Christi4 zur Vergebung der Sünden von euch! Und ihr werdet empfangen das Geschenk, [das] der Heilige Geist [ist].

Original Greek

ΠέτροςPetrosPeterG4074GN-NSM-P
δὲdethenG1161CONJ
πρὸςprostoG4314PREP
αὐτούς·autousthem;G0846P-APM
μετανοήσατεmetanoēsatedo repentG3340V-AAM-2P
φησὶνphēsinhe declaredG5346V-PAI-3S
καὶkaiandG2532CONJ
βαπτισθήτωbaptisthētōshould be baptizedG0907V-APM-3S
ἕκαστοςhekastosevery oneG1538A-NSM
ὑμῶνhumōnof youG4771P-2GP
ἐπὶepiinG1909PREP
τῷtōtheG3588T-DSN
ὀνόματιonomatinameG3686N-DSN
ἸησοῦIēsouof JesusG2424GN-GSM-P
ΧριστοῦChristouChristG5547N-GSM-T
εἰςeisfor theG1519PREP
ἄφεσινaphesinforgivenessG0859N-ASF
τῶνtōnof theG3588T-GPF
ἁμαρτιῶνhamartiōnsinsG0266N-GPF
ὑμῶνhumōnof youG4771P-2GP
καὶkaiandG2532CONJ
λήμψεσθεlēmpsestheyou will receiveG2983V-FDI-2P
τὴνtēntheG3588T-ASF
δωρεὰνdōreangiftG1431N-ASF
τοῦtouof theG3588T-GSN
ἁγίουhagiouHolyG0040GA-GSN
πνεύματος·pneumatosSpirit;G4151GN-GSN
  1. Denkt um - Gr. metanoeo, ein Leitwort in Lk und Apg, das wenn möglich stets gleich übersetzt werden sollte. S. Lk 10,13; 11,32; 13,3.5; 15,7.10; 16,30; 17,3f.; Apg 3,19; 8,22; 17,30; Apg 26,30: Das »Umdenken« ist der Sinneswandel eines Menschen, der zuvor falsch gehandelt hat und von seinem »Umdenken« an – oft: nach zwischengeschalteter »Buße« – anders, nämlich gut, handeln will. Stark ZINK: »Stellt euch um, stellt euch ganz und gar um!«; gut auch ALB, GREB, KNO (»ändert euren Sinn/eure Gesinnung!«), BB (»ändert euer Leben«). Zu kurz greifen die häufigen Üss. »bekehrt euch«, »bereut« oder »tut Buße«.
  2. Textkritik: In sehr vielen Handschriften findet sich ein zusätzliches {sagt[e] er}, das aber sicher erst von späterer Hand eingefügt wurde (vgl. TCNT, S. 261).
  3. Textkritik: auf - Gr. epi; untypische Präposition statt gewöhnlichem en. Einige Handschriften ändern daher nachträglich zu en, was aber wieder sicher sekundär ist. S. nächste FN.
  4. auf den Namen Jesu Christi - Die untypische Präposition (s. vorige FN) ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Lukas einen wörtl. Rückbezug zu V. 21 schaffen will, wo sich im Joel-Zitat in pas ho epikalesätai to onoma kuriou (»jeder, der den Namen des Herrn anruft«) ebenfalls ein epi findet (vgl. Hartman 2011, S. 406; Labahn 2011, S. 349 FN 51): Die Taufe, bei der sicher auch der Name dessen, »auf den« man getauft wurde, angerufen wurde (s. Apg 22,16: »Lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst (epikalesamenos)!«; vgl. z.B. Avemarie 2002, 41f.), wird zur Erfüllung der Prophezeiung Joels. Dies ist es dann wahrscheinlich auch, was mit der umstrittenen Formel »sich taufen lassen auf den Namen Jesu Christi« gemeint ist: »sich taufen lassen unter Nennung des Namens Jesu Christi« (so z.St. z.B. Avemarie 2002, S. 32.41f.; Bruce 1988, S. 70; Heitmüller 1903, S. 88; NSS; Witherington 1998, S. 154).

39 ''Euch'' nämlich gilt die Verheißung1 und euren Kindern, und allen, die fern2 [sind], wie viele auch hinzurufen3 mag der Herr, unser Gott.«

Original Greek

ὑμῖνhuminTo youG4771P-2DP
γάρgarforG1063CONJ
ἐστινestinisG1510V-PAI-3S
ἡhētheG3588T-NSF
ἐπαγγελίαepangeliapromiseG1860N-NSF
καὶkaiandG2532CONJ
τοῖςtoisto theG3588T-DPN
τέκνοιςteknoischildrenG5043N-DPN
ὑμῶνhumōnof youG4771P-2GP
καὶkaiandG2532CONJ
πᾶσινpasinto allG3956A-DPM
τοῖςtoisthoseG3588T-DPM
εἰςeisatG1519PREP
μακράν,makrana distance,G3112ADV
ὅσουςhosousas many asG3745K-APM
ἂνanmaybeG0302PRT
προσκαλέσηταιproskalesētaimay call to HimselfG4341V-ADS-3S
κύριοςkurios[the] LordG2962GN-NSM-T
ὁhotheG3588T-NSM
θεὸςtheosGodG2316N-NSM-T
ἡμῶν.hēmōnof us.G3165P-1GP
  1. Verheißung - Gemeint ist sicher die Verheißung aus V. 21: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.« Das ist natürlich besonders relevant für die Angesprochenen: Auch und gerade ihnen gilt die Verheißung; ihnen, die doch den Messias getötet haben!
  2. fern - mgl. Bedeutungen: (1) »geistliche« Entfernung, also Heiden (s. Eph 2,11.13.17f.); (2) räumliche Entfernung, also entweder Juden anderer Länder (kein guter Beleg im NT) oder Heiden anderer Länder (s. Apg 22,21); (3) zeitliche Entfernung, also künftige Geschlechter (vgl. LSJ s.v. makros II.1). Am wahrscheinlichsten sind an dieser Stelle die Juden anderer Länder gemeint, da Apg 2 noch ganz von der Missionierung der Juden handelt (so z.B. auch Witherington 1998, S. 155).
  3. hinzurufen + hinzufügen - nämlich zur Gemeinschaft der Christen.hinzugefügt werden ist recht sicher ein sog. »theologisches Passiv«, also eine Ausdrucksvariante zu »Gott fügte hinzu«, s. V 47.

40 Auch mit anderen weiteren1 Worten legte er Zeugnis ab und mahnte sie {indem er sagte}: »Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!«2

Original Greek

ἑτέροιςheteroisin otherG2087A-DPM
τεteAndG5037CONJ
λόγοιςlogoiswordsG3056N-DPM
πλείοσινpleiosinmanyG4119A-DPM-C
διεμαρτύρατοdiemarturatohe earnestly testifiedG1263V-ADI-3S
καὶkaiandG2532CONJ
παρεκάλειparekaleiwas exhortingG3870V-IAI-3S
αὐτοὺςautousthemG0846P-APM
λέγων·legōnsaying;G3004GV-PAP-NSM
σώθητεsōthētedo be savedG4982V-APM-2P
ἀπὸapofromG0575PREP
τῆςtēstheG3588T-GSF
γενεᾶςgeneasgenerationG1074N-GSF
τῆςtēs<the>G3588T-GSF
σκολιᾶςskoliasperverseG4646A-GSF
ταύτης.tautēsthis.G3778D-GSF
  1. Auch + andere + weitere - etwas überflüssig wirkende Häufung von Worten ähnlicher Bedeutung: Petrus hat noch weiter und noch mehr und noch mit anderen Worten zu ihnen geredet. Dies wird noch durch das Hendyadoin »Zeugnis ablegen und sie ermahnen« verstärkt. Gut daher OEB: »Peter spoke to them for a long time using many other arguments and pleaded with them.«
  2. Geschlecht meint w. eigentlich nur die »Generation«, wird im NT aber noch häufiger fast wie ein Schimpfwort verwendet; s. Mk 8,12 (dazu auch FN o; 8,38; 9,19; Lk 9,41; 11,29: Die ganze Generation ist verderbt und so verdammt, und aus dieser Masse der Verdammten sollen die Angesprochenen sich retten lassen, nämlich vor dem drohenden Endgericht. Sehr gut daher NGÜ: »Diese Generation ist auf dem Weg ins Verderben! Lasst euch retten vor dem Gericht, das über sie hereinbrechen wird!«; gut auch GN: »Lasst euch retten vor dem Strafgericht, das über diese verdorbene Generation hereinbrechen wird!«

41 Diejenigen nun, die seine Rede annahmen, ließen sich taufen und so wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen1 hinzugefügt.

Original Greek

οἱhoiThoseG3588T-NPM
μὲνmenindeedG3303PRT
οὖνounthereforeG3767CONJ
ἀσμένωςasmenōsgladlyG0780ADV
ἀποδεξάμενοιapodexamenoihaving receivedG0588V-ADP-NPM
τὸνtontheG3588T-ASM
λόγονlogonwordG3056N-ASM
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
ἐβαπτίσθησανebaptisthēsanwere baptizedG0907V-API-3P
καὶkaiandG2532CONJ
προσετέθησανprosetethēsanwere addedG4369V-API-3P
ἐνenonG1722PREP
τῇtēatheG3588T-DSF
ἡμέρᾳhēmeradayG2250N-DSF
ἐκείνῃekeinēthatG1565D-DSF
ψυχαὶpsuchaisoulsG5590JN-NPF
ὡσεὶhōseiaboutG5616PREP
τρισχίλιαι.¶trischiliaithree thousand.G5153A-NPF
  1. Seelen meint im Gr. wie im veralteten Deutsch »Personen«; s. ebenso z.B. Apg 7,14; 27,37 und vgl. z.B. Fitzmyer 1998, S. 267.

42 Sie hielten {aber} [beständig sehr] fest1 an der Lehre2 der Apostel und an der Gemeinschaft,3 (dem gemeinschaftlichen Brotbrechen)4 dem Brotbrechen5 und den Gebeten.

Original Greek

ἮσανĒsanThey wereG1510V-IAI-3P
δὲdenowG1161CONJ
προσκαρτεροῦντεςproskarterountessteadfastly continuingG4342V-PAP-NPM
τῇtēain theG3588T-DSF
διδαχῇdidachēateachingG1322N-DSF
τῶνtōnof theG3588T-GPM
ἀποστόλωνapostolōnapostlesG0652N-GPM
καὶkaiandG2532CONJ
τῇtēa<the>G3588T-DSF
κοινωνίᾳ,koinōniain fellowship,G2842N-DSF
καὶkaiandG2532CONJ
τῇtēain theG3588T-DSF
κλάσειklaseibreakingG2800N-DSF
τοῦtouof theG3588T-GSM
ἄρτουartoubreadG0740N-GSM
καὶkaiandG2532CONJ
ταῖςtaisin theG3588T-DPF
προσευχαῖς.proseuchaisprayers.G4335N-DPF
  1. Sie hielten [beständig sehr] fest - Gr. äsan proskarterountes, W. etwa »sie waren fest-festhaltend«. Das Gr. kartereo (»festhalten«) wird durch die Vorsilbe pros- (proskartereo) verstärkt zu »entschieden/unentwegt festhalten« (EWNT III, Sp. 416). Zusätzlich steht der Ausdruck im sog. »periphrastischen Imperfekt«, einer Wortform, die ebenfalls entweder noch zusätzlich Emphase auf den Ausdruck legt oder noch mehr als das bloße Imperfekt betont, dass die Handlung des Ausdrucks dauerhaft geschieht (s. Das periphrastische Partizip): Die Jünger sind fortwährend völlig unverrückbar im Festhalten an der Lehre.
  2. Lehre - Gr. didachä, gemeint ist hier also nicht die frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu, sondern dass auf Jesus zurückgehende »Lehrsystem«, in dem die Jünger von den Aposteln unterwiesen werden (vgl. Fitzmyer 1998, S. 270).
  3. Gemeinschaft - Gr. koinonia, ein Schlüsselwort in den Briefen des Paulus, das sich in den Schriften des Lukas aber einzig hier findet. Entsprechend unsicher ist seine Bedeutung. Bei Paulus ist der Kern des Begriffs (1) die »Gemeinschaft« (z.B. 2 Kor 6,14; Gal 2,9; Phil 2,1), die die Christen untereinander haben. Entscheidend an dieser christlichen Gemeinschaft ist aber noch mehr, nämlich: (2) Sie ist Gemeinschaft aufgrund ihrer Teilhabe an etwas Gemeinsamen, nämlich z.B. am Evangelium (Phil 1,5), am Opfer Christi (1 Kor 10,16; Phil 3,10; Heb 2,14) oder letztlich Christus selbst (1 Kor 1,9). Und: (3) Als Gemeinschaft führt sie ineins damit zur Teilgabe an den eigenen Gütern bis dahin, dass das Wort koinonia selbst die Bedeutung »Spende, Kollekte« annehmen kann (vgl. 2 Kor 8,4; 9,13; Gal 6,6; Phil 4,14f.; Heb 13,16). Die Aspekte (2) und (3) sieht man sehr schön in Röm 15,26f.: Weil die Bürger von Makedonien und Achaja ekoinonäsan (»teilhaftig geworden sind«) an geistlichen Dingen, haben sie koinonia getan (»Teilgabe an eigenen Gütern gegeben«, also »Geld gespendet«). Da nach einer alten Tradition aber Lukas mit Paulus bekannt war (vgl. z.B. Strelan 2008, S. 161), kann man mit etwas Vorsicht das paulinische koinonia-Konzept auch hier am Werk sehen, was auch gut mit dem Text zusammenstimmt: Dank der Apostel haben die 3000 teil an Christi Lehre (V. 42a); diese gemeinsame Teilhabe äußert sich in Gemeinschaft v.a. in Kult und Gebet (V. 42b) und diese Gemeinschaft widerum äußert sich in der Anteilgabe der anderen an den eigenen Gütern (Vv. 44f.).
  4. Textkritik: , (dem gemeinschaftlichen Brotbrechen) - Der ursprüngliche Text ließ beide Deutungen zu, da er noch keine Satzzeichen hatte: »Gemeinschaft« und »Brotbrechen« könnten entweder als zwei Glieder in der Reihung »Lehre der Apostel, Gemeinschaft, Brotbrechen und Gebete« gelesen werden oder als eines (»Lehre der Apostel, Gemeinschaft im Brotbrechen und Gebete«). Letzteres ist z.B. die Deutung von VUL (communicatione fractionis panis); ersteres die Deutung einiger Schreiber, die im Text ein zusätzliches »und« zwischen »Gemeinschaft« und »Brotbrechen« einfügten, um die zweite Deutung auszuschließen. Dieses »und« ist sicher erst von diesen späteren Schreibern eingefügt worden und gehört nicht zum ursprünglichen Text (so z.B. auch Fitzmyer 1998, S. 270).
  5. Brotbrechen (V. 42) + Brot brachen (V. 46) - Gemeint ist sicher der Vorläufer der Eucharistiefeier, der zu Zeit von Lk und Apg noch die Form eines Sättigungsmahl hatte, bei dem in Erinnerung an die Handlung Jesu beim letzten Abendmahl auch Brot gebrochen wurde. S. ebenso Lk 24,30.35; Apg 20,7.11; 27,35.

43 [Und] es war (da entstand) {aber} Ehrfurcht (Furcht)1 in allen Seelen; es geschahen sowohl viele Wunder als auch Zeichen durch die Apostel.

Original Greek

ἐγίνετοeginetoThere was becomingG1096V-INI-3S
δὲdethenG1161CONJ
πάσῃpasēupon everyG3956A-DSF
ψυχῇpsuchēasoulG5590JN-DSF
φόβος,phobosawe,G5401N-NSM
πολλάpollamanyG4183A-NPN
τεteand bothG5037CONJ
τέραταteratawondersG5059N-NPN
καὶkaiandG2532CONJ
σημεῖαsēmeiasignsG4592N-NPN
διὰdiathroughG1223PREP
τῶνtōntheG3588T-GPM
ἀποστόλωνapostolōnapostlesG0652N-GPM
ἐγίνετο.eginetowere taking place.G1096V-INI-3S
  1. Es war Ehrfurcht - ein sog. »Admirationsmotiv«: Besonders Wundertaten rufen in den Evangelien und in Apg immer wieder »Ehrfurcht« hervor, was die Wunderbarkeit der Wundertaten noch unterstreichen soll. Der nächstliegende Anlass für diese Ehrfurcht wären also die im Rest des Verses geschilderten »Wunder und Zeichen« der Apostel (so z.B. auch Lindemann 2009, S. 218f.; Witherington 1998, S. 161) und einige Schreiber haben daher den ersten Teil des Satzes auch an das Ende des Verses verschoben; ursprünglich ist aber klar die hierige Reihenfolge: Die Ehrfurcht ist offenbar die Reaktion auf die Vorbildlichkeit der Gemeinde der Urchristen – diese ist etwas geradezu »Wunderbares«. Auch möglich wäre, dass der Vers nicht von der Reaktion der Umwelt auf die urchristliche Gemeinde berichtet, sondern von der Geisteshaltung der Christen: Sie halten sich an die Lehren der Apostel, an den christlichen Kult, das christliche Gebet und sind insgesamt ganz von Ehrfurcht durchdrungen.

44 {Aber} alle Glaubenden {waren} [als] Gemeinschaft (?, zusammen)1 {und}2 sie hatten alles gemeinsam:3

Original Greek

πάντεςpantesAllG3956A-NPM
δὲdenowG1161CONJ
οἱhoithoseG3588T-NPM
πιστεύοντεςpisteuontesbelievingG4100V-PAP-NPM
ἦσανēsanwereG1510V-IAI-3P
ἐπὶepitogetherG1909PREP
τὸtotheG3588T-ASN
αὐτὸautosameG0846P-ASN
καὶkaiandG2532CONJ
εἶχονeichonwere havingG2192V-IAI-3P
ἅπανταhapantaall thingsG0537A-APN
κοινά,koinain common,G2839HA-APN
  1. Gemeinschaft (?, zusammen) (Vv. 44.47) - schwierige Stellen. W. V. 44: »Sie waren zusammen (epi to auto, ein aus mehreren Worten bestehendes Adverb)«. Nach dem vorangehenden Vers (und auch so) bietet der Satz in seiner wörtl. Bedeutung sehr wenig informativen Mehrwert, wenn man ihn nicht so versteht, dass die 3000 Christen über die Mahl- und Gebetsgemeinschaft hinaus auch noch eine Wohngemeinschaft hatten (daher Fitzmyer 1998: »they lived together«). Noch merkwürdiger V. 47 »Der Herr fügte die Geretteten täglich hinzu zusammen«. In Ermangelung einer besseren Lösung folgen wir einem Vorschlag von Wilcox 1965, S. 93-100: epi to auto (»zusammen«) ist tatsächlich die wörtliche Übersetzung des qumranhebräischen Adverbs jachad, das wörtl. ebenfalls »zusammen« bedeutet, aber als stehender Begriff für die »Gemeinschaft« der Sekte der Essener verwendet wird: »gemeinschaftlich, als Gemeinschaft« (S. 96). Für V. 44 vgl. ebenso z.B. Capper 1995, S. 14f.; LaVerdiere 1998, S. 85; für V. 47 zusätzlich Black 1967, S. 10 FN 4; Dupont 1969, S. 907f.; Payne 1970, S. 143; auch B/N, EÜ, NeÜ, TEXT (»ihrer Gemeinschaft/Vereinigung«); FREE, JJ, SCHÄF, SLT, WIL: (»zur Gemeinde/Versammlung«); TAF (»in der Gemeinde«). Dagegen vgl. allerdings Bauckham 2003, S. 87f.
  2. Textkritik: {waren} + {und} - Die beiden Worte fehlen in einigen Handschriften, was recht sicher die ursprüngliche Lesart ist (so richtig Barrett 2004, S. 167). Zurückzuführen sind die unterschiedlichen Lesarten wahrscheinlich auf die ungewöhnliche Verwendung von epi to auto (s. vorige FN und vgl. Ropes 1926, S. 24; Wilcox 1965, S. 97f.). Die Übersetzung »als Gemeinschaft« folgt LaVerdiere 1998, S. 85.
  3. hatten alles gemeinsam - hierzu s. die Anmerkungen.

45 {Und} [immer wieder]1 verkauften sie die Habe und die Besitztümer und verteilten sie an alle, wie jemand Bedarf hatte.

Original Greek

καὶkaiandG2532CONJ
τὰtatheG3588T-APN
κτήματαktēmatapossessionsG2933N-APN
καὶkaiandG2532CONJ
τὰςtastheG3588T-APF
ὑπάρξειςhuparxeisgoodsG5223N-APF
ἐπίπρασκονepipraskonthey were sellingG4097V-IAI-3P
καὶkaiandG2532CONJ
διεμέριζονdiemerizonthey were dividingG1266V-IAI-3P
αὐτὰautathemG0846P-APN
πᾶσινpasinto allG3956A-DPM
καθότιkathotiasG2530CONJ
ἄνanwouldG0302PRT
τιςtisanyoneG5100X-NSM
χρείανchreianneedG5532N-ASF
εἶχεν·eichenhad;G2192V-IAI-3S
  1. [immer wieder] - »Das Verbtempus Imperfekt legt nahe, dass dies nicht ein einmaliges Geschehen war, sondern vielmehr eine wiederkerende Praxis, die vermutlich unternommen wurde, sobald Not auftrat« (Witherington 1998, S. 162; ebenso z.B. Lindemann 2009, S. 220).

46 Indem sie sich täglich einmütig (einträchtig) im Tempel aufhielten und im Haus1 Brot brachen, nahmen sie Speise in Jubel und Schlichtheit des Herzens (jubelnd und mit lauterem Herzen) zu sich;

Original Greek

καθ᾽kath᾽EveryG2596PREP
ἡμέρανhēmerandayG2250N-ASF
τεteandG5037CONJ
προσκαρτεροῦντεςproskarterountessteadfastly continuingG4342V-PAP-NPM
ὁμοθυμαδὸνhomothumadonwith one accordG3661ADV
ἐνeninG1722PREP
τῷtōtheG3588T-DSN
ἱερῷ,hi'erōtemple,G2411N-DSN
κλῶντέςklōntesbreakingG2806V-PAP-NPM
τεtethenG5037CONJ
κατ᾽kat᾽at eachG2596PREP
οἶκονoikonhouseG3624GN-ASM
ἄρτονartonbreadG0740N-ASM
μετελάμβανονmetelambanonthey were partakingG3335V-IAI-3P
τροφῆςtrophēsof foodG5160N-GSF
ἐνenwithG1722PREP
ἀγαλλιάσειagalliaseigladnessG0020N-DSF
καὶkaiandG2532CONJ
ἀφελότητιaphelotētisincerityG0858N-DSF
καρδίαςkardiasof heartG2588N-GSF
  1. im Haus, d.h. »in den Privathäusern« im Unterschied zum Tempel.

47 sie lobten Gott und hatten Ansehen beim (waren gefällig dem) ganzen Volk. [Und] der Herr {aber} fügte täglich Gerettete1 hinzu zur Gemeinschaft (?, zusammen?). “

Original Greek

αἰνοῦντεςainountespraisingG0134V-PAP-NPM
τὸνton<the>G3588T-ASM
θεὸνtheonGodG2316N-ASM-T
καὶkaiandG2532CONJ
ἔχοντεςechonteshavingG2192V-PAP-NPM
χάρινcharinfavorG5485N-ASF
πρὸςproswithG4314PREP
ὅλονholonallG3650A-ASM
τὸνtontheG3588T-ASM
λαόν.laonpeople.G2992N-ASM
ὁho<the>G3588T-NSM
δὲdeAndG1161CONJ
κύριοςkuriosthe LordG2962GN-NSM-T
προσετίθειprosetitheiwas addingG4369V-IAI-3S
τοὺςtousthose whoG3588T-APM
σῳζομένουςsōzomenouswere being savedG4982V-PPP-APM
καθ᾽kath᾽everyG2596PREP
ἡμέρανhēmerandayG2250N-ASF
ἐπὶepitoG1909PREP
τὸto<the>G3588T-ASN
αὐτό.¶autothem.G0846P-ASN
  1. Gerettete - Sicher in Anspielung an V. 21 (=Joel 3,5: »Gerettet« ist der, der »den Namen des Herrn anruft«. Dies wurde von Petrus interpretiert als Ausdruck für die Taufe (s. FN az zu V. 38); also sind die, die sich der Gemeinde der Christen anschließen, die »Geretteten« oder auch »die, die gerettet werden sollten« (was sprachlich möglich und zumindest in der LF sinnvoller ist, da die Rettung vor der Zeit des Unheils ja noch aussteht).