reltext

Chapter 8

1 1 Als in jenen Tagen wieder einmal eine große Menschenmenge [bei Jesus] war und [sie] nichts zu essen hatten, da rief er die Jünger zu sich und 2 sagte zu ihnen:

Original Greek

ἘνEnInG1722PREP
ἐκείναιςekeinaisthoseG1565D-DPF
ταῖςtais<the>G3588T-DPF
ἡμέραιςhēmeraisdaysG2250N-DPF
πάλινpalinagainG3825ADV
πολλοῦpolloumuchG4183A-GSM
ὄχλουochlou[the] crowdG3793N-GSM
ὄντοςontosbeingG1510V-PAP-GSM
καὶkaiandG2532CONJ
μὴmēnotG3361PRT-N
ἐχόντωνechontōnhavingG2192V-PAP-GPM
τίtiwhatG5101I-ASN
φάγωσιν,phagōsinthey may eat,G5315V-AAS-3P
προσκαλεσάμενοςproskalesamenoshaving called to [Him]G4341V-ADP-NSM
ὁho<the>G3588T-NSM
ἸησοῦςIēsousJesusG2424GN-NSM-P
τοὺςtoustheG3588T-APM
μαθητὰςmathētasdisciplesG3101N-APM
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
λέγειlegeiHe saysG3004GV-PAI-3S
αὐτοῖς·autoisto them;G0846P-DPM
  1. [Status: Zuverlässig]
  2. rief er zu sich und Ptz. conj., beigeordnet aufgelöst.

2 „Ich bedauere (habe Mitleid mit) die Menschenmenge (den Leuten), weil sie schon drei Tage lang bei mir sind und nichts zu essen haben.

Original Greek

σπλαγχνίζομαιsplagchnizomaiI am moved with compassionG4697V-PNI-1S
ἐπὶepiuponG1909PREP
τὸνtontheG3588T-ASM
ὄχλονochloncrowdG3793N-ASM
ὅτιhotibecauseG3754HCONJ
ἤδηēdēalreadyG2235ADV
ἡμέραιhēmeraidaysG2250N-NPF
τρεῖςtreisthreeG5140A-NPF
προσμένουσίνprosmenousinthey continueG4357V-PAI-3P
μοιmoiwith MeG3165P-1DS
καὶkaiandG2532CONJ
οὐκouknothingG3756PRT-N
ἔχουσινechousinthey haveG2192V-PAI-3P
τίtithatG5101I-ASN
φάγωσιν.phagōsinthey may eat.G5315V-AAS-3P

3 Und wenn ich sie ohne zu essen (hungrig) nach Hause gehen lasse (schicke), dann werden sie unterwegs zusammenbrechen (sehr schwach werden). Und manche von ihnen sind von weit her (von so weit her) 1 gekommen.“

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐὰνeanifG1437COND
ἀπολύσωapolusōI shall send awayG0630GV-AAS-1S
αὐτοὺςautousthemG0846P-APM
νήστειςnēsteishungryG3523A-APM
εἰςeistoG1519PREP
οἶκονoikon[the] homesG3624GN-ASM
αὐτῶν,autōnof them,G0846P-GPM
ἐκλυθήσονταιekluthēsontaithey will faintG1590V-FPI-3P
ἐνenonG1722PREP
τῇtēatheG3588T-DSF
ὁδῷ·hodōway;G3598N-DSF
καίkaiAndG2532CONJ
τινεςtinessomeG5100X-NPM
αὐτῶνautōnof themG0846P-GPM
ἀπὸapofromG0575PREP
μακρόθενmakrothenafarG3113ADV
ἥκασιν.¶hēkasinhave come.G2240V-RAI-3P
  1. von weit her (von so weit her) W.: »von von fern«; ἀπὸ von ist vor μακρόθεν von fern grammatisch überflüssig. Solche »Redundanzen« sind typisch für Markus' Stil (vgl. v.a. Neirynck 1988; gut z.B. auch Dschulnigg 1986, S. 46-59) und müssen in vielen Fällen als bedeutungslose Stileigentümlichkeit aufgefasst werden; gelegentlich lassen sie sich aber auch als besonders emphatische Konstruktionen (-&gt; Emphase) erklären (z.B. in Mk 9,2.3.8.21; s. FNn g.l.y.bh). Welche von beiden Deutungen jeweils vorzuziehen ist, ist oft nicht entscheidbar. Auch in unserem Vers lässt sich die Bedeutung der Konstruktion gleichermaßen wahrscheinlich aufzufassen als »{von} von fern« (bedeutungslose Stileigentümlichkeit) oder als »von [so] weit her« (emphatisch). In der LF sollte man sich wegen der Argumentationsstruktur der Vv. 2-3 vielleicht doch eher für die erste Deutung entscheiden: (1) Wenn Jesus die Menschen ohne Essen nach Hause schickt, werden sie vor Hunger unterwegs zusammenbrechen; (2) erschwerend kommt hinzu, dass einige dieser Menschen auch noch von weit her kommen, was dieses Zusammenbrechen gleich noch mal so wahrscheinlich macht. – Im Deutschen würde man eine solche Argumentation wohl eher nicht mit einer emphatischen Konstruktion beschweren.

4 Und seine Jünger antworteten ihm: „Woher 1 soll man [all] diese [Leute] ''hier'' in [dieser] Einöde (unbewohnten Gegend) mit Broten (Nahrung) satt machen können?“

Original Greek

ΚαὶKaiAndG2532CONJ
ἀπεκρίθησανapekrithēsanansweredG0611V-ADI-3P
αὐτῷautōHimG0846P-DSM
οἱhoitheG3588T-NPM
μαθηταὶmathētaidisciplesG3101N-NPM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
ὅτιhotithatG3754GCONJ
πόθενpothenFrom whereG4159ADV-I
τούτουςtoutoustheseG3778D-APM
δυνήσεταίdunēsetaiwill be ableG1410V-FDI-3S
τιςtisanyoneG5100X-NSM
ὧδεhōdehereG5602ADV
χορτάσαιchortasaito satisfyG5526V-AAN
ἄρτωνartōnwith breadG0740N-GPM
ἐπ᾽ep᾽inG1909PREP
ἐρημίας;erēmiasthis desolate place?G2047N-GSF
  1. Woher LUT, ZÜR übersetzen »Wie«, doch gemeint ist, woher die Jünger das Brot (pars pro toto für Nahrung) nehmen sollen (Pesch 1976, 403; vgl. GNB, NGÜ, EÜ).

5 Und er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie {aber} sagten: „Sieben.“1

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἠρώταērōtaHe was askingG2065V-IAI-3S
αὐτούς·autousthem;G0846P-APM
πόσουςposousHow manyG4214Q-APM
ἔχετεechetehave youG2192V-PAI-2P
ἄρτους;artousloaves?G0740N-APM
οἱhoi<the>G3588T-NPM
δὲdeAndG1161CONJ
εἶπαν·eipanthey said;G2036V-2AAI-3P
ἑπτά.heptaSeven.G2033A-NUI
  1. Markus 6,38

6 Daraufhin (Und) gab er der Menschenmenge die Anweisung, auf dem Boden Platz zu nehmen; und nachdem er die sieben Brote genommen (erhalten) und ein Dankgebet gesprochen hatte, 1 brach er sie durch und gab sie seinen Jüngern, um sie auszuteilen, und sie teilten sie an die Menschenmenge (Leute) aus.2

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
παραγγέλλειparangelleiHe directsG3853V-PAI-3S
τῷtōtheG3588T-DSM
ὄχλῳochlōcrowdG3793N-DSM
ἀναπεσεῖνanapeseinto reclineG0377V-2AAN
ἐπὶepionG1909PREP
τῆςtēstheG3588T-GSF
γῆς,gēsground,G1093IN-GSF
καὶkaiAndG2532CONJ
λαβὼνlabōnhaving takenG2983V-2AAP-NSM
τοὺςtoustheG3588T-APM
ἑπτὰheptasevenG2033A-NUI
ἄρτους,artousloaves,G0740N-APM
εὐχαριστήσαςeucharistēsashaving given thanksG2168V-AAP-NSM
ἔκλασενeklasenHe broke [them]G2806V-AAI-3S
καὶkaiandG2532CONJ
ἐδίδουedidouhe was giving [them]G1325V-IAI-3S
τοῖςtoisto theG3588T-DPM
μαθηταῖςmathētaisdisciplesG3101N-DPM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
ἵναinathatG2443CONJ
παρατιθῶσιν·paratithōsinthey may set before [them];G3908V-PAS-3P
καὶkaiAndG2532CONJ
παρέθηκανparethēkanthey set [it]G3908V-AAI-3P
τῷtōbefore theG3588T-DSM
ὄχλῳ.ochlōcrowd.G3793N-DSM
  1. nachdem er ... genommen und ein Dankgebet gesprochen hatte Temporal-modales Ptz. conj. Aor., hier als vorzeitiger temporaler Nebensatz aufgelöst. ein Dankgebet gesprochen W. „gedankt“. Gemeint ist hier jedoch ein Dankgebet.
  2. Markus 6,41

7 Und sie hatten ein paar Fische (kleine Fische) 1 dabei; und er segnete sie und ließ auch sie verteilen.2

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
εἶχονeichonthey hadG2192V-IAI-3P
ἰχθύδιαichthudiasmall fishG2485N-APN
ὀλίγα·oligaa few;G3641A-APN
καὶkaiAndG2532CONJ
εὐλογήσαςeulogēsashaving blessedG2127V-AAP-NSM
αὐτὰautathemG0846P-APN
εἶπενeipenHe orderedG2036V-2AAI-3S
καὶkaialsoG2532CONJ
ταῦταtautatheseG3778D-APN
παρατιθέναι.paratithenaito be set before [them].G3908V-PAN
  1. Fische (kleine Fische) Hier steht zwar die Diminutivform „Fischlein“, aber es ist unklar, ob Markus damit auch kleine Fische meint. Er benutzt den Diminutiv nämlich gerne – allein in Kap. 7 in V. 25 (Töchterlein) und 27f. (Hündlein)(vgl. Collins 2007, 380). Für kleine Fische entscheiden sich ELB, MEN, NGÜ, GNB.
  2. Markus 6,41

8 Und [die Menschen] aßen und wurden satt, und sie hoben die übrig gebliebenen Brocken 1 auf, sieben Körbe.2

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἔφαγονephagonthey ateG5315V-AAI-3P
δέdenowG1161CONJ
καὶkaiandG2532CONJ
ἐχορτάσθησαν,echortasthēsanwere satisfied,G5526V-API-3P
καὶkaiAndG2532CONJ
ἦρανēranthey took upG0142V-AAI-3P
περισσεύματαperisseumataoverflowG4051N-APN
κλασμάτωνklasmatōnof fragmentsG2801N-GPN
ἑπτὰheptasevenG2033A-NUI
σπυρίδας.spuridasbaskets.G4711N-APF
  1. die übrig gebliebenen Brocken W. „die Reste der Brocken“ (Gen. part.; NSS)
  2. Markus 6,42

9 Es waren {aber} etwa viertausend [Menschen]. Danach (Und) verabschiedete (ließ gehen, schickte weg) er sie,1

Original Greek

ἦσανēsanThere wereG1510V-IAI-3P
δὲdenowG1161CONJ
οἱhoi<the>G3588T-NPM
φαγόντεςphagonteshaving eaten ofG5315V-2AAP-NPM
ὡςhōsaboutG5613PRT
τετρακισχίλιοι·tetrakischilioifour thousand;G5070A-NPM
καὶkaiAndG2532CONJ
ἀπέλυσενapelusenHe sent awayG0630GV-AAI-3S
αὐτούς.¶autousthem.G0846P-APM
  1. Markus 6,44

10 und gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern in das Boot und 1 gelangte (kam) in das Gebiet von Dalmanuta 2.

Original Greek

ΚαὶKaiAndG2532CONJ
εὐθὺςeuthusimmediatelyG2112ADV
ἐμβὰςembashaving climbedG1684V-2AAP-NSM
εἰςeisintoG1519PREP
τὸtotheG3588T-ASN
πλοῖονploionboatG4143N-ASN
μετὰmetawithG3326PREP
τῶνtōntheG3588T-GPM
μαθητῶνmathētōndisciplesG3101N-GPM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
ἦλθενēlthenHe cameG2064V-2AAI-3S
εἰςeisintoG1519PREP
τὰtatheG3588T-APN
μέρηmerēdistrictG3313N-APN
Δαλμανουθά.Dalmanouthaof Dalmanutha.G1148N-GSF-L
  1. stieg er … und Ptz. conj., beigeordnet aufgelöst.
  2. Dalmanuta Der Ort wird nur hier erwähnt und ist sonst unbekannt. Die Parallelstelle Mt 15,39 spricht stattdessen vom ebenfalls unbekannten Ort Magadan. In der Textüberlieferung wurde daraus in einigen Handschriften „Magdala“. Dalmanuta ist jedoch zweifellos die ursprünglichste Version des Namens. Sowohl bei Dalmanuta als auch bei Magadan könnte es sich gut um alternative Namen der Ortschaft Magdala handeln (Blomberg 1992, 247).

11 Da (Und) kamen die Pharisäer zusammen (heraus)1 und begannen mit ihm zu streiten, wobei sie von ihm ein Zeichen vom Himmel verlangten, 2 um (wobei sie) ihm eine Falle zu stellen (ihn auf die Probe zu stellen; zu testen). 3

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐξῆλθονexēlthonwent outG1831V-2AAI-3P
οἱhoitheG3588T-NPM
ΦαρισαῖοιPharisaioiPhariseesG5330N-NPM-T
καὶkaiandG2532CONJ
ἤρξαντοērxantobeganG0757V-ADI-3P
συζητεῖνsuzēteinto disputeG4802V-PAN
αὐτῷautōwith HimG0846P-DSM
ζητοῦντεςzētountesseekingG2212V-PAP-NPM
παρ᾽par᾽fromG3844PREP
αὐτοῦautouHimG0846P-GSM
σημεῖονsēmeiona signG4592N-ASN
ἀπὸapofromG0575PREP
τοῦtou<the>G3588T-GSM
οὐρανοῦ,ouranouheaven,G3772N-GSM
πειράζοντεςpeirazontestestingG3985HV-PAP-NPM
αὐτόν.¶autonHim.G0846P-ASM
  1. kamen zusammen (heraus) Entweder soll das „herauskommen“ ausdrücken, dass es sich hier um die ortsansässigen Pharisäer handelt, die auf Jesu Ankunft hin ihre Häuser verlassen (France 2002, S. 311). Oder aber ἐξέρχομαι wird hier im Sinne von „zusammenkommen, auftauchen“ verwendet (so BDAG; s. schön ALB, CEB: „Da tauchten die Pharisäer auf“); im Fokus stünde dann nicht, dass es sich um die ortsansässigen Pharisäer handelt, sondern dass überhaupt eine Gruppe von Pharisäern sich zusammenfindet, um Jesus einmal mehr zu einem Streitgespräch herauszufordern. Keine der beiden Möglichkeiten ist wahrscheinlicher als die andere; allein wegen dem besseren Deutsch sollte man in der LF vielleicht besser der Deutung von BDAG folgen.
  2. wobei sie … verlangten Modales Ptz. conj., als Nebensatz aufgelöst. Könnte z.B. auch als separater Hauptsatz übersetzt werden. Zeichen vom Himmel Anders als bei Johannes bezieht Zeichen sich hier nicht auf ein Wunder, sondern irgendeine Art von übernatürlichem Zeichen, das beweisen würde, dass Jesus mit Gottes Unterstützung wirkt. vom Himmel, d.h. von Gott sollte das Zeichen kommen. Die Juden erwarteten solche Zeichen der Echtheit. Auch Mose (u.a. Ex 4,1–9; 29–31; 7,8–22) und Elija (1Kön 18,38) bestätigten ihre Sendung auf diese Weise (France 2002, 311f.; Guelich 1989, 413f.).
  3. um ihm eine Falle zu stellen Finales (oder modales) Ptz. conj., als Nebensatz aufgelöst. Oder wie MEN: „weil sie ihm eine Falle stellen wollten“. Das Verb heißt „testen, erproben“ im weitesten Sinn. Hier erproben die Pharisäer Jesus so, dass er möglichst geschädigt werden soll (vgl. LN 27.31): Sie stellen ihm eine Falle, indem sie hoffen, dass er sich auf ihre Forderung einlässt, jedoch auf Kommando kein entsprechendes Zeichen hervorrufen kann. Vgl. Mk 10,2; 12,15; Joh 8,6. Jesus wurde zuvor schon in Mk 1,13 vom Satan auf die Probe gestellt, was die Pharisäer wie ihn zu Jesu Gegenspielern macht (vgl. Collins 2007, 384).

12 Und er stöhnte (seufzte tief) aus dem Innersten (innerlich)1 auf und 2 sagte: „Wie!? 3 Diese Generation (Dieses Pack) 4 verlangt ein Zeichen? (Warum verlangt diese Generation ein Zeichen?) Amen (Ja, Wahrlich), ich sage euch: Wenn dieser Generation (diesem Pack) ein Zeichen gegeben werden wird... (Nie und nimmer wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden)!“

Original Greek

ΚαὶKaiAndG2532CONJ
ἀναστενάξαςanastenaxashaving sighed deeplyG0389V-AAP-NSM
τῷtōin theG3588T-DSN
πνεύματιpneumatispiritG4151GN-DSN
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
λέγει·legeiHe says;G3004GV-PAI-3S
τίtiWhyG5101I-ASN
ἡhē<the>G3588T-NSF
γενεὰgeneagenerationG1074N-NSF
αὕτηhautēthisG3778D-NSF
ζητεῖzēteiseeksG2212V-PAI-3S
σημεῖον;sēmeiona sign?G4592N-ASN
ἀμὴνamēnAmenG0281INJ-HEB
λέγωlegōI sayG3004GV-PAI-1S
ὑμῖν,huminto you,G4771P-2DP
εἰeiifG1487HCOND
δοθήσεταιdothēsetaithere will be givenG1325V-FPI-3S
τῇtēato theG3588T-DSF
γενεᾷgeneagenerationG1074N-DSF
ταύτῃtautēthisG3778D-DSF
σημεῖον.sēmeiona sign.G4592N-NSN
  1. aus dem Innersten bzw. innerlich W. „in seinem Geist“. D.h. heißt gewöhnlich „innerlich“ und könnte bedeuten, dass der Seufzer ein stummer blieb (France 2002, 312; NSS). Für Gundry modifiziert das Stöhnen dagegen die folgende Aussage und ist in Kombination mit „in seinem Geist“ so zu verstehen, dass Jesus die Aussage mit Macht machte (Gundry 2000, 402). Der Kontext spricht jedoch eher für ein hörbares Stöhnen. Ansonsten müsste man diesen innerlichen Seufzer (den ja nur Jesus selbst mitbekommen haben kann) der lebhaften Fantasie des Evangelisten (oder der seiner Quelle) zuschreiben. Aus linguistischer Sicht stellt sich die Frage, warum Markus eine unhörbare Gemütserregung mit einem Wort beschreiben sollte, das sich auf einen hörbaren Laut bezieht. EÜ und NGÜ übersetzen „seufzte tief“, GNB lässt „in seinem Geist“ ganz weg. Viele andere Übersetzungen übersetzen wörtlich.
  2. stöhnte (seufzte) … auf und Modales Ptz. conj., beigeordnet aufgelöst.
  3. Wie!? (Warum) + Amen (Ja, Wahrlich), ich sage euch + Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben werden wird... (Nie und nimmer wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden) In V. 12b kommen drei Konstruktionen zusammen, die sämtlich zum selben Charakter der Aussage beitragen: (1) Τί ἡ γενεὰ αὕτη ζητεῖ σημεῖον ist keine wirkliche, sondern eine rhetorische Frage; das Τί sollte daher besser mit Camacho/Mateos 1994 und Black 1967 als exklamatives Τί gedeutet werden (also nicht: »Warum verlangt...?«, sondern »Wie!? Diese Generation verlangt...!?«): Die Forderung der Pharisäer wird als völlig absurd zurückgewiesen. (2) Die Formel »Amen, ich sage euch« kennzeichnet das Folgende als mit Vollmacht geäußerte Aussage (-&gt; °Amen°): Die Zurückweisung wird noch mal als definitiv geltend hervorgehoben. (3) »Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben werden wird... !« ist eine abgebrochene Schwurformel, sinngemäß also »Wenn dieser Generation ein Zeichen gegeben wird, [soll mir dies und jenes zustoßen]«. Diese Konstruktion dient als eine besonders starke Verneinung, war v.a im Hebräischen gebräuchlich und hat über die Septuaginta Eingang in das Griechische gefunden. Eine ähnlich unvollständige Schwurformel als Verneinung findet sich z.B. in Ps 94,11 LXX; nach Gerstenberger 2001 und Stevens 1895 auch in Ps 131,2 (s. FN i); eine in Gänze explizierte Schwurformel findet sich z.B. in 2Kön 6,31 (Collins 2007, 385; France 2002, 313). Alle drei Konstruktionen dienen also dazu, die Abschlägigkeit von Jesu Zurückweisung der Zeichenforderung besonders emphatisch (-&gt; Emphase) zu unterstreichen, was auch noch zusammenstimmt mit der Redeeinleitung V. 12 (s. vorige FN) und dem Begriff »diese Generation« (s. nächste FN). Stilistisch sehr viel treffender als die übliche Übersetzung des Verses ist daher etwas wie: »Da fuhr sie Jesus an: 'Was!? Ein Zeichen will dieses Pack sehen!? Nie und nimmer wird diesem Pack ein Zeichen gegeben werden, das sage ich euch!«
  4. Diese Generation (dieses Pack) ist in Mk beinahe ein Schimpfwort, vgl. deutlich noch Mk 8,38; 9,19 (dazu auch FN ba); ad loc. z.B. van Iersel 1998, S. 262; allgemein EWNT I, S. 294; TWNT I, S. 661 u.ö. Sehr gut daher B/N: »Dieses Pack«.

13 Und er ließ sie [stehen] (verließ sie), 1 stieg wieder ein und fuhr zum anderen Ufer.

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἀφεὶςapheishaving leftG0863GV-2AAP-NSM
αὐτοὺςautousthemG0846P-APM
πάλινpalinagainG3825ADV
ἐμβὰςembashaving climbedG1684V-2AAP-NSM
εἰςeisintoG1519PREP
τὸto<the>G3588T-ASN
πλοῖονploionboatG4143N-ASN
ἀπῆλθενapēlthenHe went awayG0565V-2AAI-3S
εἰςeistoG1519PREP
τὸtotheG3588T-ASN
πέραν.peranother side.G4008PREP
  1. er ließ sie [stehen] Temporales Ptz. conj., beigeordnet aufgelöst.

14 {Und} Sie 1 hatten vergessen (vergaßen), 2 Brote mitzunehmen, sodass (und) sie bis auf eines kein Brot im Boot dabei hatten.

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐπελάθοντοepelathontothey forgotG1950V-2ADI-3P
λαβεῖνlabeinto takeG2983V-2AAN
ἄρτουςartousloavesG0740N-APM
καὶkaiandG2532CONJ
εἰeionlyG1487HCOND
μὴmēexceptG3361PRT-N
ἕναhenaoneG1520A-ASM
ἄρτονartonloafG0740N-ASM
οὐκouknotG3756PRT-N
εἶχονeichonthey hadG2192V-IAI-3P
μεθ᾽meth᾽withG3326PREP
ἑαυτῶνhe'autōnthemselvesG1438F-3GPM
ἐνeninG1722PREP
τῷtōtheG3588T-DSN
πλοίῳ.ploiōboat.G4143N-DSN
  1. Sie Die meisten Übersetzungen übersetzen sinngemäß „die Jünger“, nicht „sie“, aber es gibt keinen direkten Anhaltspunkt dafür, dass Jesus davon auszunehmen ist.
  2. sie hatten vergessen (vergaßen) Der Aorist wird hier wohl mit vorzeitiger Bedeutung benutzt.

15 Und er schärfte ihnen ein (warnte sie) {sagend}: 1 „Passt auf (Seht zu), hütet euch vor dem Sauerteig 2 der Pharisäer und vor dem Sauerteig von Herodes!“

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
διεστέλλετοdiestelletoHe was instructingG1291V-IMI-3S
αὐτοῖςautoisto themG0846P-DPM
λέγων·legōnsaying;G3004GV-PAP-NSM
ὁρᾶτε,horatedo watch out,G3708V-PAM-2P
βλέπετεblepetedo take heedG0991V-PAM-2P
ἀπὸapoofG0575PREP
τῆςtēstheG3588T-GSF
ζύμηςzumēsleavenG2219N-GSF
τῶνtōnof theG3588T-GPM
ΦαρισαίωνPharisaiōnPhariseesG5330N-GPM-T
καὶkaiandG2532CONJ
τῆςtēsof theG3588T-GSF
ζύμηςzumēsleavenG2219N-GSF
Ἡρῴδου.Hērōdouof Herod.G2264HN-GSM-P
  1. schärfte ihnen ein Das Verb steht im Imperfekt, was wohl impliziert, dass diese Aussage einen etwas längeren Diskurs zusammenfasst (oder eine häufige Aussage Jesu darstellt) (France 2002, 315). {sagend} Pleonastisches Partizip.
  2. Sauerteig wird in der Bibel immer wieder und in verschiedenen Bildern als Metapher für einen Einfluss gebraucht, der sich wie ansteckend und mit bedrohlicher Unaufhaltsamkeit verbreitet. So wie die Beigabe von Sauerteig den ganzen Teig gären und aufgehen lässt, kann sich eine Glaubenslehre (z.B. Gal 5,9) oder eine Gesinnung (so hier?) unerwartet schnell ausbreiten und wahlweise einen guten oder einen verheerenden Einfluss nehmen. In 1Kor 5,8 ist von bösem Sauerteig die Rede, in Mt 13,33 benutzt ihn Jesus als Bild für das Wachstum von Gottes Reich. Mt 16,12 versteht den Sauerteig als die Lehre der Pharisäer und Sadduzäer, Lk 12,1 als deren Heuchelei. Was Jesus hier meint, ist jedoch nicht ersichtlich. Die Pharisäer haben sich unmittelbar zuvor wieder einmal als Jesu ungläubige Gegenspieler herausgestellt. Herodes wurde bisher nur als Verantwortlicher für Johannes' Tod dargestellt, doch in Mk 9,12-13 verbindet Jesus Johannes' Schicksal mit seinem eigenen. Anhänger von Herodes hatten sich zudem mit den Pharisäern zusammengetan, um Jesu Beseitigung in die Wege zu leiten (3,6) (France 2002, 315f.). Daher spielt Jesus vielleicht einfach auf diese feindselige Gesinnung (ebd. 316) oder ihren Unglauben (Guelich 1989, 423f.) an. Jesus scheint im Folgenden nicht weiter auf diese Aussage einzugehen (France 2002, 316).

16 Und sie diskutierten weiter (begannen zu diskutieren) 1 miteinander (machten sich Gedanken) [darüber], dass (weil) sie keine Brote hatten.

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
διελογίζοντοdielogizontothey were reasoningG1260V-INI-3P
πρὸςproswithG4314PREP
ἀλλήλουςallēlousone anotherG0240C-APM
λέγοντεςlegontessayingG3004GV-PAP-NPM
ὅτιhotibecauseG3754HCONJ
ἄρτουςartousloavesG0740N-APM
οὐκouknotG3756PRT-N
ἔχουσιν.echousinthey have.G2192V-PAI-3P
  1. diskutierten weiter (begannen zu diskutieren) bzw. machten sich Gedanken „Diskutieren“ (so die wahrscheinlich gemeinte Bedeutung) steht im Imperfekt. Das Wort bedeutet hier entweder, dass die Jünger einfach weiterdiskutierten und Jesu Kommentar überhörten oder im Eifer der Diskussion ignorierten (so Guelich 1989, 424; France 2002, 317). Dass darüber geredet wurde, war dann schon in V. 14 impliziert und könnte Jesu Bemerkungen über den Sauerteig ausgelöst haben. Oder es signalisiert, dass nun eine Diskussion einsetzte, die sich wegen des fehlenden Brotes (V. 14) anbahnte (so Collins 2007, 386). Eine dritte Möglichkeit (nach MEN) versteht das Imperfekt als missverstehende Reaktion: „Da erwogen sie im Gespräch miteinander: »(Das sagt er deshalb) weil wir keine Brote haben.«“ (Es ist möglich, dass MEN dabei einer alternativen Lesart folgt, die „und sagten“ ergänzt.) Die erste Möglichkeit ist häufiger Funktion des Imperfekts als die zweite und ist tendenziell vorzuziehen; die dritte käme wohl auch ohne Imperfekt aus (vgl. France 2002, 317). Die meisten deutschen Übersetzungen verstehen das gr. Wort διαλογίζομαι jedoch im Sinn von „sich Gedanken machen“ – wohl weil sie etwas besser zu V. 17 passt. So EÜ: „Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten.“ Doch welche Funktion hätte in diesem Fall πρὸς ἀλλήλους „zu-/miteinander“ (bei EÜ unübersetzt)? NGÜ liest sich schon fast absurd: „Da machten sie sich untereinander Gedanken...“ Das Wort scheint hier sicher die Bedeutung „diskutieren“ zu haben (so die bisher zitierten Kommentare sowie NSS; Pesch 1976, 412f.; LN 33.158; GNB, MEN und englische Übersetzungen).

17 Und Jesus, der (als er, weil er) Bescheid wusste ([das] bemerkte), 1 sagte zu ihnen: „Warum diskutiert ihr (macht ihr euch Gedanken) [darüber] 2, dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr [denn immer] noch nicht? 3 Habt ihr ein (euer) verstocktes (verhärtetes) Herz?4 5

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
γνοὺςgnoushaving known [it]G1097V-2AAP-NSM
ὁho<the>G3588T-NSM
ἸησοῦςIēsousJesusG2424GN-NSM-P
λέγειlegeiHe saysG3004GV-PAI-3S
αὐτοῖς·autoisto them;G0846P-DPM
τίtiWhyG5101I-ASN
διαλογίζεσθεdialogizesthereason youG1260V-PNI-2P
ὅτιhotibecauseG3754GCONJ
ἄρτουςartousloavesG0740N-APM
οὐκouknotG3756PRT-N
ἔχετε;echeteyou have?G2192V-PAI-2P
οὔπωoupōNot yetG3768ADV-N
νοεῖτεnoeitedo you perceiveG3539V-PAI-2P
οὐδὲoudenorG3761CONJ-N
συνίετε;sunieteunderstand?G4920V-PAI-2P
ἔτιetistillG2089ADV
πεπωρωμένηνpepōrōmenēnHardenedG4456V-RPP-ASF
ἔχετεechetedo you haveG2192V-PAI-2P
τὴνtēntheG3588T-ASF
καρδίανkardianheartG2588N-ASF
ὑμῶν;humōnof you?G4771P-2GP
  1. der (als er, weil er) Bescheid wusste ([das] bemerkte) Modal-temporales Ptz. conj. (oder attr. Ptz.), hier als Relativsatz aufgelöst.
  2. diskutiert ihr (macht ihr euch Gedanken) Zur Abwägung zwischen den beiden Alternativen s. die Fußnote im vorigen Vers.
  3. und … [denn immer] noch nicht W. »Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht?« - Die doppelte Verneinung mit »noch nicht« und »und nicht« verstärkt im Griechischen die rhetorische Frage. Um deren rhetorische Kraft einzufangen, wurde sie in der Übersetzung sinngemäß mit »denn« und »immer« verstärkt.
  4. Habt ihr ein (euer) verstocktes (verhärtetes) Herz? Überraschend starker Vorwurf; wohl aus diesem Grund wird die Frage in der Parallelstelle Mt 16,8 auch ausgespart. Anders, als die wörtliche Übersetzung vermuten lassen muss, geht die Frage nicht auf die Hartherzigkeit der Jünger, sondern auf ihren Unverstand: Nach dem semitischen Menschenbild ist das Herz nicht primär Sitz der Gefühle, sondern des Verstandes. Ein Mensch, der »kein Herz« oder ein »verstocktes Herz« hat, ist daher kein Unmensch, sondern ein Dummkopf; vgl. z.B. Krüger 2009, S. 104. Sinngemäß müsste man daher statt »Habt ihr ein verstocktes Herz« eher übersetzen: »Habt ihr Stroh im Kopf?«
  5. Markus 6,52; Markus 7,18

18 Ihr habt zwar Augen, aber seht nicht?Und ihr habt zwar Ohren, aber hört nicht?12 Und erinnert ihr euch nicht? (Und denkt daran:) 3

Original Greek

ὀφθαλμοὺςophthalmousEyesG3788N-APM
ἔχοντεςechonteshavingG2192V-PAP-NPM
οὐounotG3756PRT-N
βλέπετε,blepetedo you see?G0991V-PAI-2P
καὶkaiAndG2532CONJ
ὦταōtaearsG3775N-APN
ἔχοντεςechonteshavingG2192V-PAP-NPM
οὐκouknotG3756PRT-N
ἀκούετε;akouetedo you hear?G0191V-PAI-2P
καὶkaiAndG2532CONJ
οὐounotG3756PRT-N
μνημονεύετε;mnēmoneuetedo you remember?G3421V-PAI-2P
  1. Habt ihr zwar Augen, aber seht nicht? Und habt ihr zwar Ohren, aber hört nicht? Die beiden Ptz. conj. habt ihr sind dabei konzessiv aufgelöst, was wohl dem Sinn von Jer 5,21 entspricht. Vgl. NGÜ: »Ihr habt doch Augen – könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren – könnt ihr nicht hören?« Oder einfach »Habt ihr Augen und seht nicht? Und habt ihr Ohren und hört nicht?« Es handelt sich um eine recht freie Wiedergabe von Jer 5,21, die aber inhaltlich und im Zusammenhang mit der Kritik aus V. 17 eher an den in Mk 4,12 zitierten Abschnitt aus Jes 6,9-10 erinnert (Watts 2007, 172). Doch passen thematisch alle drei angespielten Abschnitte (ebd. 174).
  2. Jeremia 5,21; Ezechiel 12,2; Psalm 115,5; Jesaja 6,9; Markus 4,12
  3. Und erinnert ihr euch nicht? (Und denkt daran:) Man kann diesen Satz sowohl als eigenständige Frage wie auch als Einleitung zu V. 19 auffassen. Nach France (2002, 317) handelt es sich eher um eine weitere rhetorische Frage, aber NA28, SBLGNT und viele deutsche Übersetzungen folgen der zweiten Deutung. ZÜR und viele englische Übersetzungen folgen der ersten. Diese Übersetzung hat den Vorteil, dass sie zu kürzeren Sätzen führt und die Parallelität zwischen den beiden Fragen in V. 19 und 20 nicht aufbricht.

19 Als ich die fünf Brote für die fünftausend [Menschen] zerbrochen habe, 1 wie viele große Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Sie antworteten (sagten) ihm: „Zwölf.“

Original Greek

ὅτεhoteWhenG3753CONJ
τοὺςtoustheG3588T-APM
πέντεpentefiveG4002A-NUI
ἄρτουςartousloavesG0740N-APM
ἔκλασαeklasaI brokeG2806V-AAI-1S
εἰςeisforG1519PREP
τοὺςtoustheG3588T-APM
πεντακισχιλίουςpentakischiliousfive thousandG4000A-APM
πόσουςposoushow manyG4214Q-APM
κοφίνουςkophinoushand-basketsG2894N-APM
κλασμάτωνklasmatōnof fragmentsG2801N-GPN
πλήρειςplēreisfullG4134A-APM
ἤρατε;ēratetook you up?G0142V-AAI-2P
λέγουσινlegousinThey sayG3004GV-PAI-3P
αὐτῷ·autōto Him;G0846P-DSM
δώδεκα.dōdekaTwelve.G1427A-NUI
  1. Brote … zerbrochen habe »Brote zerbrechen« steht hier als metonymisches Idiom dafür, dass Jesus sie mit Nahrung versorgt hat (vgl. LN 23.20).

20 „Und als [ich] die sieben [Brote] für die viertausend [Menschen] [zerbrochen habe], wie viele Körbe voller Brocken habt ihr aufgehoben?“ Und sie antworteten (sagten) ihm: „Sieben.“

Original Greek

ὅτεhoteWhenG3753CONJ
δὲdenowG1161CONJ
τοὺςtoustheG3588T-APM
ἑπτὰheptasevenG2033A-NUI
εἰςeistoG1519PREP
τοὺςtoustheG3588T-APM
τετρακισχιλίουςtetrakischiliousfour thousandG5070A-APM
πόσωνposōnof how manyG4214Q-GPF
σπυρίδωνspuridōnbasketsG4711N-GPF
πληρώματαplērōmata[the] fillingsG4138N-APN
κλασμάτωνklasmatōnof fragmentsG2801N-GPN
ἤρατε;ēratetook you up?G0142V-AAI-2P
οἱhoi<the>G3588T-NPM
καὶkaiAndG2532CONJ
λέγουσινlegousinthey speakG3004GV-PAI-3P
αὐτῷ·autōto him;G0846P-DSM
ἑπτά.heptaSeven.G2033A-NUI

21 Da (und) sagte er (fuhr fort) 1 zu ihnen: „Versteht ihr immer noch nicht?“

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἔλεγενelegenHe was sayingG3004GV-IAI-3S
αὐτοῖς·autoisto them;G0846P-DPM
οὔπωoupōNot yetG3768ADV-N
πῶςpōshowG4459PRT-I
συνίετε;¶sunietedo you understand?G4920V-PAI-2P
  1. sagte er (fuhr fort) Das Imperfekt zeigt hier wohl einfach an, dass Jesus weitersprach oder fortfuhr.

22 Als sie nach Betsaida kamen, ({Und} sie kamen nach Betsaida. {Und es}) 1 brachten [die Leute] einen Blinden zu ihm und baten (forderten auf) [Jesus], ihn zu berühren.2

Original Greek

ΚαὶKaiAndG2532CONJ
ἔρχονταιerchontaithey comeG2064V-PNI-3P
εἰςeistoG1519PREP
Βηθσαϊδάν,BēthsaidanBethsaida,G0966N-ASF-L
καὶkaiAndG2532CONJ
φέρουσινpherousinthey bringG5342V-PAI-3P
αὐτῷautōto HimG0846P-DSM
τυφλὸνtuphlona blind [man]G5185A-ASM
καὶkaiandG2532CONJ
παρακαλοῦσινparakalousinthey imploreG3870V-PAI-3P
αὐτὸνautonHimG0846P-ASM
ἵναinathatG2443CONJ
αὐτοῦautouhimG0846P-GSM
ἅψηται.hapsētaiHe may touch.G0681V-AMS-3S
  1. Als, ({Und} ... {und}) W. „und … und“, hier als temporales Satzgefüge verstanden (vgl. Reiser 1983, 119).
  2. Markus 7,32

23 Und er nahm die Hand des Blinden und 1 führte ihn aus dem Dorf hinaus, und nachdem er ihm in die Augen gespuckt 2 und ihm die Hände aufgelegt hatte, 3 fragte er ihn: „Siehst du etwas?“45

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐπιλαβόμενοςepilabomenoshaving taken hold ofG1949V-2ADP-NSM
τῆςtēstheG3588T-GSF
χειρὸςcheiroshandG5495N-GSF
τοῦtouof theG3588T-GSM
τυφλοῦtuphloublind [man]G5185A-GSM
ἐξήνεγκενexēnegkenhe broughtG1627V-AAI-3S
αὐτὸνautonhimG0846P-ASM
ἔξωexōoutG1854PREP
τῆςtēsof theG3588T-GSF
κώμης,kōmēsvillage,G2968N-GSF
καὶkaiandG2532CONJ
πτύσαςptusashaving spitG4429V-AAP-NSM
εἰςeisuponG1519PREP
τὰtatheG3588T-APN
ὄμματαommataeyesG3659N-APN
αὐτοῦ,autouof him,G0846P-GSM
ἐπιθεὶςepitheishaving laidG2007V-2AAP-NSM
τὰςtastheG3588T-APF
χεῖραςcheirashandsG5495N-APF
αὐτῷautōupon himG0846P-DSM
ἐπηρώταepērōtaHe was askingG1905V-IAI-3S
αὐτόν·autonhim:G0846P-ASM
εἴeiifG1487ICOND
τιtianythingG5100X-ASN
βλέπεις;blepeisyou see?G0991V-PAI-2S
  1. er nahm … und Ptz. conj., beigeordnet aufgelöst.
  2. gespuckt Zur Funktion von Spucke in Wunderheilungen vgl. FN bf zu Mk 7,33. Ähnlich wie dort wird auch hier der Brauch des Ausspeiens durch das Motiv des Auflegens der Hände erweitert, das eine für Jesus typische „Medikation“ bei Wunderheilungen gewesen zu sein scheint (s. noch Mk 1,41; 5,23).
  3. nachdem er … gespuckt und … aufgelegt hatte Temp. Ptz. conj. (2x), als Nebensatz aufgelöst.
  4. Siehst du etwas? W. „Ob du etwas siehst?“; die Frage wird gleich einer abhängigen Frage durch εἰ „ob“ eingeleitet. Vermutlich ein Semitismus (France 2002, S. 324f; Grosvenor/Zerwick; NSS; Siebenthal 2011, §269b); übersetze wie vorgeschlagen.
  5. Markus 7,33

24 Und nachdem [der Mann] wieder sehen konnte ([der Mann] blickte auf und), 1 sagte er: „Ich sehe die Leute (Menschen) – {dass} 2 wie Bäume, ich sehe sie umhergehen.“ 3

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἀναβλέψαςanablepsashaving looked upG0308V-AAP-NSM
ἔλεγεν·elegenhe was saying;G3004GV-IAI-3S
βλέπωblepōI seeG0991V-PAI-1S
τοὺςtoustheG3588T-APM
ἀνθρώπουςanthrōpousmenG0444N-APM
ὅτιhotiforG3754GCONJ
ὡςhōsasG5613PRT
δένδραdendratreesG1186N-APN
ὁρῶhorōI see [them]G3708V-PAI-1S
περιπατοῦντας.peripatountaswalking.G4043V-PAP-APM
  1. nachdem [der Mann] wieder sehen konnte Ptz. conj. als temporaler Nebensatz aufgelöst. Der Blinde war offenbar nicht von Geburt an blind, wie sich aus dem Verb und seiner Beschreibung der Umgebung ableiten lässt. Die Alternative blickte auf und löst das Ptz. beigeordnet auf. Das Verb kann sowohl „aufblicken“ als auch „wieder sehen können“ bedeuten. Im Zusammenhang mit der Rede von „Blindheit“ (s. noch Mt 11,5; 20,34; Mk 10,51; Lk 7,22; 18,41–43 (3x); Joh 9,11.15.18; Apg 9,12.17f; 22,13) liegt natürlich letztere Bedeutung wesentlich näher (so auch France 2002, S. 325; Collins 2007, S. 394, nach Johnson 1979). Dennoch übersetzen viele Üss. an unserer Stelle mit „er blickte auf“ (vgl. NSS; LN 24.10; s. jedoch die Alternativübersetzung der NGÜ; NET; Guelich 1989, 428. Vgl. MEN: „Jener schlug die Augen auf“). Vielleicht liegt das daran, dass „aufblicken“ ebenfalls sehr gut in den Kontext passt. Wahrscheinlich liefert Markus dem Leser ein Wortspiel, indem er absichtlich beide Bedeutungen zulässt (France 2002, 325). Dass der Mann wieder sehen könnte, scheint jedoch im Vordergrund zu stehen.
  2. {dass} Welche Funktion ὅτι »dass« (oder »weil«) hier hat, ist nicht restlos geklärt. Es ist möglich, dass es hier wie das aramäische Relativpronomen דּיִ verwendet wird (das auch »dass« heißen kann) oder es (falsch) übersetzt. Dann wäre zu übersetzen: »Ich sehe die Leute, die wie Bäume [sind]...« (Guelich 1989, 433; vgl. Siebenthal 2011, §252a). NSS empfiehlt, ὅτι am besten als Doppelpunkt (wie ein ὅτι recitativum) zu übersetzen.
  3. Ich sehe die Leute – wie Bäume, ich sehe sie umhergehen Falsch wäre die Übersetzung „ich sehe sie wie Bäume umhergehen“ (LUT, ELB, GNB?). Bäume ist Neutrum Plural, das Partizip umhergehen (ein AcP) Maskulinum Plural. Das Partizip bezieht sich auf die Leute (France 2002, 325). Die Übersetzung versucht das zu berücksichtigen. Sehr schön fängt das NGÜ ein: „Ich sehe Menschen; sie gehen umher, aber sie sehen aus wie Bäume.“

25 Daraufhin legte [Jesus] erneut die Hände auf seine Augen, und [der Mann] hatte klare Sicht (sah klar) und war wieder gesund (wiederhergestellt), und er konnte nun alles deutlich (scharf) erkennen. 12

Original Greek

εἶταeitaThenG1534ADV
πάλινpalinagainG3825ADV
ἐπέθηκενepethēkenHe putG2007V-2AAI-3S
τὰςtastheG3588T-APF
χεῖραςcheirashandsG5495N-APF
ἐπὶepiuponG1909PREP
τοὺςtoustheG3588T-APM
ὀφθαλμοὺςophthalmouseyesG3788N-APM
αὐτοῦ,autouof him,G0846P-GSM
καὶkaiandG2532CONJ
ἐποίησενepoiēsenmadeG4160GV-AAI-3S
αὐτὸνautonhimG0846P-ASM
διέβλεψενdieblepsenlookG1227V-AAI-3S
καὶkaiandG2532CONJ
ἀπεκατέστηapekatestēhe restoredG0600V-2AAI-3S
καὶkaiandG2532CONJ
ἐνέβλεπενeneblepenhe was seeing wellG1689V-IAI-3S
τηλαυγῶςtēlaugōsclearlyG5081ADV
ἅπαντα.hapantaeverything.G0537A-APN
  1. er konnte nun alles deutlich erkennen Das Verb steht im Unterschied zu den beiden vorigen (Aorist) im Imperfekt, das hier zum Ausdruck bringt, dass der Mann nun (sinngemäß eingefügt) dauerhaft deutlich sehen konnte (ebenfalls ergänzt, um den Sinn richtig zu vermitteln) (vgl. France 2002, 325). MEN legt etwas kreativ aus: „so daß er auch in der Ferne alles scharf sah“
  2. Markus 7,35

26 Da (Und) schickte [Jesus] ihn nach Hause (in sein Haus), wobei er ihm auftrug (sagte): 1 „Geh auch (aber) nicht ins Dorf! 2“

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἀπέστειλενapesteilenHe sentG0649V-AAI-3S
αὐτὸνautonhimG0846P-ASM
εἰςeistoG1519PREP
τὸνtontheG3588T-ASM
οἶκονoikonhomeG3624GN-ASM
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
λέγων·legōnsaying;G3004GV-PAP-NSM
μηδὲmēdeNotG3366ADV-N
εἰςeisintoG1519PREP
τὴνtēntheG3588T-ASF
κώμηνkōmēnvillageG2968N-ASF
εἰσέλθῃςeiselthēsshall you enterG1525V-2AAS-2S
μηδὲmēdenorG3366CONJ-N
εἴπῃςeipēsmay you speakG2036V-2AAS-2S
τινὶtinito anyoneG5100X-DSM
ἐνeninG1722PREP
τῇtēa<the>G3588T-DSF
κώμῃ.¶kōmēvillage.G2968N-DSF
  1. wobei er ihm auftrug (sagte) Modales Ptz. conj., als Nebensatz aufgelöst. Eine andere Möglichkeit wäre „mit den (folgenden) Worten“.
  2. »Geh auch nicht ins Dorf!« Das ist offenbar so zu verstehen, dass der Mann nicht direkt in Betsaida (=dem Dorf) lebte. Vgl. GNB: »Geh nicht erst nach Betsaida hinein, sondern geh gleich nach Hause!«

27 Und Jesus und seine Jünger zogen weiter (gingen fort, machten sich auf) in die Dörfer von Cäsarea Philippi 1; und auf dem Weg befragte er seine Jünger {und sagte zu ihnen} 2: „Für wen halten mich die Leute?“ 3

Original Greek

ΚαὶKaiAndG2532CONJ
ἐξῆλθενexēlthenwent forthG1831V-2AAI-3S
ὁho<the>G3588T-NSM
ἸησοῦςIēsousJesusG2424GN-NSM-P
καὶkaiandG2532CONJ
οἱhoitheG3588T-NPM
μαθηταὶmathētaidisciplesG3101N-NPM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
εἰςeisintoG1519PREP
τὰςtastheG3588T-APF
κώμαςkōmasvillagesG2968N-APF
ΚαισαρείαςKaisareiasof CaesareaG2542GN-GSF-L
τῆςtēs<the>G3588T-GSF
Φιλίππου.PhilippouPhilippi.G5376KN-GSM-P
καὶkaiAndG2532CONJ
ἐνenonG1722PREP
τῇtēatheG3588T-DSF
ὁδῷhodōwayG3598N-DSF
ἐπηρώταepērōtaHe was questioningG1905V-IAI-3S
τοὺςtoustheG3588T-APM
μαθητὰςmathētasdisciplesG3101N-APM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
λέγωνlegōnsayingG3004GV-PAP-NSM
αὐτοῖς·autoisto them;G0846P-DPM
τίναtinaWhomG5101I-ASM
μεmeMeG3165P-1AS
λέγουσινlegousindo pronounceG3004GV-PAI-3P
οἱhoi<the>G3588T-NPM
ἄνθρωποιanthrōpoimenG0444N-NPM
εἶναι;einaito be?G1511V-PAN
  1. Die Dörfer von Cäsarea Philippi meint die kleinen Ansiedlungen, die in der Nähe von Cäsarea Philippi liegen und zum Verwaltungsbereich dieser Stadt gehören (Cranfield 1959, S. 267). Gemeint ist also die ländliche Gegend um Cäsarea Philippi, was gut damit zusammen stimmt, dass Jesus offenbar überwiegend nicht in Großstädten, sondern kleineren Dörfern gewirkt hat (vgl. z.B. Theißen/Merz 2011, S. 163f.).
  2. {und sagte} Pleonastisches Partizip.
  3. „Für wen halten mich die Leute?“ Oder „Was sagen die Leute (Menschen), wer ich bin?“ W. etwa „Wen sagen/halten die Leute mich zu sein?“ (AcI)

28 Da sagten sie zu ihm {sagend} 1: „[Einige für] Johannes den Täufer und andere [für] Elija, wieder andere [meinen], dass [du] einer von den Propheten [bist].“2

Original Greek

οἱhoi<the>G3588T-NPM
δὲdeAndG1161CONJ
εἶπανeipanthey saidG2036V-2AAI-3P
αὐτῷautōto HimG0846P-DSM
λέγοντες·legontessaying:G3004GV-PAP-NPM
ὅτιhotithatG3754GCONJ
ἸωάννηνIōannēnJohnG2491GN-ASM-P
τὸνtontheG3588T-ASM
βαπτιστήν,baptistēnBaptist,G0910N-ASM
καὶkaiandG2532CONJ
ἄλλοι·alloiothers;G0243A-NPM
Ἠλίαν,ĒlianElijah,G2243N-ASM-P
ἄλλοιalloiothersG0243A-NPM
δὲdenowG1161CONJ
ὅτιhotithatG3754GCONJ
εἷςheisoneG1520A-NSM
τῶνtōnof theG3588T-GPM
προφητῶν.prophētōnprophets.G4396N-GPM
  1. {sagend} Pleonastisches Partizip.
  2. Markus 6,14

29 Und er fragte sie: „Und ihr - für wen haltet ihr mich?“ 1 Und {antwortend} 2 sagte Petrus zu ihm: „Du bist der Messias (Gesalbte; Christus)!“ 3

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
αὐτὸςautosHe himselfG0846P-NSM
ἐπηρώταepērōtawas questioningG1905V-IAI-3S
αὐτούς·autousthem;G0846P-APM
ὑμεῖςhumeisYou yourselvesG4771P-2NP
δὲdehoweverG1161CONJ
τίναtinawhomG5101I-ASM
μεmeMeG3165P-1AS
λέγετεlegetedo pronounceG3004GV-PAI-2P
εἶναι;einaito be?G1511V-PAN
ἀποκριθεὶςapokritheisAnsweringG0611V-AOP-NSM
δὲdenowG1161CONJ
ὁho<the>G3588T-NSM
ΠέτροςPetrosPeterG4074GN-NSM-P
λέγειlegeisaysG3004GV-PAI-3S
αὐτῷ·autōto Him;G0846P-DSM
σὺsuYou yourselfG4771P-2NS
εἶeiareG1510V-PAI-2S
ὁhotheG3588T-NSM
χριστός.christosChrist.G5547N-NSM-T
  1. Für wen haltet ihr mich? W. etwa „Ihr aber, wen sagt/haltet ihr mich zu sein?“ (AcI. Vgl. die Frage in V. 27)
  2. {antwortend} Pleonastisches Partizip; übersetze schlicht: „Petrus antwortete:...“
  3. Messias Gr. χριστός „der Gesalbte“ oder formelhaft „Christus“. Das griechische Wort ist eine Übersetzung von hebr. מָשִׁיחַ maschiach. Der Messias war in den Prophetien des AT ein König nach dem Muster des Königs David, der Israel in eine neue Zeit führen und als gerechter König regieren sollte (z.B. Jer 23,5). Zwischentestamentliche Autoren erwarteten einen militärischen Anführer, der Israel von der Fremdherrschaft der Griechen und später der Römer befreien und zu alter Größe zurückführen würde (vgl. Evans 2001, 15).

30 Und er schärfte (befahl) ihnen ein, {damit} mit niemandem über ihn sprechen.

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἐπετίμησενepetimēsenHe warnedG2008V-AAI-3S
αὐτοῖςautoisthemG0846P-DPM
ἵναinathatG2443CONJ
μηδενὶmēdenino oneG3367A-DSM
λέγωσινlegōsinthey may tellG3004GV-PAS-3P
περὶpericoncerningG4012PREP
αὐτοῦ.autouHim.G0846P-GSM

31 Und er begann sie darüber aufzuklären (zu lehren), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch) 1 viel leiden, und von den Ältesten und den obersten (führenden, Hohen) Priestern 2 und den Schriftgelehrten (Schreibern) abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) werden, und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse 3.4

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
ἤρξατοērxatoHe beganG0757V-ADI-3S
διδάσκεινdidaskeinto teachG1321V-PAN
αὐτοὺςautousthemG0846P-APM
ὅτιhotithatG3754GCONJ
δεῖdeiit is necessary forG1163V-PAI-3S
τὸνtontheG3588T-ASM
υἱὸνhuionSonG5207N-ASM-T
τοῦtou<the>G3588T-GSM
ἀνθρώπουanthrōpouof ManG0444N-GSM-T
πολλὰpollamany thingsG4183A-APN
παθεῖνpatheinto sufferG3958V-2AAN
καὶkaiandG2532CONJ
ἀποδοκιμασθῆναιapodokimasthēnaito be rejectedG0593V-APN
ὑπὸhupobyG5259GPREP
τῶνtōntheG3588T-GPM
πρεσβυτέρωνpresbuterōneldersG4245GN-GPM
καὶkaiandG2532CONJ
τῶνtōntheG3588T-GPM
ἀρχιερέωνarchiereōnchief priestsG0749N-GPM
καὶkaiandG2532CONJ
τῶνtōntheG3588T-GPM
γραμματέωνgrammateōnscribesG1122N-GPM
καὶkaiandG2532CONJ
ἀποκτανθῆναιapoktanthēnaito be killedG0615V-APN
καὶkaiandG2532CONJ
μετὰmetaafterG3326PREP
τρεῖςtreisthreeG5140A-APF
ἡμέραςhēmerasdaysG2250N-APF
ἀναστῆναι·anastēnaito rise [again];G0450V-2AAN
  1. Menschensohn ist ein eschatologischer Terminus. Außer in Mk 2,10.28 verwendet Jesus dieses „biographische Ich-Idiom“ (Schenk 1997) ausschließlich, wenn er von seiner Rolle in Gottes Heilsplan spricht, also der, dass er - der Menschensohn - von den Menschen verworfen, ausgeliefert und getötet werden müsse, dann aber in großer Macht und Herrlichkeit wiederkehren werde. Vgl. besonders gut Danove 2003, S. 23-25.
  2. oberste Priester Auf Griechisch „Hohe Priester“. Damit waren ehemalige Hohe Priester gemeint, die weiter im Hohen Rat vertreten waren, aber wahrscheinlich auch Mitglieder der wichtigen Priesterfamilien (France 2002, 335 Fn 51).
  3. müsse, gr. δεῖ, wird im NT häufig dazu verwendet, um auszudrücken, dass es sich bei dem, was da sein „muss“, um ein von Gott vorherbestimmtes und daher notwendig eintretendes Geschehnis handelt (vgl. EWNT I, S. 669; ad loc. z.B. Cranfield 1959; Doudna 2002; Lohmeyer 1967); s. z.B. Mk 13,7.10. Das passt sehr gut zusammen mit Vokabel „Menschensohn“ (s. vorletzte FN): Jesus gibt seinen Jüngern hier Einblick in die göttliche Vorhersehung.
  4. Psalm 118,22; Hosea 6,2; Markus 9,31; Markus 10,33

32 Und er sagte das ganz offen. 1 Da (Und) nahm Petrus ihn beiseite und begann, missbilligend auf ihn einzureden (ihn zu rüffeln/zurechtzuweisen). 2

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
παρρησίᾳparrēsiaopenlyG3954N-DSF
τὸνtontheG3588T-ASM
λόγονlogonwordG3056N-ASM
ἐλάλει.¶elaleiHe was speaking.G2980V-IAI-3S
ΚαὶKaiAndG2532CONJ
προσλαβόμενοςproslabomenoshaving takenG4355V-2AMP-NSM
ὁho<the>G3588T-NSM
ΠέτροςPetrosPeterG4074GN-NSM-P
αὐτὸνautonhimG0846P-ASM
ἤρξατοērxatobeganG0757V-ADI-3S
ἐπιτιμᾶνepitimanto rebukeG2008V-PAN
αὐτῷ.autōHim.G0846P-DSM
  1. er sagte das ganz offen W. „Diese Aussage machte er mit Offenheit“ (instr. Dat.); gut MEN, ZÜR: „und er sprach das ganz offen aus“, EÜ (vgl. NGÜ): „er redete ganz offen darüber“. Markus bezieht sich hier speziell auf die Lehre aus V. 31 (France 2002, 337).
  2. begann, missbilligend auf ihn einzureden W. „tadeln, zurechtweisen“. Gemeint ist, dass Petrus Jesus solche düsteren Vorhersagen ausreden und ihn zur Vernunft bringen möchte. GNB: „wollte ihm das ausreden“, MEN: „begann auf ihn einzureden“.

33 Der drehte sich um und – indem (und) er seine Jünger ansah (nachdem … angesehen hatte) – 1 wies Petrus zurecht (herrschte ihn an) {und sagte}: „Geh hinter mich (Geh weg von mir) 2, Satan (Widersacher) 3! denn Du hast nicht die [Vorstellungen (Interessen)] Gottes im Sinn, sondern die der Menschen.“ 4

Original Greek

ὁho<the>G3588T-NSM
δὲdeAndG1161CONJ
ἐπιστραφεὶςepistrapheishaving turnedG1994V-2APP-NSM
καὶkaiandG2532CONJ
ἰδὼνidōnhaving looked uponG1492HV-2AAP-NSM
τοὺςtoustheG3588T-APM
μαθητὰςmathētasdisciplesG3101N-APM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
ἐπετίμησενepetimēsenHe rebukedG2008V-AAI-3S
τῷtō<the>G3588T-DSM
ΠέτρῳPetrōPeterG4074GN-DSM-P
καὶkaiandG2532CONJ
λέγει·legeispeaks;G3004GV-PAI-3S
ὕπαγεhupagedo goG5217V-PAM-2S
ὀπίσωopisōbehindG3694PREP
μου,mouMe,G3165P-1GS
σατανᾶ,satanaSatan,G4567N-VSM-T
ὅτιhotiforG3754HCONJ
οὐounotG3756PRT-N
φρονεῖςphroneisyou have in mindG5426V-PAI-2S
τὰtathe [things]G3588T-APN
τοῦtou<of the>G3588T-GSM
θεοῦtheouof GodG2316N-GSM-T
ἀλλὰallabutG0235CONJ
τὰtathe [things]G3588T-APN
τῶνtōn<of the>G3588T-GPM
ἀνθρώπων.anthrōpōnof men.G0444N-GPM
  1. Der drehte sich um und, indem (und) er seine Jünger ansah (nachdem … angesehen hatte) Beide Verben sind Ptz. conj., hier temporal und modal (bzw. in der Klammer temporal-vorzeitig) aufgelöst. Man könnte auch einfacher formulieren: „Der drehte sich um, {und} sah seine Jünger an [und] wies Petrus zurecht“ oder „drehte sich um und … wies zurecht, wobei er … ansah.“ ansah W. „sah“. Wahrscheinlich meint Markus: Petrus ist nicht der Mann, von dem Jesus sich beiseite nehmen lässt. Gibt es ein Problem mit einer so essenziellen Frage wie der für Jesus unausweichlich von Gott geplanten Zukunft, so betrifft das alle. Besonders, wenn zu erwarten ist, dass die anderen Jünger ähnliche menschliche Vorstellungen vom Messias haben (vgl. die Fußnote bei „Messias“ in V. 29) (France 2002, 338, gegen Collins 2007, 406f., die nicht begründet, warum Jesus seine Antwort nur an Petrus, aber nicht an die anderen Jünger richtet).
  2. »Geh hinter mich (Geh weg von mir), Satan!« Der Ausruf ist doppeldeutig. Jesus fordert Petrus gleichzeitig auf, im aus den Augen zu gehen, und sich wieder in der Nachfolge bei den Jüngern hinter ihm einzureihen (vgl. W. »hinter mir nachzufolgen« in V. 34!). Der nächste Satz zeigt, was Jesus meint: Petrus (aber auch keiner der anderen Jünger) sollte sich nicht Gottes Plänen in den Weg stellen oder in irgendeiner Form verweigern. Denn damit, auch wenn es aus den besten Absichten geschieht, würde er zum Widersacher Gottes (vgl. Collins 2007, 407).
  3. Satan ist die Umschrift des hebräischen Worts שָׂטָן. Nirgendwo sonst wird ein Mensch als Satan bezeichnet. Jesus meint jedoch kaum, dass Petrus besessen ist (Collins 2007, 407). Petrus' Vorstellungen stehen Gottes Plänen so weit entgegen, dass sie von Satan kommen müssen (France 2002, 338). Er könnte Petrus' Einwände als einen weiteren Versuch des Teufels auffassen, ihn in Versuchung zu führen (Collins 2007, 407). Eine andere Möglichkeit ist, dass Jesus das Wort adjektivisch benutzt und Petrus so als einen Widersacher bzw. jemanden, der sich ihm in den Weg stellt, bezeichnet. Schließlich spricht Jesus gleich darauf ja von »menschlichen« Vorstellungen, nicht von denen des Teufels (Evans 2001, 19). Doch signalisiert die scharfe Formulierung unter Beibehaltung des semitischen Begriffs auch im Griechischen, dass Jesus seinen Jünger wirklich als Satan anspricht (France 2002, 338 Fn 61).
  4. denn Du hast nicht die [Vorstellungen (Interessen)] Gottes im Sinn, sondern die der Menschen. NGÜ: „Denn was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich.“ MEN: „Deine Gedanken sind nicht die Gedanken Gottes, sondern sind Menschengedanken.“ ZÜR: „Denn nicht Göttliches, sondern Menschliches hast du im Sinn.“

34 Dann (Und) rief er die Menschenmenge samt seinen Jüngern zu sich und 1 sagte zu ihnen: „Wenn jemand mir nachfolgen 2 will, dann muss (soll) 3 er sich selbst verleugnen, {und} sein Kreuz tragen (auf sich nehmen, aufheben, mitnehmen) 4 und mir nachfolgen!

Original Greek

καὶkaiAndG2532CONJ
προσκαλεσάμενοςproskalesamenoshaving called to [Him]G4341V-ADP-NSM
τὸνtontheG3588T-ASM
ὄχλονochloncrowdG3793N-ASM
σὺνsunwithG4862PREP
τοῖςtoistheG3588T-DPM
μαθηταῖςmathētaisdisciplesG3101N-DPM
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
εἶπενeipenHe saidG2036V-2AAI-3S
αὐτοῖς·autoisto them;G0846P-DPM
εἴeiIfG1487GCOND
τιςtisanyoneG5100X-NSM
θέλειtheleidesiresG2309V-PAI-3S
ὀπίσωopisōafterG3694PREP
μουmouMeG3165P-1GS
ἀκολουθεῖν,akoloutheinto follow,G0190V-PAN
ἀπαρνησάσθωaparnēsasthōhe should denyG0533V-ADM-3S
ἑαυτὸνhe'autonhimselfG1438F-3ASM
καὶkaiandG2532CONJ
ἀράτωaratōhe should take upG0142V-AAM-3S
τὸνtontheG3588T-ASM
σταυρὸνstauroncrossG4716N-ASM
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
καὶkaiandG2532CONJ
ἀκολουθείτωakoloutheitōhe should followG0190V-PAM-3S
μοι.moiMe.G3165P-1DS
  1. rief zu sich … und Temporales Ptz. conj., beigeordnet aufgelöst.
  2. mir nachfolgen W. »hinter mir gehen« (vgl. Mk 1,17; 2,14). Manche Übersetzungen: »Wer mein Jünger sein will...« (EÜ, NGÜ) Genau das hat Jesus hier im Blick (France 2002, 339; Pryke 1978, S. 41).
  3. dann muss (soll) … verleugnen … auf sich nehmen … nachfolgen Die drei Verben stehen in der dritten Person des Imperativs, den man am besten mit Hilfsverb (»soll«, »muss« oder »möge«) oder einem Konjunktiv umschreibt. Hier beschreibt Jesus die Anforderungen, die er an seine Nachfolger stellt. In diesem Kontext ist »muss« am passendsten (vgl. Collins 2007, 408).
  4. sein Kreuz tragen (auf sich nehmen, aufheben, mitnehmen) Das Verb αἴρω heißt bei Gegenständen »aufheben«, aber auch »(mit sich) tragen« oder »mitführen« (BA 1a/2). Die klassische Übersetzung seit Luther ist »sein Kreuz auf sich nehmen«, gemeint ist aber wohl eher der bildliche Ausdruck »sein Kreuz mit sich herumtragen« (vgl. BA 2). Konkret geht es dabei um den Querbalken des Kreuzes, den man zu seiner eigenen Hinrichtung tragen musste (Collins 2007, 408). Kreuzigung war auch in Palästina eine übliche Form der Todesstrafe. Das Bild der Verurteilten, die den Balken durch die Stadt trugen, war den Leuten geläufig (Evans 2001, 25). Diese Wendung war möglicherweise als Sprichwort bekannt. Lukas macht deutlich, dass dies übertragen gemeint ist, indem er »täglich« ergänzt (Lk 9,23). Doch Jesus hat hier gerade seinen Tod vorhergesagt. Mit diesen Worten macht er also deutlich, dass die Gefahr für seine Nachfolger, sein Schicksal zu teilen, sehr real ist (Collins 2007, 408; France 2002, 339f.). Der Leser erhält den Eindruck, dass Jesus genau weiß, was auf ihn zukommt (Evans 2001, 25). Dieses Schicksal bewusst in Kauf zu nehmen und Jesus trotz allem nachzufolgen, das gehört für Jesus sicherlich auch dazu, sich selbst zu verleugnen (France 2002, 340).

35 Denn jeder, der (wer) sein Leben (Seele) retten will, wird es verlieren; aber jeder, der (wer) wegen mir und dem Evangelium (der Heilsbotschaft, um meinet- und des Evangeliums willen) sein Leben (Seele) verliert, wird es retten.

Original Greek

ὃςhosWho[ever]G3739R-NSM
γὰρgarforG1063CONJ
ἐὰνeanifG1437COND
θέλῃthelēshall desireG2309V-PAS-3S
τὴνtēn<the>G3588T-ASF
ψυχὴνpsuchēnlifeG5590HN-ASF
αὐτοῦautouhisG0846P-GSM
σῶσαι,sōsaito save,G4982V-AAN
ἀπολέσειapoleseiwill loseG0622V-FAI-3S
αὐτήν·autēnit;G0846P-ASF
ὃςhoswho[ever]G3739R-NSM
δ᾽d᾽nowG1161CONJ
ἂνanmaybeG0302PRT
ἀπολέσειapoleseiwill loseG0622V-FAI-3S
τὴνtēntheG3588T-ASF
ψυχὴνpsuchēnlifeG5590HN-ASF
αὐτοῦautouof himG0846P-GSM
ἕνεκενhenekenon account ofG1752PREP
ἐμοῦemouMeG1473S-1SGSN
καὶkaiandG2532CONJ
τοῦtouof theG3588T-GSN
εὐαγγελίου,euangeliougospel,G2098N-GSN
οὗτοςhoutosthisG3778D-NSM
σώσειsōseihe will saveG4982V-FAI-3S
αὐτήν.autēnit.G0846P-ASF

36 Denn was nützt es einem Menschen, die gesamte Welt zu gewinnen, 1 aber (und [dabei]) sein Leben (Seele) zu verlieren? 23

Original Greek

τίtiWhatG5101I-NSN
γὰρgarforG1063CONJ
ὠφελεῖōpheleiprofitsG5623V-PAI-3S
τὸνton<the>G3588T-ASM
ἄνθρωπονanthrōpona manG0444N-ASM
ἐὰνeanifG1437COND
κερδῆσαιkerdēsaito gainG2770V-AAN
τὸνtontheG3588T-ASM
κόσμονkosmonworldG2889N-ASM
ὅλονholonwholeG3650A-ASM
καὶkaiandG2532CONJ
ζημιωθῆναιzēmiōthēnaito loseG2210V-APN
τὴνtēntheG3588T-ASF
ψυχὴνpsuchēnsoulG5590GN-ASF
αὐτοῦ;autouof him?G0846P-GSM
  1. die gesamte Welt zu gewinnen Das heißt im übertragenen Sinn, (im diesseitigen Leben) den größtmöglichen Erfolg zu erzielen (France 2002, 341).
  2. sein Leben (Seele) zu verlieren Einige Übersetzungen geben das Prädikat nicht mit verlieren, sondern mit »Schaden nehmen (an)« wieder. LUT: »nähme an seiner Seele Schaden«, NGÜ: »wenn er selbst dabei unheilbar Schaden nimmt«, ähnlich ZÜR, wohl nach BA ζημιόω. LN 57.69 listet die Passivform dagegen in einem separaten Eintrag als »Verlust erleiden, verlieren, einbüßen«. Als Gegensatz zu »(etw.) gewinnen« ist »(etw.) verlieren« allerdings die angemessenere Übersetzung (vgl. France 2002, 341). Wenn Jesus sich so stark ausdrückt, sollte die Übersetzung das nicht abschwächen.
  3. Kohelet 1,3; Psalm 49,8

37 Denn was könnte (sollte) man (ein Mensch) als Gegenwert für sein Leben (Seele) geben?

Original Greek

ἢēorG2228CONJ
τίtiWhatG5101I-ASN
γὰρgarforG1063CONJ
δοῖdoimay giveG1325V-2AAS-3S
ἄνθρωποςanthrōposa manG0444N-NSM
ἀντάλλαγμαantallagma[as] an exchangeG0465N-ASN
τῆςtēsfor theG3588T-GSF
ψυχῆςpsuchēssoulG5590GN-GSF
αὐτοῦ;autouof him?G0846P-GSM

38 Denn jeder, der (wer immer) sich in dieser untreuen (ehebrecherischen) und sündigen Generation (jeder dieses untreuen und sündigen Packs, der sich) 1 über (wegen) mich und meine Worte schämt, 2 über den wird sich auch der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch) schämen, sobald er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt.“3

Original Greek

ὃςhosWho[ever]G3739R-NSM
γὰρgarforG1063CONJ
ἐὰνeanifG1437COND
ἐπαισχυνθῇepaischunthēashall be ashamed ofG1870V-AOS-3S
μεmeMeG3165P-1AS
καὶkaiandG2532CONJ
τοὺςtous<the>G3588T-APM
ἐμοὺςemousMyG1473S-1SAPM
λόγουςlogouswordsG3056N-APM
ἐνeninG1722PREP
τῇtēa<the>G3588T-DSF
γενεᾷgeneagenerationG1074N-DSF
ταύτῃtautēthisG3778D-DSF
τῇtēa<the>G3588T-DSF
μοιχαλίδιmoichalidiadulterousG3428A-DSF
καὶkaiandG2532CONJ
ἁμαρτωλῷ,hamartōlōsinful,G0268A-DSF
καὶkaialsoG2532CONJ
ὁhotheG3588T-NSM
υἱὸςhuiosSonG5207N-NSM-T
τοῦtou<the>G3588T-GSM
ἀνθρώπουanthrōpouof ManG0444N-GSM-T
ἐπαισχυνθήσεταιepaischunthēsetaiwill be ashamed ofG1870V-FOI-3S
αὐτὸνautonhimG0846P-ASM
ὅτανhotanwhenG3752CONJ
ἔλθῃelthēHe may comeG2064V-2AAS-3S
ἐνeninG1722PREP
τῇtēatheG3588T-DSF
δόξῃdoxēgloryG1391N-DSF
τοῦtouof theG3588T-GSM
πατρὸςpatrosFatherG3962N-GSM-T
αὐτοῦautouof HimG0846P-GSM
μετὰmetawithG3326PREP
τῶνtōntheG3588T-GPM
ἀγγέλωνangelōnangelsG0032GN-GPM
τῶνtōn<the>G3588T-GPM
ἁγίων.¶hagiōnholy.G0040GA-GPM
  1. Generation (Pack) - zu diesem Ausdruck s. FN o zu V. 12.
  2. Jeder, der sich … über mich und meine Worte schämt usw. Für heutige Leser ist NGÜ recht passend: »Wer ... nicht zu mir und meinen Worten steht«. Jesus benutzt jetzt das Bild von Scham und Ehre, die in den meisten Kulturen weitaus wichtiger sind als im Westen. Wer sich hier über Jesus schämt, der kann auch bei Jesu Rückkehr keine Ehrung erwarten. Das Hier und Jetzt wird als »untreu« - bzw. w. »ehebrecherisch« - und »sündig« charakterisiert. Der erste ist ein Begriff, der schon im AT Israels (im übertragenen Sinn eheliche) Untreue gegenüber Gott und seinem Bund bezeichnet hat. »Sündig« verstärkt den Eindruck noch, dass diese Generation sich von Gott abgewandt hat und auch seinen Abgesandten Jesus verschmäht. Die neue Zeit, die mit dem Kommen des Menschensohns (Dan 7,13-14; Sach 14,5) - d.h. Jesu Rückkehr - anbricht, ist für Jesus die entscheidende (vgl. France 2002, 341ff.; Collins 2007, 410f.).
  3. Daniel 7,13; Daniel 7,9; Sacharja 14,5